RT DE

Selenskij: Ukrainische Armee hat nicht vor Grenzgebiet Kursk zu verlassen

4 Sep. 2024 16:57 Uhr

Die ukrainischen Streitkräfte werden das Grenzgebiet Kursk auf unbestimmte Zeit weiter besetzen, gibt der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij bekannt. Der Verbleib in diesen Gebieten sei Teil eines "Plans für den Sieg".

Quelle: www.globallookpress.com © Christoph Soeder

Archivbild vom 11. Juni 2024: Wladimir Selenskij im Deutschen Bundestag in Berlin

Kiew will die Gebiete im Grenzgebiet Kursk auf unbestimmte Zeit besetzt halten, erklärte Wladimir Selenskij in einem Interview mit NBC am Dienstag. Der Verbleib sei eine Strategie zur Beendigung des Krieges und Teil eines "Plans für den Sieg". Gleichzeitig betonte der ukrainische Präsident, dass Kiew nicht die Absicht habe, die eroberten Gebiete zu annektieren.

"Wir brauchen die russischen Gebiete nicht. Das habe ich immer betont. Unser Einsatz dient der Wiederherstellung unserer territorialen Integrität. Wir nehmen die russischen Soldaten nur gefangen, um sie gegen unsere auszutauschen. Dasselbe gilt für die Gebiete. Wir brauchen ihr Land nicht."

Kiew wolle mit dem Angriff der russischen Bevölkerung zeigen, dass die russischen Landesteile nicht sicher seien, dass der Krieg auch zurückschlagen könne. Die Frage, ob die Ukraine weitere Siedlungen in Russland einnehmen wolle, ließ Selenskij unbeantwortet. Die Biden-Administration sei nicht vorab über die Pläne der ukrainischen Armee informiert worden, da diese auch in der Ukraine ein streng gehütetes Geheimnis gewesen seien.

Am 6. August hatte die ukrainische Armee einen Großangriff auf die Grenzregion Kursk gestartet. Kiew behauptet nun, fast 1.000 Quadratkilometer russischen Gebiets zu kontrollieren und Hunderte russische Kriegsgefangene gemacht zu haben. Das tatsächliche Ausmaß des von der ukrainischen Armee besetzten Territoriums ist von unabhängiger Seite schwer zu ermitteln. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche grenznahe Ortschaften evakuiert.

Offizielle Stellen in Kiew hatten zuvor angedeutet, den Angriff auf Kursk als Verhandlungsgegenstand in möglichen Gesprächen mit Moskau nutzen zu wollen. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Überfall als Provokation und warf der Ukraine vor, wahllos Zivilisten anzugreifen.

+++

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit dreht "EU-Chefdiplomat" Josep Borrell noch einmal am Rad der Eskalation. So nah am Dritten Weltkrieg waren wir noch nie.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Die Bereitschaft, Selbstmord zu begehen, scheint in Europa doch nicht so weit verbreitet, wie befürchtet.

Von Jelena Karajewa

https://freedert.online/meinung/217529-borrell-fuehrt-europa-in-den-krieg-mit-russland/

https://rumble.com/v5dc9px-borrell-fhrt-europa-in-den-krieg-mit-russland.html

+++

https://de.rt.com/europa/218024-selenskij-ukrainische-armee-hat-nicht/

Reply to this note

Please Login to reply.

Discussion

No replies yet.