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China verhaftet AstraZeneca-Chef

Thomas Oysmüller

Der Direktor von AstraZeneca China wurde verhaftet. Ihm und anderen Mitarbeitern werden illegale Machenschaften vorgeworfen.

Am Donnerstag teilte der britische Pharmariese AstraZeneca mit, dass der Leiter seiner Geschäfte in China, Leon Wang, verhaftet worden ist. Er sitzt nun in Untersuchungshaft während China die Aktivitäten von Mitarbeitern untersucht. Wang ist Vizedirektor für die gesamten Asien-Geschäfte des Pharmariesens.

Zusammenhang mit Impfung unwahrscheinlich

„Auf Anfrage werden wir voll und ganz mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten“, sagt Astra zur Presse: „Wir liefern weiterhin unsere lebensrettenden [life changing, Anm.] Medikamente an Patienten in China und unsere Aktivitäten laufen weiter.“ Schon letzten Monat hatte man bestätigt, dass gegen Wang Untersuchungen eingeleitet worden waren.

Für Astra gilt China als Schlüsselmarkt. Aber im September bestätigte das Unternehmen, dass gegen mehrere Mitarbeiter in China ermittelt wird, nachdem ein Bericht besagte, dass sie wegen möglicherweise illegaler Datenerfassung und Arzneimittelimporte befragt wurden. Die Ermittlungen betrafen fünf derzeitige und ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens – alle mit chinesischer Staatsbürgerschaft – und wurden von den Behörden in der südlichen Stadt Shenzhen geleitet, berichtet Bloomberg etwas mehr.

Eine Untersuchung bezog sich auf die Sammlung von Patientendaten durch das Unternehmen, von der die Behörden vermuten, dass sie gegen die chinesischen Datenschutzgesetze verstoßen hat, heißt es weiter unter Berufung auf Insider.

Eine andere Untersuchung bezieht sich zudem auf die Einfuhr eines Leberkrebsmedikaments, das in Festlandchina nicht zugelassen ist.

Nach der Meldung verbreiteten sich auch schnell Meldungen, dass Wangs Verhaftung „im Zusammenhang mit Impfstoffen“ stehen würde. „Es geht jetzt los“, glaubten manche sofort. Dafür gibt es allerdings keinerlei Anhaltspunkte. Das Unternehmen musste allerdings zugeben, dass man nicht wisse, auf was sich die aktuelle Verhaftung beziehe. Bis auf weitere Informationen muss man aber davon ausgehen, dass die Verhaftung im Zusammenhang mit den früheren Ermittlungen steht. Die Astra-Impfung gegen Covid war in China nie zugelassen. Nur Pfizer hat einen Antrag auf Zulassung gestellt, steht aber weiterhin in der Warteschlange.

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Quellen & Links

Bild „NHS vaccination centre ‚Astra Zeneca‘ banner“ ( https://collection.sciencemuseumgroup.org.uk/objects/co8918110/nhs-vaccination-centre-astra-zeneca-banner ) by National Health Service; Unknown maker is licensed under CC BY-NC-SA 4.0.

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https://tkp.at/2024/11/09/china-verhaftet-astrazeneca-chef/

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