Ich glaube er hat damit gar nicht so unrecht, er geht nur nicht weit genug. Es ist nicht so das es einfach nur keine "deutsche Gesellschaft" mehr gibt, sondern es gibt gar keine Gesellschaft mehr. Die Erodierung der Gesellschaft findet aber nicht überall statt, sie findet in den hoch urbanen Ballungsräumen statt (Rhein-Main, Ruhrpott etc.), außerhalb dieser Ballungsräume gibt es sehr wohl noch eine funktionierende Gesellschaft und auch eine "deutsche". Genau hier liegt die Reibungsfläche, einmal "gutbürgerliche deutsche Gesellschaft im ländlichen Raum" vs. "hoch urbane Slums". Früher oder später wird es eine Konfrontation geben, zumindest wenn die Slums sich weiter von der umgebenen Landbevölkerung durchfüttern lassen. #DACH

https://www.focus.de/experts/sozialforscher-nach-solingen-es-gibt-gar-keine-deutsche-gesellschaft-mehr_id_260262192.html

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Discussion

Ja das denke ich hast Du gut besschrieben.

Da muss ich insofern widersprechen, als dass Wohlstand zumeist in städtischen Gebieten erarbeitet wird. Die Unterschiede im Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf zwischen Stadt und Land sind signifikant: In dünn besiedelten ländlichen Kreisen liegt das BIP je Einwohner mit 29.125 Euro bei nur 56,5 Prozent des Niveaus der Großstädte. Ansonsten stimme ich dir zu—der Wohnort, insbesondere die Unterscheidung zwischen Stadt und Land, ist ein prägendes Merkmal gesellschaftlicher Unterschiede.