Die Frage ist immer, was zentral ist!

Eine Zentralisierung ist per se nicht schlecht. Zum Beispiel tendieren soziale Netzwerke immer zu einer Zentralisierung. Das ist eine gewollte und gute Zentralisierung. Die Plattform/ das Protokoll dahinter sollte dezentral sein.

Ebenso bei Amazon! Die Idee eines zentralisierten Marktplatzes ist per se gut. Ich habe einen Anlaufpunkt für alles. Die zentralistische Struktur dahinter ist aber ein Problem.

Das Internet tendiert immer zu einer Zentralisierung. Die Infrastruktur und Verwaltung dahinter muss aber dezentral und ohne Machtzentralisierung umgesetzt werden.

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Discussion

Ich hätte „absolute Zentralisierung“ schreiben sollen. 😀

Ist „relative Zentralisierung“ nicht wie „ein bisschen schwanger“ oder „ein bisschen tot“? Wenn wir Zentralisierung durch Monopol ersetzen, ist die Relativierungsfrage ein bisschen tot, oder?

Ich merke gerade, dass eine Definition von Zentralisierung sehr differenziert sein kann. Wo hört Dezentralität eigentlich auf und wo fängt Zentralisierung an? Aber was ich eigentlich meinte, dass es eine Illusion ist, denn in der Natur ist genau genommen gar nichts zentral. In sofern ist die Vorstellung, etwas zentral steuern und planen zu können völlig irre. Was, beziehen wir es auf Gesellschaftsstrukturen wie einen Staat, ja völlig offenkundig ist.

In der Natur bin ich mir gar nicht so sicher. Ist das Alpha-Tier eines Rudels (bis zur Absetzung durch einen stärkeren) eine zentrale Instanz? In einer Gesellschaft aus Wesen mit freiem Willen (haben wir den?) sieht die Sache anders aus: Freiheit im Zentralismus ist eine Illusion, entstehend durch eine lange Leine, die von der zentralen Instanz jederzeit zurückgerissen werden kann. Ich denke, Zentralität ist per definitionem nicht skalierbar. Das Zentrum eines Kreises ist ein Punkt keine Palatschinke (ich bin ein "Nuttenbank"-Österreicher) oder Pfannkuchen. 😉