Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass Gold historisch zuverlässig war.
Aber genau darin liegt auch der blinde Fleck:
Vergangenheit ist nicht automatisch Zukunft.
Und Systeme, die über Jahrtausende funktioniert haben, sind oft auch diejenigen, die am schwersten mit einer vollkommen neuen Realität umgehen können.
Du sagst, Bitcoin habe noch keine echte Krise “gemildert” oder “überstanden”. Das stimmt – aber nur, wenn man das heutige System noch als stabil betrachtet. In Wahrheit befinden wir uns mitten in der Krise: Staatsverschuldungen auf Allzeithoch, Währungen strukturell geschwächt, massive Eingriffe durch Zentralbanken, Vertrauensverlust in Institutionen.
Vor genau solchen systemischen Krisen ist Bitcoin entstanden.
Gold war der Wertspeicher der analogen Welt.
Bitcoin ist der Wertspeicher der global-digitalen Welt.
Und die kommenden Probleme sind global und digital.
Natürlich: Wer glaubt, dass wir in eine Welt ohne Strom, ohne Internet und ohne funktionierende Infrastruktur rutschen – der muss Gold wählen. Dann reden wir aber nicht von einer Finanzkrise, sondern von einem zivilisatorischen Kollaps. Da wären Goldbarren vermutlich das geringste Problem.
Die Mehrheit denkt so – nicht, weil es rational der beste Weg ist, sondern weil Menschen Unbekanntes grundsätzlich überschätzen und Ungewohntes unterschätzen.
Jede Technologie wirkt “riskant”, bevor sie zur Selbstverständlichkeit wird.
Das Internet war ein Experiment.
Elektrizität war ein Experiment.
Papiergeld war ein Experiment.
Staatliche Zentralbanken waren einmal ein Experiment.
Bitcoin ist das erste knappe, digitale und unverfälschbare Eigentum – und die einzige Lösung, die sich exakt entlang der Probleme ausrichtet, die unser System heute plagen:
• grenzenlose Schulden
• unkontrollierte Geldmengen
• politisierte Währungen
• wirtschaftliche Fragmentierung
• globales Misstrauen
Gold löst keines dieser Probleme.
Bitcoin löst sie alle.
Vielleicht ist die Mehrheit diesmal nicht weiser – vielleicht ist sie schlicht langsamer.
Vielleicht sind nicht die Bitcoiner die Geisterfahrer, sondern die, die weiterhin erwarten, dass ein 5.000 Jahre altes Objekt eine 2040er-Problemlandschaft lösen kann.
In ein paar Jahren werden wir sehen, welche Sichtweise näher an der Realität war. Bis dahin ist es wohl klug, sowohl das Alte zu respektieren als auch dem Neuen.