Achgut
News-Redaktion
20.08.2024 / 06:30
Ortega verbietet 1.500 NGOs
Die nicaraguanische Regierung des Sozialisten Daniel Ortega geht seit Jahren besonders hart gegen Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs im englischen Akronym) vor.
Kürzlich wurden 1.500 hauptsächlich religiöse Organisationen verboten, mit der Begründung, dass sie ihre Finanzen nicht offengelegt hatten. Seit den Protesten von 2018 gegen die diktatorische Regierung wurden insgesamt über 5.000 Organisationen verboten und ihr Vermögen eingezogen. Besonders angespannt ist das Verhältnis der Regierung zur katholischen Kirche. Ortega beschuldigt diese, zusammen mit den USA einen Komplott gegen ihn zu planen. Die UN kritisierte im Juli die Menschenrechtsverletzungen im Land.
Ortega ist seit 2007 ununterbrochen an der Macht und ließ vor seiner Wiederwahl 2021 mehrere Gegenkandidaten festnehmen. Er kam bereits das erste Mal 1979 als von der Sowjet-Union unterstützter Rebellenführer an die Macht und war für viele westliche Linke eine Ikone. Die Diktatur von Ortega wird relativ wenig in den Medien und von Menschenrechtsorganisationen thematisiert und kritisiert.
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Quellen & Links
(Quelle: Tagesschau)
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/nicaragua-ngo-100.html
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