Irgendwann, wenn ich Mal Zeit habe, muss ich mich intensiv mit Wettermodellen befassen. Ich habe immer mehr das Gefühl, man passt die Modelle dem gewünschten Narrativ an, weswegen die Vorhersagen immer unzuverlässiger werden.

Angeblich befinde ich mich in einer schwer von Dürre betroffenen Region. Die Wettervorhersage sagt fortwährend Sonnenschein vorraus, tatsächlich regnet es (beinahe das ganze Jahr!) durchgängig, das Grundwasser steht an der Oberkante und Wiesen und Felder sind so Nass, dass sie teilweise kaum zu Fuß betretbar sind und die Bulldogs reienweise einsinken.

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Discussion

Kommt viel darauf an, wie groß das betrachtete Raster ist. Ist es in der weiteren Umgebung ebenfalls so nass?

Ja, im Grunde die gesamte Rhön. Auch Nord-Östlich Richtung MeckPom soll es wohl genauso aussehen.

Laut Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

Ich kann es mir nicht vorstellen dass hier manipuliert wird. Ich arbeite als Bauingenieur im Bereich Regenwasser und Abwasser. Hier bin ich auf verlässliche Wetterdaten und Regendaten angewiesen, um die Bauwerke und dazugehörigen Kanäle zu dimensionieren. Aus meiner Erfahrung spiegelt das sehr gut die Wirklichkeit was vom DWD oder Ähnliches kommt.

Sollte das NICHT so sein, also manipuliert auf zu starken Regen in extrem kurzer Zeit, oder lange Dürren, wären die Bauwerke falsch bemessen und Abwasser im Keller, überflutete Straßen, oder Hochwasser viel häufiger mit Schäden verbunden, was reale Kosten bedeutet.

Das ist ein interessantes Stichwort, ich meine letztes Jahr gab es das erste mal (zumindest habe ich es das erste Mal wahrgenommen) genau solche "Ereignisse", die durch die Medien gingen. Wenn ich mich Recht entsinne wurden Landschaften geflutet, weil man die Dämme nicht rechtzeitig geöffnet hat, wegen Dürre Prognosen. Die Dürre blieb aus, die Dämme mussten im Notbetrieb entlastet und somit abgelassen werden, mit entsprechenden Folgen.

An eine Handfeste Manipulation glaube ich aber auch nicht, mehr die Richtung selbst erfüllende Vorhersage.

Solche Hochwasserdämme regulieren sich eigentlich selber ohne menschliche Eingriffe. Hier mal das Grundprinzip:

Ein Damm oder Becken soll den Wasserfluss für unterliegende Objekte / Bevölkerung drosseln um Schaden zu vermeiden. z.B. auf 100 l/s.

Kommen 150 l/s werden 50 l/s zurückgehalten und gespeichert. Das gespeicherte Wasser wird dann abgegeben wenn nur noch 75 l/s zufließt.

Jetzt hat so ein Speicher eine Notentlastung. Wenn das Volumen voll ist kann es kontrolliert abfließen ohne Schäden am Damm zu verursachen. Das wird erreicht über eine in Teilbereichen abgesenkte Dammkrone.

In der Berechnung wird z.B. angenommen das ein Regenereignis 1x in 50 Jahren kommt welches zur Entlastung führt. Hier werden dann eventuelle Schäden weiter unterhalb am Fluss an Häusern in Kauf genommen um einen Dammbruch zu vermeiden.

Das passiert aber eigentlich alles ohne menschlichen Eingriff 🤔.

Grobes Konzept, auch die Jährlichkeiten variieren je nach dem welcher Schutz notwendig ist (kann auch 1x in 100 Jahreb sein) ist aber dann teuerer. Deswegen gibt es Ingenieure das abzuwägen 😂

Bei deinen erwähnten Eingriffen kann es sein, dass z.B. Holz oder Treibgut solche Entlasungen verstopft haben. Hier kann aber mit entsprechenden „Hirnschmalz“ dem entgegen gewirkt werden das selbst bei solchen Themen der Damm die Fubktion behält ohne eingreifen zu müssen

Ja das ist menschliche Fehlplanung dann. Aber ich habe zum Teil Verständnis dafür. Du musst wissen: Talsperren werden auch für Trinkwasserversorgung genutzt (wird aber dann noch aufbereitet)

Hier muss eine Gradwanderung von hochwasserschutz im Winter und genug Trinkwasser im Sommer gemacht werden. Schnell Wasser abzulassen. Also z.B. im Sommer aufstauen und über einen Monat schnell ablassen um im Winter hochwasserschutz zu betreiben ist zum Teil reguliert wie viel Wasser in das Gewässer abgegeben werden darf.

Ist ein komplexes und interessantes Thema.

Unabhängig zum Thema Hochwasser für dich zur Info ist momentan große Bewegung im Thema Versickerung von Regenwasser. Hier werden zum Teil Projekte wie Neubauten nicht realisiert wenn keine Versickerung möglich ist. Soll dem entgegen wirken das über die letzten Jahre wirklich die Grundwasserpegel zurückgehen. Das bekommt die Bevölkerung nicht mit aber das wird zunehmend ein Problem. Ein regenreiches Jahr bildet nicht genügend Grundwasser nach wenn die Jahre konstant wenig Regen fällt.

Hier helfen die Talsperren zum Teil nach. Hier kann direkt Regenwasser gespeichert werden. Grundwasser muss sich erst über längere Zeit neu bilden.

Als Bauingenieur in dem Bereich muss ich sagen dass sich das Klima wirklich ändert. Aber vieles würd überhöht dargestellt. Alles ist fachlich lösbar aber es sind Investitionen nötig. Der Bund fährt hier leider vieles auf Verschleiß