The way is

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THE WAY

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Fukc leg day

Die an das diskursive Denken und an die Erfahrung ge-

bundene Wissenschaft gibt uns kein einheitliches Bild der Welt. Ihr ist

das Universum pluralistisch. Sie führt auf eine Anzahl von Begriffen

und Sätzen zurück, die wir als letzte Deutung hinnehmen müssen,

ohne zwischen ihnen eine Verbindung herstellen zu können. Sie er-

weist sich unfähig, die Lücke zu schließen, die zwischen dem System

der Wissenschaften vom menschlichen Denken und Handeln und dem

System der physikalischen Naturerkenntnis klafft; Empfindung und

Bewegung, Bewußtsein und Materie weiß sie nicht zu vereinen. Was

Leben und was Tod sind, bleibt ihr fremd.

Was uns Erfahrung und Denken versagen, gibt uns, wenn auch

in anderer Weise, als wir es von der Wissenschaft fordern, wenn wir

sie darum angehen, das Erleben. Wir können das Leben durch das

Denken nicht erfassen, noch können wir es erfahren - unser Denken

und unsere Erfahrung betreffen immer nur einzelne Bruchstücke des

Lebendigen, die unter dem Akte des Denkens und Erfahrens sich in

Totes verwandeln, nie das lebendige Leben und nie das Leben als

Ganzes - doch wir erleben es. Und indem wir unser Leben leben,

leben wir alles Leben, erleben wir die Einheit und untrennbare Ver-

bundenheit alles Lebens. Wir können die Totalität nicht im Denken

fassen, doch wir erleben sie.

Das Erleben der Ganzheit, der Einheit und der Unendlichkeit ist

das Höchste im menschlichen Dasein. Es ist das Erwachen zu höher-

em Menschentum, es macht das Dahinleben erst zum wahren Leben.

Es bietet sich uns nicht täglich und allerorten dar; günstige Stunden

müssen es sein, die uns dem Weltgeist näher bringen. Solche Stunden

kommen nur selten, doch sie lohnen tausendfach, und ein Abglanz

fällt von ihnen auf die dahinfließenden Tage, Wochen, Monate und

Jahre.

Das, was wir in diesen Stunden der Erhebung erleben, ist unser

Eigenstes und Persönlichstes, ist unser Tiefstes. Es ist so eigen und

persönlich, daß wir es keinem anderen mitzuteilen vermögen; es ruht

so tief in uns, daß es nicht bis zu unserem eigenen Bewußtsein klar zu

gelangen vermag. Wer einem geliebten Menschenwesen, wer einem

Stück Natur gegenüber, wer im Regen der eigenen Kraft noch so stark

die Gewalt des Unermeßlichen erlebt, vermag weder sich selbst noch

anderen zu sagen, was es ist, was ihn bewegt, und wie es ihn bewegt.

Das Ganze bleibt das Unsagbare, weil Denken und Sprache hier nicht

mitkommen können.

Denn nur ein stammelnder und unzulänglicher Versuch, das Er-

lebte auszudrücken und seinen Inhalt zu gestalten, ist die Kunst. Das

Kunstwerk fängt nicht das Erlebnis ein, sondern nur das, was es in

seinem Schöpfer an Ausdrückbarem hervorgerufen hat; Inhalt, Farbe

und Kraft des Erlebens, die ganz aus dem Innern kommen, bleiben

ihm fern. Wohl vermag auch das Kunstwerk bei dem, der es auf sich

wirken läßt, neues Erleben zu entzünden. Doch das Erleben, das das

Kunstwerk auslöst, ist nicht jenem adäquat, das sein Schöpfer aus-

drücken wollte. Der Künstler gibt dem Werke Ton, Klang, Farbe,

Worte, Gestalt, doch nicht Erlebnis; wir aber nehmen daraus mehr als

die Empfindung von Ton, Klang, Farbe, Worten, Gestalten, wir erleb-

en es. Und dieses Erlebnis ist ein Anderes, ein Neues und Neuartiges.

Mit aller Mystik und Metaphysik steht es nicht anders. Wir nehmen

die Worte, doch den Sinn - das Erlebnis - müssen wir selbst dazutun.

Denn an das Volle, an das Ganze, an das Leben reichen unsere Aus-

drucksmittel und unsere Denkmittel nicht heran. Es ist, wie die alten

Inder vom Brahman sagten, dasjenige, »vor dem die Worte kehren um

und die Gedanken, ohne es zu finde« 1).

GM🧡

Yes

How strange that a digital sound money protocol opens the door for so many to the way

Deep! Love it ❤️