Der Erklärungsversuch des unsäglichen Herrn Professor Blockchain auf linkedin. Natürlich können nur die ihm antworten mit ihm vernetzt sind...

Was für ein Flachmann!

https://www.linkedin.com/posts/co-pierre-georg-841074325_wie-zentralisiert-ist-bitcoin-ich-brenne-activity-7293668187596804096-8LQu

Co-Pierre Georg

Director of the Frankfurt School Blockchain Center.

Wie zentralisiert ist Bitcoin? Ich brenne für meine Themen in Lehre und Forschung; mir ist es wichtig, nicht nur ein Narrativ wiederzugehen, sondern mir selbst eine fundierte, bestenfalls forschungsbasierte Meinung zu bilden. Chomsky hat in der „Verantwortlichkeit der Intellektuellen“ dargelegt, dass es ein Privileg ist, als Wissenschaftler zu arbeiten. Daraus erwächst die Verantwortung, stets nach der Wahrheit zu suchen und diese konsequent zu vertreten. Dem fühle ich mich verpflichtet. Dies hat sicher dazu geführt, dass ich bei der Arte-Runde am Dienstag sehr leidenschaftlich war und damit besonders rigoros gegenüber den anderen Teilnehmern und ihren Meinungen argumentiert habe. Wie dezentralisiert ist Bitcoin? Dies war die bei weitem am heißesten diskutierte Frage am Dienstag. Gerne möchte ich erläutern, warum ich überzeugt bin, dass Bitcoin-Mining zentraler organisiert ist, als viele denken, und warum ich Pools und Miner stets gemeinsam betrachte. In den vergangenen Jahren habe ich einige wissenschaftliche Arbeiten gesehen, die sich mit der Frage befassen. Zwei finde ich ausgesprochen hilfreich. Zum einen ist es das Paper „Decentralization in Bitcoin and Ethereum Networks“ von Adem Efe Gencer et al., das peer-reviewed auf der international angesehenen Konferenz Financial Cryptography and Data Security veröffentlicht wurde. Unter anderem zeigen die Autoren, dass nur drei Mining-Pools die Mehrheit der Mining Power kontrollieren. Darüber hinaus untersuchen sie die geografische Verteilung der Miner und legen dar, dass der Großteil des Minings an nur einigen wenigen Orten stattfindet: Wenn drei Pools mehr als 51 % der Mining Power kontrollieren und der Großteil des Minings an einigen wenigen Orten stattfindet, sind die Mining-Pools selbst nicht diversifiziert und auch nicht dezentral organisiert. Die Eigentumsverhältnisse von Mining-Farmen und -Pools sind intransparent, und sie haben in der Vergangenheit koordiniert gehandelt, zum Beispiel bei früheren Forks der Bitcoin-Blockchain. Deswegen betrachte ich Pools und Miner stets zusammen. Antoinette Schoar und Igor Makarov stützen diese Argumentation in ihrem Paper „Blockchain Analysis of the Bitcoin Market“, sie haben es auf dem American Finance Association Meeting vorgestellt, der weltweit führenden Finance Konferenz. Die Autoren diskutieren die Risiken der Konzentration von Mining-Pools und Minern: „Wir zeigen, dass die Bitcoin-Mining-Kapazität hoch konzentriert ist und das schon seit fünf Jahren. Die Top 10 % der Miner kontrollieren 90 % der Mining-Kapazität und nur 0,1 % (etwa 50 Miner) kontrollieren fast 50 % der Mining-Kapazität“. Diese beiden Papers sind peer-reviewed und extrem glaubwürdig. Sie belegen meine Aussagen, auch wenn ich eingestehe, dass ich meine Punkte am Dienstag nicht gut rübergebracht habe. Wie gesagt: Meine Themen liegen mir am Herzen, weswegen ich eine Vielfalt von Meinungen und ein faires kontinuierliches Ringen um Antworten überaus schätze.

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