Shitbürgertum. Alleine nur wegen des Titels musste ich lachen. Die ersten Kapitel sind vielversprechend. 10/10 Empfehlung!

Shitbürgertum. Alleine nur wegen des Titels musste ich lachen. Die ersten Kapitel sind vielversprechend. 10/10 Empfehlung!

Geschrieben vom Shitbürger schlecht hin…
Poschardt meinst du?
Yes
In wiefern?
Ulf Poschardt verkörpert selbst den Inbegriff eines „Shitbürgers“, weil er mit elitärer Überheblichkeit gegen gesellschaftlichen Fortschritt polemisiert, während er sich als Freiheitskämpfer inszeniert. Er verteidigt rücksichtslose Individualität auf Kosten des Gemeinwohls, attackiert marginalisierte Gruppen mit kulturkämpferischer Rhetorik und stilisiert sich zum Opfer einer angeblichen Meinungsdiktatur, obwohl er als Chefredakteur der *Welt* eine reichweitenstarke Plattform hat. Seine Kritik an „Moralismus“ dient letztlich oft dazu, Privilegien zu verteidigen und echte Gerechtigkeitsdebatten zu delegitimieren.
Diesen Punkt spricht er auch im Buch an und begeht da eine Menge an Selbstkritik. Und der Punkt wegen der marginalisierten Gruppen, na ja. Das ist ein Punkt, den genau alle Parteien und Aspekte in der Politik auch tun. Daher ist das Problem nicht bei ihm, sondern eher beim System. Finde das Buch aber für Laien gut, da er eine saubere Selbstkritik aufbringt, auch erwähnt, dass er zu feige ist in vielem, und man als Leser da sich sein eigenes Bild machen soll. Passt gut in den Satz von Bitcoin, dass man immer überprüfen soll, was ist oder wer was tun soll. Und bin immer Fan davon beide Blickwinkel zu verstehen oder lesen.