Handelsblatt (Video & Artikel)
„Stark ideologisch bedingt“: Keine Spur von Einlenken bei Trumps Strafzöllen
Published on Apr 9, 2025
Die Finanzmärkte haben den Handelskrieg des US-Präsidenten abgestraft, einige Verbündete kritisieren ihn. Doch Trump hält unbeirrt an seiner Handelspolitik fest.
Mehr als zehn Prozent Verlust in US-Aktienleitindizes, mehr als zwanzig Prozent für Aktien von Tesla oder Apple und ein deutlicher Renditeanstieg der US-Staatsanleihen eine Woche nach der Verkündung der hohen US-Einfuhrzölle. Doch auch wenn die Finanzmärkte die Zollpolitik Donald Trumps und seines Wirtschaftsministers Howard Lutnick abgestraft haben, ist ein Einlenken so schnell nicht in Sicht, analysieren die beiden Hosts Christian Lammert und Nicole Bastian sowie ihr Gast Stormy-Annika Mildner, Chefin des deutschen Aspen-Instituts.
Denn Trumps merkantilistische Politik sei „stark ideologisch bedingt“, argumentiert Mildner. Zudem sei bereits ein „gewisses Hedging“ des Präsidenten zu sehen, indem er die Bevölkerung auf kurzfristige ökonomische Kosten vorbereite. Die deutliche Mehrheit der republikanischen Wähler sei Umfragen zufolge bereit, diese Kosten zu tragen.
Ein Teil der Zölle sei durchaus von Trump als Verhandlungsmasse gedacht, um auch andere Ziele etwa in der Außenpolitik zu erreichen, meint Mildner. Im Moment sei die Regierung aber noch in der Drohphase. Der Zeitpunkt für Verhandlungen sei noch nicht gekommen. Mehr über Trumps strategische Verhandlungsposition, über den Rückhalt bei den republikanischen Abgeordneten und über die Chance auf die Rücknahme einiger Strafzölle im Podcast.
Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert
Produktion: Lukas Teppler
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Quellen & Links
Lesetipp zur aktuellen Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen: Ausverkauf an den Märkten erfasst US-Staatsanleihen
Und hier findet Ihr den angesprochenen Artikel zur Dollar-Strategie der Trump-Regierung: Das Dollar-Komplott
https://www.handelsblatt.com/politik/international/handelskrieg-das-dollar-komplott/100117194.html
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