Heute war der erste CSD in Ronnenberg! Liebend gerne würde Ich davon reden, wie unmengen an Menschen zu dieser kleinen Stadt und aus ihr gekommen sind um ihre Queerness zu zelebrieren und sichtbar zu machen.
Liebend gerne würde Ich von der Erfolgsgeschichte einer kleinen Freundesgruppe, welche noch nie eine Veranstaltung organisierte, doch auf ein Mal von Anfragen aus Parteien und sonstigen Organisationen bombardiert wurden, wodurch sie ein gewaltiges Fest aufzogen.
Unfassbar gerne würde Ich aufzeigen, wie alle Faschisten dieses Landes sich gegen diesen CSD zur Wehr stellten, doch keine Werbung eine bessere hätte sein können, und aus der Unmut in die Tat, eine Demonstration und Veranstaltung umgesetzt wurde, wie sie diese Stadt es noch nie erlebt hat.
Doch die Fußnote, die zur Hauptgeschichte zumindest meiner Berichterstattung wird, ist das Ich angegriffen wurde. Nicht übel, niemand ist verletzt. Wir waren zu sechst, jemand warf Flaschen und Dosen nach uns. Die Sprecherin von Die Linke Queer in Niedersachsen wurde angespuckt. Eine Einzelperson die uns später in größerer Gruppe wieder auflungerte wollte uns partout nicht nach Ende des CSDs zum Bahnhof laufen lassen. Er wollte „nur reden” in seinem angetrunkenen Zustand. Fragte uns ständig warum wir so einen Unsinn denn machen würden. Später, als Ich lediglich weitergeben wollte und ihm wenig Beachtung schenkte, wurden aus Worten der Wurf seiner Bierdose, daraufhin zückten meine Mitmenschen die Handykamera, was ihn so sehr aufregte das er seine Flasche gleich nach uns warf. Als wir dann die Polizei riefen weil er mir immer näher kam und nicht gehen wollte, spuckte er Emma noch an, beleidigte sie, und verschwand.
Als wir dann der Polizei erzählten das er gegangen ist, war das ganze auch schnell vorbei und wir versuchten endlich den Bahnhof zu erreichen. Auf dem Weg kam er dann wieder, nicht mehr als Einzelkämpfer sondern in einer Dreiergruppe auf uns zu, als wir dann wieder die Polizei riefen ging er weg.
Heute war der erste CSD in Ronnenberg und wie jeder CSD ist er eine Erinnerung warum wir sie machen.