Autsch. Leute, ich liebe es, dass Ihr euch mit dem Thema JM befasst, aber bitte verwendet das Wort "Geldwäsche" nicht so leichtfertig und fahrlässig. Ein Bitcoin-Mixer oder Tumbler ist nicht per se ein "klassischer Geldwäscheservice". Die Gelder können aus völlig legalen Quellen stammen. Dem Begriff der Geldwäsche wohnen Einnahmen aus kriminellen Machenschaften inne und das Einschleusen dieser in den regulierten Finanzkreislauf durch Verschleierung. Das ist wie zu sagen, dass Jalousien-, Skimasken- und Sonnenbrillenverkäufer "klassische Verbrecherdienstleister" sind. Ich weiß zu 100%, dass Ihr das nicht so meintet, aber es ist wichtig auf das Vokabular zu achten und sich nicht unbewusst an solchen linguistischen Attacken auf privacy tools zu beteiligen. Mixer waren früher (lange vor JM, Wasabi, Whirlpool) die einzige Möglichkeit auf einer transparenten BC Privatsphäre gewinnen zu können.
Dann noch eine Frage: es sollte doch mal implementiert werden den fidelity bond auch cold hinterlegen zu können. Ist das wirklich noch nicht implementiert worden und wenn nein, wieso nicht? (Ich finde diese Option selber nirgendwo).
Noch ein Paar Takes von mir: JAM ist zwar wirklich eine schöne GUI, aber mir missfällt, dass die Join-Market-spezifischen Begrifflichkeiten in JAM abweichen. Führte bei mir anfangs zu Unsicherheit. Zum Teil abstrahiert JAM mir auch manchmal ein wenig zu viel. Filigrane Abstimmungen kann man dort nicht vornehmen und diese haben nicht selten einen erheblichen Einfluss auf die fees, von denen man wirklich erschlagen werden kann wie in der Folge auch erwähnt wird. Ich scheine jedenfalls nicht der einzige zu sein, der über Joinmarket viel Lehrgeld bezahlt hat. Joininbox stellt möglicherweise mit der Terminal-GUI und den nötigen Feinabstimmungen einen recht guten Kompromiss zwischen der reinen Kommandozeile und JAM dar.
Danke jedenfalls für die Folge.
Boost ist raus.