Scholz' Kritik an der Friedensbewegung - Scheinheilige Putin-Unterstützer?
In seiner Rede in München am 18.08.2023 übte Bundeskanzler Olaf Scholz scharfe Kritik an den Demonstranten, die sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aussprechen. Mit einem bildhaften Vergleich bezeichnete er sie als "Friedenstauben, die in Wirklichkeit gefallene Engel aus der Hölle sind".
Was genau meint Scholz damit? Seiner Ansicht nach geben sich diese Menschen nur scheinbar als Friedensaktivisten aus. Tatsächlich würden sie mit ihren Forderungen nach einem Ende der Waffenlieferungen aber indirekt Putin und seinen Angriffskrieg unterstützen. Scholz wirft ihnen vor, am Ende Kriegstreibern wie Putin das Wort zu reden, obwohl sie vorgeben, sich für den Frieden einzusetzen.
Mit dieser scharfen Rhetorik versucht der Bundeskanzler, die Position der Friedensbewegung zu diskreditieren. Er stellt ihre Motive als scheinheilig und ihre Haltung als gefährlich für die Ukraine dar. Die vermeintlichen "Friedenstauben" sind in seinen Augen in Wirklichkeit verdeckte Putin-Unterstützer.
Ob man Scholz' Sichtweise teilt oder nicht - seine Wortwahl macht deutlich, dass er kein Verständnis für pazifistische Positionen hat. Für ihn rechtfertigt Putins Aggression den militärischen Widerstand der Ukraine, auch mit westlichen Waffen.