In Deutschland gibt es deutlich mehr Frauenquotenregelungen und Förderprogramme für Frauen als vergleichbare Angebote für Männer.
- Frauenquoten in Aufsichtsräten, Parteien, öffentlichen Einrichtungen etc. sind gesetzlich vorgeschrieben. Männerquoten existieren nicht.
- Für Frauen gibt es umfangreiche Förderprogramme des Bundes und der Länder, z.B. für MINT-Fächer, Führungspositionen oder Existenzgründungen.
- Viele Stipendien, Mentoring-Angebote und Girls'Days richten sich speziell an Frauen.
- Die öffentliche Debatte und Medienpräsenz zu Frauenförderung ist ungleich größer als zu Programmen für Männer.
- Frauenquoten und -förderung sind meist breit angelegt und hohe politische Ziele. Förderung von Männern beschränkt sich auf kleinere Projekte und Kommunen.
- Selbst in Frauen-dominierten Bereichen wie Pflege oder Erziehung geht es mehr um die Gewinnung von Frauen statt Männern.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Frauenquoten und gezielte Frauenförderprogramme in Deutschland die Regel sind, während äquivalente Maßnahmen für Männer kaum existieren. Der Schwerpunkt liegt klar auf der Verbesserung der Situation für Frauen in männerdominierten Bereichen. Förderung von Männern findet wenn, dann nur punktuell statt. Die Anzahl der Angebote für Frauen übersteigt die für Männer bei weitem.