📉 Was passiert gerade in Japan?
Die Rendite für japanische 30-jährige Staatsanleihen (JGBs) ist auf 2,845 % gestiegen – der höchste Stand seit 2004. Das zeigt: Die Bank of Japan (BoJ) hat offenbar die Kontrolle über das lange Ende der Zinskurve verloren. Das ist ein großes Ding, denn:
• Japan war jahrzehntelang ein Garant für extrem niedrige Zinsen.
• Das Land ist der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen.
• Japanische Investoren haben viel Kapital im Ausland investiert (Stichwort: Carry Trade).
🌍 Was bedeutet das global?
1. Kapital-RĂĽckfĂĽhrung: Wenn die Renditen in Japan steigen, wird es fĂĽr japanische Investoren attraktiver, ihr Geld zurĂĽck nach Hause zu holen, statt es im Ausland anzulegen.
2. Verkauf von US-Anleihen: Das kann zu steigenden US-Zinsen fĂĽhren, wenn japanische Institutionen ihre US-Bonds verkaufen.
3. Stärkere Volatilität: Am Devisenmarkt (FX) und bei globalen Anleihezinsen könnte es unruhig werden.
4. Ende der Deflationsära: Seit Jahrzehnten beruhte das globale Finanzsystem auf niedrigen japanischen Zinsen – wenn diese Ära endet, könnte es zu einer Neubewertung von Risiken und Vermögenswerten kommen.
₿ Und was bedeutet das für Bitcoin?
• Inflationsschutz: Wenn klassische Anleihen an Attraktivität verlieren und die Inflationsängste zunehmen, könnte Bitcoin als “digitales Gold” profitieren.
• Volatilität und Unsicherheit: Kurzfristig könnte die Unsicherheit auf den Märkten für mehr Volatilität sorgen – auch bei Bitcoin.
• Langfristiger Rückenwind: Wenn Vertrauen in Staatsanleihen sinkt, suchen Investoren Alternativen. Bitcoin könnte davon mittelfristig profitieren, vor allem als dezentraler Wertspeicher.
Fazit:
Ein globales Alarmsignal. Es könnte einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel in der Geldpolitik und den Kapitalflüssen auslösen. Für Bitcoin bedeutet das womöglich mehr Relevanz als sicherer Hafen, aber auch kurzfristige Volatilität.