Du gehst nicht wählen, weil du der Meinung bist, dass deine Nichtwahl eine Enthaltung bezüglich der Angebotenen Wahlprogramme darstellt?

Lass uns das einmal näher beleuchten:

1. Es gibt 10 Parteien und 100 Wahlberechtigte. Jede Partei Erhält 10 Stimmen. Also hat jede Partei 10% der Stimmen erhalten. Das führt dazu, dass eine Mehrheitsregierung aus 6 Parteien bestehen müsste.

2. Es gibt 10 Parteien und 100 Wahlberechtigte von denen 20 nicht wählen. Die ersten 8 Parteien auf dem Wahlzettel erhalten jeweils 10 Stimmen. Somit hat jede Partei nun 12,5% der Stimmen erhalten. Um eine Mehrheitsregierung zu haben braucht es nun nur noch 5 Parteien.

In unserem Wahlsystem ist eine Nichtwahl nicht gleichbedeutend mit einer Enthaltung. Es werden nur die gültigen abgegebenen Stimmen und nicht die Gesamtanzahl der Wahlbeteiligten als Grundlage genommen.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass unser Wahlsystem Müll ist, aber Tatsachen sind halt Tatsachen.

Nun bitte ich Nichtwähler mir zu erklären, wie genau das Nichtwählen eine Enthaltung oder ein "Nein" zu allen Angeboten der Parteien sein soll, wenn eine Nichtwahl die Stimmenverteilung doch beeinflusst.

Es gibt vor allem auf Bundesebene genug Parteien die man wählen könnte, man müsste sich nur Mal mit den Programmen auseinandersetzen.

Ebenso brauchen wir uns nicht wundern, wenn nur Parteien gewählt werden, die in ihren Wahlprogrammen die Minimalforderung stellen, dass sich im Großen und Ganzen nichts an der Politik ändert.

Ein Beispiel, wenn auch kein politisches: Wenn ich 200 Euro mehr Lohn will, dann gehe ich zu meinem Chef und sage ich brauche 500 Euro mehr. Und dann einigen wir uns auf die 200 Euro.

Verhandlung mit Minimalforderung werden niemals wirklich was verändern.

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