Ich wollte es noch auf aktuelle Beispiele eingrenzen, da ich wusste, dass du Sozi natürlich ein Beispiel von vor 100 Jahren nennst. Vor 100 Jahren gab es auch auch im Sozialismus keinen Umweltschutz und wie du am Ende sehen wirst gab es im Sozialismus nichtmal 1970 Umweltschutz. Da Leif der DDR Sozialismus bereits 30 Jahre und hätte ja somit genug Zeit sich darum zu kümmern. Sozialisten scheren sich aber nicht um die Umwelt. Denen ist wichtiger sich neue Ideen einfallen zu lassen um vom Geld der amAnderen zu leben.

Btw. Gab es 1900 in Deutschland schon Sozialversicherungen, wir waren als bereits kein rein Kapitalistischer Staat, sondern auf dem Weg in den Sozialismus.

Interessant ist aber, dass du das Beispiel nennst ohne zu vergleichen wie es denn in Sozialistischen Systemen zu der Zeit aussah?

Ich lege hier nur mal ein Beispiel ab, für einen Sozialistischen Staat, der 70 Jahre später wesentlich Umweltschädigender war als in der von dir gedachten Kapitalistischen Phase Deutschlands: Die Umweltverschmutzung in der DDR hatte bis in die 1980er-Jahre ein katastrophales Ausmaß erreicht. Dabei blieb kaum eine Region des Landes unberührt: vom sauren Regen zerstörte Wälder, verschmutzte Luft insbesondere in den großen Städten und Industriegebieten, großflächige Landschaftsschäden durch Braunkohle-, Kies- und Uranabbau, vergiftete Gewässer und belastete Küstengebiete. Bis heute sind zahlreiche ostdeutsche Regionen von der DDR-Umweltzerstörung und ihren Folgen betroffen. Ursächlich hierfür waren die mangelnden Bemühungen im Umweltschutz, der Raubbau an Ressourcen sowie rückständige Agrar- und Industrieprozesse, die wiederum auf wirtschaftlichen Problemen, Investitionsstau und Fehlentscheidungen beruhten. Die DDR verzeichnete daher einige unrühmliche Rekorde hinsichtlich der Umweltbelastung: So galt etwa der Schwefeldioxidgehalt in der DDR-Luft seit den 1970er-Jahren als einer der höchsten der Welt. In den 1980er-Jahren gehörte das Mitteldeutsche Chemiedreieck – zwischen Bitterfeld, Leipzig und Halle – zu den schmutzigsten Regionen Europas. Hier litten Kinder bis zu viermal häufiger an Atemwegserkrankungen und Hautausschlägen als Kinder in anderen Regionen der DDR.

Wenn man das so liest, dann müsste die DDR ja ein ultrakapitalistischer Traum gewesen sein. Es war jedoch das genaue Gegenteil, Sozialismus galore!

Es tut mir also Leid dich enttäuschen zu müssen. Alles was du schreibst ist nicht korrekt.

Gern geschehen.

Ich danke übrigens für das gute Gespräch mit dir. Hat man nicht oft mit Sozis!

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Fakten sind also Unterstellungen und Ablenkungen? Haha. Sehr geil.

Der Part über die DDR ist nicht von mir, der ist von der "Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur". Wo lenke ich denn bitte ab?

Ich kann gerne auf den von dir "kapitalistischen Raubbau" genannten Vorgang eingehen. Dazu müssen wir uns aber das Geldsystem anschauen und da ich vorher schon eine halben Roman getippt habe und mit den Hunden raus müsse habe ich es mir gespart. Aber gerne erkläre ich dir in diesem Zusammenhang noch unser "Geldsystem".

Durch Inflation wird Währung entwertet. Unternehmen wirtschaften, anders als der Sozialismus uns glauben lässt, nicht für immer weiter steigende nominale Gewinne (höhere Zahlen), sondern für steigenden realen Wert ihres Kapitals (steigende Kauf-Kraft). Die steigenden Zahlen der Gewinne (nominell) sind nötig, damit die Kaufkraft (Wert) der zwangsweise gehaltenen Währung, deren Menge ständig aufgebläht wird (wodurch jede Einheit dieser Währung an Kauf-Kraft verliert), erhalten bleibt.

Daraus folgt: Ein Unternehmen raubt unter einem marxistischen Geld (Ja richtig. Lese mal Karl Marx' "Kommunistisches Manifest". Das Geld was er beschreibt entspricht genau dem Aufbau unseres Euro) die Umwelt aus. Das ist richtig.

Wichtig ist aber festzustellen, dass unser Geld ein sozialistisches Konstrukt ist. Wo genau ist also der Kapitalismus am Raubbau an der Natur schuld? Nur weil Kapital gehalten wird ist es kein Kapitalismus!

Wir wissen jetzt, dass unsere Wirtschaft auf dem Grundlayer mit einem marxistischen Geld haushaltet. Somit sind die Entscheidungen, die getroffen werden keine die Aufgrund kapitalistischer Incentives getätigt werden, sondern immer eine Abwehr der Auswirkungen auf den Kapitalwert, der durch die erlassenen sozialistischen Maßnahmen der Zentralplaner (Entwertung des Kapitals) entsteht.

Genau dieser Entwertungsmechanismus der Zwangswährung, die ständig an Wert verliert führt dazu, dass der Raubbau stattfindet. Ein Unternehmen nimmt lieber jetzt schnell wertvolleres Geld ein. Er wartet nicht auf eine nominelle Preissteigerung (sprich Keine Wertsteigerung da die Geldmenge in der Zukunft höher ist) in der Zukunft (die aufgrund willkürlicher staatlicher Intervention nicht sicher ist) zu spekulieren.

Beispiel: Ein Unternehmen, dass potenziell mit höheren Energiekosten rechnen muss.

Wird es si wirtschaften, dass es in der Zukunft nicht mehr Gewinnbringend abbauen kann?

Nein. Es wird jetzt schnellstmöglich alles ausbeuten um sichere Gewinne zu haben und bevor die Währung weiter entwertet wird.

Wo genau ist hier also der Kapitalismus schuld?

Dein Beispiel "Europa um 1900" ist auch schwerlich mit heutigen Gegebenheiten vergleichbar, da es damals schlichtweg nicht soviel Grundlagenforschung zur Umwelt gab und auch die Gesellschaft weniger wert darauf legte. Der Vergleich hinkt also.

Ein Beispiel aus aktuellen Zeiten mit vergleichbarer Datenlage wie jetzt gibt es nicht. Denn es herrscht nirgendwo ein wirklich freier Markt.

Ich hab bis vor 5 Jahren auch gedacht, dass "soziale Marktwirtschaft" die beste Symbiose aus beiden Systemen ist. Ich war 2008 als "PIRAT" in meinem Stadtparlament tätig.

Jedoch habe ich dort Sachen erlebt, die mich das ganze hinterfragen lassen haben. Und nach dem Lesen einger Bücher war mir dann schnell klar, dass soziale Marktwirtschaft die schlechten Seiten beider Systeme vereinigt: Verantwortungslosigkeit, kurzfristiges Denken in Bevölkerung und Politik und Gier, Korruption, Vetternwirtschaft zwischen Politik und Unternehmen. Desweiteren führt jeder minimale Eingriff in den freien Markt dazu, dass weitere Eingriffe nötig werden. Dies führt historisch gesehen immer dazu, dass ein solches System im Sozialismus endet.

Ich würde mich freuen wenn du nun nicht ablenkst und auf die Inhalte meiner vorigen Note zum Sozialismus in der DDR eingehst als auch auf die hier genannten. 🙏