I got out of that country. Here I post the story how I did it. But I post it in the German language, because it is about German citizen. Ok, I just talked yesterday with a Spanish citizen who had also problems on the same border.
⚠️ Update:
Vor ein paar Tagen hat die Immigration in Kenia mir die Ausreise verweigert. Somit wurde ich ein Geisel des Landes Kenia. Danach wurde ich illegal im Land da man mir als ich legal war die Ausreise verweigerte.
Die Hauptaufgabe in den letzten Tagen bestand daraus eine Flucht zu planen ohne mich strafbar zu machen. Das hieß dass ich einen Ausgangsstempel benötigte und im nächsten Land einen Eingangsstempel. Somit war eine Wanderung über die Grüne Grenze ausgeschlossen, denn ich würde das Problem nur verlagern.
Der Kontakt mit der deutschen Botschaft Bestand, und ich hatte am Folgetag noch ein Telefonat mit einem Experten in unserer Auslandsvertretung.
Diese Person teilte mir mit dass es mein Problem sei und sie hätten die Nase voll von der kenianischen Grenze, ich sei nicht der einzige deutsche der an dem Tag Probleme hatte. Ich soll einfach den Kenianer bestechen und ihm geben was er will.
Aber der Beamte verletzt hier im Namen Kenia das internationale Recht und beraubt Deutsche Staatsbürger grundlos ihrer Rechte und Freiheiten, und es passiert seitens Deutschland nichts.
💡 Es gibt trotz all den Vorfällen noch immer keine Reisewarnungen für Kenia, ist der Deutsche Staat überhaupt noch ein Rechtsstaat der seiner Pflichten nachkommt und den Bürger vor unrecht schützt!
Der Stand war also dass ich in einem Land war, das deutscher Partner ist, und dort gegen meinen Willen von den Behörden festgehalten werde. Dass man mir die Ausreise verboten hatte und inzwischen bin ich auf Grund dessen illegaler.
Mir ging immer wieder der Satz durch den Kopf den mein Hauptmann mir damals in Calw sagte als ich Gefangener war. Er sagte mir "Storm, eines Soldatens Pflicht in Gefangenschaft ist es zu fliehen. Sie wissen was sie zu tun haben" und genau das ist die Pflicht eines deutschen Staatsbürgers der in einem anderen Land aufgrund seiner Staatsbürgerschaft zum gefangenen wird. Ich war ja nicht in einem kleinen Raum eingesperrt wie das damals bei der Bundeswehr in diesem Hochhaus war. Somit müsste es sich doch um ein Kinderspiel Handeln aus dem ostafrikanischen Land zu kommen. Aber es war doch um einiges schwieriger als gedacht.
Einige Telefonate um die Situation abzugeklären. Die Bundesregierung wird mir in diesem Fall nicht helfen, die wollen mit ihrem Partner in Kenia keine Probleme. Speziell aufgrund dessen dass Kenia hier manipulierbar ist Sanktionen gegen Russland und China mit zu unterstützen. Da ist der ein oder andere deutsche einfach nur koladeralschaden.
Was die Situation noch verschlimmert hatte war dass es der selbe Grenzbeamte war der mich zuvor ausgeraubt hatte und dieses mal hatte er mein Knie verletzt als er mich verbal und körperlich angegriffen hatte. Das Knie war gerade seit 2 Wochen wieder verheilt. Somit war es auch mit laufen extrem schmerzhaft.
So, nach einem Tag Arbeit stand mein Fluchtplan. Ich kaufte von meinem fast letzten Geld ein Flug aus dem Land. Dann am nächsten Tag nahm ich ein Matatu von Kilifi nach Mombasa. Als ich in Mombasa war wollte ich ein Tuktuk zum Flughafen nehmen, aber jeder Fahrer wollte von mir den 10 fachen Preis als in Bolt angegeben war. Also bestellte ich eine Fahrt mit Bolt. Der Fahrer rechnete doppelt ab und kam nie bei mir an, ich konnte ihn auf der App beobachten wie er eine Stadtrundfahrt machte und abrechnete. Dann habe ich nach 30 Minuten die Fahrt gecancelt und fing an mich mit den Fahrern am Stand zu streiten. Ich fand nach einiger Zeit ein Fahrer der es für den doppelten Preis als normal machte, aber ich war extrem spät dran. Inzwischen regnete es Faust große Tropfen und sein tuktuk war an den Seiten offen. Auf der Straße Stand das Wasser extrem hoch und er musste vorsichtig fahren. Plötzlich fuhr links und rechts ein Lkw vorbei und ich bekam eine Welle ab dass ich in einer Sekunde komplett Nass war, auch mein Rucksack war Nass und ich stellte am Flughafen fest dass alles im Rucksack ebenfalls Nass war.
Als wir nah am Flughafen waren sagte der Fahrer zu mir daß er mich nicht rein fahren wird, ich soll laufen. Aber am Flughafen Mombasa ist kein kurzer weg zum Gebäude, da sind 2 Kontrollen vorher und dann sind es bestimmt 30 Minuten oder mehr zu laufen. Also sagte ich ihm dass er mich rein fährt, dafür bezahle ich mehr als der normale Preis ist, er hatte sich ja nicht weiter runterhandeln lassen wie der doppelte Preis. Er fuhr mich widerwillig rein und dann verdoppelte er den Preis schlussendlich doch wieder. Ich gab ihm den ausgemachten Betrag und sagte dass ich nicht mehr habe.
Ich lief tropfnass ins Gebäude und wurde von der Security angeschaut als ob die noch nie einen Menschen gesehen hätten. Dann packte ich um, ich teilte mein Gepäck in 2 Taschen da ich kein Handgepäck in meiner Größe mitnehmen durfte. Als zweite Tasche diente mein faltrucksack den ich im Rucksack habe.
Danach der Check in und das Aufgabegepäck abgeben. Was ich nicht verstanden hatte war dass die mein Gepäck nicht auf das Fließband legten wie bei den anderen Fluggästen, sondern stellten es neben sich nachdem sie meinen Pass anschauten, mein Visum für Kenia und für mein Zielland begutachtet hatten.
Ich bekam meine Boardkarte und wurde zur immigration geschickt. Die Treppe hoch und oben link. Nun war ich alleine im Raum vor der Passkontrolle, aber schnell kam einer und winkte mich zu einer Box.
Ich gab ihm mein Pass und meine Boardkarte. Er schaute auf die Boardkarte und fragte mich ob ich ein Visum für Tansania habe, also gab ich ihm das Visum ebenfalls. Er schaute das Visum an und sagte "Einreise über Lunga Lunga, das ist aber der Flughafen. Ok, kein Problem" und dann schaute er in meinen Pass und auf das Kenia Visum. Dann scannte er meine Fingerabdrücke und schaute im PC nach. Er lehnte sich zurück und sagte "Sie sind illegal in Kenia, können sie mir das erklären?".
Mir ging nur eines durch den Kopf, mal hoffen da steht nichts im PC und schon legte ich los.
Faktencheck: Die beste Propaganda ist die Wahrheit und die besten Fakenews haben Minimum 50% Wahrheit und beginnen mit der Wahrheit. Also war mir jetzt bekannt was ich zu tun habe. Ich fing an zu erzählen. Der Plan war die Wahrheit zu sagen aber den Vorfall vom Lunga Lunga Border zu unterschlagen und mit einer glaubhaften Geschichte auszutauschen.
Ich erzählte:
"Ich hatte ein Ticket von Mombasa zum Lunga Lunga Border und stieg morgens in den Bus in Mombasa. Es war der letzte Bus um 7 Uhr am Morgen. Soweit lief alles gut, aber nach einer Weile hatte der Bus technische Probleme und hielt an. Nach einiger Zeit wurde es im Bus extrem heiß und ich nahm meinen Rucksack und ging aus dem Bus raus"
Soweit entsprach meine Geschichte der Wahrheit, aber von hier an musste ich jetzt improvisieren damit er nicht rausfindet was wirklich an der Grenze war. Also erzählte ich weiter.
"Dann lief ich durch die kleinen Läden um nach Wasser zu schauen, es war extrem heiß und ich benötigte was zu trinken. Ich kaufte Wasser und ging zurück zum Bus, aber der Bus war weg, man ließ mich zurück. Es war der letzte Bus zur Grenze. Laufen konnte ich es nicht und dann suchte ich einen weg zurück nach Mombasa. Dann musste ich einen anderen Weg für die Ausreise finden und buchte einen Flug. Somit stehe ich jetzt vor ihnen"
Er schaute mich an und sagte "Tolle Geschichte, können sie das beweisen?"
Daraufhin sagte ich ihm dass ich die Fahrkarte vom Bus habe die in Mombasa beim Betreten des Busses entwertet wurde. Die Fahrkarte wollte er sehen, also gab ich ihm meine Fahrkarte und er schaute sie an.
Dann schaute er mich an und sagte, "Sie haben es versucht das Land rechtzeitig zu verlassen, sie können es beweisen und es sind nur 1, 2 Tage overstay. Hiermit muss ich jetzt entscheiden ob und wie sie bestraft werden. Geben sie mir einen Grund warum ich sie nicht bestrafen sollte"
Dann sagte ich zu ihm "Ich habe in den letzten Tagen so viel negatives erlebt, so viel Pech gehabt. Das mit der Ausreise am Lunga Lunga Border und mit dem Bus. Dann komme ich hier her und ein Lkw fährt durch das Wasser und macht mich nass. Hier stehe ich tropfnass vor ihnen, mache eine Pfütze, und bitte sie mir zu verzeihen. Ich möchte mich aufrichtig entschuldigen und hoffe dass sie diese Entschuldigung annehmen."
Er betrachtete mich, sagte ich soll an die Seite kommen zur Tür. Ich ging zur Tür, er schaute mich von
Kopf bis Fuß an und sagte "ich werde sie nicht bestrafen, aber ich möchte dass sie mir einen Kaffee bezahlen."
Dann sagte ich ok, mahm mein Geldbeutel und öffnete ihn, ich hatte noch 150 Schilling drin. Ich zeigte ihm mein Geldbeutel und sagte "ich habe noch 150 Schilling, das wird aber nicht für einen Kaffee reichen. Wollen das Geld oder nimmt das Café dort im Transit Bereich Kreditkarte und ich kaufe ihnen dort einen Kaffee?"
Er schaute mich an, und sagte "das reicht nicht für einen Kaffee. Ja, die nehmen Kredit Karte und ich könnte wirklich einen Kaffee brauchen" dann stempelte er meinen Ausgang von Kenia, gab mir meine Papiere zurück, stand auf und sagte "Auf zum Kaffee".
Im Kaffee bestellte er seinen Kaffee. Dann wollte ich bezahlen und gab meine Karte. Der Mitarbeiter im Café zog meine Karte durch den terminal und diese wurde abgelehnt. Nicht gedeckt. Beide schauten mich an, und ich sagte "sorry, falsche Karte, nehmen sie diese" und ich gab ihm die andere. Diese funktionierte und die 7 Euro für den Kaffee wurden abgebucht.
Der Beamte schaute zu seinem Arbeitsplatz und sagte dann "ich muss zurück. Aber wenn sie zurück nach Kenia kommen, beantragen sie kein Kenia Visum, sondern ein Ostafrika Visum. Damit haben sie weniger Probleme."
Ich schaute ihm hinterher und dachte.... Wusste er doch was wirklich am Lunga Lunga Border passiert war! Im Hintergrund sah ich die Putzfrau wie sie die Pfütze von mir weg wischte.
Ich habe es geschafft, bin draußen und somit frei, aber habe einen heftigen finanziellen Schaden. Soviel zum Thema Flucht aus Kenia und gestrandet in Afrika...