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Frist abgelaufen: Wurden hunderttausende Impfopfer über den Tisch gezogen? „Lauterbach schlechtester Minister einer desaströsen Regierung“

VERÖFFENTLICHT AM 18. Jan. 2025

Von Kai Rebmann

Dass das Interesse an einer wie auch immer gearteten Aufarbeitung der Impf-Katastrophe bei den politisch Verantwortlichen nicht allzu stark ausgeprägt ist, ist kein großes Geheimnis. Allen voran gilt das für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und das ihm unterstellte Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Zum offensichtlichen Versagen mischt sich jetzt aber noch der ungeheuerliche Verdacht, dass die Impfgeschädigten von ihrer eigenen Regierung über den Tisch gezogen wurden – um die Impfstoff-Hersteller vor potenziell millionenschweren Schadenersatzklagen zu schützen?

Fakt ist: Erst am 28. November 2024, und damit nur einen Monat vor Ende der gesetzlichen Verjährungsfrist, hat das PEI still und leise eine Liste mit Verdachtsfällen von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 veröffentlicht (siehe hier, bitte ganz nach unten scrollen). Diese wurden dem Institut zwischen dem 27. Dezember 2020 und 31. Dezember 2023 gemeldet und die Liste enthält nicht weniger als 974.931 Verdachtsfälle, wobei die meisten davon auf das Jahr 2021 entfallen dürften.

Problem: Für alle das Jahr 2021 betreffende Fälle lief die Verjährungsfrist zum 31. Dezember 2024 ab, eventuelle Regressansprüche gegen die Hersteller oder weitere Verantwortliche wie etwa Impf-Ärzte oder Regierungen können von potenziellen Opfern nicht mehr wirksam geltend gemacht werden.

'Bundesregierung arbeitet gegen Geschädigte und für Impfstoffhersteller'

„Das ist ein Hammer“, empört sich die Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti (BSW): „Die Bundesregierung arbeitet gegen die Impfgeschädigten und für die Impfstoffhersteller. Das Paul-Ehrlich-Institut hat als Behörde, die die Sicherheit der Corona-Impfstoffe überwachen soll, völlig versagt.“

Doch damit noch nicht genug: Als wären knapp eine Million Verdachtsfälle bei einer angeblich nebenwirkungsfreien Impfung (O-Ton Lauterbach) nicht schon verheerend genug, ist diese vom PEI veröffentlichte Liste offenbar noch nicht einmal vollständig, weshalb Tatti bei der Bundesregierung ganz offiziell nachfragte und auf ihrer Homepage wie folgt aus der Antwort zitiert: „Die Liste […] enthält alle Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach COVID-19-Impfung, die dem PEI bis zum 31. Juli 2024 für den oben genannten Erfassungszeitraum gemeldet wurden.“

Genau das zweifelt die Wagenknecht-Politikerin aber an und begründet das unter anderem so: „Von etlichen Betroffenen aus Post-Vac-Selbsthilfegruppen ist zu hören, dass sie ihre gemeldeten Nebenwirkungen (identifizierbar anhand von Datum, Chargennummer, Nebenwirkungen) nicht vollständig oder überhaupt nicht in der jüngst veröffentlichten Liste wiederfinden, darunter auch ans PEI nachgemeldete ärztliche Diagnosen.“

Wurden hier Meldungen also ganz bewusst unter den Teppich gekehrt oder wurde „nur“ schlampig gearbeitet? Fest steht in jedem Fall, dass sich die Bundesregierung des katastrophalen Ausmaßes der von ihr forcierten Impfkampagne bewusst gewesen sein muss. Erst im Oktober 2024 habe Tatti bei der Regierung nachgefragt und eine Antwort bekommen, die in ihren Augen kein Platz mehr für Zweifel lässt:

„Was wir sicher wissen: Es gibt 21-mal mehr Verdachtsmeldungen nach Corona-Impfung als bei allen anderen Impfungen. Dass weder das PEI noch Gesundheitsminister Lauterbach diesem eindeutigen Risikosignal nachgehen, ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Impfgeschädigten. Sie haben, wie Millionen Geimpfte, der Ansage ‚sicher und nebenwirkungsfrei‘ vertraut.“

Post-Vac – die vertuschte Katastrophe

Erst vor wenigen Wochen hatte der prominente Opfer-Anwalt Tobias Ulbrich den – gelinde gesagt – laxen Umgang mit der Datenerhebung beim PEI insbesondere im Zusammenhang mit den „Todes-Chargen“ auf das Schärfste kritisiert und personelle sowie juristische Konsequenzen gefordert (reitschuster.de berichtete). In eben diese Kerbe haut jetzt auch Jessica Tatti:

„Es war ein großer Fehler, dass der Staat die Haftung für Biontech und Co übernommen hat. Das Paul-Ehrlich-Institut hat als zuständige Behörde die Sicherheit der Impfstoffe nicht überwacht. Das muss endlich Konsequenzen haben. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, muss sofort entlassen werden. Und sein Dienstherr Gesundheitsminister Lauterbach muss sich endlich vor einem Untersuchungsausschuss verantworten. Karl Lauterbach ist der schlechteste Minister einer ohnehin desaströsen Regierung.“

Dabei weist die BSW-Abgeordnete auf eine zentrale Zwickmühle hin. Die amtierende sowie die vorangegangene Bundesregierung haben unter anderem dafür gesorgt, dass der Staat, sprich der Steuerzahler, für etwaige Regressforderungen gegen die Hersteller der sogenannten Impfstoffe haftet – und damit, rein ökonomisch betrachtet, wohl kaum ein Interesse daran, dass geschädigte Bürger jetzt Millionenklagen gegen Biontech und Co anzetteln. Wie es aber mit der moralischen Verantwortung und Verpflichtung aussieht, sollte freilich auf einem ganz anderen Blatt stehen.

Die Hoffnung, dass sich daran zeitnah etwas ändert, hat inzwischen auch der Bundesverband der Post-Vac-Selbsthilfegruppen CoVeRSE aufgegeben. Der Dachverband geht bundesweit von mehreren 10.000, wenn nicht gar 100.000 Fällen von „meist schwer Betroffenen“ aus und teilte im Dezember 2024 mit: „In Deutschland wurde es versäumt, Impfnebenwirkungen zuverlässig und systematisch zu erfassen. Auch Krankenkassendaten wurden bisher nicht ausgewertet, obgleich dies gesetzlich vorgesehen ist. Die Daten, die das PEI mit seinem ‚Spontanmeldesystem‘ sammelt, sind zu lückenhaft für internationale Vergleiche gar nicht verwertbar.“

Zu den Kritikern der ersten Stunde im Zusammenhang mit Post-Vac-Erkrankungen gehörte Dr. Jörg-Heiner Möller. Der inzwischen pensionierte Kardiologe und Chefarzt einer Klinik in Bayern schlug bereits im Frühjahr 2023 Alarm – wurde wie viele, wenn nicht alle seiner kritischen Kollegen aber geflissentlich überhört. Jetzt hat Möller seine Erfahrungen mit dem oft unermesslichen Leid seiner Patienten in einem Buch zusammengefasst und dieses unter dem Titel „Post-Vac – die vertuschte Katastrophe“ in den Handel gebracht. Inhaltlich geht es in dem Buch laut Autor um „ein gewaltiges System, das die Wahrheit der Impfschäden unterdrückt“.

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