Vorbeugung von Vandalismus durch Eigenverantwortung als libertäres Prinzip 🤍

Inspiriert von nostr:nprofile1qqsf32jdxnf4hmpxyztjx8fst0sueemk98k50j2u2yfsn277afc8nkqprpmhxue69uhhqun9d45h2mfwwpexjmtpdshxuet5qyf8wumn8ghj7ur0d3hx7um5wgh8s7t6kh8dxh habe ich mir gerade noch weitere Gedanken gemacht, wie man Schüler darin bestärken und unterstützen kann. Am Beispiel der Klassenraumgestaltung durch die Schüler, sieht man, dass man etwas, dass man selbst erschaffen und mitgestaltet hat, einen höheren Wert für einen selbst besitzt. Und damit ist es für einen persönlich auch schützenswert und man kommt nicht auf die Idee, es zu zerstören. Und Vandalismus ist dann kein großes Thema mehr.

Preventing vandalism through personal responsibility as a libertarian principle 🤍

Inspired by Sven, I’ve been thinking more about how we can encourage and support students in this. The example of students designing their own classroom shows that something you’ve created and helped shape yourself holds greater value for you. Because of that, it becomes something worth protecting, and you don’t even get the idea to destroy it. As a result, vandalism stops being much of an issue.

#libertarianism #austrianschool #school #teacher #libertarismus #libertär #österreichischeschule #eigenverantwortung #vandalismus

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Discussion

Wie verhinderst du dann den Vandalismus durch andere, die den Raum nutzen?

Die eigene Klasse dazu zu bekommen ist nicht die große Herausforderung. Die große Herausforderung ist, dass andere Klassen, mit anderen Lehrern, den Raum nicht verunstaltet.

Der andere Lehrer hat viel weniger Anreize auf meinen Raum aufzupassen und die Schüler viel weniger Anreize damit ordentlich umzugehen. Ganz im Gegenteil die anderen Schüler haben durch den Schutz der Anonymität sogar einen Anreiz den Raum zu verunstaltet.

Das ist das Problem mit dem ich kämpfe.

Hast du dafür eine Idee oder einen Tipp Part?

Wenn erstmal so eine Atmosphäre herrscht, wie anscheinend leider an deiner Schule, dann finde ich es extrem schwierig das Ruder rumzureißen. Als ich noch ganz frisch im Lehrerberuf war, hatte ich noch die Illusion, dass ich allein im Kleinen etwas bewirken könnte. Das kann man auch, aber eben nur in sehr sehr begrenztem Maße. Inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass wirkliche Veränderung nur passiert, wenn die Erwachsenen gemeinsam die Führung übernehmen. Damit meine ich keine Autorität im konservativen Sinn, sondern der gemeinsame Wille von Schulleitung und Kollegen, gemeinsam einen neuen Weg zu gehen. Und das würde in dem Fall bedeuten, dass die Schulleitung von den Kollegen einfordert, dass diese verantwortungsvoll mit den Räumen der anderen umgehen. Und dass jeder Lehrer diese Haltung auch an seine Schüler weitergibt. Konkret heißt das für mich, dass ich zum Stundenende bleibe und darauf achte, dass der Raum ordentlich hinterlassen wird. Ggf. beende ich den Unterricht etwas früher, um dafür Zeit zu haben. So sehen die Kinder, dass es mir wichtig ist und ich da auch nichts „durchgehen“ lasse. Kommt es doch mal zu einer Beschädigung, so sehe ich es am zielführendsten, wenn auf Wiedergutmachung gesetzt wird. Aber wie gesagt, da braucht es den Willen und die Anstrengung aller Erwachsenen, um eine neue Kultur zu etablieren.

Und genau darin liegt mein Problem. Ich erwarte den Standard von den Kindern, aber kein anderer ist bereit dazu Arbeit reinzustecken. Ganz im Gegenteil. Ich bekomme Ärger mit den Kollegen, wenn ich Konsequenzen aus den Fehlverhalten der Schüler ziehe und diese bestrafe. Es schafft nur mehr Arbeit und keiner im Kollegium will mehr Arbeit.

Zunächst würde das mehr Arbeit machen, ja. Aber irgendwann würde es auch zum Selbstläufer. Aber ganz ehrlich, wenn die Bereitschaft bei den Kollegen nicht da ist, kann man das entweder akzeptieren und im Kleinen das machen, was möglich ist, oder man zieht weiter. Das habe ich letztendlich gemacht. Zum einen, weil ich keine Beamtin mehr sein wollte und zum anderen, weil ich an einer Schule arbeiten wollte, die meinen pädagogischen Vorstellungen nahe kommt. Und auch, um nachmittags noch genügend Energie für meine eigenen Kinder zu haben und mich nicht schon vormittags komplett aufzureiben.

Ich bin kein Lehrer. Aber würde frech behaupten, dass die allgemeine Anreizstruktur an öffentlichen Schulen (Verbeamtung und fehlender Wettbewerber) und die Tendenz der individuellen Bequemlichkeit (die vielleicht bei Lehrern überdurchschnittlich hoch ist?!) als auch das allgemeine etatistische Mindset der Eltern die überwiegende Ursachen sein könnten :D