Trump hat kurz vor seinem Amtsantritt einen Hype um sein Meme-Coin erzeugt und sie dann wieder gedumpt.

Natürlich will er Shitcoins in der strategischen Reserve haben.

Persönlich ekelt mich das alles ziemlich an – aber den Märkten sind meine persönlichen Gefühle egal.

Während eine Executive Order (oder ein Tweet) an einem illiquiden Sonntagabend Coins nach oben treiben kann, käme ernsthafte Kaufaktivität der USA nur mit Zustimmung des Kongresses.

Bei diesem Tempo würde es mich nicht wundern, wenn sie lediglich bestehende US-BTC-Bestände als Teil der Reserve deklarieren, aber aktiv Shitcoins kaufen, um zu diversifizieren.

Aber optimistisch betrachtet:

Wenn du vorhättest, Bitcoin aus echten strategischen Gründen anzuhäufen, würdest du vielleicht eine Shitcoin-Reserve ankündigen, um davon abzulenken, dass du in Wirklichkeit alles auf BTC setzt.

Wie dem auch sei, eines verstehen Bitcoin-Enthusiasten: BTC ist in vielerlei Hinsicht anders als alle anderen Coins – nicht zuletzt, weil es ein neutrales Asset ist.

Sollte Trump ADA, Cumrocket oder welche anderen Coins auch immer als US-strategische Vermögenswerte deklarieren, kannst du ziemlich sicher sein, dass keine andere Nation mitkaufen wird. Diese Coins würden dauerhaft als „amerikanisch“ gebrandmarkt und hätten für andere Nationen keinen strategischen Wert.

Es gibt keine überzeugende Technologie dahinter – nichts hält China davon ab, eine chinesische Version von Solana oder XRP zu entwickeln.

Das Einzige, was in der „Kryptoindustrie“ wirklich standhält, ist Bitcoins weltweit verteiltes Rechnernetz und seine glaubwürdige, streng begrenzte Geldpolitik. Und während Nationen sich nicht darum bemühen werden, die amerikanischen Kryptowährungen zu kaufen, werden sie weiterhin leise um Bitcoin konkurrieren, wie sie es seit Jahren tun.

Dies ist Teil des breiteren Wettstreits um das nächste neutrale Reservevermögen (Gold und digitales Gold), das die nächste Iteration des globalen Währungssystems untermauern wird.

Kurzfristig stellt sich also die Frage, ob diese Ankündigung ausreicht, den bärischen Schwung der vergangenen Wochen umzukehren.

Meiner Meinung nach müssen wir beim Marktstart in dieser Woche einen deutlichen Nachschub auf diesen Niedrigliquiditäts-Pump am Sonntag beobachten. Ich denke, viele Käufer hatten bereits die Hoffnung auf die strategische Reserve aufgegeben, und dies könnte sie davon überzeugen, wieder einzusteigen.

Sowohl BTC als auch ETH verfügen über institutionelle Einstiegsmöglichkeiten in Form von ETFs. Wenn der Markt diese Ankündigung als substanziell erachtet, sollten wir ab morgen einen erheblichen Zufluss in BTC beobachten. Und die Zuflüsse in ETH werden ein guter Indikator dafür sein, wie ernsthaft Investoren den Altcoin-Teil der Reserve bewerten.

Doch nichts davon ändert die Tatsache, dass wir insgesamt mit massiver wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit in den Märkten konfrontiert sind.

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