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Collagen of information and news in EN/DE which not usually appeared in mainstream. Kollagen mit Informationen und Nachrichten, welche nicht einfach im Mainstream erscheinen.

Apolut (Adio & Video)

Stiller Abschied von der Ukraine

Veröffentlicht am: 21. Oktober 2024

Trotz aller Lippenbekenntnisse, fest an der Seite des Landes zu stehen, mehren sich die Hinweise, dass der politische Westen nach einem Ausstieg aus dem Krieg sucht. Ist das auch der Hintergrund des Treffens mit US-Präsident Biden in Berlin gewesen?

Ein Kommentar von Rüdiger Rauls.

Stürme

Seit Wochen nun schon wirbelt der ukrainische Präsident Selenskyj den Westen mit seinem Plan für den Sieg über Russland durcheinander. Besonders die anfängliche Geheimniskrämerei weckte Hoffnung auf frischen Wind in der aussichtslosen Lage der Ukraine an der Front im Donbass und dem fehlgeschlagenen Abenteuer im Kusker Gebiet. Selenskyj klapperte die Türen der Regierungssitze ab von Washington bis Brüssel und ging mit seinem Plan auch in den europäischen Hauptstädten hausieren.

Nach den ersten Veröffentlichungen von Teilen des ukrainischen Plans waren die Reaktionen unterschiedlich. Im Vordergrund stand die schon lange von Selenksyj gestellte Forderung, die Tiefe Russlands mit den vom Westen gelieferten Waffen angreifen zu dürfen. Also eigentlich wenig Neues. Besonders die baltischen Giftzwerge waren begeistert, Zurückhaltung herrschten dagegen in Berlin und Washington.

Aber mit diesem Plan nährte Kiew den Spaltpilz, unter dem die Geschlossenheit der NATO in der Reichweitenfrage bisher schon gelitten hatte. Der Plan erweckte den Eindruck in der Öffentlichkeit, dass Selenskyj etwas aus dem Hut zaubern könne, womit man die Russen entweder besiegen oder aber zumindest zu den Bedingungen des Westens an den Verhandlungstisch zwingen könnte. Jedenfalls wurde dieser Plan immer mehr zum Thema unter den NATO-Staaten und deren medialer Öffentlichkeit. Der Druck stieg, auch die Meinungsverschiedenheiten.

Aber bei Präsident Biden bekam Selenskyj keine Unterstützung für diesen Plan, der zum Sieg über Russland hätte führen sollen. Den Amerikanern war das Risiko zu groß, in einen Krieg mit Moskau verwickelt zu werden. Das sagte man nicht so deutlich, stattdessen argumentierte man militärisch. Der Einsatz von US-Waffen in der Tiefe Russlands würde keine strategische Wende bringen, vielmehr stiegen nur die Risiken.

Damit dürften die Amerikaner gar nicht so Unrecht haben, denn vermutlich würden die Bestände an US-Raketen nicht ausreichen, um das erwünschte Ergebnis zu erzielen, und die Produktion an Raketen kommt schon jetzt dem Bedarf nicht hinterher. Dennoch schien es wohl notwendig, den Sturm, der sich über der NATO zusammenbraute, zu besänftigen. Denn wichtige Bündnismitglieder wie Frankreich und Großbritannien sprachen sich für den Einsatz solcher weitreichenden Waffen aus und hatten sogar ihre Erlaubnis bereits erteilt.

Jedenfalls schien Handlungsbedarf zu bestehen. Präsident Biden kündigte für den 12. Oktober dieses Jahres ein Treffen in Ramstein an, um im Rahmen dieses Formats, einen gemeinsamen Standpunkt zu diesem Thema zu erarbeiten. Dieses Vorhaben war nicht ohne Risiko. Denn die Stimmungslage im Bündnis war nicht klar und wer weiß, ob Biden dem Druck gewachsen gewesen wäre. Zu welchen inneren Verwerfungen könnte es kommen und gelangen dann vielleicht auch noch Informationen in die Öffentlichkeit, die für diese nicht bestimmt sind? Das ist bei einer solch großen Teilnehmerzahl nicht ausgeschlossen.

Da kam ein anderer Sturm gerade recht: Hurrikan Milton kam dem Sturm in der NATO und eventuell aufbrausenden Stimmungen unter ihren Mitglieder als Grund für eine Absage gerade passend. Ob diese Überlegungen hinter Bidens Absage standen, kann natürlich nur vermutet werden. Doch „das befürchtete Szenario eines Jahrhundertsturms mit horrenden Schäden und katastrophalen Verlusten blieb aber aus“(1).

Das konnte man natürlich im Vorhinein nicht ahnen, ebenso wenig aber auch die Bedrohungen, die vorab an die Wand gemalt worden waren. Vielleicht dienten diese gerade dazu, als Vorwand für Bidens Absage zu dienen. Es wird aufschlussreich sein, wie Selenskyjs Siegesplan in der Folgezeit von den NATO-Staaten und den Medien im Westen behandelt wird. Im Moment jedenfalls scheint nicht nur Wirbelwind Milton sich gelegt zu haben, sondern auch der Wind um Selenskyjs Plan.

Gegenwind

Aber angesichts des Wirbels, den Selenskyjs Ideen in der westlichen Öffentlichkeit, unter den NATO-Staaten, aber auch in Moskau verursacht hatte, schien doch Klärungsbedarf zu bestehen und Einigkeit darüber hergestellt werden müssen, wie weiter zu verfahren ist. Dazu traf man sich im kleinen Kreis am Freitag, den 18.10., in Berlin. Dass dieses Treffen angeblich schon lange geplant war, klingt unwahrscheinlich, sollte aber wohl auf jeden Fall den Eindruck vermeiden, dass hier kopflos gehandelt und irgendwelchem fremdem Druck nachgegeben wird. Aber ein „Ereignis, das seit fast 40 Jahren nicht mehr stattgefunden hat“(2) und dann so kurzfristig anberaumt? Schwer zu glauben, aber sei’s drum!

Geladen zu diesem Treffen waren nur wenige Vertreter von NATO-Staaten: Die USA und Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie der Präsident der Ukraine. Bei diesen Gästen handelt es sich einerseits um die Atommächte der NATO, USA, Frankreich und Großbritannien. Mit Deutschland zusammen waren auch jene Staaten vertreten, die über eine eigene Herstellung von Raketen und sonstigen weitreichenden Waffen verfügen.

Es ist also wahrscheinlich, dass es um eine Klärung und Absprache in der Frage ging, wie mit der Forderung Kiews nach Raketen verfahren werden soll, die das Innere Russlands erreichen können. Denn das Thema sollte wohl aus der Öffentlichkeit genommen werden. Da auf der einen Seite die USA und Deutschland die ukrainische Forderung ablehnten, auf der anderen aber Frankreich und Großbritannien sie unterstützen, bestand in dieser existenziellen Frage die Gefahr einer Schwächung des Bündnisses.

Zudem hatte Selenskyjs Werbetour in den europäischen Hauptstädten für seinen Plan für öffentliche Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten auch unter den Mitgliedern des Bündnisses geführt. Es fällt den Regierenden ohnehin schon schwer genug, bei den eigenen Bürgern die Stimmung zugunsten der Ukraine weiterhin aufrecht zu erhalten und noch Verständnis für Waffenlieferungen und Hilfszahlungen zu finden. Es sollen nun nicht auch noch neue Ängste vor einer weiteren Eskalation durch Kiews Forderungen hervorgerufen werden. Die Taurus-Debatte war gerade erst aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Vermutlich wurde auch aus diesem Grund Selenskyj zu dem Gespräch mit dazugebeten. Man wird ihm wohl zu verstehen gegeben haben, dass in dieser Frage keine weiteren Vorstöße von seiner Seite erwünscht sind. Ob diese Vermutung richtig ist, werden die kommenden Stellungnahmen von Seiten der Politik und die Kommentare in den Medien zeigen. Erste Anzeichen für eine abgesprochene Haltung in dieser Frage waren schon nach dem Gespräch zwischen Biden und Scholz zu erkennen. Denn „den Siegesplan des ukrainischen Präsidenten erwähnten die beiden mit keinem Wort“(3).

Windstille

Ohnehin scheinen die NATO-Staaten zunehmend das Interesse an der Auseinandersetzung im Osten Europas zu verlieren. Der Krieg ist teuer und angesichts der Fortschritte der russischen Armee scheint der Sieg der Ukrainer immer unwahrscheinlicher zu werden. Nicht umsonst hat Kanzler Scholz nun zum wiederholten Male angedeutet, dass er den Kontakt zu Putin wieder aufzunehmen beabsichtige. Es mehren sich auch die Feststellungen, dass sich die Ukraine mit Gebietsabtretungen wird abfinden müssen, will sie endlich ein Ende des Krieges erreichen.

Hatten zu Beginn des Krieges die Erklärungen aus dem Westen noch gelautet, dass die Ukraine den Krieg gewinnen und Putin verlieren müsse, so war man zwischenzeitlich bei der Sprachregelung angekommen, dass Russland den Krieg nicht gewinnen dürfe. Inzwischen backt man noch kleinere Brötchen. Zwar wird das Mantra wiederholt, dass man die Ukraine so lange wie nötig unterstützen werde, aber die Siegesgewissheit ist dahin. Heute spricht Scholz nur noch davon, dass Putin sich verrechnet habe, „er könne diesen Krieg nicht aussitzen“ (4). Danach sieht es auch nicht aus.

Zudem werden die Zusagen, zu denen sich die Staaten des politischen Westens verpflichtet haben, immer unwilliger und zögerlicher umgesetzt. Die Ukraine wartet noch immer auf die Luftverteidigungssysteme, die ihnen auf dem NATO-Gipfel im Juli dieses Jahres in Aussicht gestellt worden waren. Damals hatten „Italien und die Niederlande, zusammen mit Partnern, weitere Luftverteidigungssysteme zugesagt“ (5). Während die USA Israel ein Luftverteidigungssystem übergeben haben, lässt die „historische Spende einer weiteren Patriot-Feuereinheit, die Biden angekündigt hatte“(6), für die Ukraine weiter auf sich warten.

Der in Aussicht gestellte Kredit in Höhe von 50 Milliarden Euro, der aus den russischen Zinsen bedient werden sollte, ist ein weiteres Projekt westlicher Selbstüberschätzung. Ursprünglich sollten davon 17 Milliarden als Zuschuss gewährt werden, den die Ukraine nicht zurückzahlen hätte müssen. Offensichtlich sind aber den Finanzen der EU engere Grenzen gesetzt als ihren hochtrabenden Plänen. Nun erhält die Ukraine nur noch einen Kredit, „den sie definitiv zurückzahlen kann, … weil es im gemeinsamen [EU-]Haushalt an Geld mangelt und die [EU-]Staaten nicht noch einmal welches nachschießen wollen“ (7).

Auch die 40 Milliarden Militärhilfe, die man der Ukraine in Washington für das nächste Jahr versprochen hatte, sind unsicher. Bisher konnten in der ersten Hälfte dieses Jahres erst 20,7 Mrd zugesagt werden. Frankreich hat mit einer Milliarde erst ein Drittel dessen bereit gestellt, was vereinbart worden war. „Die Beiträge Italiens und Spaniens lagen noch niedriger – so niedrig, dass die Allianz die genaue Aufschlüsselung lieber für sich behielt“(8).

Auch in der Frage seiner NATO-Mitgliedschaft scheinen die Aussichten für die Ukraine schon besser gewesen zu sein. Den bisherigen Lippenbekenntnissen ist bisher aus Brüssel keine Einladung gefolgt. Eher hat man den Eindruck, dass Washington in dieser Frage stärker zurück rudert. Inzwischen wird der Verzicht auf diese Mitgliedschaft in den Augen einiger NATO-Mitglieder sogar als „einzige echte Verhandlungsmasse“ der Ukraine gegenüber Putin angesehen (9). Ein unverblümter Hinweis, nicht weiter auf dieser Mitgliedschaft zu bestehen.

Wenn auch die Verbündeten immer wieder betonen, sie stünden „an der Seite der Ukraine, so lange wie das nötig ist“(10), so sollte man sich in Kiew vielleicht allmählich die Frage stellen, wie lange der Westen seine Unterstützung noch als nötig ansieht. Denn darüber wird nicht am Dnjepr entschieden. Im Moment sieht es doch eher danach aus, dass man im Westen immer weniger Grund für diese Unterstützung zu sehen scheint. Es sieht so aus, als ereile die Ukraine dasselbe Schicksal wie Afghanistan, den Irak und viele andere Staaten und politische Kräfte. Man lässt sie fallen wie eine heiße Kartoffel.

Vielleicht ging es in Berlin nicht nur um eine Abstimmung unter den vier NATO-Staaten über den Einsatz der von ihnen gelieferten Distanzwaffen. Vielleicht ging es auch schon darum, der Ukraine klar zu machen, dass sie diese Genehmigung nicht bekommen wird und dass es an der Zeit ist, mit Russland handelseinig zu werden. Aber es darf dann nicht so aussehen, dass der Westen Kiew hat hängen lassen. Was in Berlin hinter verschlossen Türen tatsächlich verhandelt wurde, werden die Entscheidungen, Entwicklungen und Verlautbarungen der nächsten Zeit zeigen.

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Quellen & Links

(1) https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/hurrikan-milton-florida-106.html

(2) https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/hurrikan-absage-ramstein-treffen-mit-biden-und-selenskyj-verschoben/)

(3) Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 19.10.24: Ehrung eines Transatlantikers

(4) FAZ vom 19.10.24: Biden würdigt Deutschland als „wichtigsten Verbündeten“

(5) FAZ vom 18.10.24: Der Schachzug für Kiew

(6) ebenda

(7) ebenda

(8) ebenda

(9) ebenda

(10) FAZ vom 19.10.24: Biden würdigt Deutschland als „wichtigsten Verbündeten“

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Danke an den Autoren für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse.

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Apolut (Adio & Video)

Netzwerk zur Indoktrination: Klimawandel und Gesundheit

Veröffentlicht am: 21. Oktober 2024

Netzwerk zur Indoktrination von Medizinstudenten zu Klimawandel und Gesundheit gegründet

Ein Standpunkt von Norbert Häring.

Auf dem von Pharmabranche und Bundesregierung jüngst in Berlin ausgerichteten Weltgesundheitsgipfel haben sich 25 deutsche und europäische medizinische Hochschulen zu einem Europäischen Netzwerk für Klima und Gesundheitsausbildung zusammengeschlossen. Die Treiber sitzen in Washington und New York. Das Geld kommt von den Pharmakonzernen.

Aus der Pressemitteilung des Netzwerk-Mitgründers Universität Augsburg vom 17. Oktober erfährt man nur, dass das European Network on Climate & Health Education – kurz ENCHE – von der Universität Glasgow aus geleitet wird und mit einem Global Consortium on Climate and Health Education (GCCHE) zusammenarbeitet. Ziel sei es, Klima- und Gesundheitslehre in die Lehrpläne zu integrieren. Dies „soll Medizinstudierende dabei unterstützen, die zunehmenden gesundheitlichen Belastungen durch den Klimawandel zu erkennen, sie zu behandeln und ihnen vorzubeugen.“ Dafür will man in den kommenden drei Jahren mindestens 10.000 Studierende an den teilnehmenden Hochschulen „mit den aktuellen wissenschaftlichen und pädagogischen Ressourcen ausbilden“. Wer das finanziert und angestoßen hat, erfahren wir in der Pressemitteilung nicht.

Die internationale Pressemitteilung ist ausführlicher und ein wenig gesprächiger, was die Geldgeber angeht.

„Das Netzwerk wird auch von führenden Gesundheitsorganisationen wie AstraZeneca, Bupa, GSK, Novartis, Novo Nordisk, Roche, Sanofi und der WHO als Mitglieder der Sustainable Markets Initiative Health Systems Task Force unterstützt, einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit zwischen CEOs und Führungskräften globaler Pharma- und Gesundheitsunternehmen, die sich für eine schnellere Dekarbonisierung der Gesundheitssysteme einsetzen.“

„Führende Gesundheitsorganisationen“ gefällt mir als Ausdruck für die größten Pharmakonzerne.

Außerdem lernen wir, dass der Klimawandel die größte Gesundheitskrise dieser Zeit sei, eine absurde Behauptung, wenn man bedenkt, dass ein vielfaches mehr von Menschen an Hunger und schlechter Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern stirbt, als am Klimawandel. Die seit 2023 von der Lauterbach-Behörde RKI erstellten wöchentlichen Berichte über Hitzetote (ab 20 Grad) weisen jedenfalls keine Werte aus, die es erlauben würden, auch nur annähernd von einer Krise zu sprechen. Der Trick besteht unter anderem darin, die Luftverschmutzung zum Klima zu zählen und damit irgendwie auch zum Klimawandel. Sieben Millionen Todesfälle pro Jahr zählt die WHO laut Pressemitteilung auf diese Weise zu den Klimatoten. Und weil das Klima sich irgendwie auf alles auswirkt, zählt man auch gleich alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und sogar Krebs und psychische Erkrankungen unter die Folgen des Klimawandels. Im O-Ton:

„Faktoren wie extreme Temperaturen und Luftverschmutzung verschlimmern infektiöse und chronische Krankheiten, darunter durch Vektoren übertragene Krankheiten, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und psychische Erkrankungen. Gleichzeitig trägt der Gesundheitssektor zur Klimakrise bei, da etwa fünf Prozent der Treibhausgasemissionen aus dem Gesundheitswesen stammen.“

Wenn solch blühender Unsinn Inhalt der Ausbildung sein soll, den die am Netzwerk teilnehmenden Universitäten ihren Studenten künftig angedeihen lassen sollen, fragt man sich, wie viel Forschungsgelder und sonstige Unterstützung aus der Pharma-Branche sie dafür wohl bekommen. Zwar will ich keinesfalls ausschließen, dass viele junge Menschen aufgrund der Klimapanik, wie sie unter anderem von ARD und ZDF geschürt wird, ernsthafte psychische Schäden davongetragen haben. Aber das ist sicher nicht das, was im obigen Zitat gemeint ist.

Die „Zusammenarbeit“ mit dem obskuren Globalen Konsortium für Klima- und Gesundheitsausbildung, von der die Universität Augsburg schreibt, stellt sich als ziemliche Untertreibung heraus. Das ENCHE ist ein „regionaler Stützpunkt jenes GCCHE, mit Hauptsitz an der Columbia University New York. Dieses „wird das Netzwerk mit Fachwissen und Ratschlägen unterstützen und die transatlantische Zusammenarbeit im Bereich der Klima- und Gesundheitserziehung fördern.“

Das Mutterorganisation in den USA hüllt sich auf ihrer Neztseite, was Sponsoren und Mitglieder von Beirat und Aufsichtsrat angeht, in fast völliges Schweigen. Transparenz gehört auch nicht zu den Prinzipien, die die Organisation dort auflistet. Ein Faktenblatt lässt die Pharmakonzere verschämt in den „150+ Regierungs- und Nichtregierungspartnern“ aufgehen. Das globale Netzwerk hat dem Faktenblatt zufolge 350 Mitgliedsfaktultäten mit 200.000 Studenten und 5000 Einzelmitglieder in 60 Ländern.

Immerhin erfährt man über die Geschichte, dass das GCCHE auf einem Klimagipfel 2015 von der US-Regierung „und Partnern“ zusammen mit der Columbia Universität konzipiert und 2017 unter Beteiligung der WHO aufs Gleis gesetzt wurde. Das Geld für die Gründung kam von der Rockefeller-Stiftung, liest man an einer Stelle, an einer anderen, dass „verschiedene Stiftungen Untersützung beigetragen haben, darunter The Anahata Foundation, The Climate and Health Foundation, The Rockefeller Foundation und ClimateWorks Foundation“. Das verleitet zur Annahme – und soll es wohl auch -, dass (Pharma-)Konzerne nicht zu den Geldgebern gehören. Das ist ziemlich sicher irreführend. Es wird nicht explizit gesagt, dass „nur“ Stiftungen Geld gegeben haben und im Faktenblatt steht, dass „Unternehmen des privaten Sektors“ zu den Mitgliedern gehören. Außerdem sind die Geldgeber der genannten Stiftungen so vielfältig und intransparent – jedenfalls ohne intensivere Nachforschungen – dass man über diese unauffällig viel Pharma-Geld an das Netzwerk transferieren kann, wenn man will.

Schlussfolgerung

Neben den Medien, den staatlichen Wetterdiensten und den Verhaltenswissenschaften (siehe unten „Mehr“) werden von den öffentlich-privaten Klima- und Gesundheitspartnerschaften auch die medizinischen Hochschulen systematisch für die Unterfütterung eines Klima-Gesundheits-Narrativs eingespannt. Danach ist der Klimawandel eine dramatische Gesundheitskrise, die drastische Gegenmaßnahmen rechtfertigt und eine enge Zusammenarbeit von WHO, Regierungen und Pharmafirmen bei der Bewältigung fordert, zum großen Gewinn der Letzteren. Die Bewältigung der Krise setzt auch Nostandskompetenzen für die WHO und für die UN voraus und mehr Kontrolle der Medien. Wenn es nach dem Club of Rome geht, brauchen wir eine Weltregierung, die ihre Ziele per Dekret umsetzt.

Die von Konzerngeldern hochgradig abhängige WHO agitiert seit längerem, den Klimawandel als Gesundheitskrise zu verstehen und ihn dadurch zu etwas zu machen, wogegen sie die Kompetenzen einsetzen kann, die sie durch die jüngst beschlossene Reform der Internationalen Gesundheitsvorschriften bekommen hat und durch den derzeit noch verhandelten Pandemiepakt bekommen soll.

Die Pharmafirmen gehören zu den Hauptprofiteuren, wenn WHO und Regierungen uns und unsere Umwelt systematisch bis hysterisch nach möglichen neuen Krankheitserregern absuchen und immer schneller immer mehr zweifelhafte Medikamente und gentechnische Therapien zu Bewältigung des „Notfalls“ zulassen und fördern. Wie weit das gehen kann, zeigt gerade die WHO mit einem „Forschungsbericht„, in dem ihre obersten Chargen für die ausgesprochen steile Idee werben, der Seuche der antibiotikaressistenten Keime durch Impfungen Herr zu werden. Bisher gibt es zu diesem Wunschdenken nichts als mathematische Modellierungen.

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Quellen & Links

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 20. Oktober 2024 bei https://norberthaering.de

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Bildquelle: SofikoS / https://shutterstock

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Wie der Deutsche Wetterdienst mit angeblich viel zu warmen Sommern systematisch desinformiert

31. 08. 2024 | Es ist schon fast zur Norm geworden: Viele Menschen beklagen sich über einen kalten Monat oder einen kühlen Sommer, und der Deutsche Wetterdienst (DWD) verkündet am Ende, er sei ungewöhnlich warm gewesen. „Der Sommer 2024 war in Deutschland deutlich zu warm“, verkündete er am Freitag (30.8.) und die Medien plapperten es nach. Dabei stimmt es gar nicht. Die Medien müssten nur ein wenig recherchieren, um die Täuschung zu bemerken.

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/dwd-klima-referenzperiode/

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Wie Regierungen und Milliardäre den Klimajournalismus auf Einseitigkeit trimmen

4. 08. 2024 | Eine von Regierungen und Milliardärsstiftungen großzügig finanzierte Organisation, die weltweit Medien unterstützt und beeinflusst, nennt in einer Studie das Bemühen vieler Journalisten, ausgewogen über den Klimawandel zu berichten, „beunruhigend“. Es sei ein problematischer Faktor, der die Klimaberichterstattung verkompliziert.

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/earth-journalism-network/

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Wie sich DPA, APA und AFP von den Regierenden für die Gleichrichtung der Medien bezahlen lassen

20. 05. 2024 | Die großen Nachrichtenagenturen entscheiden, was die Mehrheit der Bevölkerung erfährt und mit welcher Einkleidung. Um so wichtiger wäre es, dass sie unabhängig von den Regierenden und deren Agenda agieren. Stattdessen lassen sie sich dafür bezahlen, in deren Sinne zu definieren, was die eigenen Journalisten und andere Medien als wahr und als nachrichtenwürdig zu betrachten haben. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt für die willfährige Gleichrichtung der Berichterstattung bei Themen wie Corona, Klima und Geopolitik.

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/edmo-gadmo/

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Zwei neue Einrichtungen sollen der Regierung bei der Verhaltens- und Meinungsmanipulation helfen

16. 11. 2023 | Getreu der in der Weltgesundheitsversammlung angenommenen Selbstverpflichtung, die Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften systematisch zur Verhaltensmanipulation und Meinungskontrolle der Bevölkerung zu nutzen, fördert die Bundesregierung projektbezogen zwei neue Einrichtungen, die diesen Zweck verfolgen, das Behavior Science Connect Netzwerk und das Institute for Planetary Health Behaviour.

https://norberthaering.de/macht-kontrolle/verhaltensmanipulation/

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Wikipedia lässt Regierungen mitbestimmen, was wir in Sachen Klimawandel lesen dürfen

18. 07. 2023 | Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat ein von der schwedischen Regierung finanziertes Programm zur „Verbesserung“ der Beiträge über den Klimawandel vereinbart. Ein von verschiedenen Regierungen bezahltes, der UN nahestehendes Institut leitet das Unterfangen. Damit dürfte sichergestellt werden, dass man auf Wikipedia nur noch das offizielle Narrativ zum Klimawandel liest und Gegenthesen bestenfalls als unwissenschaftlicher Unsinn präsentiert werden.

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/wikipedia-klimawandel/

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Apolut Artikel:

https://apolut.net/netzwerk-zur-indoktrination-klimawandel-und-gesundheit-von-norbert-haering/

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Kuketz-Blog

Kommentar: Die elektronische Patientenakte (ePA) – Datenschutz und medizinische Versorgung im Spannungsfeld

Gastbeitrag

20. Oktober 2024

1. EinleitungElektronische Patientenakte (ePA)

Jeder Krankenversicherte in Deutschland erhält ab Januar 2025 eine elektronische Patientenakte, sofern er dem nicht widerspricht. Die elektronische Patientenakte (ePA) soll das möglichst lückenlose Gesundheitsprofil jedes Menschen in Deutschland werden – von der Wiege bis zur Bahre sollen Gesundheitsdaten in einer zentralen Serverstruktur gespeichert werden. Nichts anderes bedeutet der Wechsel von der einwilligungsbasierten (Opt-in) zur widerspruchsbasierten ( https://www.heise.de/ratgeber/Widerspruch-bei-der-ePA-fuer-alle-Was-bisher-bekannt-ist-9710212.html ) (Opt-out) ePA. Die automatische Befüllung ( https://www.heise.de/news/Elektronische-Patientenakte-fuer-alle-kommt-zunaechst-in-Modellregionen-9777839.html ) der ePA mit Gesundheitsdaten erfolgt durch die Leistungserbringer (z.B. Ärztinnen und Ärzte). Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO ( https://datenschutz-wiki.de/DSGVO:Art_9 ) besonders schutzwürdige Daten – ihre Verarbeitung betrifft intime und sensible Informationen über Personen.

Werden die bislang dezentral bei den einzelnen Leistungserbringern verarbeiteten Daten zusammengeführt, entsteht ein umfassender zusätzlicher Bestand an Daten, der die Informationen über den Gesundheitszustand einer Person in bisher nicht gekanntem Ausmaß erschließt und mit voranschreitendem Ausbau der ePA die Erstellung eines nahezu vollständigen Gesundheitsprofils ermöglicht.

Quelle: BfDI – Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens ( https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/DokumenteBfDI/Stellungnahmen/2023/StgN_Beschleunigung-DigiG.pdf ) (Digital-Gesetz – DigiG). (2023). BFDI.

Ein möglichst vollständiger Informationsstand in der ePA ist aus medizinischer Sicht sinnvoll – schließlich benötigen Ärztinnen und Ärzte für die Behandlung von Menschen einen aktuellen und vollständigen Informationsstand. Die ePA kann die Ärzteschaft aber nur dann bei in ihrer Arbeit unterstützen, wenn die Integrität und Verlässlichkeit der Informationen gewährleistet ist. Dies wird dadurch deutlich, dass Ärztevertreter davon abraten, »[…] auch nur die Möglichkeit einzuräumen, Daten in der ePA zu löschen. Das ist unverantwortlich und gefährlich. Warum? Weil Löschungen führen automatisch dazu, dass die ePA unvollständig ist und löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Integrität und die Zuverlässigkeit der ePA ist damit zerstört. Ärztinnen und Ärzte können sich auf diese ePA nicht mehr verlassen und sie dürfen sich darauf auch nicht mehr verlassen.« (Gerlach ( https://www.bundestag.de/resource/blob/1017420/7978ef2c2e0a29e2ef2489af6aa30395/092_15-11-2023_DigitalG_Neu.pdf ), 2023).

Das Spannungsfeld der ePA zwischen Patientenwohl (bestmögliche medizinische Behandlung auf Basis eines vollständigen Gesundheitsprofils) und informationeller Selbstbestimmung (z.B. Handlungsfreiheit, Intervenierbarkeit durch Löschung) wird damit angeblich offensichtlich. In der allgemeinen Diskussion um Gesundheitsdaten wird diese vermeintliche Erkenntnis auf die inhaltlich vage (und unrichtige) Formel »Datenschutz kann Leben kosten« (Seidinger ( https://www.faz.net/asv/digitale-medizin-2020/datenschutz-kann-leben-kosten-16949351.html ), 2020) verkürzt.

Das binäre Narrativ in Medien, Fachkreisen und Politik ist häufig durch eine unangemessene Gegenüberstellung von IT-Sicherheit, Datensicherheit und Datenschutz (verkürzt als »Datenschutz«) einerseits und Zielen der öffentlichen Gesundheit andererseits geprägt.

[…] in Deutschland scheint das höchste Gut nicht die Gesundheit der Patienten zu sein, sondern die Sicherheit ihrer Daten.

Quelle: Herschel, O. (2024, 2. Februar). Elektronische Patientenakte: Hört auf, vom gläsernen Patienten zu reden (

https://www.zeit.de/gesundheit/2024-02/elektronische-patientenakte-datenschutz-kritik-epa-frauen ). ZEIT ONLINE.

Als Einstieg dient oft eine emotionale Szene aus der Notfallversorgung, z.B.: »Angenommen, Sie finden Ihren Nachbarn bewusstlos im Treppenhaus. Sie haben keine Ahnung, was er hat, vielleicht einen Herzinfarkt? Sie rufen einen Notarzt, […]. Man könnte meinen, dass der Nachbar von nun an bestmöglich versorgt wird. Aber das ist nicht so. Denn dafür müsste die Notärztin möglichst schnell alles über seine Vorerkrankungen wissen«. (Herschel ( https://www.zeit.de/gesundheit/2024-02/elektronische-patientenakte-datenschutz-kritik-epa-frauen ), 2024).

Die mit emotionaler Dringlichkeit gewürzte Gegenüberstellung der Ziele »Datensicherheit« und »Gesundheit« nach dem Motto: »Man kann nicht alles haben. Man muss sich entscheiden«, ist ein unverantwortlicher Irrweg. Die Menschen in diesem Land sind in der Lage zu verstehen, dass ihre Lebenswirklichkeit nicht aus einer Aneinanderreihung von Notsituationen besteht. Oder anders ausgedrückt: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, auch wenn sie von Ärzten behandelt wird und Gesundheitsdaten erzeugt. Die Mentalität »Leben gerettet, Datensicherheit verletzt« ist Ausdruck der Unfähigkeit oder des Unwillens, in beiden Fällen das politisch und technisch Bestmögliche zu tun. Vielmehr liegt dieser Gegenüberstellung ein gefährlicher Denkfehler zugrunde: Datensicherheit bedeutet auch, dass technische und organisatorische Maßnahmen die Verfügbarkeit und Integrität von Gesundheitsdaten gewährleisten müssen. Ein Notarzt muss sich auf die Zuverlässigkeit der ePA und ihrer Daten verlassen können – sonst stehen tatsächlich Leben auf dem Spiel.

Unpassende Aussagen wie »Datenschutz ist etwas für Gesunde« (Schaar ( https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-diagnose-digital-desaster/2158911 ), 2023) des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn sind entgegenzuhalten, dass es politische Aufgabe und ethische Verpflichtung ist, beides zu ermöglichen – Datenschutz und Gesundheit. Denn: »Gerade weil der kranke Mensch sich nicht auch noch um den Schutz seiner Daten kümmern kann, sind datenschutzrechtliche Regeln hier unverzichtbar, und weil es um höchst persönliche Daten geht, müssen diese Regeln streng sein.« (Schaar ( https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-diagnose-digital-desaster/2158911 ), 2023).

[...]

(IC: Der Artikel ist zu umfangreich und kann hier nicht vollständig wiedergegeben werden)

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https://www.kuketz-blog.de/kommentar-die-elektronische-patientenakte-epa-datenschutz-und-medizinische-versorgung-im-spannungsfeld/

Alexander Wallasch

Gericht verschiebt Compact-Verbotsverfahren in den Bundeswahlkampf

20. Oktober 2024 um 18:34 Uhr

https://www.alexander-wallasch.de/assets/images/2/faeser-missbraucht-elsaesser-com-9f3fafa0.webp

Jürgen Elsässer bekommt seine Sachen zurück – Sein Bademantel wird Kult© Quelle: Youtube / Compact TV, Screenshot

Jürgen Elsässer und seinem Unternehmen, der „COMPACT-Magazin GmbH“, wurde zunächst Recht gegeben. Das Bundesinnenministerium erlitt eine schwere Schlappe. Jetzt kommt durch eine höchstrichterliche Bremsung ganz neuer Drive ins Verfahren gegen das Compact-Verbot.

Von Dirk Schmitz M.A., Rechtsanwalt

Nach großem Bahnhof mit Bademantel und Hundertschaften vor den Wohnungen und Büros von Elsässer und Co. musste Faesers Bundesinnenministerium nun Möbel, Rechner und alle beschlagnahmten Gegenstände kleinlaut zurückgeben. Übrigens, ohne dass Frau Ministerin die Presse darüber informierte. Allseits bekannt: Das Magazin erscheint wieder – mit größerem Echo als je zuvor.

Im obligatorischen Hauptsacheverfahren hat das Bundesverwaltungsgericht nunmehr die Hauptverhandlung völlig überraschend vom 12. Februar 2025 auf den 10. Juni 2025 verschoben.

Interessant ist, dass das BVerwG den Rechtsstreit damit gezielt in den Bundestagswahlkampf terminierte. Ob dies ein negativer Hinweis für den Kläger ist oder der Fangschuss für Faeser ist, bleibt offen.

Interne Stimmen aus der Verwaltung des BVerwG raunen allerdings, dass die Sache im Hauptsacheverfahren nicht anders ausgeht und die Richter deutlich auf Abstand zur rechtswidrig hemdsärmeligen Art der Bundesinnenministerin und ihrem wohl bis zum 31. Dezember 2024 verpensionierten Verfassungsschutz-Chef gehen wird. Möglicherweise mit der ganzen Bundesregierung?

Gegen Faeser spricht der Satz des BVerwG in seiner Verfügung:

„Es wird darauf hingewiesen, dass – sollte sich die Notwendigkeit ergeben – der 11. und 12. Juni 2025 als mögliche Fortsetzungstermine vorgesehen sind.“

Darüber hinaus haben die Rechtsvertreter von Elsässer einen wichtigen Zwischenpunkt gemacht:

Da Elsässer als „Verfassungsfeind“ vom Bundesamt beobachtet und wohl auch abgehört wird, damit wohl auch dessen Rechtsvertreter in den Haupt- und Nebenverfahren, haben diese beim Bundesverwaltungsgericht beantragt, solches zu verbieten - damit die Verteidigungsstrategie von den Haldenwang-Schlapphüten nicht ausspioniert wird.

Das Gericht forderte daraufhin das Ministerium verbindlich auf, entsprechende Erklärungen wegen „Fair Trial“ abzugeben. Das Recht auf ein faires Verfahren („Fair Trial“) ist eine justizmäßige Ausprägung des Rechtsstaatsprinzips. Der Grundsatz ist in Europa in Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) niedergelegt.

Daraufhin erklärten Faeser und Haldenwang kleinlaut und gleichlautend unter anderem:

„Bei der Beobachtung verfassungsschutzrelevanter Bestrebungen im Kontext der Vereinigung der „COMPACT-Magazin GmbH“ einschließlich … „CONSPECT Film GmbH“ wird seitens des Bundesamtes für Verfassungsschutz der Grundsatz des fairen Verfahrens vollumfänglich gewährleistet. Eine Prozessausspähung seitens des Bundesamtes für Verfassungsschutz findet nicht statt. Sofern zufällig Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Prozessstrategie beim Bundesamt für Verfassungsschutz anfallen bzw. eingehen sollten, würden diese weder zur Akte genommen noch berücksichtigt werden. Die Führungskräfte des Bundesamtes für Verfassungsschutz stellen die Einhaltung dieses Grundsatzes … sicher.“

Es bleibt spannend. Bis dahin sind tausende von Seiten Aktenvortrag der Ämter von Elsässer und seiner Verteidigergemeinschaft „Pro Pressefreiheit“ auszuwerten und zu erwidern.

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Rechtsanwalt Dirk Schmitz M.A. war über 20 Jahre lang Mitarbeiter und Redakteur des AfP (Archiv für Presserecht), Zeitschrift für das gesamte Medienrecht.

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Folgen Sie RA Dirk Schmitz auf Twitter: @schmitzidirk. Dirk Schmitz M.A., seit 1991 Rechtsanwalt, langjähriger ehrenamtlicher Richter, Kommunikationswissenschafter, engagierter Verteidiger, derzeit im Kryptowährungsprozess “Onecoin” vor dem Landgericht Münster. Schmitz sieht durch den Zeitgeist Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit in Gefahr. Als “alter Liberaler” ohne FDP-Hintergrund steht Schmitz für Bürgerrechte und “die Freiheit des Andersdenkenden”. Sein dem Philosophen Voltaire zugeschriebener Leitspruch lautet: „Obwohl ich völlig anderer Meinung bin als Sie, würde ich mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

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https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/gericht-verschiebt-compact-verbotsverfahren-in-den-bundeswahlkampf

Westend Verlag

Warum liefern wir Waffen?

Erich Vad und Albrecht Müller

Published on Oct 21, 2024

Sind die USA weiterhin unser verlässlicher Partner? Ist es gerechtfertigt, Russland nur als Bedrohung zu sehen? Oder sollten wir einen anderen Weg wählen und Konflikte vermeiden?

Europa benötigt langfristige Sicherheit, die nicht von selbst entsteht, sondern idealerweise durch Deutschlands Engagement. Erich Vad spricht mit Albrecht Müller über diese und weitere zentrale Themen.

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Quellen & Links

Dr. Erich Vad ist Unternehmensberater, Sicherheits- und Militärexperte, Publizist und Buchautor. Der Brigadegeneral a. D. war von 2006 bis 2013 Gruppenleiter im Bundeskanzleramt, Sekretär des Bundessicherheitsrats und militärpolitischer Berater der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Albrecht Müller ist ein deutscher Volkswirt, Publizist und ehemaliger Politiker (SPD). Müller war Planungschef im Bundeskanzleramt unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt.

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https://youtu.be/SPrQsWFNxpM

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Pravda

Das Biden-Harris-Regime hat Israels Angriffsplan gegen den Iran geleakt

20. Oktober 2024

aikos2309

Das Biden-Harris-Regime behindert weiterhin Israels Krieg gegen den Iran und seine Stellvertreterstaaten.

Am Samstag berichtete die Jerusalem Post , dass zwei US-Geheimdienstdokumente an eine pro-iranische Operation durchgesickert und dann auf einem mit dem Iran verbundenen Telegrammkonto veröffentlicht worden seien.

Die Dokumente, die vom Biden-Harris-Regime an die pro-iranische Operation durchgesickert sind, enthalten detaillierte israelische Pläne für einen möglichen Angriff auf den Iran.

Weder das US-Verteidigungsministerium noch das Büro des Direktors des Nationalen Geheimdienstes wollten die durchgesickerten Dokumente kommentieren.

Das Leck kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Israel einen Vergeltungsschlag gegen den Iran nach dem Raketenangriff auf den jüdischen Staat am 1. Oktober plant.

Dies war nicht das erste Mal, dass dem Biden-Regime vorgeworfen wurde, israelische Geheimnisse an das iranische Regime weitergegeben zu haben.

Im Oktober 2023 warfen die Republikaner im Repräsentantenhaus dem US-Sondergesandten für den Iran, Robert Malley, vor, „möglicherweise kompromittierende Verbindungen zum iranischen Regime zu haben“.

(Iran vs. Israel: Die Kriegspläne des Deep State entfalten sich (Video))

https://wp.me/p5eM0T-HgB

Robert Malley, ein geistesgestörter Trump-Hasser ( https://www.youtube.com/watch?v=CiYmtw68McU ), war zu diesem Zeitpunkt bereits von seinem Posten im Biden-Regime suspendiert worden. Das FBI ermittelte gegen ihn und untersuchte, ob er damals geheime Informationen missbraucht hatte.

Wie üblich hat das FBI seit letztem Jahr keine Updates zu dieser Untersuchung herausgegeben.

Der republikanische Abgeordnete Michael McCaul aus Texas sagte damals gegenüber FOX News, Malleys Sicherheitsverstöße seien so schwerwiegend gewesen, dass er ohne Bezahlung suspendiert und ihm auch die Sicherheitsfreigabe entzogen worden sei.

Malley war der Iran-Gesandte des Biden-Regimes während der Verhandlungen über eine Wiederaufnahme des Atomabkommens mit dem Iran.

Abgeordneter Michael McCaul: „Er ist Sondergesandter für den Iran. Er ist der Hauptarchitekt und Verhandlungsführer des Iran-Abkommens, um das Abkommen wiederzubeleben.

Und das Problem ist, dass wir versucht haben, ihn vor meinen Ausschuss zu bringen, damit er aussagt und uns über den Iran informiert, und er war praktisch unerlaubt von der Truppe entfernt. Und dann fanden wir heraus, dass er ohne Bezahlung suspendiert wurde, weil er Probleme mit seiner Sicherheitsüberprüfung hatte.

Wir glauben, er hat geheime Informationen über den Iran preisgegeben, und jetzt gibt es eine umfassendere Untersuchung dazu. So etwas kann man sich nicht ausdenken, Martha. Ich meine, das und die 6 Milliarden Dollar, die sie dem Iran, dem größten staatlichen Sponsor des Terrors, zugesagt haben, und das alles im Namen eines weiteren JCPOA-Abkommens, ist für die Republikaner im Repräsentantenhaus nicht akzeptabel.

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FOX News und Midnight Rider (VIDEO)

https://t.me/realKarliBonne/200693

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Die New York Post ( https://nypost.com/2023/08/28/key-biden-official-lost-security-clearance-over-handling-of-classified-material-iranian-media-claims/ ) berichtete im August 2023 über Robert Malley:

Dem Sondergesandten von Präsident Biden für den Iran wurde Anfang des Jahres die Sicherheitsfreigabe entzogen, nachdem intern „schwerwiegende“ Bedenken hinsichtlich seines Umgangs mit „geschütztem Material“ aufgekommen waren, wie aus einem durchgesickerten Memo des Außenministeriums hervorgeht, das am Wochenende von einem iranischen Medienunternehmen veröffentlicht wurde.

Robert Malley wurde mit Wirkung ab Ende Juni in unbezahlten Urlaub geschickt, das Außenministerium wollte die Gründe dafür jedoch nicht nennen und weckte damit den prüfenden Blick der Republikaner im Kongress.

Dem Sondergesandten von Präsident Biden für den Iran wurde Anfang des Jahres die Sicherheitsfreigabe entzogen, nachdem intern „schwerwiegende“ Bedenken hinsichtlich seines Umgangs mit „geschütztem Material“ aufgekommen waren, wie aus einem durchgesickerten Memo des Außenministeriums hervorgeht, das am Wochenende von einem iranischen Medienunternehmen veröffentlicht wurde.

Die Tehran Times, eine englischsprachige Tageszeitung, die enge Verbindungen zum Außenministerium der Theokratie haben soll, versuchte am Sonntag Licht in die Sache zu bringen, indem sie ein Memo vom 21. April veröffentlichte, das als „sensibel, aber nicht geheim“ gekennzeichnet und von Erin Smart, der Leiterin des Büros für personelle Sicherheit und Eignung im Büro für diplomatische Sicherheit des Ministeriums, an Malley gerichtet war.

In dem Memo schrieb Smart, dass das Büro „Informationen über Sie erhalten hat, die ernsthafte Sicherheitsbedenken aufwerfen und gemäß den National Security Adjudicative Guidelines E (Persönliches Verhalten), K (Umgang mit geschützten Informationen) und M (Nutzung von Informationstechnologie) zu einer Disqualifikation führen können.“

Anfang des Jahres schaltete Israel das Biden-Harris-Regime aus ( https://www.thegatewaypundit.com/2024/07/confirmed-israel-iced-biden-regime-before-launching-strike/ ), bevor es seinen tödlichen Angriff auf den Hamas-Führer Ismail Haniyeh in Teheran startete.

Und jetzt greift das Biden-Harris-Regime wieder auf seine alten Tricks zurück: Es gibt geheime Dokumente ( https://www.jpost.com/israel-news/article-825249?utm_source=jpost.app.apple&utm_medium=share#google_vignette ) aus Israel an den Iran weiter.

EXCLUSIVE:

🇮🇱🇮🇷🇺🇲 Israel planned to attack Iran on October 15-16, but leaked top secret documents from the Pentagon delayed the attack. Israeli media such as Walla News confirm this.

An informed source within the U.S. intelligence community has shared with us an extremely… pic.twitter.com/yqkGcXnwVt

— Megatron (@Megatron_ron) October 19, 2024

EXKLUSIV:

🇮🇱🇮🇷🇺🇲 Israel plante, den Iran am 15. und 16. Oktober anzugreifen, aber durchgesickerte streng geheime Dokumente aus dem Pentagon verzögerten den Angriff. Israelische Medien wie Walla News bestätigen dies.

Eine informierte Quelle innerhalb der US-Geheimdienstgemeinschaft hat uns ein äußerst sensibles „streng geheimes“ US-Geheimdienstdokument der NGIA vom 15. bis 16. Oktober zur Verfügung gestellt, in dem die israelischen Vorbereitungen für einen umfassenden Angriff im Iran detailliert beschrieben werden

Dem Bericht zufolge haben die USA beobachtet, wie die israelische Luftwaffe seit dem 8. Oktober auf dem Luftwaffenstützpunkt Hatserim ALBMs (luftgestützte ballistische Raketen) wie „Golden Horizon“ (mindestens 16) und „ROCKS“ (mindestens 40) handhabte. Wenn überhaupt sollten diese genutzt werden, wäre das ein Großangriff.

Vom 15. bis 16. Oktober steuerte die israelische Luftwaffe außerdem mehrere ASMs (Luft-Boden-Raketen) auf den Luftwaffenstützpunkten Ramot David und Ramon, was auf einen bevorstehenden Angriff hindeutete.

Darüber hinaus führte die israelische Luftwaffe am 15. Oktober eine LFE-Übung durch, um Luftbetankung und Kampfsuch- und Rettungseinsätze mit einer großen Anzahl von Flugzeugen zu üben, darunter mindestens drei KC-707-Tankflugzeuge und ein G-550 Gulfstream AWAC Flugzeuge und möglicherweise Kampfjets.

Dieser geheime Bericht stammt von der National Geospatial-Intelligence Agency, einem Teil des US-Verteidigungsministeriums.

Vor zwei Wochen hatte Irans Revolutionsgarde rund 200 ballistische Raketen auf den jüdischen Staat gefeuert. Israel kündigte daraufhin Vergeltung an. Offen ist, wann und wie Israel zurückschlagen wird.

https://www.pravda-tv.com/2024/10/das-biden-harris-regime-hat-israels-angriffsplan-gegen-den-iran-geleakt/

SaneVox Deutsch

Deutschland gibt Russland die Schuld an Wirtschaftskrise

Published on Oct 21, 2024

Deutschland gibt Russland die Schuld an wirtschaftlichen Problemen

The Duran: Episode 2043

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The Duran

Germany blames Russia for economic woes

Original Video:

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Produced by: The Duran

Originally Published on: 2024-10-20

Translations by: https://video-translations.org

Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.

Translation published with kind permission of The Duran.

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Linke Zeitung

Ein perfekter Sturm der Desinformation in den USA, aber die Wahrheit springt ins Auge

Veröffentlicht von LZ

20. Oktober 2024

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von https://strategic-culture.su

Eine angemessene politische Aktion der amerikanischen Bürger gegen ihr korruptes System wäre eine willkommene Oktoberüberraschung und ein perfekter Sturm.

Das extreme Wetter, das den Südosten der USA verwüstet, könnte sich als sprichwörtliche Oktoberüberraschung erweisen und die Präsidentschaftswahlen beeinflussen, die in nur drei Wochen stattfinden.

Politische Beobachter spekulieren oft über ein unerwartetes Ereignis, das das Rennen um das Weiße Haus auf den Kopf stellen könnte. Normalerweise ist es ein Debakel aufgrund eines plötzlichen politischen Skandals, in den einer der Kandidaten verwickelt ist, oder ein außenpolitischer Rückschlag wie die gescheiterte Freilassung amerikanischer Geiseln im Iran im Jahr 1980, die Jimmy Carter vermutlich die Wahl an Ronald Reagan kostete.

Angesichts der Angst vor einem drohenden Krieg zwischen Israel und dem Iran, in den die Biden-Regierung verwickelt ist, könnte dieses Ereignis die Chancen der demokratischen Kandidatin, Vizepräsidentin Kamala Harris, gefährden. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump würde zweifellos viel politisches Kapital daraus schlagen, dass die Demokraten „uns in einen weiteren endlosen Krieg führen“ – zu einer Zeit, in der die amerikanischen Wähler militärischer Missgeschicke im Ausland überdrüssig sind.

Die jährliche Hurrikansaison hat jedoch in zahlreichen US-Bundesstaaten entlang der Atlantik- und Golfküste beispiellose Zerstörungen angerichtet. Die politischen Auswirkungen häufen sich. Wie die Associated Press diese Woche berichtete: „Aufeinanderfolgende Hurrikane beeinflussen die Wahlen 2024.“

Die Hurrikane Helene und Milton trafen die USA – im Abstand von weniger als zwei Wochen – und haben apokalyptische Verwüstungen angerichtet. Hunderte Menschen sind ums Leben gekommen und Hunderte weitere werden noch vermisst. Winde und Flutwellen haben Millionen von Häusern zerstört. Schätzungen zufolge könnten allein die Schäden an der Infrastruktur 100 Milliarden Dollar und möglicherweise noch viel mehr betragen. Bedrohlicherweise sind es noch mehrere Wochen, bis die Hurrikansaison zu Ende geht.

Das Chaos wird noch durch einen Sturm politischer Schuldzuweisungen und Desinformation verschärft. Diese Wahl war bereits von spaltenden Spannungen und bitterer Polarisierung geprägt. Die politische Atmosphäre in den USA ist höllisch hässlich und weckt Ängste vor einer zivilen Krise, egal wie das Ergebnis am 7. November ausfällt. Trumps Wahlkampf basiert auf seinen aufrührerischen Behauptungen, Biden und die Demokraten hätten 2020 die letzte Wahl gestohlen. Sollte er dieses Mal verlieren, gibt es echte Bedenken, dass die verfassungsmäßige Ordnung der USA zusammenbrechen könnte. Selbst wenn er gewinnt, steht das System vor einer Krise aufgrund der tief verwurzelten Opposition gegen eine weitere Trump-Regierung.

Trump hat vielleicht den Begriff „Fake News“ geprägt – und angesichts der systematischen Desinformation, die die Mainstream-Medien in den USA (und Europa) verbreiten, ist dieser Begriff durchaus berechtigt. Doch der republikanische Kandidat und seine GOP-Basis verbreiten auch grobe Verzerrungen und Lügen.

So behauptete Trump in der vergangenen Woche, er sei während seiner Präsidentschaft (2016-2020) nahe daran gewesen, Russland und China davon zu überzeugen, ihre Atomwaffenarsenale aufzugeben. Trump behauptete auch, die untragbare US-Staatsverschuldung von 36 Billionen Dollar sei darauf zurückzuführen, dass China amerikanische Arbeiter und Verbraucher mit unfairen Handelspraktiken „vergewaltigt“ habe.

Was die Hurrikan-Katastrophen betrifft, haben Trump und seine Gefolgsleute das politische Wasser mit absurden Lügen vergiftet, die dennoch bei Millionen von Wählern Glaubwürdigkeit gefunden haben. Eine dieser Behauptungen ist, dass die Bundesregierung „Geo-Engineering“ betrieben habe, um extreme Wetterlagen in republikanischen Bundesstaaten zu heimsuchen. Eine weitere giftige Lüge ist, dass die Federal Emergency Management Agency (FEMA) Hilfsgelder für die vom Sturm heimgesuchten Amerikaner in die Taschen illegaler Einwanderer umleiten würde.

Inmitten einer Naturkatastrophe haben Trump und seine Anhänger einen perfekten Sturm für Desinformation gefunden. Dabei wird er schamlos von Elon Musk unterstützt, dem milliardenschweren Besitzer der Social-Media-Plattform X. Musks Plattform ist eine Maschine für Desinformation über den Sturm, die zu Morddrohungen gegen FEMA-Mitarbeiter und sogar Meteorologen geführt hat, denen „Verrat“ vorgeworfen wird. Es ist kein Zufall, dass Musk ein wichtiger Spender für Trumps Wahlkampf ist und auf einen Kabinettsposten aus ist, falls Trump gewählt wird.

Es ist damit zu rechnen, dass Trump im Falle einer Niederlage im November die neue Geschichte propagieren wird, die Wahl sei verloren gegangen, weil die Demokraten die republikanischen Wahlzentren mit „als Waffe eingesetzten Hurrikans“ vernichtet hätten.

Lächerlicherweise werfen amerikanische Geheimdienste und das politische Establishment Russland und China häufig vor, sich mit Desinformationskampagnen in die US-Politik einzumischen.

Offensichtlich sind die Amerikaner durchaus in der Lage, ihr eigenes Volk zu desinformieren und zu destabilisieren, ganz gleich, ob es sich um Republikaner oder Demokraten handelt. Eine Kultur der Medienlügen und -manipulation ist so amerikanisch wie Apfelkuchen. Wie sonst haben die USA seit dem Zweiten Weltkrieg so viele verbrecherische Kriege geführt? Für die Demokratie? Für Menschenrechte? Um Massenvernichtungswaffen zu verhindern? Wie absurd. Nur ein massives System der Mediendesinformation könnte derartige Kriminalität ermöglichen.

Dennoch steckt im Auge des Sturms eine vernichtende Wahrheit, die für viele normale Amerikaner offensichtlich ist.

Es ist erschreckend klar, dass die Biden-Regierung Krieg und militärische Zerstörung im Ausland über die Grundbedürfnisse der amerikanischen Bürger stellt. Das Budget der FEMA beträgt rund 30 Milliarden Dollar – bei weitem nicht ausreichend, um die schrecklichen Auswirkungen dieser jüngsten Stürme auf Gemeinden in den gesamten Vereinigten Staaten abzuwenden. Viele Mitglieder von Trumps Republikanischer Partei stimmten gegen eine Erhöhung des Budgets.

In der Zwischenzeit haben das Weiße Haus unter Biden und der Kongress beider Parteien über 300 Milliarden Dollar – also das Zehnfache – ausgegeben, um einen sinnlosen und betrügerischen Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine zu unterstützen und einen jahrelangen, ununterbrochenen Völkermord im Gazastreifen durch Israel zu befeuern.

Die Prioritäten der US-Bundesregierung sind pervers und verabscheuungswürdig. Und das geht weit über die amtierenden Demokraten hinaus. Seit Jahrzehnten gilt diese verabscheuungswürdige Fehlfunktion angeblich „demokratischer Regierungen“ – unter Demokraten und Republikanern. Kriege, Zerstörung, Chaos und Massenmord sind das „normale“ Verhalten der Vereinigten Staaten. Trump beschuldigt China, Amerika zu vergewaltigen. Die Wahrheit ist, dass die USA den gesamten Planeten vergewaltigt haben, und Trump würde dieses kriminelle Imperium ohne große Unterschiede zu Harris oder jeder anderen Figur im Weißen Haus weiterführen.

Es ist keine Überraschung, dass Millionen Amerikaner mit den jüngsten Extremwetterereignissen zu kämpfen haben, während ihre politischen Herrscher und Oligarchen das Elend und die Zerstörung menschlicher Wesen in anderen Teilen der Welt finanzieren. Sie sind integrale Bestandteile desselben abscheulichen Systems.

Eine massenhafte Erkenntnis dieser Wahrheit und entsprechende politische Maßnahmen der amerikanischen Bürger gegen ihr korruptes System – das wäre eine willkommene Oktoberüberraschung und ein perfekter Sturm.

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Quellen & Links

https://strategic-culture.su/news/2024/10/11/perfect-storm-disinformation-in-us-but-there-truth-in-eye/

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https://linkezeitung.de/2024/10/20/ein-perfekter-sturm-der-desinformation-in-den-usa-aber-die-wahrheit-springt-ins-auge/

The Strategist

Prof. Jeffrey Sachs: the US THAAD Cannot Protect Israel from Iran's Hypersonic Missiles and Drones

Published on Oct 21, 2024

In this video, Professor Jeffrey Sachs, the renowned economist and public policy analyst, discusses Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu's control over US policy, the deployment of US troops and THAAD systems to Israel, Iran's hypersonic missiles and drones' capabilities, the Russia-Ukraine conflict, the war with Lebanon and Hezbollah, and the risk of World War III.

Dans cette vidéo, le professeur Jeffrey Sachs discute du contrôle du Premier ministre israélien Benjamin Netanyahu sur la politique américaine, du déploiement des troupes américaines et des systèmes THAAD en Israël, des capacités des missiles hypersoniques et des drones iraniens, du conflit entre la Russie et l'Ukraine, de la guerre avec le Liban et le Hezbollah, ainsi que du risque d'une Troisième Guerre mondiale.

در این ویدیو، پروفسور جفری ساکس درباره کنترل نخست‌وزیر اسرائیل، بنیامین نتانیاهو، بر سیاست آمریکا، استقرار نیروهای آمریکایی و سامانه‌های تاد در اسرائیل، توانایی‌های موشک‌های مافوق صوت و پهپادهای ایران، درگیری روسیه و اوکراین، جنگ با لبنان و حزب‌الله و خطر جنگ جهانی سوم صحبت می‌کند.

في هذا الفيديو، يناقش البروفيسور جيفري ساكس سيطرة رئيس الوزراء الإسرائيلي بنيامين نتنياهو على السياسة الأمريكية، نشر القوات الأمريكية وأنظمة ثاد في إسرائيل، قدرات الصواريخ الإيرانية الفرط صوتية والطائرات بدون طيار، الصراع بين روسيا وأوكرانيا، الحرب مع لبنان وحزب الله، وخطر اندلاع الحرب العالمية الثالثة.

En este video, el profesor Jeffrey Sachs analiza el control del primer ministro israelí Benjamin Netanyahu sobre la política de EE.UU., el despliegue de tropas estadounidenses y sistemas THAAD en Israel, las capacidades de los misiles hipersónicos y drones de Irán, el conflicto entre Rusia y Ucrania, la guerra con Líbano y Hezbolá, y el riesgo de una Tercera Guerra Mundial.

Neste vídeo, o professor Jeffrey Sachs discute o controle do primeiro-ministro israelense Benjamin Netanyahu sobre a política dos EUA, o envio de tropas americanas e sistemas THAAD para Israel, as capacidades dos mísseis hipersônicos e drones do Irã, o conflito entre a Rússia e a Ucrânia, a guerra com o Líbano e o Hezbollah, e o risco de uma Terceira Guerra Mundial.

اس ویڈیو میں پروفیسر جیفری ساکس اسرائیلی وزیراعظم بن یامین نیتن یاہو کے امریکی پالیسی پر کنٹرول، اسرائیل میں امریکی افواج اور تھیڈ سسٹم کی تعیناتی، ایران کے ہائپرسونک میزائلوں اور ڈرونز کی صلاحیتوں، روس-یوکرین تنازع، لبنان اور حزب اللہ کے ساتھ جنگ، اور تیسری عالمی جنگ کے خطرے پر بات کرتے ہیں۔

В этом видео профессор Джеффри Сакс обсуждает контроль премьер-министра Израиля Биньямина Нетаньяху над политикой США, развертывание американских войск и системы THAAD в Израиле, возможности гиперзвуковых ракет и дронов Ирана, конфликт между Россией и Украиной, войну с Ливаном и Хезболлой, а также риск Третьей мировой войны.

Dalam video ini, Profesor Jeffrey Sachs membahas kontrol Perdana Menteri Israel Benjamin Netanyahu atas kebijakan AS, pengerahan pasukan AS dan sistem THAAD ke Israel, kemampuan rudal hipersonik dan drone Iran, konflik Rusia-Ukraina, perang dengan Lebanon dan Hezbollah, serta risiko Perang Dunia III.

在本视频中,杰弗里·萨克斯教授讨论了以色列总理本雅明·内塔尼亚胡对美国政策的控制、美国向以色列部署军队和THAAD系统、伊朗高超音速导弹和无人机的能力、俄乌冲突、与黎巴嫩和真主党的战争以及第三次世界大战的风险。

इस वीडियो में, प्रोफेसर जेफरी सैक्स ने इज़राइल के प्रधानमंत्री बेंजामिन नेतन्याहू का अमेरिकी नीति पर नियंत्रण, इज़राइल में अमेरिकी सैनिकों और THAAD प्रणाली की तैनाती, ईरान की हाइपरसोनिक मिसाइलों और ड्रोन की क्षमताओं, रूस-यूक्रेन संघर्ष, लेबनान और हिज़्बुल्लाह के साथ युद्ध, और तृतीय विश्व युद्ध के जोखिम पर चर्चा की।

In diesem Video spricht Professor Jeffrey Sachs über die Kontrolle des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu über die US-Politik, den Einsatz von US-Truppen und des THAAD-Systems in Israel, die Fähigkeiten iranischer Hyperschallraketen und Drohnen, den Russland-Ukraine-Konflikt, den Krieg mit Libanon und der Hisbollah und das Risiko eines Dritten Weltkriegs.

In hierdie video bespreek Professor Jeffrey Sachs die beheer van die Israeliese eerste minister, Benjamin Netanyahu, oor VSA-beleid, die ontplooiing van VSA-troepe en die THAAD-stelsel na Israel, Iran se hipersoniese missiele en hommeltuigvermoëns, die oorlog met Libanon en Hezbollah, en die risiko van die Derde Wêreldoorlog.

Bu videoda Profesör Jeffrey Sachs, İsrail Başbakanı Benjamin Netanyahu'nun ABD politikası üzerindeki kontrolünü, ABD askerlerinin ve THAAD sistemlerinin İsrail'e konuşlandırılmasını, İran'ın hipersonik füzeleri ve insansız hava araçlarının yeteneklerini, Rusya-Ukrayna çatışmasını, Lübnan ve Hizbullah ile savaşı ve Üçüncü Dünya Savaşı riskini tartışıyor.

Disclaimer: Under Section 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for fair use for purposes such as criticism, comment, news reporting, teaching, scholarship, and research.

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Privacy Link:

https://youtu.be/5LIfR6rtWqM

Onion (Tor) Invidious Link:

http://inv.nadekonw7plitnjuawu6ytjsl7jlglk2t6pyq6eftptmiv3dvqndwvyd.onion/watch?v=5LIfR6rtWqM

Free21

Der „Anti-Desinformations“-Krieg des britischen Geheimdienstes wird global

Von Kit Klarenberg , veröffentlicht am: 18. Oktober 2024, Kategorien: Medien & Technik

Dieser Text wurde zuerst am 24.09.2024

auf www.english.almayadeen.net unter der URL https://english.almayadeen.net/articles/analysis/british-intel-s–counter-disinfo–war-goes-global

veröffentlicht. Lizenz: Kit Klarenberg, Al Mayadeen English, CC BY-NC-ND

Der britische Kampf gegen Desinformation wird in die Welt exportiert. Screenshot aus der Präsentation über die Counter Disinformation Unit. (Screenshot: https://media.aflegal.org/wp-content/uploads/2024/09/13090539/UK-Disinfo-IPC-Briefing-Slides.pdf)

Wenn in den letzten Jahren die Regierungen der einzelnen Länder drakonische Maßnahmen gegen die angebliche Plage der „Desinformation“ ergriffen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie nach einem vom britischen Geheimdienst entworfenen Drehbuch gehandelt haben, und es auch heute noch tun.

Am 13. September wurde im Zuge eines Rechtsstreits gegen die US-Seuchenschutzbehörde (US Centers for Disease Control and Prevention) ein außergewöhnliches Dokument freigegeben [1]. Es handelt sich um eine Präsentation der undurchsichtigen und spionageverseuchten britischen Counter Disinformation Unit (CDU – Einheit zur Desinformations-Abwehr) aus dem August 2021, für den dem Nationalen Sicherheitsrat (NSC) des Weißen Hauses zugehörigen Interagency Policy Committee (Ressortübergreifender Ausschuss für Politik, Anm. d. Red.), in dem regelmäßig die Spionagedienste Washingtons zur Koordinierung von Angelegenheiten der nationalen Sicherheit zusammenkommen [2]. Der Inhalt zeigt deutlich, wie London die Beeinflussung der Online-Wahrnehmung, durch den langjährigen Einsatz und Missbrauch der Sicherheits- und Nachrichtendienste, absichtlich auf die ganze Welt ausdehnt.

Die Präsentation, die bisher noch nie publik gemacht wurde, wurde von CDU-Mitarbeitern am 10. August 2021 vorgelegt. Zu dieser Zeit trat der Nationale Sicherheitsrat (NSC) täglich zusammen, um die Überwachung und Unterdrückung pandemiebezogener Äußerungen innerhalb und außerhalb der USA zu erörtern [3]. Die Briten wurden offenbar eingeladen auf Grundlage ihrer Erfahrungen mit der 2019 gegründeten Counter Disinformation Unit, dem Sicherheitsrat die bewährten Praktiken zur Bekämpfung von „Desinformation“ und „Fehlinformation“ vorzustellen. Anfänglich wurde unter totaler Geheimhaltung operiert und Londons „Geheimdienst-Community“ spielte seit Gründung der Einheit eine zentrale Rolle bei ihren Bemühungen [4].

Die ungehemmten Zensurmaßnahmen der Biden-Administration während der COVID-19 Pandemie waren absolut dreist und unverschämt [5]. Die offene staatliche Überwachung der sozialen Medien hat die US-Bürger so sehr verärgert, dass sich Mark Zuckerberg gezwungen sah, ein großes Mea Culpa auszusprechen. Im August gab er zu, dass hochrangige US-Beamte erfolgreich „Druck“ auf Facebook ausgeübt haben, um unzählige abweichende Inhalte zu entfernen – in fast allen Fällen skandalös [6]. Der CEO von Meta versprach wenig überzeugend, sich zukünftig gegen ähnliche Regierungsschikanen „zu wehren“.

Als weltweit führender Verfechter und Vollstrecker von Massenzensur, war die britische CDU zwangsläufig von großem Interesse für die Biden-Administration. Doch Unterdrückung ist nur eine Komponente in dem unaufhörlichen Streben der Einheit – und damit auch Londons – nach Narrativ-Kontrolle und Dominaz, sowohl Online als auch Offline.

Wie wir sehen werden, gehören psychologische Kriegführung, Stalking und Belästigung zum geheimen Instrumentarium der CDU. Die neu veröffentlichte Akte enthüllt, dass der britische Geheimdienst dieses düstere Credo vom „Kampf gegen Desinformation“ in jeden Winkel der Welt exportiert.

Angesichts des nahezu vollständigen Schweigens, das die Couter Disinformation Unit bis heute umgibt, bietet das Dokument einen beispiellos offenen Einblick in die Aktivitäten und den Modus Operandi der Einheit. Die Einzelheiten werden sicherlich in ganz Europa und Nordamerika von großer Bedeutung sein, denn die Arme und die Struktur der Einheit erstrecken sich inzwischen über die gesamte Welt. Die internationale Verbreitung dieses sehr britischen Zensur-, Überwachungs- und Manipulationsmechanismus könnte ein Grund dafür sein, dass so viele Informations-Ökosysteme seit der COVID-19-Pandemie zu effektiven Flügeln des anglo-amerikanischen National Security States geworden sind.

Die Counter Disinformation Unit arbeitet ministerienübergreifend. Aus der freigegebenen Präsentation der Counter Disinformation Unit. (Screenshot: https://media.aflegal.org/wp-content/uploads/ 2024/09/13090539/UK-Disinfo-IPC-Briefing-Slides.pdf)

„Binnen-Dissenz“

Wie vorherzusehen, wird die CDU in der Präsentation mit wohlwollenden Worten beschrieben. Darin heißt es, dass die Einheit „über Ministeriumsgrenzen hinweg arbeitet und den Auftrag hat, in Zeiten erhöhter Risiken, ein umfassendes Bild über das Ausmaß, den Umfang und die Auswirkungen von Desinformation zu liefern“. Die Einheit soll „während der Europawahlen 2019 und der Parlamentswahlen 2019 im Vereinigten Königreich eine Operation zur Bekämpfung von Desinformation auf die Beine gestellt“ haben und seit März 2020 „als Reaktion auf Covid-19“ äußerst aktiv gewesen sein.

Ein beigefügtes Diagramm zeigt, dass die CDU im Zentrum des britischen Staates – und des Tiefen Staates – steht. Interne „Überwachungs-“ und „Open-Source“-Teams in den wichtigsten Ministerien leiten Berichte über „Desinformation“ an die Einheit weiter, die dann, noch bevor sie sich mit Whitehall darüber abstimmt, wie man „reagieren“ soll, „Unterstützung“ von „Agenturen“ – ein Euphemismus für die britischen Sicherheits- und Nachrichtendienste – erhält und umgekehrt. Oft bedeutet dies, dass Social Media-Unternehmen Anweisungen erhalten, Inhalte oder bestimmte Nutzer/Accounts zu unterdrücken oder zu löschen.

Das könnte sich auch auf „Nicht-Plattform-Interventionen“ ausweiten, mit „proaktiver und reaktiver Kommunikation“. Ihr Charakter ist unklar, aber es könnte aufschlussreich sein, dass die CDU eng mit der neu geschaffenen und ähnlich undurchsichtigen Goverment Information Cell (Informationszelle der Regierung) zusammen arbeitet, „um russische Desinformation, die auf das Vereinigte Königreich und internationales Publikum abzielt, zu identifizieren und zu bekämpfen“ [7]. Die Zelle „vereint Fachwissen aus allen Bereichen der Regierung“, darunter „Experten“ aus den Sicherheits- und Nachrichtendiensten für „Analyse, Desinformation sowie Verhaltens- und Einstellungsänderungen“, und stimmt sich direkt mit den wichtigsten Social-Media-Plattformen ab.

„Verhaltens- und Einstellungsänderungen“ sind auch Taktgeber für die 77. Brigade. Die Einheit für Psychologische Kriegführung der britischen Armee [8] arbeitete während der Pandemie im Gleichschritt mit der Counter Disinformation Unit [9]. Die Online-Operationen der Brigade sind genauso undursichtig wie sie scheinbar unüberblickbar sind [10]. Dazu gehört auch die Verwaltung einer beträchtlichen Anzahl von echten, gefälschten und automatisierten Social Media Accounts, um regierungsfreundliche Botschaften zu verbreiten und zu verstärken und gleichzeitig die Feinde des britischen Staates zu überwachen und zu diskreditieren, unabhängig davon, ob sie aus dem In- oder Ausland stammen.

Nach dem Aufstellen der 77. Brigade im Jahr 2015 wurde von offizieller Seite immer wieder behauptet, die Einheit führe nicht nur keine auf britische Bürger abzielenden Operationen der Informations-Kriegführung durch, sondern es sei ihr auch gesetzlich untersagt, dies zu tun [11]. Als im April 2020 der damalige britische Militärchef Nick Carter verkündete, die Brigade würde im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie „dabei helfen, Gerüchte aus Fehlinformationen, aber auch Desinformation zu bekämpfen“ [12], führte dies zu offensichtlichen Befürchtungen, dass diese Schutzmaßnahmen nicht eingehalten werden könnten. Diese Befürchtungen wurden im Juni desselben Jahres von einem Armeesprecher unumwunden bestätigt [13]:

„Das [Verteidigungsministerium] arbeitet innerhalb der Rapid Response Unit des Kabinett-Büros daran, gegen eine Reihe schädlicher Online-Narrative vorzugehen. Als britische Regierungseinheit hat die [77. Brigade] zwei primäre Zielgruppen – Regierungsstellen und britische Bürger, aber auch alle anderen, die Online nach verlässlichen Informationen suchen.“

Im Januar 2023 enthüllte ein Whistleblower, ein ehemaliger Angehöriger der Brigade, wie schon seit langem nationale Gesetze und Zivilschutzmaßnahmen routinemäßig von der CDU und der 77. Brigade – während des Kreuzzuges der Regierung gegen Pandemie-Dissenz – umgangen wurden [14]:

„Um die rechtlichen Schwierigkeiten einer Militäreinheit bei der Überwachung des Binnen-Dissenz zu umgehen, vertrat man die Ansicht, wenn ein Profil nicht ausdrücklich seinen echten Namen und seine Staatsangehörigkeit angibt, es sich um einen ausländischen Agenten handeln könnte und somit ein legitimes Ziel darstellt. Aber es ist ziemlich offensichtlich, dass unsere Aktivitäten zur Überwachung der britischen Bevölkerung geführt haben… Diese Beiträge enthielten keine unwahren oder abgestimmten Informationen.“

Dabei wurden unzählige Menschen innerhalb und außerhalb Großbritanniens psychologischen Manipulationsstrategien unterworfen, die für den Einsatz auf dem Schlachtfeld gegen feindliche Streitkräfte entwickelt wurden.

Dementsprechend heißt es im Online-Profil eines Veteranen der 77. Brigade, der für die „Bekämpfung von Des- und Fehlinformationen während der COVID-19-Krise“ zuständig war, dass er gerade von einer Tour aus Westasien zurück käme, wo sie „erfolgreich Strategien zur Verhaltensänderung gegen ISIS umsetzten“ [15].

Es waren nicht nur Durchschnittsbürger, die davon betroffen waren. Untersuchungen von Big Brother Watch zeigen, dass die CDU und die 77. Brigade die Online-Äußerungen von Ministern, gewählten Abgeordneten, Wissenschaftlern, Journalisten und Bürgern sehr genau im Auge behalten haben [16]. Ihr Verbrechen? Sie sprachen sich gegen Impfpässe aus, kritisierten die unzureichende finanzielle Unterstützung des Staates für Unternehmen, stellten die Modelle in Frage, die zur Rechtfertigung des zweiten Lockdowns im November 2020 herangezogen wurden, und kritisierten die NATO, neben anderen nicht pandemischen Angelegenheiten. Welche Reaktion der britische Staat in jedem einzelnen Fall ausgeheckt hat, bleibt unserer Fantasie überlassen.

Die 77. Brigade ist eine Einheit für psychologische Kriegsführung der britischen Armee. (Screenshot: UK Army / https://www.army.mod.uk/who-we-are/formations-divisions-brigades/field-army-troops/77-brigade/)

„Internationales Engagement“

Im April 2024 veröffentlichte der Ausschuss für Kultur, Medien und Sport des britischen Parlaments einen Bericht mit dem Titel „Misinformation and trusted voices“ („Fehlinformationen und vertrauenswürdige Stimmen“) [17]. Er enthielt einen vernichtenden Abschnitt, in dem die CDU als „eine der undurchsichtigsten Einheiten in der Regierung außerhalb der Sicherheitsdienste“ bezeichnet wurde. Trotz der Zusicherungen von Whitehall-Beamten, dass die CDU nicht „auf Einzelpersonen abzielt“ oder Material zensiert, sondern lediglich „Narrative identifiziert …, die in einem bestimmten Bereich an Zugkraft gewinnen“, blieb der Ausschuss äußerst misstrauisch. Er erklärte:

„Wir sind besorgt über den Mangel an Transparenz und Rechenschaftspflicht der CDU und über die Verhältnismäßigkeit ihrer Reichweite. Wir empfehlen, dass die Regierung innerhalb der nächsten 12 Monate eine unabhängige Überprüfung der Aktivitäten und der Strategie der Counter Disinformation Unit [sic] in Auftrag gibt und dem Parlament vorlegt.“

Es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass eine solche Überprüfung in Großbritannien eingeleitet wurde. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich von äußerster Dringlichkeit, dass ähnliche Untersuchungen in vielen anderen Ländern durchgeführt werden, um die Kontakte zwischen der CDU und ausländischen Regierungen zu untersuchen und um festzustellen, inwieweit diese Kontakte die Vorgehensweise der CDU bei der Unterdrückung unbequemer Wahrheiten und abweichender Standpunkte beeinflusst haben könnten. Mehrere Folien der freigegebenen Präsentation beziehen sich auf das „internationale Engagement“ der Einheit.

In einer davon heißt es, die CDU arbeite „mit Partnern zusammen, um Desinformation zu bekämpfen“. Dies beinhaltet, dass „Teilen von Ideen und Open Source Informationen; die Bildung von Koalitionen; das Teilen gelernter Lektionen; das Erforschen und Liefern von Programmen und gemeinsamen Kampagnen; multilaterale Kooperation im Kampf gegen Desinformation“. In einer anderen Folie wird das „bilaterale Engagement mit mehr als 20 Ländern“, die „internationale Ausbildung und Fähigkeit“ und die „Zusammenarbeit“ mit dem globalen Spionagenetzwerk der Five Eyes gerühmt [18].

Diese Auszüge deuten stark darauf hin, dass die CDU für westliche Regierungen eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des Online-Diskurses und der Aufrechterhaltung der narrativen Einstimmigkeit in Fragen der nationalen Sicherheit spielt.

Der Bucha-Vorfall ist dafür ein Paradebeispiel. Es wurde bestätigt, dass die CDU Online-Inhalte in Bezug auf das vermeintliche Massaker zensierte [19]. Westliche Länder, allen voran Großbritannien, stellten die mysteriösen Morde in der besetzten ukrainischen Stadt als gezielten Völkermord dar, der durch russische Streitkräfte begangen wurde und der wesentlich dazu beigetragen habe, fruchtbare Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew im Mai 2022 zu sabotieren [20]

In diesem Zusammenhang nehmen die Folien über Londons „umfassendere Desinformationspolitik“ im eigenen Land einen besonders beunruhigenden Charakter an. In diesen Abschnitten wird erörtert, wie die CDU-Operationen mit einem breiteren nationalen Rechtsrahmen zusammenwirken, der den Behörden erlaubt „gegen Unternehmen vorzugehen, die sich nicht an die staatlichen Online-Speech-Regularien halten“, bei gleichzeitiger Verfolgung und Bestrafung vermeintlicher „Desinformations“-Verbreiter. Der Inhalt ähnelt einer Verkaufsbroschüre, in der die weitreichenden Vorteile dieser restriktiven Gesetze und weitreichenden Befugnisse dargelegt werden und die Kunden ermutigt werden, dem Beispiel Großbritanniens zu folgen.

Eine beigefügte Karte zeigt die Auslandsbeziehungen der CDU zu Ländern in ganz Europa und Nordamerika und sogar bis nach Kolumbien. Wenn in den letzten Jahren die Regierungen der einzelnen Länder drakonische Maßnahmen gegen die angebliche Plage der „Desinformation“ ergriffen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie nach einem vom britischen Geheimdienst entworfenen Drehbuch gehandelt haben, und es auch heute noch tun.

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Quellen & Links

[1] UK Department for Digital, Culture, Media & Sport, „UK-Disinfo-IPC-Briefing-Slides“, https://media.aflegal.org/wp-content/uploads/2024/09/13090539/UK-Disinfo-IPC-Briefing-Slides.pdf

[2] The White House, „Memorandum on Renewing the National Security Council System“, am 04.02.2021, https://www.whitehouse.gov/briefing-room/statements-releases/2021/02/04/memorandum-renewing-the-national-security-council-system/

[3] America First Legal, „BREAKING: America First Legal Uncovers How the Biden Administration Coordinated to Use Foreign Intelligence Tactics Against Americans to Censor Speech“, am 26.01.2023, https://aflegal.org/breaking-america-first-legal-uncovers-how-the-biden-administration-coordinated-to-use-foreign-intelligence-tactics-against-americans-to-censor-speech/

[4] The Telegraph, „Secretive Covid disinformation unit worked with security services“, am 01.09.2023, https://www.telegraph.co.uk/news/2023/09/01/secretive-covid-disinformation-unit-security-services/

[5] house of Representatives Judicary Comittee, „Weaponization Committee Exposes the Biden White House Censorship Regime in New Report“, am 01.05.2024, https://judiciary.house.gov/media/press-releases/weaponization-committee-exposes-biden-white-house-censorship-regime-new-report

[6] CBC, AP. „Zuckerberg regrets some Facebook decisions on COVID-19 done at behest of U.S. government“, am 27.08.2024, https://www.cbc.ca/news/business/facebook-us-congress-covid-1.7305796

[7] UK Parliament, „Disinformation: Russia – Question for Department for Digital, Culture, Media and Sport“, am 01.03.2022, https://questions-statements.parliament.uk/written-questions/detail/2022-03-01/132252

[8] The Hague Centre for Strategic Studies, Lotje Boswinkel, Neill Bo Finlayson, John Michaelis und Michel Rademaker, „Weapons of mass influence – Shaping attitudes, perceptions and behaviours in today’s information warfare“, April 2022, https://hcss.nl/wp-content/uploads/2022/04/Weapons-of-Mass-Influence-Information-Warfare-HCSS-2022-V2.pdf

[9] Big Brother Watch, „MINISTRY OF TRUTH EXPOSED“, https://bigbrotherwatch.org.uk/campaigns/ministry-of-truth/

[10] Wired, Carl Miller, „Inside the British Army’s secret information warfare machine“, am 14.11.2018, https://www.wired.com/story/inside-the-77th-brigade-britains-information-warfare-military/

[11] The National, Greg Russell, „‘Vile’ abuse after SNP MP says Boris bots attack Scotland“, am 24.08.2019, https://www.thenational.scot/news/17858200.vile-abuse-snp-mp-says-boris-bots-attack-scotland/

[12] Daily Maverick, Chris King und Professor David Miller, „UK information operations in the time of coronavirus“, am 30.09.2020, https://www.dailymaverick.co.za/article/2020-09-30-uk-information-operations-in-the-time-of-coronavirus/

[13] What do They Know, Army Secretariat, Antwort zu Rapid Response Unit, https://www.whatdotheyknow.com/request/coronavirus_8#incoming-1588754

[14] Daily Mail, Glen Owen, „Army spied on lockdown critics: Sceptics, including our own Peter Hitchens, long suspected they were under surveillance. Now we’ve obtained official records that prove they were right all along“, am 28.01.2023, https://www.dailymail.co.uk/news/article-11687675/Army-spied-lockdown-critics-Sceptics-including-Peter-Hitchens-suspected-watched.html

[15] Sasig, Oz Alashe und Captain David Thompson, „Reducing suspectibility to disinformation during Covid-19“, https://www.thesasig.com/calendar/event/reducing-susceptibility-to-disinformation-during-covid-19/

[16] siehe [9]

[17] House of Commons Culture, Media and Sport Committee, „Trusted voices“, am 26.03.2024, https://committees.parliament.uk/publications/44146/documents/219482/default/

Quellen:

[18] The Grayzone, Kit Klarenberg, „Corrupt Australian firm busted as intelligence front“, am 13.05.2024, https://thegrayzone.com/2024/05/13/australian-firm-intelligence-front/

[19] Britische Regierung, Cabinet Office and Department for Science, Innovation and Technology, „Fact Sheet on the CDU and RRU“, am 09.06.2023, https://www.gov.uk/government/news/fact-sheet-on-the-cdu-and-rru

[20] Global Delinquents, Kit Klarenberg, „How Britain Sabotaged Ukraine Peace“, am 16.05.2024, https://www.kitklarenberg.com/p/how-britain-sabotaged-ukraine-peace

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Pravda

Intelligente Fernsehgeräte als „riesiges System der digitalen Überwachung“, das jeden ins Visier nimmt, insbesondere Kinder

20. Oktober 2024

aikos2309

Das Center for Digital Democracy nannte es einen „Alptraum für die Privatsphäre“ und veröffentlichte einen Bericht darüber, wie sich die Streaming-TV-Branche zu einem riesigen datengesteuerten Überwachungsapparat entwickelt hat, der die Fernsehgeräte der Menschen in Überwachungs-, Verfolgungs- und Zielgeräte verwandelt.

Die Streaming-Fernsehindustrie hat sich zu einem riesigen datengesteuerten Zuschauerüberwachungsapparat entwickelt, der die Fernseher der Menschen in Werkzeuge zur Überwachung, Verfolgung und gezielten Ansprache verwandelt, so ein neuer Bericht des gemeinnützigen Center for Digital Democracy.

Der 48-seitige Bericht mit dem Titel „How TV Watches Us: Commercial Surveillance in the Streaming Era“ (Kommerzielle Überwachung in der Streaming-Ära) zeigt die Entwicklung vom Rundfunk-, Kabel- und Satellitenfernsehen zum vernetzten Fernsehen (Connected TV, CTV), einem Begriff, der die breite Palette von Inhalten umfasst, die über das Internet auf Smart-TVs übertragen werden.

Zu CTV gehören beliebte Apps wie YouTube TV, FAST-Kanäle (Free Advertiser-Supported TV) und Streaming-Dienste wie Disney+, Netflix und Amazon Prime. Es umfasst auch Roku, Smart-TVs und Smart-TV-Geräte selbst.

Der Bericht dokumentiert, wie CTV, dessen steigende Zuschauerzahlen vor allem von jungen Zuschauern getragen werden, Nutzerdaten durch ein „ausgeklügeltes und weitreichendes kommerzielles Überwachungssystem“ sammelt, das nach Ansicht von Datenschützern den bestehenden Verbraucherschutz untergräbt. (Die Smartphones Ihrer Kinder machen sie nicht schlauer – Handyverbot an Grundschulen)( https://wp.me/p5eM0T-G9J )

„CTV hat sich für die Zuschauer zu einem Alptraum in Sachen Datenschutz entwickelt“, so Jeff Chester, Mitverfasser des Berichts und Geschäftsführer des Center for Digital Democracy, in einer Presseerklärung.

„Es ist jetzt ein Kernstück des riesigen Systems der digitalen Überwachung, das die meisten unserer Online-Erfahrungen prägt … da es sensible Daten über Gesundheit, Kinder, Ethnie und politische Interessen sammelt und verwendet.“

In den letzten fünf Jahren haben sich CTV-Unternehmen mit Datenmaklern wie Experian und TransUnion zusammengetan, um neue Data-Mining-Tools zu entwickeln, die alles erfassen und zusammenfassen, was ein einzelner Nutzer auf seinem Smart-TV tut. Diese Informationen können mit Daten von anderen Geräten und realen Aktivitäten kombiniert werden.

Bestehende Datenschutzrichtlinien erklären oder schützen die Menschen nicht vor diesen neuen Formen der Datenerfassung, so das Center for Digital Democracy – daher sollten die Zuschauer alle Versprechen der Unternehmen, keine Nutzerdaten zu sammeln oder weiterzugeben, missachten.

Diese neuen Praktiken der Datenerfassung bilden die Grundlage für ein System mit „beispiellosen Möglichkeiten der Überwachung und Manipulation“, warnt der Bericht. „Der Kauf eines Smart-TV-Geräts auf dem heutigen Markt für vernetzte Fernsehgeräte ist daher gleichbedeutend damit, sich ein digitales Trojanisches Pferd ins Haus zu holen“.

Das Center for Digital Democracy hat den Bericht zusammen mit Briefen an die Federal Trade Commission, die Federal Communications Commission, den Generalstaatsanwalt von Kalifornien und die California Privacy Protection Agency eingereicht und eine Untersuchung der Branche gefordert.

Dem Bericht zufolge verzeichnete CTV während der COVID-19-Sperren einen dramatischen Anstieg der Zuschauerzahlen, „als Hunderte von Millionen Amerikanern, die gezwungen waren, zu Hause zu bleiben, Trost und Ablenkung in der riesigen Anzahl von Kanälen fanden, die ein ständiges Angebot an Filmen, Fernsehserien, Sport und anderen Programmen boten“.

Der Trend hat sich fortgesetzt: Streaming-Dienste erweitern ihr Publikum, indem sie kostengünstigere Versionen ihrer Plattformen anbieten, die Werbung enthalten. Diese Versionen mit Werbung sind profitabler und bieten mehr Möglichkeiten für die Datenerfassung und die gezielte Ausrichtung von Werbung.

Im Rahmen von CTV-Partnerschaften erstellen Datenmakler umfangreiche digitale Dossiers über Hunderte von Millionen einzelner Zuschauer und TV-Besitzer, die auf deren Identitätsinformationen, Sehgewohnheiten sowie Online- und Offline-Einkaufs- und anderen Verhaltensweisen basieren.

Ein neues Data-Mining-Tool ist eine „cookieless ID“, die die digitalen Aktivitäten einer Person ohne Drittanbieter-Cookies verfolgt und die Nutzerdaten direkt und ohne Wissen des Zuschauers oder die Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden, erfasst.

Eine andere Methode, ID-Graphen, fasst Nutzerdaten aus allen Geräteanmeldungen einer Person und sogar aus realen Aktivitäten zusammen und ermöglicht so gezielte Werbung sowohl online als auch offline.

ACR-Software (Automatic Content Recognition), ein Tool der künstlichen Intelligenz (AI), erfasst jedes Einzelbild der auf einem Fernsehgerät angezeigten Inhalte und erstellt einen digitalen Fingerabdruck. Diese Inhalte, die den einzelnen Haushalten zugeordnet sind und deren Standort, Abonnementhistorie, Spielverhalten, Art der Inhalte usw. berücksichtigen, werden dann von den Werbetreibenden verwendet, um alles zu steuern, vom Startbildschirm des Fernsehers bis hin zu den Anzeigen, die die Zuschauer sehen.

Eine andere Methode, ID-Graphen, fasst Nutzerdaten aus allen Geräteanmeldungen einer Person und sogar aus realen Aktivitäten zusammen und ermöglicht so gezielte Werbung sowohl online als auch offline.

ACR-Software (Automatic Content Recognition), ein Tool der künstlichen Intelligenz (AI), erfasst jedes Einzelbild der auf einem Fernsehgerät angezeigten Inhalte und erstellt einen digitalen Fingerabdruck. Diese Inhalte, die den einzelnen Haushalten zugeordnet sind und deren Standort, Abonnementhistorie, Spielverhalten, Art der Inhalte usw. berücksichtigen, werden dann von den Werbetreibenden verwendet, um alles zu steuern, vom Startbildschirm des Fernsehers bis hin zu den Anzeigen, die die Zuschauer sehen.

In dieser neuen Umgebung sammeln sogar die Fernsehhersteller Daten von Erstanbietern – Daten, die direkt von den Nutzern stammen. In vielen Fällen müssen die Nutzer dieser Datenerfassung bei der Einrichtung des Fernsehers zustimmen. Die auf dem Fernseher installierte Software verfolgt und analysiert die Inhalte und die Werbung, die auf dem Bildschirm erscheinen.

Die Hersteller geben zwar an, dass die Daten anonymisiert sind, doch dem Bericht zufolge offenbaren die Tausende von Kategorien, die für ein „präzises Audience Targeting“ verwendet werden, eine umfangreiche, äußerst detaillierte und intime Menge an Informationen, die in Verbindung mit modernen Identitätstechnologien die Verfolgung des einzelnen Zuschauers und die gezielte Ausrichtung der Werbung ermöglichen.

Dieses Targeting geht über Produktwerbung hinaus – es wird auch verwendet, um die finanziellen, politischen und gesundheitlichen Entscheidungen der Menschen zu manipulieren, so der Bericht.

Wie CTV die Gesundheitsdaten der Verbraucher manipuliert und auswertet

Die USA sind eines von zwei Ländern weltweit, die es Pharmaunternehmen gestatten, sich direkt an die Verbraucher zu wenden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Werbung den Absatz von Medikamenten erheblich steigert, obwohl sie oft voreingenommen ist, eine irreführende Sprache verwendet und wichtige Gesundheitsinformationen auslässt.

Dem Bericht des Center for Digital Democracy zufolge nutzen Pharmavermarkter umfangreiche Daten über Menschen, darunter Diagnose- und Verfahrenscodes, medizinische Angaben und Verschreibungsgewohnheiten.

Eine andere Methode, ID-Graphen, fasst Nutzerdaten aus allen Geräteanmeldungen einer Person und sogar aus realen Aktivitäten zusammen und ermöglicht so gezielte Werbung sowohl online als auch offline.

ACR-Software (Automatic Content Recognition), ein Tool der künstlichen Intelligenz (AI), erfasst jedes Einzelbild der auf einem Fernsehgerät angezeigten Inhalte und erstellt einen digitalen Fingerabdruck. Diese Inhalte, die den einzelnen Haushalten zugeordnet sind und deren Standort, Abonnementhistorie, Spielverhalten, Art der Inhalte usw. berücksichtigen, werden dann von den Werbetreibenden verwendet, um alles zu steuern, vom Startbildschirm des Fernsehers bis hin zu den Anzeigen, die die Zuschauer sehen.

In dieser neuen Umgebung sammeln sogar die Fernsehhersteller Daten von Erstanbietern – Daten, die direkt von den Nutzern stammen. In vielen Fällen müssen die Nutzer dieser Datenerfassung bei der Einrichtung des Fernsehers zustimmen. Die auf dem Fernseher installierte Software verfolgt und analysiert die Inhalte und die Werbung, die auf dem Bildschirm erscheinen.

Die Hersteller geben zwar an, dass die Daten anonymisiert sind, doch dem Bericht zufolge offenbaren die Tausende von Kategorien, die für ein „präzises Audience Targeting“ verwendet werden, eine umfangreiche, äußerst detaillierte und intime Menge an Informationen, die in Verbindung mit modernen Identitätstechnologien die Verfolgung des einzelnen Zuschauers und die gezielte Ausrichtung der Werbung ermöglichen.

Dieses Targeting geht über Produktwerbung hinaus – es wird auch verwendet, um die finanziellen, politischen und gesundheitlichen Entscheidungen der Menschen zu manipulieren, so der Bericht.

Wie CTV die Gesundheitsdaten der Verbraucher manipuliert und auswertet

Die USA sind eines von zwei Ländern weltweit, die es Pharmaunternehmen gestatten, sich direkt an die Verbraucher zu wenden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Werbung den Absatz von Medikamenten erheblich steigert, obwohl sie oft voreingenommen ist, eine irreführende Sprache verwendet und wichtige Gesundheitsinformationen auslässt.

Dem Bericht des Center for Digital Democracy zufolge nutzen Pharmavermarkter umfangreiche Daten über Menschen, darunter Diagnose- und Verfahrenscodes, medizinische Angaben und Verschreibungsgewohnheiten.

CTV hat der Industrie Möglichkeiten eröffnet, „noch mächtiger und aufdringlicher“ zu werden, indem sie bestehende Gesundheitsdaten mit gezielter pharmazeutischer Werbung kombiniert und dann ihre Wirksamkeit verfolgt, um die Targeting-Methoden noch weiter zu verfeinern.

Trotz der Behauptung, dass die Gesundheitsdaten für die zielgerichtete Werbung anonymisiert sind, kann die Industrie laut dem Bericht andere Tools zur Identitätsverfolgung verwenden, um pharmazeutische Werbung für bestimmte Personen auf deren Smart-TVs zu schalten.

Ein Unternehmen namens DeepIntent arbeitet zum Beispiel mit LG zusammen, um exklusiven Zugang zu dessen Daten zur automatischen Inhaltserkennung zu erhalten. Das Unternehmen kann diese Daten mit anderen Datenpunkten kombinieren, um Menschen gezielt mit pharmazeutischer Werbung anzusprechen, die für ihre gesundheitlichen Probleme relevant ist.

DeepIntent arbeitet auch mit Roku zusammen, um „Silver Streamer“ anzusprechen, d. h. Menschen, die 55 Jahre und älter sind und bei denen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie an einer diagnostizierten Krankheit leiden.

Die Unternehmen sprechen Patienten, Pflegepersonal und Anbieter mit anhaltenden und wiederholten Anzeigen auf mehreren Plattformen an.

Lebensmittelhersteller nutzen KI, um Kinder gezielt anzusprechen und Daten von ihnen zu sammeln

Lebensmittel- und Getränkehersteller nutzen KI, um Kinder und Jugendliche anzusprechen, die zur so genannten „Generation Stream“ gehören.

Unternehmen wie General Mills arbeiten mit Netflix, Disney+ und Prime Video zusammen, um ihre Produkte in Sendungen zu integrieren, die bei der Zielgruppe Anklang finden. Das Interesse von Big Food an dieser Art der Integration hat Unternehmen wie BenLabs hervorgebracht, deren einziger Zweck die Integration von Marken in TV-, Film-, Musik- und Influencer-Inhalte ist.

Auch CTV nutzt generative KI, um verschiedenen Zuschauersegmenten, die dieselbe Sendung sehen, unterschiedliche Werbung zu zeigen. Startup-Unternehmen entwickeln Technologien, um verschiedene Produkte in derselben Sendung für verschiedene Zielgruppen zu platzieren.

„Wo der eine Kunde eine Coca-Cola auf dem Tisch sieht“, heißt es in dem Bericht, in dem ein Marketingleiter zitiert wird, “sieht der andere grünen Tee. Wo der eine Kunde eine Tüte Chips sieht, sieht ein anderer einen Müsliriegel … in genau derselben Szene.“

Unternehmen wie Amazon teilen ihre Such- und Kaufdaten mit der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, was es den Marken ermöglicht, ihr Targeting weiter zu verfeinern.

So hat beispielsweise Hershey, ein Amazon-Partner, die Daten genutzt, um sicherzustellen, dass seine Produkte bei Amazon-Suchen immer „gewinnen“, und hat seine Produkte in Amazon-Shows platziert.

Roku ist eine Partnerschaft mit Kroger eingegangen, um Daten zu integrieren, die in den Geschäften und über die Sehgewohnheiten gesammelt wurden, so dass Marken Supermarktkunden gezielt ansprechen können, während sie CTV schauen. Die Plattform liefert Werbetreibenden auch Daten, mit denen sie messen können, wie sich der Kontakt mit Streaming-Werbung auf reale Käufe auswirkt.

Kinder und Jugendliche stellen einen Markt von 28 Milliarden Dollar dar

Dem Bericht zufolge stellen Kinder und Jugendliche einen Markt im Wert von über 28 Milliarden Dollar für Einkäufe von Lebensmitteln, Spielzeug, Unterhaltung und Technologie dar. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, was Familien streamen und welche Streaming-Dienste sie abonnieren.

Disney behauptet zwar, keine Werbung für Kinder zu machen, aber es sammelt Daten über sie, die es mit Vermarktern teilt. So hat das Unternehmen beispielsweise ein Projekt koordiniert, bei dem Kinder ihre „Video-Ethnographien“ über ihre Lieblingsbeschäftigungen mitteilten, die in einem Bericht veröffentlicht wurden.

Streaming-Kanäle recyceln auch beliebte Inhalte wie „SpongeBob“, „Dora the Explorer“ und „Peppa Pig“ auf Kanälen mit Streaming-Werbung.

CTV-Programme, die sich an junge Menschen richten, stehen vor einem Wandel durch generative KI, die zur einfachen Erstellung von Animationen und personalisierter Werbung sowie zur schnelleren und kostengünstigeren Produktion von auf Kinder zugeschnittenen Inhalten genutzt werden kann als je zuvor.

Im Zuge der Entwicklung dieser neuen Medienlandschaft fordert das Center for Digital Democracy eine umfassende politische Agenda zum Schutz der Verbraucher und zur Stärkung der Demokratie.

Diese Agenda sollte den Schutz der Privatsphäre und Schutzmaßnahmen für digitales Marketing in den Bereichen Gesundheit, Kinder und Politik beinhalten.

„Die Einführung von Richtlinien für das vernetzte Fernsehen wird nicht einfach sein“, so die Schlussfolgerung des Berichts, insbesondere nachdem die Online-Industrie jahrzehntelang ungehindert und unkontrolliert arbeiten und wachsen durfte.

Die Systeme und Beziehungen, die eine kontinuierliche Datenerfassung und -nutzung ermöglichen, sind tief verwurzelt“.

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Quellen & Links

Quellen: PublicDomain/childrenshealthdefense.org am 18.10.2024

https://childrenshealthdefense.org/defender/smart-tvs-digital-surveillance-targets-everyone-kids/

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https://www.pravda-tv.com/2024/10/intelligente-fernsehgeraete-als-riesiges-system-der-digitalen-ueberwachung-das-jeden-ins-visier-nimmt-insbesondere-kinder/

Report24news

Corona

Pfizer Impfstoff: „… und es wurden Fälle mit Todesfolge beobachtet“

19. Oktober 2024

Bild: 8photo / freepik

Es kursieren aktuell einige Beipackzettel der Impfstoffe von Pfizer, bei denen ein normal denkender Mensch etwas unentspannt werden könnte, wenn er sie liest. Wir haben nachgeforscht, wann diese herausgegeben wurden – und tatsächlich findet sich die betreffende Passage mit der Angabe schwerer Nebenwirkungen sowohl bei der letzten Version JN.1 als auch bei den aktuell beworbenen KP.2-„Impfungen“. Und: „… es ist nicht bekannt, wie lange Sie geschützt sind.“

Im Gegensatz zu vollmundigen Versprechungen von politischen und amtlichen Stellen sind die Hersteller der so genannten Impfstoffe weitaus vorsichtiger in ihren Formulierungen. Im neuesten „Impfstoff“ Comirnaty KP.2von Pfizer findet sich im angeblich für Kinder von 5 bis 11 Jahren angepassten Wirkstoff nachfolgende Passage (Direktlink zu Biontech ( https://download.biontech.de/gi-comirnaty-5-11-kp2-fertigloesung )):

Es besteht ein erhöhtes Risiko von Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) und Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels) nach der Impfung mit Comirnaty (siehe Abschnitt 4). Diese Erkrankungen können sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung entwickeln und traten hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen auf. Sie wurden häufiger nach der zweiten Impfung beobachtet und häufiger bei jüngeren Männern. Das Risiko einer Myokarditis und Perikarditis scheint bei Kindern von 5 bis 11 Jahren geringer zu sein als bei Kindern von 12 bis 17 Jahren. Die meisten Fälle von Myokarditis und Perikarditis erholen sich. In einigen Fällen war eine intensivmedizinische Versorgung erforderlich, und es wurden Fälle mit Todesfolge beobachtet. Nach der Impfung sollten Sie auf Anzeichen einer Myokarditis oder Perikarditis wie Atemnot, Herzklopfen und Thoraxschmerzen achten und sofort einen Arzt aufsuchen, wenn diese auftreten.

Man kann also sterben, Kinder ohne Risiko für schweren Verlauf können sterben.

Bis heute behaupten viele staatliche Stellen, der Impfstoff wäre sicher, frei von Nebenwirkungen und würde eine Schutzwirkung entfalten.

Hinsichtlich der „Wirkung“ erklärt Pfizer:

Wie bei jedem Impfstoff schützt Comirnaty KP.2 möglicherweise nicht alle geimpften Personen und

es ist nicht bekannt, wie lange Ihr Kind geschützt ist.

Damit ist also auch abgedeckt, dass die „Impfung“ keinerlei positive Wirkung entfaltet und falls doch, weiß man nicht, wie lange diese anhält.

Im Beipackzettel für 5- bis 11-Jährige findet sich aber auch diese Passage:

Wenn Ihr Kind schwanger ist, informieren Sie den Arzt Ihres Kindes, das medizinische Fachpersonal oder den Apotheker, bevor Ihr Kind diesen Impfstoff erhält.

Inwiefern es im Jahr 2024 in Deutschland, Österreich und der Schweiz normal ist, dass 5- bis 11-Jährige schwanger sind, ist der Redaktion von Report24 unbekannt.

Jedenfalls bleibt der völlig sorglose Umgang mit Schwangeren bestehen, auch wenn man nicht wirklich weiß, was die „Impfstoffe“ bei diesen anrichten:

Es sind noch keine Daten verfügbar zur Anwendung von Comirnaty KP.2 während der

Schwangerschaft.

Im weiteren Text behauptet Pfizer, dass sich bei der bisherigen Anwendung keine negativen Auswirkungen für die Schwangeren oder das Kind gezeigt hätten, es gäbe kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt. Fazit: „Comirnaty KP.2 kann während der Schwangerschaft angewendet werden.“

Dieselbe Formulierung ist auch für die Stillzeit zu finden:

Es sind noch keine Daten verfügbar zur Anwendung von Comirnaty KP.2 während der Stillzeit.

Es werden aber auch hier keine negativen Auswirkungen erwartet.

Auch wenn die Formulierungen relativ weit gefasst sind, wäre es denkbar, dass man wider besseres Wissen den tatsächlichen Stand der Wissenschaft bzw. Medikamentenüberwachung nicht berücksichtigt hat. Denn selbst die stark lückenhaften vorhandenen Daten über Nebenwirkungen umfassten bereits im Jahr 2021 Todesfälle von Babys und Kindern. Report24 berichtete bereits im April 2021 über erste Fälle:

Schock: Schon mehrere tote Kinder nach Impfungen. Wie ist das möglich?

https://report24.news/schock-schon-mehrere-tote-kinder-nach-impfungen-wie-ist-das-moeglich/

Todesfälle und Nebenwirkungen waren der Politik und dem deutschen RKI bestens bekannt. Zitate aus offiziellen Behördendokumenten:

RKI-Protokoll, 27. April 2020 ( https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/rki-protokolle-covid-impfung-war-bereits-tage-vor-der-globalen-notlage-im-gespraech-a4724329.html?utm_source=nl-morning-subs&src_src=nl-morning-subs&utm_campaign=nl-morning_2024-06-06&src_cmp=nl-morning_2024-06-06&utm_medium=email&utm_content=01rMJ-fvc8~177&est=RXse%2BMI88pb%2BrGXbH%2FvLXfsCrbq6hsDknvGpTWNrMhrNl1Dj9emmUxGKQqiAEDqc6mTjTZ9Whfv0Uw%3D%3D&utm_term=newstop ) (prophetische Vorahnungen im Krisenstab): Es werden mehrere Impfstoffe kommen, die im Schnelldurchgang entwickelt und geprüft wurden. Relevante Daten werden erst Post-Marketing erhoben.

EMA, 21. Dezember 2020 (zur Zulassung der „Impfstoffe“): Es wurden weder Gentoxizitäts- noch Karzinogenitätsstudien durchgeführt. Die Reproduktions- und Entwicklungstoxizität wurde an Ratten […] untersucht.

Im Vergleich hierzu findet sich beispielsweise im Beipackzettel zu Comirnaty Omicron XBB ( https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:320aa01d-2bd5-43fa-9df3-0e64d34f1279/FI%20-%20Comirnaty%20Omicron%20XBB.1.5%2010%20Mikrogramm%2008.2023.pdf ) folgender Hinweis:

Es wurden weder Genotoxizitäts- noch Karzinogenitätsstudien durchgeführt. Es wird nicht erwartet, dass die Bestandteile des Impfstoffs (Lipide und mRNA) ein genotoxisches Potential haben.

FDA, 8. November 2021 (zur Zulassungsstudie)( https://www.fda.gov/media/152176/download ): Es gab insgesamt 38 Tote, 21 in der Impfgruppe und 17 in der Placebogruppe, also rund 24 % mehr Tote in der Impfgruppe …

PEI, 1. September 2023 (zum Thema Meldungen von Nebenwirkungen)( https://www.nordkurier.de/politik/untersuchungssausschuss-zu-corona-britta-ernst-frau-von-olaf-scholz-muss-aussagen-1970339 ): Es gab Leute, die haben sich nur um Todesfälle gekümmert und Leute, die haben sich nur um Myokarditis gekümmert, wir hatten ja viel mehr Arbeit als je zuvor, nur durch diesen Impfstoff.

Wenn man in diesem Zusammenhang speziell in Österreich die tägliche Werbung für die „Impfung“ sowohl durch die Pharmaindustrie („Gemma Boostern“) als auch Schleichwerbung in den Massenmedien ertragen muss, sollte man seine Mitmenschen auf die oben angeführten Tatsachen hinweisen, bevor sie eine unüberlegte und uninformierte Impfentscheidung treffen.

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Quellen & Links

Biontech, Covid-19, Impfung, JN.1, Jugendliche, Kinder, KP.2, Myokarditis, Perikarditis, Pfizer, SARS-CoV-2, Schwangerschaft

https://report24.news/tag/covid-19/

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Report24 Artikel:

https://report24.news/pfizer-impfstoff-und-es-wurden-faelle-mit-todesfolge-beobachtet/

Apolut

„Jawoll, mein NATO-Führer“

Veröffentlicht am: 19. Oktober 2024

Biden wird in Deutschland angeschleimt

Ein Meinungsbeitrag von Uli Gellermann.

„Unter Ihrer Führung ist die transatlantische Allianz stärker und unsere Partnerschaft enger als je zuvor”, sonderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Biden-Besuch ab. Man wird seine Hose stopfen müssen, Kniefälle machen Löcher.

Mörderfreunde werden geschützt

Der da kniefällig gefeiert wird, ist der klassische Vertreter des US-Imperialismus: Am 25. Februar 2021 ordnete Joe Biden Luftangriffe mit US-Kampfjets im Osten Syriens an der Grenze zum Irak an. Tote werden schon nicht mehr gezählt. Die Blut-Liste der USA wächst und wächst. Mörderfreunde der USA werden bedingungslos geschützt: Als der UN-Generalsekretär eine Resolution gemäß Artikel 99 der UN-Charta, forderte, die eine humanitäre Waffenruhe in Gaza beinhaltete, legte Biden sein Veto ein. Und als der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen Netanjahu erließ, weil er für das Aushungern von Zivilisten als Methode der Kriegsführung sowie für willkürliche Tötungen und zielgerichtete Angriffe auf Zivilisten verantwortlich ist, wurde der Strafgerichtshof von Joe Biden kritisiert.

Der nette Opa von nebenan?

Der Freund von Völkermorden sieht aus wie der nette Opa von nebenan, ist aber der Chef einer Verbrecherbande namens USA, dem kein Krieg zu blutig, keine Aggression zu widerwärtig ist, um ihre strategischen Interessen durchzusetzen. So einem fällt schon mal die Opa-Maske vom Gesicht, wenn er fürchtet, in der internationalen Konkurrenz mit Russland zu verlieren. Dann nennt er Wladimir Putin mal einen „Killer“ oder „mörderischen Diktator“. Klar, die Russen sind den USA im Weg und wenn sie nicht weichen wollen, dann zeigt ihr Präsident sein wahres Gesicht.

Nord-Stream-Pipelines?

Natürlich haben Scholz, Steinmeier & Co. ihre gebückte Haltung zu keiner Zeit verlassen, um die Anschläge der USA auf die Nord-Stream-Pipelines zur Sprache zu bringen. Die Kolonie-Beamten haben vielleicht eine Meinung, aber sie äußern sie keinesfalls; der US-Chef hätte ja ungnädig werden können. Immerhin hatte man nicht auf den Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, gehört. Der forderte Biden und Scholz auf, der Ukraine beim Einsatz westlicher Waffen keine Begrenzungen mehr aufzuerlegen.

Restvernunft des US-Präsidenten

Dass Selenskyjs „Siegesplan“ beim Biden-Besuch nicht zur Sprache gekommen ist, lässt auf eine gewisse Restvernunft des US-Präsidenten und seiner Gastgeber schließen: Ein westlicher „Sieg“ in der Ukraine ist so unmöglich, dass seine Erwähnung nur ein bitteres Lachen auslösen würde. Denn wer von einem „Sieg“ in der Ukraine faselt, der redet von Toten und noch mehr Toten. Leider reicht die Einsicht der USA nicht weit genug, der weltweiten Ausdehnung der NATO eine Ende zu bereiten und damit auch das Ende des Ukrainekriegs anzuvisieren. Ein US-Präsident, der gegen die Interessen der Rüstungs-Industrie handelt, ist leider noch nicht in Sicht.

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Quellen & Links

Dieser Beitrag wurde zuerst am 19. Oktober 2024 auf dem Portal Rationalgalerie veröffentlicht.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bildquelle: Jonah Elkowitz / https://shutterstock

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Apolut Artikel:

https://apolut.net/jawoll-mein-nato-fuehrer/

Apolut ( Peertube Audio & Video)

Der Nahe Osten explodiert, die Ukraine erodiert

Veröffentlicht am: 18. Oktober 2024

Die Drachensaat des 1. Weltkriegs geht auf

Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.

In der Ukraine und im Nahen Osten brennen die Lunten an einem Pulverfass. Lunten, die bereits im 1. Weltkrieg gelegt worden sind. Für jeden, der sehen will, sind die noch aus dem nie aufgearbeiteten 1. Weltkrieg stammenden Verwerfungslinien zu erkennen. Weitere Eskalationen in diesen beiden Krisenherden könnten in einen dritten Weltkrieg führen. Und der Wille zur Deeskalation ist nicht erkennbar.

Da wird die für den 10. bis 12. Oktober geplante Deutschlandreise des US-Präsidenten Joe Biden wegen des auf Florida zusteuernden Hurrikan Milton kurzfristig abgesagt(1), da Biden sich auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Hurrikane Helene und Milton konzentrieren wolle,(2) während die Kriegsfurie über den ganzen Planeten tobt! Was sind das für Prioritäten?

Am Samstag, dem 12. Oktober, hätte sich auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland der US-Präsident mit der Ukraine-Kontaktgruppe treffen wollen. Es hätte ein weiteres Paket an Hilfsmaßnahmen für die Ukraine geschnürt werden sollen, während vor allem die Briten hofften, Präsident Biden erteile endlich die Zustimmung zum Abschuss von NATO-Langstreckenraketen von der Ukraine aus tief ins russische Gebiet. Präsident Putin hatte jedoch erst Ende September deutlich gemacht, dass derartige Angriffe Russland veranlassen könnten, seine überarbeitete Nukleardoktrin in Kraft zu setzen. Das dürfte nun aber vermutlich nur bis zum geplanten Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel verschoben sein.

Mitte September 2024 analysierte der provokante Ex-Nato-General, Harald Kujat, 2019/20 als Aufsichtsratsvorsitzender und Aushängeschild der Waffenschmiede Heckler & Koch(3) im Expertentalk mit Michael Clasen schonungslos die Kriegslage im Osten(4) und warnte in deutlichen Worten vor einer unkontrollierbaren Eskalation.

Seit Kriegsbeginn sei die militärische Lage der Ukraine „immer kritischer geworden“, sagt Kujat – trotz der „massiven westlichen Unterstützung“(5). Man müsse daher davon ausgehen, dass trotz fortgesetzter Unterstützung Kiews durch EU und NATO die Ukraine immer schwächer werde. Und dass am Ende eine „militärische, und zwar eine katastrophale militärische Niederlage der Ukraine“(6) stehe. Russland rücke im Donbass langsam, aber unaufhaltsam vor. Die Frage, ob eine Seite diesen Krieg gewinnen kann, verneinte Kujat. Russland würde die erhoffte Pufferzone zwischen seinen Grenzen und dem Gebiet der NATO nicht bekommen, während die USA weiter versuchen könnten, Russland politisch, wirtschaftlich und militärisch zu schwächen. Richtig erkannte Kujat, dass der eigentliche Rivale der USA in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aber China sei. So nannte Biden in der Nationalen Sicherheitsstrategie vom Oktober 2022 als Hauptziele zunächst den Abbau der wachsenden multidisziplinären Bedrohung durch China und dann die Abschreckung der von Russland ausgehenden Herausforderung in Europa.

Diese 2 Ziele wurde schon im September 2014 in dem Dokument TRADOC 525-3-1 “Win in a Complex World 2020-2040” unter Punkt 2.24 “Vorboten künftiger Konflikte” aufgeführt. Zwei Wochen später war in den Handreichungen des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses vom 15. November 2022 zu lesen:

„Um regionale Hegemonie in Eurasien zu verhindern, sind anscheinend viele militärische Operationen der USA im 1. und 2. Weltkrieg, sowie zahlreiche militärische Kriegseinsätze und alltägliche Operationen der USA seit dem 2. Weltkrieg zu einem nicht geringen Teil zur Unterstützung dieses Ziels durchgeführt worden“.

Seit über 100 Jahren wird die US-Außen- und Kriegspolitik ausschließlich von unipolaren Machtgelüsten getrieben. Vor diesem Hintergrund ist auch ein Verständigungsfrieden vorläufig ausgeschlossen, es sei denn, die US-amerikanischen Geostrategen werden gezwungen, umzudenken.

Statt Biden kam nun Selenskyj zu einem bilateralen Besuch nach Berlin. Anfang September 2024 hatte Selenskyj an einem Verteidigungsministertreffen der Verbündeten in Ramstein teilgenommen und Scholz in Frankfurt am Main getroffen. Nur drei Wochen später kamen die beiden dann noch einmal kurz vor der UN-Generalversammlung in New York zu einem Gespräch zusammen. In Berlin wiederholte jetzt Scholz, dass Deutschland weiter an der Seite der Ukraine stehe, und sagte der Ukraine weitere Militärhilfe der westlichen Partner im Wert von 1,4 Milliarden Euro zu. Dazu gehörten Luftverteidigungssysteme, Artillerie und Drohnen.(7)

Im Kontext des Jahrestags des Hamas-Angriffs kündigte Scholz in einer Bundestagsdebatte an, auch Israel weiter Waffen zu liefern.(8) Der Krieg in Südwestasien droht sich sogar noch schneller auszuweiten, da ein Land nach dem anderen von Israel in Brand gesetzt wird. Anscheinend kann es Premierminister Netanjahu kaum erwarten, die iranischen Ölfelder, lebenswichtige Infrastruktur oder sogar das iranische Atomprogramm anzugreifen. “Ein Spiel mit dem Feuer”, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am 7. Oktober in einem Interview mit Newsweek eindringlich warnte.

1914 Israel Zangwill – eine Stimme gegen den Völkerwahnsinn

Der englisch-jüdische Autor Israel Zangwill hatte schon zu Beginn des 1. Weltkriegs seine Stimme gegen den Völkerwahnsinn erhoben.

„Wir Juden, deren nationaler Gruß “Shalom” (Frieden!) ist“, begann Zangwill nach dem Krieg seine Rede im Londoner Pavillon-Theater, können nur unser Haupt verhüllen, wenn wir sehen, daß die größten Vertreter der Christenheit die einzige Gelegenheit versäumten, den Frieden auf ein dauerhaftes Fundament zu stellen.“ Statt dessen hätten „sie die Politik des “knock-out-blow” [Beim Boxen ein Schlag, der jemanden bewusstlos macht oder ihn technisch vom Weiterkämpfen disqualifiziert, W.E.] fortgesetzt, und der Hunger, die Pest, das Gemetzel und die Anarchie nehmen ihren Fortgang und Dimensionen an, die in den dunkelsten Zeiten der Menschheitsgeschichte unbekannt waren.“ (9)

Abschließend stellte Zangwill die Frage, ob es im fünften Jahr des Krieges und nach geschlossenem Waffenstillstand nötig war, die Blockade gegen Deutschland fortzusetzen und Millionen von Männern, Frauen und Kindern, von Freunden wie Feinden, zum Hungertod zu verurteilen?

Er sah in den verkündeten Friedensparagraphen „nur die Drachenzähne, die in Europa die Saat für künftige Kriege ausstreuen werden“, und gestand ein, „daß selbst ein so großer Mann wie Präsident Wilson seine Feinde nur in eine Friedensfalle (peace-trap) gelockt und seine eigenen vierzehn Punkte als einen “Fetzen Papier” behandelt hat.“ Nun sei es Zeit, „daß das Volk Jesaias aufstehe und seine mahnenden Worte über die Erde erschallen lasse.“(10)

Nun habe auch Joseph Landau seinen Irrtum erkannt, dass diese leuchtenden 14-Punkte sich als Irrwische erwiesen haben, „dazu bestimmt, das vertrauende Deutschland in den Sumpf zu locken.“(11)

Mitten im Krieg, im Mai 1916, hatten sich die Regierungen von Großbritannien und Frankreich im geheimen Sykes-Picot-Abkommen auf gemeinsame koloniale Ziele in Nahost verständigt. Der Nordosten Palästinas sollte (mit Ausnahme einer britischen Enklave um die Hafenstadt Haifa) unter französische Kontrolle, der Südwesten Großbritannien zufallen, während für Zentralpalästina (inklusive Jerusalem) eine internationale Kontrollzone vorgesehen war. Ohne Rücksicht auf ethnische und kulturelle Strukturen wurden Grenzen gezogen. Mit ein paar Federstrichen zerstörten damals Briten und Franzosen die Konfliktsicherungsmechanismen der Osmanen im Nahen Osten. Das bedeutete das Ende des Friedens und war für die meisten Araber eine Katastrophe. In diesem Abkommen liegen die Wurzeln der heutigen Kriege und des heutigen Terrorismus im muslimisch-arabischen Spannungsbogen.

“Balfour-Deklaration” vom 2. November 1917

Nicht zuletzt wegen des Antisemitismus im zaristischen Russland – die deutschen Soldaten waren dort von Juden als Befreier begrüßt worden – zeigten sich die osteuropäischen Juden in Amerika deutsch-freundlich. Diese Entwicklung nahmen die amerikanische und die britische Regierung ernst. Letztere glaubte sogar an eine gegen Großbritannien gerichtete deutsch-jüdische Verschwörung.

In Amerika hatte die zionistische Bewegung unter Führung des Oberrichters Louis D. Brandeis und mit Unterstützung des US-Präsidenten Woodrow Wilson große Fortschritte gemacht, während in England der Zionismus durch die führenden Vertreter des englischen Judentums, insbesondere des Oberrabbiners Dr. S. H. Hertz und Lord Walter Rothschild gefördert wurde. Nicht zu vergessen auch Chaim Weizman, der als Doktor der Chemie von Russland aus nach England eingewandert war. Als Vorsteher der Laboratorien für die chemischen Kampfmittel hatte er 1916 das zur Herstellung von Sprengstoff sehr wichtige Aceton erfunden. Auch er hatte sich im Außenministerium für einen jüdischen Staat in der angestammten Heimat eingesetzt. In den wenig spektakulären Zeilen an Lord Rothschild erkannte der britische Außenminister den Anspruch der Juden an, in Palästina ihre nationale Heimstätte zu errichten. Vor Beginn der Einwanderungsperiode zwischen 1882 und 1903 lebten ca. 24.000 Juden in Palästina. Bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges war ihre Zahl auf 85.000 angestiegen und hatte damit bereits einen Bevölkerungsanteil von 12,3% erreicht. Einschränkend wurde allerdings auch gefordert, daß nichts geschehen würde, „was die bürgerlichen und religiösen Rechte der dort bestehen den nicht-jüdischen Gemeinschaften verletzen kann“.

Dieser Brief ging als Balfour-Erklärung in die Geschichte ein und wurde zur Magna Charta des jüdischen Volkes. Gerade durch die Entdeckung des Ostjudentums als Quelle vergessener Volkskräfte und durch die Konkretisierung der politischen Ziele des Zionismus wurde die Judenfrage in ganz neuer Weise akut und bot allen bedrängten Juden die Chance, “dem Hasse der Welt unseren Stolz” entgegenzusetzen, „den Stolz darauf, etwas Eigenes, etwas Ganzes zu sein“. Wie edelmütig und selbstlos war diese Zusage? Noch war Palästina türkisches Gebiet und musste erst erobert werden. Doch schon Mitte Dezember 1917 zog General Allenby in Jerusalem ein, und auf den Stufen der alten Davidszitadelle wurde die Befreiung Palästinas proklamiert.

Für den jüdischen Historiker Amos Elon gründete sich die britische Absichtserklärung zumindest teilweise auf den Wunsch, „die Unterstützung deutschfreundlicher amerikanischer Juden zu gewinnen.” Für Joseph Landau gab sich England nur den Schein, die Sache der Zionisten zu führen. Nach seiner Auffassung verfolgten England und Amerika dabei nur den Zweck, „in den eigenen Ländern bei den Juden Bauernfang oder Soldatenfang”zu treiben, bei den Zentralmächten aber Zwist unter den Regierungen zu säen. Unter dem verlockenden Bild eines neuen Judäa wurden unter Führung der jüdischen Offiziere Jabotinsky und Trumpeldor schnell gepresste jüdische Bataillone unter der Davidsflagge aufgestellt. Hoffte die Kolonialmacht Großbritannien auf einen zuverlässigen und abhängigen Vasallen in Nah- und Mittel-Ost?

Zum Zeitpunkt der Balfour-Erklärung richtete sich Großbritanniens kriegspolitischer Horizont auf die Landverbindung seiner ägyptischen Kolonie mit dem zukünftig britischen Mesopotamien (heute Iran). Da hätte sich die Präsenz einer weiteren europäischen Großmacht in Gestalt Frankreichs im Hinblick auf die britische Kontrolle des südöstlichen Mittelmeerraumes nur hinderlich auswirken können.

Während die westeuropäischen sozialdemokratischen Gruppen in ihrem Verhältnis zum Zionismus zunehmend toleranter wurden, verhärtete sich die Haltung der kommunistischen Parteien. Als Internationalisten waren die Sozialisten von Anfang an Gegner dieses jüdischen Nationalismus, der nur vom Klassenkampf ablenke. Sie erstrebten eine Lösung der Judenfrage durch Assimilation.

Auch sahen die Kommunisten in der Balfour-Deklaration den Versuch des englischen Imperialismus, die Juden im östlichen Mittelmeer anzusiedeln, um den Suezkanal gegen die Freiheitsbestrebungen der Araber zu sichern.

Der britische Economist sah die Entwicklung viel pragmatischer und verwies auf die Mineralquellen Palästinas als Ersatz für einen Kuraufenthalt in Deutschland und Österreich, da diese Länder doch für Jahre den Besuchern aus Westeuropa und Amerika so gut wie verschlossen sein würden. Mit Wohlwollen betrachtete die in Berlin erscheinende “Jüdische Rundschau”– das Organ der Zionistischen Vereinigung für Deutschland – die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina und bezeichnete es als falsch, die englische Zusicherung als einen Bluff aufzufassen:

„Denn gerade, wenn es England gelingen sollte, Palästina zu besetzen, würde es unmittelbar genötigt sein, die Versprechungen einzulösen, die es in seiner Erklärung gegeben hat.“

Für den israelischen Historiker Moshe Zimmermann konnten deutsche Juden angesichts des zu erwartenden Sieges der Briten über die mit Deutschland verbündete Türkei eine nationale Lösung in Gestalt einer jüdischen Heimstätte in Palästina nicht begrüßen. Nun galt es für das deutsche Außenministerium, vorsichtig zu taktieren.

Auf Anfrage eines jüdischen Journalisten hielt der Politiker und Historiker Hans Delbrück zunächst einmal fest, dass die Engländer alle Staaten der Welt bis auf die kleinsten mittelamerikanischen Republiken gegen uns mobilisieren konnten. Nun würden sie auch im Zionismus einen Bundesgenossen gegen Deutschland zu gewinnen suchen, indem sie eine selbständige religiöse Gemeinschaft in Palästina unter ihrem Protektorat versprächen.

„Man kann nicht leugnen, dass ein solches Versprechen für die Juden auf den ersten Anblick etwas Verführerisches hat. England ist mächtig, gewährleistet politisch-wirtschaftliche Ordnung und ist religiös tolerant. Trotzdem wäre es sehr kurzsichtig, wenn die Zionisten sich deshalb als Bundesgenossen der Entente deklarieren sollten.“

Während ein Teil der jüdischen Generation den Weg Herzls und Jabotinskys beschritt, schloss sich der andere – nach Alexander Solschenizyn der wesentlich größere Teil – Lenin, Stalin und Trotzki an.

Die jüdischen “Befreiungsorganisationen” (1931-1948)

“Haganah”, die “Irgun Avai Leumi” und die “Lohamei Herut Israel”

Noch im Zweiten Weltkrieg wurde in Palästina zur Schaffung eines palästinensischen Staates ein terroristischer Krieg geführt. In den 1940er Jahren nahmen zionistische Terrorgruppen ungestraft nicht nur militärische Ziele, sondern auch Zivilisten ins Visier. So griffen sie im Oktober 1945 gleichzeitig koloniale Eisenbahnen, Ölraffinerien und Polizeiboote in Palästina an. Dies war der Beginn einer zweijährigen Periode zionistischer Anschläge gegen die Briten und die Palästinenser. Am heißen 22. Juli 1946 trug kurz vor zwölf Uhr mittags eine Gruppe von Männern, scheinbar arabische Lieferanten, sieben Milchkannen in das mondäne King-David-Hotel im Westen Jerusalems – damals Sitz der britischen Mandatsverwaltung. Die Männer gehören zur Untergrundgruppe Irgun, ihre Kannen waren gefüllt mit Sprengstoff. Die folgende Explosion tötete 92 Menschen. Den Anschlag hatte Menachem Begin, der spätere Ministerpräsident Israels und Friedensnobelpreisträger, befohlen.(12)

„Robert Asprey, Menachem Begin und Samuel Katz wiesen darauf hin, dass das King David Hotel aus zwei Gründen in die Luft gesprengt wurde: zum einen als Vergeltung für den britischen Angriff auf die Jewish Agency und zum anderen, um geheime Dokumente zu vernichten, die die Jewish Agency und David Ben Gurion mit dem Terrorismus der Haganah in Verbindung gebracht hätten“(13), schreibt US-Captain John Louis Peeke in seiner Masterarbeit “Jewish – Zionist Terrorism and the Establishement of Israel”(14). Im Abstract wird festgehalten:

„In der jüngeren Geschichte haben von der Palästinensischen Befreiungsorganisation und ihren verschiedenen Unterstützern initiierte Vorfälle weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch bereits im Zweiten Weltkrieg wurde um dasselbe Gebiet ein weiterer Terrorkrieg geführt, für den gleichen Zweck – die Schaffung eines palästinensischen Staates. Diesmal waren die Terroristen jedoch Juden“(15).

Die Haganah war der bewaffnete Flügel der Jewish Agency for Palestine, des operativen Zweigs der Zionistischen Weltorganisation. Diese war von Theodor Herzl, dem Gründervater des Zionismus, auf dem ersten Zionistenkongress 1897 im schweizerischen Basel gegründet worden.

Die Jewish Agency for Palestine, die nach 1948 in Jewish Agency for Israel (Jüdische Agentur für Israel) umbenannt wurde, sollte die jüdische Einwanderung aus anderen Ländern nach Israel fördern, schützen und umsetzen. Ben Gurion war von 1935 bis zur Gründung des israelischen Staates im Jahr 1948 Präsident der Jewish Agency und spielte eine entscheidende Rolle bei den Aktivitäten der Haganah. Später wurde Gurion Israels erster Ministerpräsident. Haganah bedeutet Verteidigungskraft, was die zionistischen Führer dazu inspirierte, ihre Streitkräfte nach der Gründung Israels in „Israelische Verteidigungskräfte“ (IDF) umzubenennen.

„Aus den Untergrundaktivitäten der 1940’er Jahre ging der jüdische Terrorismus in militärische Operationen über und aus der Terrororganisation wurde die Israelische Verteidigungsarmee“, schreibt Peeke weiter.

„Ethnische“ Säuberung durch Zionisten

Nach Ansicht des israelischen Historikers Ilan Pappe war das am 9. April 1948 durch Irgun- und Lehi-Terroristen verübte Massaker in Deir Yassin Teil einer planmäßigen ethnischen Säuberung, mit der führende jüdische Politiker und Kommandeure die arabische Bevölkerung aus jenen Teilen des Mandatsgebiets vertrieben, die sie für den kommenden Staat Israel vorgesehen hatten.

International bekannte Persönlichkeiten wie Martin Buber, Albert Einstein und Hannah Arendt bezogen Stellung und verurteilten das Massaker von Deir Yassin. So wandten sich prominente amerikanische Juden – unter ihnen Einstein und Arendt – 1948 in einem offenen Brief in der New York Times gegen Menachem Begin und die von ihm gegründete Partei, in dem sie auch Deir Yassin erwähnten:

„(…) Am 9. April griffen terroristische Banden dieses friedliche Dorf an, das kein militärisches Ziel darstellte, töteten die meisten Einwohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und ließen ein paar am Leben, um sie als Gefangene durch die Straßen Jerusalems zu treiben. […] Die Terroristen, weit entfernt davon, sich ihrer Taten zu schämen, waren stolz auf das Massaker, machten es weithin bekannt und luden sämtliche Auslandskorrespondenten im Land ein, die Leichenberge und die allgemeine Zerstörung in Deir Yassin in Augenschein zu nehmen“(16).

Ab dem Sommer 1948 wurde das Dorf planmäßig neu besiedelt und an die Jerusalemer Infrastruktur angeschlossen. Die neuen Bewohner der nun Giw’at Scha’ul genannten Siedlung waren hauptsächlich Einwanderer aus Polen, Rumänien und der Slowakei. Heute ist Giw’at Sha’ul Teil von Har Nof, einem jüdisch-orthodoxen Gebiet.

Am Ende seiner Masterarbeit warnt Peeke davor, „vorschnelle Schlussfolgerungen zu ziehen, Verallgemeinerungen auf die historischen Ereignisse anzuwenden und zu implizieren, dass die jüdischen Terroristen ein Muster geschaffen hätten, dem jede nationalistische Bewegung als Blaupause folgen könnte, um ihre Unabhängigkeit zu erlangen“. Jeder historische Fall sei einzigartig. Es sei aber nicht klug, „eine Parallele zu den heutigen Terroristen wie der “Irisch-Republikanischen Armee” oder der “Palästinensischen Befreiungsorganisation” zu ziehen. Die “Haganah”, die “Irgun Avai Leumi” und die “Lohamei Herut Israel” können aufgrund ihrer individuellen Verdienste nur deshalb als Helden des jüdischen Aufstands bezeichnet werden, weil ihre Revolution erfolgreich war und die Geschichte tendenziell den Sieger begünstigt“(17). Das haben die USA bisher recht erfolgreich durchdekliniert und hoffen nun auf “Win in a Complex World 2020 – 2040”.

Das nicht enden wollende Ping-Pong-Spiel mit Krieg und Frieden

Die Islamische bzw. “Iranische Revolution” führte im Frühjahr 1979 zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi, zur Beendigung der Monarchie und zur “Islamischen Republik Iran”. Vor 1935 wurde der Iran auf internationaler Ebene Persien genannt. Ein kulturträchtiges Land, dass auf Überschneidungen mit Mesopotamien und Babylonien verweisen kann. Damit verfügt es über ein intellektuelles Erbe, das sich explizit von der westlichen Tradition unterscheidet, ohne mit ihr aber im Widerspruch zu stehen. Von den USA wird der Iran heute unreflektiert als feindlich gegenüber der von Washington vorgegebenen “Internationalen Ordnung” eingestuft, eine Bedrohung, die die US-Streitkräfte zwischen 2020 und 2040 abbauen sollen(18). Das dürfte auch so in der israelischen Agenda vorgesehen sein.

Seit dem 7. Oktober 2023 geht ein Gewalt-Tsunami durch den Nahen Osten, dem offensichtlich immer neue Energie zugeführt wird.

Nach der völkerrechtswidrigen Ermordung eines iranischen Generals und seiner Kollegen im iranischen Konsulat im syrischen Damaskus durch Israel Anfang April 2024 drängte der Westen den Iran, sich bei der Reaktion zu mäßigen. Der Iran kam dem nach. Am 13. April feuerte er Drohnen und Raketen auf Israel ab, und zwar auf eine Art und Weise, die eine kurze – vorher angekündigte – konzertierte Botschaft der Fähigkeiten sendete, aber – wie vom Westen gefordert – keinen umfassenden Krieg einläutete.

Am 31. Juli 2024 wurde der ehemalige Ministerpräsident der “Palästinensischen Autonomiegebiete” Ismail Haniyya, Gast Teherans, der an der Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten teilnahm, mit einem seiner Leibwächter mittels eines Marschflugkörpers im Gästehaus der Revolutionsgarden in Teheran getötet. „Die Tötung des Chefs des Hamas-Politbüros Haniyeh ist ein Erfolg für Israels Abrechnungspolitik“(19), titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die von vielen Medien an den Tag gelegte blinde Gefolgschaft für den Zionismus ist hochgradig befremdlich. Pro-Zionismus als Medizin gegen den Verdacht auf Antisemitismus? Dabei geht es offensichtlich um Politik, Krieg und Völkerrecht und am wenigsten um Juden.

Anschließend baten die westlichen Staaten den Iran erneut, von jeglicher militärischen Vergeltung gegen Israel abzusehen und versprachen dem neuen iranischen Präsidenten Pezeshkian die Aufhebung wesentlicher Sanktionen gegen die Islamische Republik und einen garantierten Waffenstillstand in Gaza gemäß den Bedingungen der Hamas.

Der Iran hielt sich zurück und akzeptierte es, nach außen hin schwach zu wirken – was im Land heftig kritisiert wurde. Doch der Westen enttäuschte den unerfahrenen neuen Präsidenten: „Sie haben gelogen“(20), sagte er. Keines der Versprechen wurde gehalten. Seither steht Pezeshkian vor einem echten Dilemma. Eine kriegsvermeidende Politik der Zurückhaltung scheint fehlinterpretiert und als Vorwand für eine Eskalation genutzt werden zu können. Kurz gesagt ist die Kehrseite, dass „ob man es will oder nicht, der Krieg auf den Iran zukommt“(21).

Dann folgte der “Pager-Angriff” gegen die Hisbollah-Führung, einschließlich der Symbolfigur ihres Anführers Seyed Hassan Nasrallah. Diese wahllosen Angriffe töteten hunderte Zivilisten und verletzten Tausende, darunter auch Kinder. Für Washington war mit diesem terroristischen Akt – ohne Zweifel ein Völkerrechtsbruch – “Gerechtigkeit” geübt worden.

Wieder bedrängte der Westen den Iran und verlangte den Verzicht auf Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel. Doch am 1. Oktober setzte der Iran mit 200 ballistischen Raketen ein demonstratives Signal und fügte Luftwaffenstützpunkten sowie Militär- und Geheimdienststandorten Schaden zu. Die USA wurden vorher informiert und es wurde bewusst darauf verzichtet, die wirtschaftliche und industrielle Infrastruktur Israels oder das israelische Volk ins Visier zu nehmen.

Diese Zurückhaltung brachte dem Iran wieder nur Spott aus dem Westen ein.

Die USA boten nun Israel die volle Unterstützung der USA für eine umfassende Vergeltung gegen den Iran an:

„Dieser Angriff wird schwerwiegende Folgen haben, und wir werden mit Israel zusammenarbeiten, um dies zu erreichen“, sagte Jake Sullivan.

„Täuschen Sie sich nicht, die Vereinigten Staaten unterstützen Israel voll und ganz“(22), sagte Biden.

Wen würde es wundern, wenn sich Präsident Pezeshkian vom Westen ‚ausgetrickst‘ fühlt und Parallelen zur ‚Minsker Täuschung‘ des Westens gegenüber Präsident Putin zieht.

Israel ist dagegen voller Eifer für einen Krieg, um seine „Neue Ordnung“ für den Nahen Osten zu etablieren. Es kann sich der Unterstützung durch die USA sicher sein, auch wenn gelegentlich andere Signale aus Washington kommen.

Washingtons Strategie zielt letztlich auf Russland und China.

Für den ehemaligen britischen Diplomaten, Gründer und Direktor des in Beirut ansässigen “Conflicts Forum”(23), Alastair Warren Crooke, steht der Westen derzeit vor mindestens einer, möglicherweise sogar zwei vernichtenden Niederlagen, und er fragt:

„Werden Lehren daraus gezogen? Können die richtigen Lehren daraus gezogen werden? Akzeptiert die professionelle Weltordnungsklasse überhaupt, dass es Lehren zu ziehen gilt?“(24)

Anscheinend nicht!

Als Reaktion auf den iranischen Raketenangriff auf Israel verhängten die USA neue Sanktionen gegen die Islamische Republik. Außenminister Antony Blinken erklärte, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, die Einnahmen der iranischen Regierung für ihr Atomprogramm, die Raketenentwicklung und die Unterstützung von Terrororganisationen zu unterbrechen. Parallel zu den Sanktionsankündigungen besprachen die USA mit Israel Pläne für einen militärischen Vergeltungsschlag gegen den Iran. Israel droht nun mit einer “tödlichen und präzisen” Vergeltung. Unterdessen gehen die Kämpfe im Libanon und im Gazastreifen trotz des Jom Kippur-Festes weiter. In Israel herrscht angesichts des andauernden Raketenbeschusses aus dem Libanon und der zunehmenden Spannungen mit dem Iran höchste Alarmbereitschaft(25).

Am 10. Oktober 2024 beschossen nach Darstellung der Vereinten Nationen israelische Truppen im Libanon das Hauptquartier der UN-Mission Unifil und verletzten mindestens zwei UN-Soldaten. Ein Panzer der israelischen Armee habe in Nakura – der erste größere Ort im Libanon nahe der Demarkationslinie mit Israel – einen Beobachtungsposten der Vereinten Nationen direkt getroffen.(26)

“Die Sicherheit und der Schutz der Friedenstruppen ist jetzt zunehmend in Gefahr“(27), sagte der Chef der UN-Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Ein Großteil des südlichen Libanon, das Einsatzgebiet von UNIFIL, sei “jetzt unbewohnt und zunehmend auch unbewohnbar”, sagte Lacroix. Die operativen Tätigkeiten der Einsatzkräfte stünden seit rund zwei Wochen weitestgehend still, sie hätten sich auf ihre Stützpunkte zurückgezogen und verbrächten viel Zeit in Schutzbunkern.

UN-Generalsekretär António Guterres sagte, solche Vorfälle seien “nicht hinnehmbar” und dürften sich nicht wiederholen. Die Friedenssoldaten müssten geschützt werden, so Guterres.

“Wir können keine Eskalation des Nahost-Konfliktes zulassen, er stellt eine Bedrohung für die globale Sicherheit dar.”(28)

Es müsse alles getan werden, um einen umfassenden Krieg im Libanon zu vermeiden. Auch etliche Länder protestierten, darunter Deutschland, Italien und die Türkei. “Der Beschuss von Friedenstruppen der UN ist auf keine Weise akzeptabel und hinnehmbar”(29), sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Der Vorfall müsse genau aufgearbeitet werden.

Russland kritisierte den Beschuss ebenso wie die Türkei. “Die Angriffe Israels auf UN-Truppen im Anschluss an die Massaker an Zivilisten im Gazastreifen, im Westjordanland und im Libanon sind Ausdruck der Auffassung Israels, dass seine Verbrechen ungestraft bleiben”, erklärte das Außenministerium in Ankara.

“Die internationale Gemeinschaft ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Israel das Völkerrecht einhält.”(30)

Am 14. Oktober griff die Hisbollah mit einer Drohne einen Armeestützpunkt in der Nähe der Stadt Binjamina im Norden Israels an. nach Angaben des israelischen Militärs seien vier Soldaten getötet und mehr als 60 Menschen verletzt worden, davon sieben weitere schwer.(31) Es handle sich nach Angaben der Hisbollah um Vergeltung für zwei israelische Angriffe in Beirut am 10. Oktober, bei denen 22 Menschen getötet wurden.

Russland erwartet nun einen israelischen Angriff auf die lebenswichtige Infrastruktur Irans, der durch eine Enthauptungsoperation gegen seine politischen und militärischen Führer verstärkt wird. „Der Angriff muss über das hinausgehen, was US-Berater vorgeschlagen haben, um die Wahrscheinlichkeit einer übertriebenen Vergeltung seitens des Iran zu erhöhen, die den Eintritt Washingtons in den Krieg veranlassen wird“, so die Einschätzung der australischen TV-Legende Mike Whitney. Er ist überzeugt, dass Russland Wert auf eine „verhältnismäßige Reaktion“ legen wird. Putin wird Israel und den Vereinigten Staaten jede Gelegenheit geben, „die Temperatur zu senken“ und zu deeskalieren, aber wenn sie sich dazu entschließen, ihre Angriffe zu verstärken, müssen wir mit dem Worst-Case-Szenario rechnen.

Es gibt keine Möglichkeit, dass die Vereinigten Staaten einen Krieg mit dem Iran unbeschadet überstehen.

„Dies sind bedeutsame Zeiten, in denen der Grundstein, auf dem die alte Ordnung ruht, vor unseren Augen zerfällt“(32).

Der israelische Friedens- und Versöhnungsfreund Reuven Moskovitz (1928-2017)

Diese Entwicklung scheint der israelische Friedens- und Versöhnungsfreund Reuven Moskovitz (1928-2017) schon lange vorhergesehen zu haben. Er hatte nach dem 6-Tage-Krieg das in der Mitte Israels, etwa gleich weit entfernt von Tel Aviv-Jaffa und Jerusalem gelegene Friedensdorf Neve Shalom gegründet. Hier leben bereits in der dritten Generation Juden und Araber friedlich miteinander. Bei meinem Besuch mit Reuven Moskovitz 2010 konnte ich den Frieden dort deutlich spüren. Reuven hatte immer wieder gemahnt, vor falschen Hoffnungen gewarnt und Visionen für einen gerechten Frieden in Israel/Palästina entwickelt. Früher als viele andere Beobachter, hat er darauf hingewiesen, dass es die israelischen Regierungen waren, die

„keine Gelegenheit verpassten, den Frieden zu verpassen.“

Ebenso wie der jüdische Philosoph Leibowitz beruft sich Reuven, der „Rufer in der Wüste“, auf Franz Grillparzer (1855): „Die Menschheit geht den Weg vom Humanismus zum Nationalismus und vom Nationalismus zum Bestialismus.“ Bei seinem letzten Besuch in Deutschland 2016 hatte er bereits jede Hoffnung aufgegeben. Unter Tränen erklärte er mir, dass die von der israelischen Regierung ausgehende Gewalt in keiner Weise von der jüdischen Religion gedeckt ist – im Gegenteil. Er befürchtete, dass am Ende der Gewaltspirale das Ende Israels stehen könnte.

2009 war sein beeindruckendes Buch “Der lange Weg zum Frieden – Deutschland-Israel-Palästina – Episoden eines Friedensabenteurers”(33) erschienen. Die Zeilen des Nachworts zur 4. Auflage schrieb er im Jahr der gezielten Liquidierungen islamistischer Führer, der palästinensischen Selbstmordattentate, der totalen Blockade durch Zäune, Mauern und Straßensperren, drei Jahre nach Beginn der zweiten Intifada, zehn Jahre nach den Osloer Verträgen, 30 Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg und 56 Jahre nach der Entscheidung der Vereinten Nationen, in Palästina einen jüdischen Staat, einen palästinensischen Staat und eine internationale Verwaltungszone in Jerusalem zu errichten. Warum nur der Staat Israel entstand, versuchte Moskovitz in seinem Buch zu schildern.

Ihn schmerzte es, dass durch den israelisch-palästinensischen Konflikt manche arabischen Semiten alle europäischen antisemitischen Vorurteile, Fälschungen, Feindbilder aufgenommen haben. Noch schrecklicher fand er es,

„wenn jüdische Semiten das antisemitische Waffenarsenal übernehmen, um arabische Gruppen zu dämonisieren…, denn die jüdisch-israelischen Kreise, die sich des Antisemitismus bedienen, um politische, wie ich meine – unechte – Ziele zu erreichen, versuchen, alle Nicht-Juden oder auch Juden als Antisemiten anzuprangern, nur weil sie mit diesen Zielen nicht einverstanden sind, oder weil sie anderweitige Kritik zu üben wagen und zum Beispiel der Meinung sind, dass der Einsatz militärischer Mittel, der inzwischen verbrecherische Dimensionen angenommen hat, nicht mit einem Staat zu vereinbaren ist, der behauptet die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein. Im Blute meines Herzens fühle ich mich gezwungen zu sagen, dass dieser demokratische israelische Staat alle menschlichen und moralischen Grenzen überschritten hat. Jeder Humanist und Demokrat muss diese Tatsache bedauern. Und dann ist es unerträglich, wenn diese Demokraten und Humanisten, seien es Staaten, Gruppen oder Einzelne, die sich gegen die Verletzungen von Menschenrecht, Völkerrecht und Menschenwürde in Israel wehren, als Antisemiten verleumdet werden. Ich kann gar nicht genügend den Spruch der jüdischen Weisen wiederholen, der heißt: “Ein Held ist jemand, der seinen Feind zum Freund macht”. Wie aber soll man diejenigen nennen, die zu Unrecht „Freunde als Feinde” bezeichnen?“ (34)

Was den langen Weg zur Wahrheit anbelangt, stelle Moskovitz mit gemischten Gefühlen fest, dass einerseits viel geschehen ist und viele festgefahrenen Lügen von israelischen Historikern, Politikern, hochrangigen Offizieren und Schriftstellern, die die Sinnlosigkeit der Gewalt wahrgenommen haben, mutig entlarvt worden sind. In einer Podiumsdiskussion zwischen Generälen, Historikern, Politikern und Pressevertretern zum 30. Jahrestag Jom-Kippur-Krieg wurde einstimmig der Golda Meir – Regierung die volle Verantwortung für diesen vermeidbaren Krieg, der viele Tausende von Menschenleben kostete, zugeschrieben. Leider seien diese Tatsachen noch nicht von der Mehrheit des israelischen Volkes und leider noch weniger in Deutschland wahrgenommen werden.

Effenberger und Moskovitz(35)

„Seit fast 60 Jahren nehme ich jede sich mir bietende Gelegenheit wahr“, so Reuven Moskovitz im Prolog des gemeinsam mit Wolfgang Effenberger 2013 veröffentlichten Buches ‚Deutsche und Juden vor 1939 – Stationen einer schwierigen Beziehung‘, „für eine israelische Friedenspolitik zu werben. In dieser Absicht nahm ich dankend die Einladung nach Berlin an, um dort am 25. Juli 2009 auf dem Friedensfestival meine Stimme zu erheben.(36) Dem nachfolgenden Beitrag von Wolfgang Effenberger konnte ich leider nicht meine volle Aufmerksamkeit schenken. Ein eifriger Berliner Journalist versuchte mich unablässig zu überzeugen, dass meine Feststellung von fehlender israelischer Friedenspolitik seit der Staatsgründung nur dem Antisemitismus dienen könnte. Anschließend habe ich dann den beeindruckenden Redetext zum Thema ‚Quo vadis Deutschland – neue Kriege um Rohstoffe?‘ des weitblickenden Vortrages von Herrn Effenberger gelesen und ihn gebeten, mit mir in Verbindung zu bleiben”.(37)

Mit ihrem Gemeinschaftswerk wollten beide Autoren dazu beitragen, dass die Geschichte Europas nie wieder in repressive Gewässer mündet.

Reuven Moskovitz und Wolfgang Effenberger im Gespräch (Hechendorf/Pilsensee 2011) – Auf dem Tisch das Buch „Der lange Weg zum Frieden“

Friedensfördernd kann nur eine kritische Historienbetrachtung sein, die das Bestreben hat, sich der Wahrheit asymptotisch anzunähern. Leider werden selten die Chancen genutzt. Am Samstag, dem 7. Juli 2017, erschien im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel “Echo des Krieges” ein dreiseitiges Gespräch mit dem jungen Historiker Robert Gerwarth. Man muss ihm zustimmen, wenn er sagt, dass sich die Geschichte zwar nicht wiederholt, es aber tatsächliche Parallelen zur Welt vor 100 Jahren gibt: „man hört Echos von damals“. Deshalb müssen wir die historischen Wurzeln jener Konflikte, die wir heute erleben, verstehen. Auf die Ursprünge der “Echos” geht er dann aber nicht ein. Mit der Behauptung: „Europas Geschichte ist ohne die Entwicklungen zwischen 1917 und 1923 kaum zu verstehen“(38) umschifft er eine gefährliche Klippe: Die Motive, die in den ersten Weltkrieg führten. So wird im Gespräch auf den oder die Verursacher des 1. Weltkriegs nicht eingegangen, dafür die angelsächsische Weltsicht dargeboten – und natürlich an Fritz Fischers längst überholtes Buch “Griff nach der Weltmacht” erinnert. Jeder Blick in die wirklichen Motive der “Herren des Papiergeldes” wird vermieden. So werden Kriege und Krisen im Profit- und Machtinteresse dieser Kreise weiteres Leid über die Menschen bringen.

Der deutsche Philosoph Oswald Spengler hat nach dem 1. Weltkrieg visionär geschrieben:

„Für uns aber, die ein Schicksal in diese Kultur und diesen Augenblick ihres Werdens gestellt hat, in welchem das Geld seine letzten Siege feiert und sein Erbe, der Cäsarismus, leise und unaufhaltsam naht, ist damit in einem eng umschriebenen Kreise die Richtung des Wollens und Müssens gegeben, ohne das es sich nicht zu leben lohnt. Wir haben nicht die Freiheit, dies oder jenes zu erreichen, aber die, das Notwendige zu tun oder nicht. Und eine Aufgabe, welche die Notwendigkeit der Geschichte gestellt hat, wird gelöst, mit dem einzelnen oder gegen ihn.“(39) Damit hat er genau beschrieben, was uns heute mit der globalen Finanzblase bevorsteht: Die totale Ausplünderung und Versklavung der Welt sowie die Entwertung von allem und jedem.

So wundert es nicht, dass heute die Krisen an den Bruchlinien des Ersten Weltkriegs – im Nahen und Mittleren Osten, in der Ukraine und in Nordafrika – wieder aufgebrochen sind, weil die Problematik weder gelöst noch aufbereitet wurde. Die Kriegstreiber von heute sind wie damals kühl kalkulierende, machtbesessene und menschenverachtende Hasardeure. Sie finden sich unter Spekulationsbankern und Inhabern von Rüstungsgroßkonzernen, vor allem in den transnationalen Konzernen und dem transnationalen Kapital.

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Quellen & Links

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete “atomare Gefechtsfeld” in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie “Die unterschätzte Macht” (2022).

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1) https://www.tagesschau.de/inland/regional/brandenburg/rbb-us-praesident-biden-sagt-berlin-besuch-wegen-hurrikan-milton-ab-100.html

2) https://www.puls24.at/news/politik/biden-sagt-deutschlandreise-ab/356941

3) https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/harald-kujat-gibt-bei-heckler-and-koch-auf-nach-nur-einem-jahr-als-aufsichtsratschef-a-aefc926e-b462-4504-85b2-3c0b10f607b6

4) https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/davor-warnt-ex-nato-general-harald-kujat-im-ukraine-krieg-47731767

5) Ebda.

6) Ebda.

7) https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/scholz-ukraine-umfangreiche-waffenlieferung-40223362

8) https://onenews.com/summary?category=News&aid=fb4d1bf9013fd19078295f6728352b21&native=taboola&type=0_1023_102_1102_108_240414

9) Allgemeine Jüdische Zeitung Nr. 27 vom 4. Juli 1919, S. 291

10) Wolfgang Effenberger/ Reuven Moskovitz: Deutsche und Juden vor 1919 – Stationen einer schwierigen Beziehung, Höhr-Grenzhausen 2013, ‚S. 291/92

11) Ebda.

12) https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2021/04/king-david-hotel-anschlag-jerusalem-1946/komplettansicht

13) https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA047231.pdf

14) John Louis Peeke, Captain, United States Air Force B.S., University of Maryland, 1968 M.L.A., Texas Christian University, 1976

15) https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA047231.pdf

16) Zitiert wie https://www.palestinemission.at/single-post/2018/04/09/zum-70-jahrestag-des-massakers-von-deir-yassin

17) https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA047231.pdf

18) Gemäß 2.4 TRADOC 525-3-1 „Win in Complex World 2020 – 2040” vom September 2014 abbauen sollen.

19) https://www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-nahost/hamas-chef-ismail-haniyeh-getoetet-wer-war-das-gesicht-der-radikalen-organisation-19891211.html

20) https://strategic-culture.su/news/2024/10/07/perfidy-in-tehran/

21) Ebda.

22) Ebda.

23) Einer Organisation, die sich für die Auseinandersetzung zwischen dem politischen Islam und dem Westen einsetzt.

24) https://strategic-culture.su/news/2024/10/07/perfidy-in-tehran/ Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus

25) https://web.de/magazine/politik/nahostkonflikt/lage-ueberblick-washington-ergreift-massnahmen-teheran-40225048#.homepage.threeList_4_Recommendation_treatSimple.Washington%20ergreift%20weitere%20Maßnahmen%20gegen%20Teheran

26) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/un-mission-angriff-libanon-israel-nahost-100.html

27) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/libanon-israel-blauhelme-nahost-100.html

28) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/libanon-israel-blauhelme-nahost-102.html

29) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/libanon-israel-blauhelme-nahost-102.html

30) Ebda.

31) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-drohnen-unifil-100.html

32) https://www.unz.com/mwhitney/if-israel-attacks-iran-russia-is-not-going-to-stay-on-the-sideline/

33) Reuven Moskovitz: “Der lange Weg zum Frieden Deutschland – Israel – Palästina Episoden eines Friedensabenteurers”, Berlin 2009

34) Reuven Moskovitz: “Der lange Weg zum Frieden Deutschland – Israel – Palästina Episoden eines Friedensabenteurers”, Berlin 2009, S. 393

35) https://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=28897

36) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14075

37) https://www.nrhz.de/flyer/media/14075/Berlin-Rede-Effenberger-23-07-09.pdf

38) Echo des Krieges: Süddeutsche Zeitung Nr. 155 8./9. Juli 2017 Seite 11

39) Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes. Umriss einer Morphologie der Weltgeschichte. München 1972, Sp. 1194/1195

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Japan: Geschäfte verweigern saRNA-Geimpften Zutritt

19. Oktober 2024

von Dr. Peter F. Mayer

Wissenschaft

Japan: Geschäfte verweigern saRNA-Geimpften Zutritt

19. Oktober 2024von Dr. Peter F. Mayer4,4 Minuten Lesezeit

Als nächste Generation von RNA-basierten Injektionen wurde selbstverstärkende RNA (self-amplifying RNA – saRNA) in Japan zugelassen. Es ist der nächste logische Schritt um die Impfstoffproduktion aus dem Bioreaktor in der Fabrik in den menschlichen Körper zu verlegen. Nun weigern sich einige Geschäfte, geimpfte Personen zu bedienen. Grund sind Befürchtungen über den Corona-Impfstoff ARCT-154.

Das berichtet Sumikai ( https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/geschaefte-in-japan-verweigern-menschen-die-einen-speziellen-corona-impfstoff-erhalten-haben-ihre-dienstleistung-347254/ ), ein deutschsprachiges Magazin rund um Japan, nun über die ablehnende Haltung von Geschäften und Institution Menschen gegenüber, die sich damit impfen ließen. Wir wissen seit September 2020 aus einem internen Dokument von Pfizer ( https://tkp.at/2021/05/05/pfizer-dokument-bestaetigt-fehlgeburten-selbst-durch-haut-kontakt-mit-geimpften/ ), dass selbst bei den mRNA-Präparaten mit so genanntem Shedding, also der Weiterverbreitung von Impfspikes auf verschiedenen Wegen an andere Personen, gerechnet werden muss. Das kann sowohl durch die Luft als auch durch Hautkontakt erfolgen. Das wurde mittlerweile durch eine Reihe von Studien nachgewiesen. Die Impfspikes werden von Transportbläschen, genannt Vesikel ( https://tkp.at/2022/09/27/mrna-nanopartikel-in-muttermilch-begutachtete-studie-stellt-impf-aufforderung-an-schwangere-und-stillende-in-frage/ ) oder Exosome, über lange Zeit aufgehoben und innerhalb und außerhalb des Körpers verbreitet.

Von Sumikai werden diese wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fakten zwar als „Verschwörungstheorien“ abgekanzelt, man berichtet aber doch offen über die Ansichten vieler Japaner:

Seit der Impfstoff zugelassen wurde, kursieren im Internet Gerüchte, dass geimpfte Personen Bestandteile des Virus auf andere übertragen könnten.

Als Reaktion darauf verweigern einige Geschäfte geimpften Menschen ihre Dienstleistungen. Die Hot-Yoga-Studio-Kette LAVA bittet auf ihrer Webseite geimpfte Personen, die Einrichtungen nicht zu betreten, bis die Sicherheit des Impfstoffs bestätigt ist.

Eine Zahnklinik in Tokyo fordert geimpfte Patienten auf, sechs Monate nach der Impfung zu warten, bevor sie die Klinik wieder besuchen. Ein Sprecher der Klinik erklärte, dass man diese Maßnahme aufgrund von Informationen aus dem Internet und Büchern ergriffen hat, die auf mögliche Gefahren hinwiesen.

Auch ein Friseursalon in Maebashi weist geimpfte Kunden ab. Die Besitzerin sagte, sie habe von den Risiken im Internet erfahren und misstraue der Regierung und den Medien, da diese nicht über die Nachteile der Covid-19-Impfstoffe informiert hätten.“

Arcturus Therapeutics aus Saan Diego hat kürzlich die Zulassung seines selbstverstärkenden mRNA-Impfstoffs durch die japanischen Aufsichtsbehörden erhalten. Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) hat ARCT-154, einen selbstverstärkenden mRNA (sa-mRNA)-Impfstoff gegen COVID-19, zugelassen.

Die Impfung wird für Erstimpfungen und Auffrischungsimpfungen bei Erwachsenen ab 18 Jahren eingesetzt. Dieser neue Covid-sa-mRNA-Impfstoff wurde von Arcturus Therapeutics in Zusammenarbeit mit dem in Melbourne, Australien, ansässigen Unternehmen CSL entwickelt. Im Oktober werden die japanischen Gesundheitsbehörden den sa-mRNA-Covid-Impfstoff für die Bevölkerung freigeben.

Die Zulassung basiert auf positiven klinischen Daten aus mehreren ARCT-154-Studien, darunter eine laufende Studie zur Wirksamkeit ( https://www.researchsquare.com/article/rs-3329097/v1 ) an 16.000 Probanden in Vietnam.

Wie TKP kürzlich berichtete, hatten einige der prominentesten Wissenschaftler, Ärzte, Immunologen und Akademiker Japans vor den neuen Injektionen eindringlich gewarnt. Sie erklärten, dass die „selbstreplizierenden RNA-Impfstoffe“ „eine weltweite Katastrophe ( https://tkp.at/2024/09/22/japan-warnt-vor-katastrophe-durch-selbstverstaerkende-mrna-impfstoffe/ ) auslösen werden“.

Dr. Robert Malone, der Erfinder der mRNA-Technologie, reiste nach Japan, wo er sich mit Experten traf, um die neuen Injektionen zu diskutieren. Malone bestätigte, dass in Japan ein Aufstand der Bevölkerung im Gange ist.

Die Bürgerinnen und Bürger waren bereits auf die Straße ( https://tkp.at/2024/04/14/massive-proteste-in-japan-gegen-who-und-folgen-der-covid-impfkampagne/ ) gegangen, um gegen die frühere Covid-mRNA-„Impfstoff“-Kampagne zu protestieren.

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SlayNews

Dr Robert Malone: Japan Warns New Covid 'Replicon Vaccines' Are 'Third Atomic Bomb'

Oct 2024

https://rumble.com/v5hxy76-dr-robert-malone-japan-warns-new-covid-replicon-vaccines-are-third-atomic-b.html

Leading experts in Japan are issuing unprecedented warnings about the new Covid self-amplifying "replicon" mRNA "vaccines."

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Malone berichtete von der japanischen Kundgebung, an der er teilnahm und bei der sich 30.000 Menschen gegen die Replikon-Injektionen aussprachen.

„Ich komme gerade aus Tokio zurück, wo es eine Kundgebung mit 30.000 Teilnehmern gab, weil sie im Begriff sind, selbstreplizierende RNA-Impfstoffe einzusetzen“, sagte Malone.

„Japan wird für diese neue Technologie als Versuchskaninchen für die ganze Welt benutzt. Das japanische Volk nennt dies die dritte Atombombe.“

Unterdessen wächst die Befürchtung, dass die neuen Injektionen bald weltweit zugelassen sein werden.

In Kanada warnen Ärzte die Öffentlichkeit davor, dass die kanadischen Regierungsbehörden Japan folgen und die „Replikon“-saRNA-Injektionen zulassen werden.

Ein Arzt bezeichnete die Injektionen als „die nächste Iteration der Frankenstein-Technologie“.

Der Onkologe Dr. William Makis, der Notfallmediziner Dr. Mark Trozzi und der Virologe und Vakzinologe Dr. Byram Bridle sprachen kürzlich vor dem japanischen Parlament auf dem diesjährigen internationalen Krisengipfel.

Die drei Experten teilten ihre Besorgnis nach der Rückkehr in ihr Heimatland Kanada mit. Sie betonten, dass diese neuen Replikon-„Impfstoffe“ ebenso gefährlich sind wie ihre Vorgänger, die Covid mRNA-Impfungen.

„Dies ist die nächste Iteration dieser Frankenstein-Technologie“, sagte Dr. Makis.

„Wir wissen nicht, was diese Technologie bewirken wird.

„Wir wissen, dass sie alle negativen Eigenschaften der ersten Generation von mRNA-Impfstoffen aufweist.“

Selbst-amplifizierende oder „Replikon“-mRNA-Impfungen bringen mRNA-Impfstoffe auf die nächste Stufe.

Makis beschreibt die neuen Covid-„Impfstoffe“ als mRNA-Impfungen „auf Steroiden“.

Die von Bill Gates geförderten ( https://tkp.at/2024/08/09/studie-kritisiert-selbstvervielfaeltigende-rna-impfstoffe-von-bill-gates/ ) selbstverstärkenden mRNA-Spritzen enthalten die Inhaltsstoffe, die erforderlich ist, um mehr von sich selbst herzustellen, sobald sie in die Zellen gelangt.

Die Injektionen werden als „Replikon-Impfstoffe“ bezeichnet, weil sie sich im menschlichen Körper vermehren können, um mit der Zeit mehr mRNA zu produzieren.

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Quellen & Links

Bild: (c) pfm

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Report24news

Rechtsanwalt Michael Brunner: E-Impfpass in dieser Form verfassungswidrig

Published on Oct 20, 2024

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Russische Welt TV

Putin antwortet auf Selenskis Atomwaffen-Pläne

Published on Oct 20, 2024

Präsident Putin antwortet Selenski auf seine jüngste Aussage über den Wunsch nach Atomwaffen für die Ukraine. Quelle: Putins Interview mit Medien der BRICS-Staaten vom 18.10.2024

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https://kremlin.ru/events/president/news/75349

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SaneVox Deutsch

Atomwaffen im Kopf: Selenskyj fordert NATO-Truppen!

Published on Oct 20, 2024

Nukes im Kopf, Selenskyj fordert NATO-Stiefel am Boden

The Duran: Episode 2041

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The Duran

Original Video:

Nukes on the brain, Zelensky demands NATO boots on the ground

Published on Oct 19, 2024

Nukes on the brain, Zelensky demands NATO boots on the ground

The Duran: Episode 2041

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Produced by: The Duran

Originally Published on: 2024-10-19

Translations by: https://video-translations.org

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Ansage

Bald unbemerkte Impfung durch Körperkontakt? Mit neuen mRNA-Vakzinen will Big Pharma die Ungeimpften erwischen

von Jochen Sommer

19. Oktober 2024

Lebensgefährliche Laborexperimente mit Genpräparaten und Viren – im Dienste der Menschheit? (Symbolbild:Imago)

Dass “moderne” Impfungen nicht notwendigerweise über Spritzen verabreicht werden müssen, sondern auch ohne Einwilligung der Zielpersonen über völlig neue Vektoren, von Stechmücken über Nanopartikel bis hin zu unbemerkt über die Haut aufgenommenen Trägerstoffen, ist längst kein Horrormärchen aus der Science-Fiction-Literatur mehr, sondern technisch machbar und vermutlich bald schon Realität. Vor allem für die Pharmalobby und von philanthropischen Milliarden finanzierte Menschheitsbeglückungs-NGOs, die die verhängnisvolle und unausgereifte mRNA-Technologie weiterhin mit allen Mitteln unter die ungeimpften Teile der Völker bringen wollen (aus fadenscheinigen Motiven, als welche sowohl kommerzielle Interessen als auch abseitige Pläne zur Bevölkerungsreduktion in Betracht kommen) erschließen sich hier ganz neue Wege, Impfwiderstände elegant und geräuschlos zu umgehen.

Nun hat die AfD-Europaabgeordnete Christine Anderson vor eben solchen potenziellen Schrecken eine deutliche Warnung ausgesprochen. Die Gesundheitsexpertin sieht durch neue mRNA-Impfstoffe unabsehbare Gefahren auf die Menschheit zukommen. Im Gespräch mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet berichtet Anderson von ihrem Aufenthalt in Japan, wo sie an der sechsten internationalen Covid-Konferenz teilgenommen hat. Dort ging es unter anderem um die für die Impflobby geradezu “sensationelle” Meldung , dass seit Monatsbeginn sang- und klanglos eine neue Generation von mRNA-Injektionen auf den Markt gelangte, die die Wirkung der bisherigen noch einmal erheblich verstärke: Die neuen Vakzine, die nach dem Wunsch der (im Hintergrund hieran schon mit Hochdruck arbeitenden) EU-Kommission natürlich möglichst zeitnah auch nach Europa kommen sollen, seien „selbstverstärkend“ und würden im Körper die Gen-Veränderung eigenständig fortsetzen. Anderson spricht von regelrechten „biologischen Kopiermaschinen“, die hier injiziert würden – da ein „Bauplan“ in die DNA eingepflanzt werde, um Antigene zu erzeugen. Niemand könne sagen, ob und wann dieser Replizierungsprozess stoppe – und mangels valider Langzeitstudien sind auch hier möglicherweise noch verheerendere Gesundheitsschäden als bei den bisherigen Corona-Vakzinen nicht auszuschließen.

Perverse Pharmawissenschaftler spielen Gott

Besonders alarmierend sei dabei eine drohende hohe Übertragungsgefahr auch für Ungeimpfte – weil die durch die Impfstoffe erzeugten Proteine sich auch auf in nichtgeimpften Menschen einnisten könnten, etwa durch Tröpfchenübertragung oder sogar zufälligen Körperkontakt über Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Blut . Dieses von den Forschern inzwischen bewusst angestrebte Phänomen werde „shedding“ genannt. Zudem würden für die selbstverstärkenden mRNA-Injektionen sogenannte Alpha-Viren verwendet, die nicht nur Menschen, sondern auch andere Spezies infizieren können. Der evolutionäre Druck, dass ein Virus seinen Wirt normalerweise nicht töten wolle, entfalle jedoch, wenn es auf eine andere Spezies ausweichen könne – sodass es keine Grenzen mehr für seine Ausbreitung gebe.

Japan habe man sich nach Andersons Meinung deshalb für den Start dieses neuen Menschheitsexperiment ausgesucht, weil dort die Zulassungshürden niedriger seien und vor allem, weil die Japaner gegenüber staatlicher Autorität traditionell sehr fügsam seien und nicht zum Widerstand neigten. Später ließe sich dann bequem behaupten, dass man die neuen Vakzine ja bereits in Japan erprobt habe und diese “unbedenklich” seien. Allerdings wies Anderson darauf hin, dass auch hier der Protest gegen den Missbrauch der eigenen Bevölkerung als Versuchskaninchen wachse. Es sind geradezu dystopische Ausblicke, die Anderson hier gegenüber AUF1 skizziert und die wie aus einem düsteren Alptraum entsprungen scheinen. Eine amoralische, enthemmte von von supranationalen, keiner demokratischen Souveränität mehr unterworfene Wissenschaftskaste in Diensten von Plutokraten spielt Gott und experimentiert hochfahrlässig mit lebensgefährlichen faktischen Biowaffen, ohne dass irgendeine Kontrolle über ihr Treiben ausgeübt wird. Die Ereignisse der letzten fünf Jahre haben gezeigt, dass die Pharmalobby völlig skrupellos ist und vor rein nichts mehr zurückschreckt, wenn es darum geht, immer neue, immer gefährlichere Erzeugnisse an den Mann zu bringen – ohne dass die Gefahren, die damit einhergehen, von Politik, Medien, Gerichten und Öffentlichkeit überhaupt nur richtig eingeordnet werden können.

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https://ansage.org/bald-unbemerkte-impfung-durch-koerperkontakt-mit-neuen-mrna-vakzinen-will-big-pharma-die-ungeimpften-erwischen/

NachDenkSeiten

Corona: „…Als würde die Bundesregierung vertuschen wollen, wie viele Impfgeschädigte es tatsächlich gibt…“

18. Oktober 2024 um 11:00

Ein Artikel von: Tobias Riegel

In Antworten auf parlamentarische Anfragen des BSW hat das Bundesgesundheitsministerium aktuell dramatische Zahlen zu Impfnebenwirkungen nennen müssen. Konsequenzen werden immer noch nicht gezogen, was ein fortgesetzter Skandal ist. Von Tobias Riegel.

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NachDenkSeiten Audiocast (MP3):

https://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/241018_Corona_Als_wuerde_die_Bundesregierung_vertuschen_wollen_wie_viele_Impfgeschaedigte_es_tatsaechlich_gibt_NDS.mp3

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Auf Nachfrage des „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) zur Anzahl von gemeldeten Impfnebenwirkungen bei „herkömmlichen“ Impfstoffen einerseits und bei den Corona-Impfstoffen andererseits hat das Bundesgesundheitsministerium laut einer Mitteilung der Partei aktuell folgende Zahlen genannt:

8.659 Meldungen über den Verdacht einer Nebenwirkung bzw. Impfkomplikation nach rund 105 Millionen Impfungen (außer gegen SARS-CoV-2) erhielt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in den Jahren 2022 und 2023. Das geht aus einer Übersicht im aktuellen PEI-Bulletin zur Arzneimittelsicherheit hervor (Ausgabe 3/2024). Das bedeute, so das BSW: 1 Nebenwirkung auf rund 12.100 Impfungen

340.282 Meldungen über den Verdacht einer Nebenwirkung bzw. Impfkomplikation nach 192.208.062 Corona-Impfungen in Deutschland erhielt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vom 27.12.2020 (Beginn der Impfkampagne in Deutschland) bis zum 31.03.2023. Link zum PEI hier. Das bedeute, so das BSW: 1 Nebenwirkung auf rund 565 Impfungen

Bei Corona-Impfungen seien demnach 21 Mal mehr Verdachtsfallmeldungen registriert worden als bei allen anderen Impfungen, erklärt das BSW. Die Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti stellt fest:

„Trotz dieses deutlichen Alarmsignals weigert sich die Bundesregierung seit nunmehr fast vier Jahren, sich bei der Impfstoffüberwachung an geltendes Recht zu halten. Das ist völlig inakzeptabel. Die Bevölkerung muss endlich wissen, wie sicher diese neuartigen Impfstoffe wirklich sind.“

Hintergrund sei das im Herbst 2020 geänderte Infektionsschutzgesetz. Dort wird in Paragraf 13 (5) verlangt, dass die Nebenwirkungsmeldungen des Paul-Ehrlich-Instituts mit den Abrechnungsdaten (ICD-Codes) der Krankenkassen abgeglichen werden müssen. So ließe sich laut BSW ein möglicher Anstieg etwa von neurologischen Erkrankungen, Myokarditis, Thrombosen oder Krebs zwischen dem ersten Corona-Jahr 2020 und den folgenden Jahren, in denen geimpft wurde, feststellen.

Die Bundesregierung habe in ihrer aktuellen Antwort bestätigt, dass eine entsprechende Auswertung auch fast vier Jahre nach Start der Impfkampagne immer noch nicht erfolgt ist, so das BSW. Dazu Tatti:

„Es wirkt mittlerweile so, als würde die Bundesregierung vertuschen wollen, wie viele Impfgeschädigte es tatsächlich gibt.“

Laut Tatti verweigern die Bundesregierung und das ihr unterstellte Paul-Ehrlich-Institut die gesetzlich vorgeschriebene Überwachung der Sicherheit von Corona-Impfstoffen – anders würden sich „die mehr als dürftigen Reaktionen” auf ihre parlamentarischen Anfragen nicht mehr interpretieren lassen, so die Politikerin. Die Bundestagsabgeordnete, die schon im Juni wegen des Datenabgleichs zwischen PEI und Kassenärzten nachgehakt hatte, ergänzt:

„Dafür verstößt die Bundesregierung sogar gegen das Gesetz. Karl Lauterbach muss dafür die Verantwortung übernehmen und zurücktreten. Und es braucht endlich einen Corona-Untersuchungsausschuss.“

Keine Entschädigung durch Pharmafirmen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am 12. März 2023 im „heute journal“ angeregt, dass Hersteller wie BionTech Geld in eine freiwillige Stiftung für Betroffene von Impfschäden/Post-Vac einzahlen. Schließlich hätten die Pharmafirmen „exorbitante Gewinne“ durch den Verkauf von Impfstoffen erzielt, so Lauterbach seinerzeit: „Das könnte man erwarten.“ ( Quelle zdf.de)

Zu den Milliarden-Gewinnen (laut BSW allein bei BionTech fast 20 Milliarden Euro in 2021/22) seien noch beträchtliche staatliche Fördermittel hinzugekommen. So sei das Mainzer Unternehmen vom Bundesforschungsministerium mit 375 Millionen Euro für die Erforschung und Entwicklung von Corona-Impfstoffen gefördert worden, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine weitere Anfrage von Jessica Tatti hervorgehe. Jedoch laute die aktuelle Antwort aus dem Bundesgesundheitsministerium:

„Die Einrichtung einer Stiftung zur Entschädigung von Personen, die nach COVID-19-Impfungen einen Impfschaden erlitten haben, ist der Bundesregierung nicht bekannt.“

Dazu stellt Jessica Tatti fest:

„Es war falsch, dass die Regierung Biontech und Co von der Haftung für Impfschäden befreit hat. Die Pharmakonzerne haben gigantische Gewinne mit Corona-Impfstoffen erzielt – und jetzt ist nicht einmal ein kleiner Teil davon für die Impfgeschädigten übrig. Was für ein verantwortungsloses und schäbiges Verhalten.“

Titelbild: Mrz producer / Shutterstock

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