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Welchem Länder sind Teil der "14 eyes" und warum ist das wichtig?
31. August 2024 um 20:00 Uhr
Die "14 eyes" sind ein Bündnis von Geheimdiensten mehrerer Länder. Für euch als VPN-Nutzer ist es wichtig, die beteiligten Staaten zu kennen. Wir klären euch auf.

Die UK-USA-Vereinbarung sorgen für eine offenere Kommunikation zwischen insgesamt 14 Ländern. (Quelle: Huhli13 / depositphotos.com)
Die Folgen der UK-USA-Vereinbarung
Was sind die "5 eyes" und "9 eyes"?
So wirken sich die "14 eyes" auf eure VPN-Nutzung aus
Welche Herkunftsländer gelten für VPNs als sicher?
VPN-Anbieter mit No-Log-Richtlinien
Wurdet ihr vor den "14 eyes" gewarnt und bangt nun um eure Privatsphäre? Zuerst einmal solltet ihr einen kühlen Kopf bewahren. Tatsächlich gibt es einen Zusammenschluss der Geheimdienste mehrerer Länder, um die Überwachung des Internets effizienter zu machen und international zu vernetzen.
Dieser Zusammenschluss geht ursprünglich auf die USA und England zurück, die ein Bündnis eingingen. Dieses wurde als Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg geschlossen. Im Jahre 1946 gingen die Geheimdienste der Länder ein Bündnis ein, um die Effizienz der militärischen Aufklärung des Ostblocks mit Fokus insbesondere der Sowjetunion zu erhöhen. Doch warum bestehen die "14 eyes" noch heute?
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Die Folgen der UK-USA-Vereinbarung
Heutzutage dient der Zusammenschluss der Geheimdienste hauptsächlich der Aufklärung und um der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Um gemeinsam gegen diesen zu vorzugehen, vergrößerte sich im Laufe der Jahrzehnte die Gemeinschaft mit England und den USA und vergrößerten so das anfangs aus nur fünf Staaten bestehende Bündnis.
Im Alltag stoßt ihr auf diese Vereinbarung zwar nur selten, wohl aber bei der Auswahl des richtigen VPN-Dienstes. Schließlich geht es bei den "14 eyes" um einen offenen Kommunikationsaustausch zwischen Staaten. Seid ihr um eure Privatsphäre im Internet besorgt, ist dies ein wichtiger Faktor.
Was sind die "5 eyes" und "9 eyes"?
Im Zusammenhang mit den "14 eyes" werden oft auch die Begriffe "5 eyes"- und "9 eyes"-Allianz erwähnt. Dabei handelt es sich nicht etwa um andere Zusammenschlüsse von Geheimdiensten, sondern um Vorläufer beziehungsweise Teilzusammenschlüsse der "14 eyes"-Staaten, wie wir sie heute kennen.
Zu den "5 eyes" gehören die USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien. Bereits im Kalten Krieg arbeiteten diese Länder bei der Analyse des Datenverkehres im Internet zusammen und tauschten Informationen aus.
Später schlossen sich dieser Allianz im Laufe der Zeit mit Dänemark, Frankreich, Norwegen und den Niederlanden vier weitere Länder an. So wurden aus den "5 eyes" die "9 eyes"-Allianz. Außerdem bauten diese Länder im Laufe der Zeit Verbindungen zu weiteren Ländern, wie Japan, Israel oder Südkorea auf, allerdings würde das an dieser Stelle zu weit führen. Den weiteren geschichtlichen Hintergrund wollen wir euch an dieser Stelle ersparen. Gehen wir lieber darauf ein, wie sich dieses Bündnis auf eure VPN-Nutzung auswirkt.
So wirken sich die "14 eyes" auf eure VPN-Nutzung aus
Genaue Angaben darüber, wie die Länder hinsichtlich der Überwachung zusammen arbeiten, existieren es nicht. Dennoch sind Experten gerade beim Thema VPN besorgt. Liegt der Hauptsitz eures VPN-Anbieters in einem Land der "14 eyes", läuten bei ihnen die Alarmglocken und sehen dies als großes Sicherheitsrisiko. Wählt ihr also besser einen VPN-Dienst aus Panama, statt einen US-amerikanischen Anbieter?
Im Sinne einer höheren Privatsphäre lautet die Antwort: Ja. Denn theoretisch könnten VPN-Anbieter in einem Land der "14 eyes" dazu gezwungen werden, Nutzerdaten und Verbindungsprotokolle herauszugeben. Dabei besteht die Gefahr, dass diese anschließend freigegeben und offen mit weiteren Ländern kommuniziert werden. Wie genau diese Daten schlussendlich verarbeitet werden, ist natürlich ebenfalls unklar.
Welche Herkunftsländer gelten für VPNs als sicher?
Bei einem so großen internationalen Verbund aus Geheimdiensten stellt ihr euch jetzt wahrscheinlich die Frage, in welchen Ländern eure Daten dann überhaupt noch sicher oder zumindest möglichst sicher sind. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage ist nicht einfach. Entscheidend ist aber immer der Rechtssitz eures VPN-Anbieters.
Auch wenn der Rechtssitz eines Unternehmens außerhalb der "14 eyes"-Staaten liegt, ist das für einen umfassenden Datenschutz und optimale Anonymität nicht ausreichend. Immerhin gelten auch in vielen anderen Ländern bedenkliche oder unzureichende Datenschutzgesetze. Ein Standort in solchen Ländern ist also kaum vorteilhafter.
Als besonders sichere Standorte für VPN-Dienste haben sich im Laufe der Zeit vor allem die Schweiz, Hongkong, die Seychellen und Panama entwickelt, zum Teil eben auch aufgrund der dort zugrundeliegenden Datenschutzgesetze. Das ist auch der Grund, warum wir zum Beispiel VPN-Diensten mit Sitz in der Schweiz in unseren VPN-Tests immer einen gewissen Sicherheitsbonus anrechnen.
Aber Achtung: Auch einzelne Serverstandorte der Anbieter, die in datenschutzrechtlich bedenklichen Staaten liegen, können zum Problem werden. Betreibt ein Schweizer Anbieter etwa physische Server in den USA, besteht trotzdem die Gefahr, dass dortige Serverstandorte von den Geheimdiensten des jeweiligen Landes für sich beanspruchen oder überprüft werden. Zusätzliche Sicherheit gibt hier eine No-Logs-Policy des VPN-Anbieters.
VPN-Anbieter mit No-Log-Richtlinien
Einige VPN-Anbieter haben das Problem nämlich erkannt und bieten daher ein dreistufiges Sicherheitssystem: keine Datenspeicherung (No-Log-Richtlinie), Firmensitz und Server außerhalb der "14 eyes"-Staaten und Bezahlung über Kryptowährung. Wie das umgesetzt wurde, könnt ihr hier nachlesen. Dort erklären wir auch, warum es genau deshalb langfristig keine guten, komplett kostenlose VPN-Dienste geben kann.
Gerade deshalb sind viele VPN-Nutzer verunsichert und wählen einen VPN-Anbieter, dessen Hauptsitz sich in einem Land außerhalb der UK-USA-Vereinbarung befindet. Netzwelt zeigt euch die besten VPN-Anbieter auf der nächsten Seite und verrät euch, wie ihr eure Privatsphäre im Internet noch besser schützt.
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