Wert ist subjektiv. Wert entsteht durch das Bauchgefühl des Konsumenten. Glaubt der Konsument, er könnte mit seinen Papierzetteln reale Produkte kaufen und dieser Glaube wird in der Praxis dadurch gedeckt, dass eben dies möglich ist, dann sind bedruckte Papierzettel etwas "wert". Mit oder ohne Zentralbank. (Das hier ist österreichische Schule, erstes Semester, erste Stunde, erste Minute. Das sollte dir als Bitcoiner durch die Blutbahn schießen.)

Es existiert kein "intrinsischer" Wert und Wert entsteht auch nicht durch Gewaltanwendung (das wäre die MMT-Argumentation und deine, wonach eine Zentralbank Steuern fordert, wodurch eine Nachfrage nach Zentralbankgeld entsteht).

Wo liegt der "Wert" von Geld? Das hat Ludwig von Mises 1912 in "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel" anhand des Regressionstheorems erklärt: Geld hat einen "Wert", weil es GESTERN einen "Wert" hatte. Leute lernen im Zeitverlauf durch Versuch und Irrtum. Nimmt der Händler deinen Geldschein nicht mehr an, musst du dir was besseres suchen, was gängige Praxis in einer Hyperinflation ist. Hat dein Geld aber einen gängigen Marktpreis und ist nicht wertvoller als die Schubkarre, mit der du es transportierst, wie z.B. der US-Dollar oder Bitcoin, dann ist dieses Geld offensichtlich marktfähiger.

Das hier ist so dermaßenes ökonomisches Basiswissen, es schockiert mich, dass du das nicht weißt, sondern auf keynesianisch-etatistischen Müll reinfällst...

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Discussion

Jz sagst du wieder nur das selbe und beziehst dich auf annahmen die in einen goldstandard wo das sicher stimmen kann.

Gedankenexperiment Nr. 2 : die Zentralbank ist abgeschafft in Argentinien. Die Druckerei die vorher die Peso Zettel gedruckt hat steht noch und druckt einfach weiter. Wer verhindert das? Ich sage der Bürger verhindert das weil er die Peso Zettel einfach nicht mehr annimmt. Das ist wie Libertäre den Markt verstehen.

Verstehst du eigentlich, was mit Gelddrucken überhaupt gemeint ist? Damit meinen Ökonomen Geschaftsbanken, die Kredite vergeben, nicht physische Banknoten auf Walzen drucken. Das ist Österreichern und MMTlern beiden gleich klar, aber dir anscheinend nicht... es ist wirklich abenteuerlich.

Ich glaube du hast jz einen Knoten im Kopf und betest die österreichische Schule einfach runter. Mir ist schon klar, dass es Geld auf den Bankkonto und der Geldschein zwei verschiedene Dinge sind. Geld ohne Sicherheit hat keinen Wert. Wir leben weltweit in einen Teilreserve Geldsystem - haben also trotz Nixen Schock noch "etwas" Reserve/Sicherheit in unseren Geldsystem. Fällt die Sicherheit weg ist der Wert weg. Wenn du als Bank in Argentinien (Beispiel 1) nach löschen der Zentralbank die wertlos Peso Scheine annimmst ist das dein Problem . Dein Eigenkapital wird dadurch verschwinden und du wirst pleite gehen. Du kannst natürlich Kredite vergeben aber ohne Zentralbank die dich aus der scheiße schlägt musst du erst dein Eigenkapital stark erhöhen. Ohne Banken die Kredite vergeben wird die Wirtschaft stagnieren (schau dir in den Zusammenhang Richard Werner an ). Wichtig hierbei ist dass Kredite/Wechsel die Wirtschaft unterstützen und nicht für Aktienkaufe oder Börsenspekulationen verwendet werden.

In einen Schuldgeldsystem in dem wir weltweit stecken ist kurzfristiger Kredit(Wechsel) nötig damit das System läuft. Wenn die Bank weniger kurzfristigen Kredit ausgibt läuft die Wirtschaft weniger.

Schau dir in den Zusammenhang auch Ingo Sauer an - er war auf der Zitadelle und hat hier schön erklärt wie unser Geldsystem läuft. Dazu hat er auch schon einige Youtube Videos gemacht - versuche sie zu verstehen und klebe nicht an Aussagen fest von Österreichern die komplett aus den Zusammenhang gerissen sind. Vor 100 Jahren hatten wir noch (teilweise) eine Golddeckung.

Ich fasse es nicht - du warst mit Hubertus Hofkirchner im Interview. Er sagt genau das selbe.

Egal - ich hab dir genug Gründe aufgezeigt warum es eine blöde Idee ist die Zentralbank über Nacht abzuschaffen. Damit wird der Libertäre Weg nicht beschleunigt sondern um Jahre zurück geworfen.

"Du betest die österreichische Schule einfach runter"

2 Sätze später: "Geld ohne Sicherheit hat keinen Wert"

Hier betest du Keynesianische Punkte einfach runter 😅

Was ist denn Sicherheit? Deckung! Und darum geht es beim Artikel von Kristoffer Hansen, den du nicht verstanden hast, wie du selbst gesagt hast. Die Positionen jeglicher Bankbilanzen, die nicht gedeckt sind, weil sie nur auf aus dem Nichts gedruckten Zentralbankgeld bestehen, müssen weg, inklusive dem System der Staatsanleihen und das wäre das Aus für eine Zentralbank, weil dahinter GAR NICHTS an Sicherheit steht, außer zukünftigen Einnahmen aus Steuergeld (also Raub). Und DAS willst du beibehalten, weil du das für eine Sicherheit hältst. Du verschleierst das aber dann mit klassischen MMT-Punkten, indem du diese von Raub gedeckten Sicherheiten vorhältst und sagst: Würden wir nicht rauben, wäre der Peso wertlos. Dem ist nicht so. Es stehen nach wie vor reale Güter in Bilanzen. Eine argentinische Rinderzucht, die Fleisch verkauft und einen Kredit bei ihrer Bank abbezahlt, hat ihren Hof wahrscheinlich als Sicherheit hinterlegt und das ist ein realer Gegenwert. Daran würde eine Zentralbankabschaffung nichts rütteln. Deine Behauptung "Dein Eigenkapital würde verschwinden und du wirst pleite gehen" ist damit hinfällig. Die Bank KANN sehr wohl pleite gehen, wenn ihre Bilanz überwiegend aus schwachen Positionen wie Staatsanleihen und anderweitig nichtigen, bzw. abzuschreibenden Vermögenswerten beruhen würde, aber dann hätte sie es eben auch verdient pleite zu gehen. Der weitere Punkt sind dann Folgefehler bei dir und ich denke gerade Richard Werner hast du mal überhaupt nicht verstanden, den ich garantiert deutlich besser studiert habe als du. Du landest wieder bei dem Punkt, dass Zentralbanker aber bitte Engel sein sollen ("wichtig hierbei ist, dass Kredite/Wechsel die Wirtschaft unterstützen und nicht für Aktienkäufe oder Börsenspekulationen verwendet werden" - du checkst das Betrugsmodell des carry trade gar nicht, obwohl Saifedean Ammous das extrem einfach in seinem letzten Beitrag vorgestellt hatte, was ich auch mit Alessandro Fusillo beleuchtet habe.)

Danach erstreckst du dich wieder in Anti-Deflation Propaganda, die du gefressen zu haben scheinst - und das als Bitcoiner. Ich habe Ingo Sauers Positionen in 2 Videos ausführlich erläutert und auch Hubertus Hofkirchner hast du mal so gar nicht verstanden. Du tust so, als wolle er die Bitcoin-Geldmenge ausweiten. Das ist NICHT der Fall! Er will einen 3rd Layer mit Tokens an das System koppeln, um kurzfristige Kredite zu ermöglichen. Dagegen spricht nichts, aber mit Bitcredit will er bloß sein eigenes System pushen, während es sowas wie Cashu längst gibt, was unproblematisch läuft. Lange Rede kurzer Sinn: Du bist bei weitem schwerer auf dem Holzweg als du meinst zu sein. Du hast so fundamental unrecht und inzwischen glaub ich, dein Ego erlaubt dir nicht mehr, das zu sehen, dass ich dich wirklich als keynesianisches U-Boot betrachten muss. Du bist pro-Etatismus und pro-Zentralbank, weil du glaubst wir bräuchten dieses unterdrückerische Herrschaftssystem und die Gründe ("das System funktioniert sonst nicht") sind so an den Haaren herbeigezogen, dass es bereits lächerlich ist. Du hast gar nichts gezeigt, du hast den Commies den roten Teppich ausgerollt, indem du ihre Punkte übernimmst und Ausreden erfindest. Absolut furchtbar!

Wir reden wieder aneinander vorbei. Wir kommen nicht weiter wenn wir uns gegenseitig Unverständnis vorwerfen.

[Zitat:..Der weitere Punkt sind dann Folgefehler bei dir und ich denke gerade Richard Werner hast du mal überhaupt nicht verstanden, den ich garantiert deutlich besser studiert habe als du. ]

Dann erklär mal - hier sagst du nur du hast ihn verstanden aber sagst nichts dazu!

Richard Werner führt aus, dass Wachstum von einen funktionierenden Kreditsystem abhängig ist. Viele kleine Banken vergeben Kredite an Firmen und bringen so einen Mehrwert und Wachstum. Genau hier setzt Bitcredit von Hubertus: Jeder kann die open source Mint installieren und so Wechsel/kurzfristige Kredite an Firmen vergeben. Die Mint die das gut mach fördert das System, die schlecht geführte Mint geht Pleite - aber das ist der Weg den wir gehen müssen.

Das ist noch wenig bekannt und muss weiter verbreitet werden. Momentan gibt es nur Banken in Argentinien die Kredite vergeben aber wie soll das klappen wenn der Peso weg ist? Dollar können sie nur schwer (zu wenig Eigenkapital) und auch nur mit hohen Zinsen vergeben. Wie soll da ein Aufschwung entstehen? Aus meiner Sicht ist es besser erst mal den Staat zurück zu fahren. Die Zentralbank kann später fallen.

[Zitat:... Hubertus Hofkirchner hast du mal so gar nicht verstanden. Du tust so, als wolle er die Bitcoin-Geldmenge ausweiten. Das ist NICHT der Fall! Er will einen 3rd Layer mit Tokens an das System koppeln, um kurzfristige Kredite zu ermöglichen. Dagegen spricht nichts, aber mit Bitcredit will er bloß sein eigenes System pushen, während es sowas wie Cashu längst gibt, was unproblematisch läuft. ]

Die Bitcoin Geldmenge kann nicht ausgeweitet werden. Bitcoin ist Basisgeld. Daneben stehen die kurzfristigen Kredite von den Mint's - die können je nach Bedarf elastisch reagieren (die roten Bänder bei Ingo Sauer)

Hier legst du mir wieder einfach was in den Mund was ich nicht gesagt habe! ... wie ständig mit den MMT Mindset vorwürfen! DU hast Hubertus nicht verstanden. DU hast Ingo Sauer nicht verstanden Du machst viel Wind ...(Egal jetzt - ich sehe es einfach anders und deine Argumente erkenne ich nicht)

Es ist immer einfach mit den Finger auf andere zu zeigen - machen muss man selber.

Der Libertäre Weg muss gegangen werden aber Schritt für Schritt.

Es wird langsam sehr langweilig, weil du so wie jeder MMT-Commie das Thema wechselst, wenn du ausführlichst widerlegt wurdest und mit Autoritätsargumenten (Richard Werner sagt) kommst. Daher hier vermutlich/hoffentlich mein letzter Beitrag.

Kredite sind JETZT bereits da. Dass Kredite künftig auf magische Art und Weise weg wären (aufgrund der Schließung der Zentralbank) ist eine Aussage, die deinen Startpunkt markiert von dem aus du argumentierst, für den du aber keinerlei Grundlage hast. Der Peso ist nicht "weg" und Banken auch nicht. Jeder kann Kredite vergeben, sofern er die nötige Deckung dafür hat (das hab ich dir jetzt 30x versucht zu erklären, darum windest du dich wie ein Aal und kritisierst nie die eigentliche Aussage, sondern tust so, als wär das ein vom Himmel gefallenes und in Stein gemeißeltes Naturgesetz).

Danach sagst du eigentlich gar nichts mehr, außer dass du mit halbgaren keynesianischen Argumenten versuchst mir Unverständnis vorzuwerfen.

ist doch egal - du bist der Meinung es ist gut für Argentinien wenn die Zentralbank abgeschafft wird. Ich sage das bringt keine Besserung sondern führt nur zu einer Dollarisierung und einer schlechteren wirtschaftlichen Lage was den Libertären Weg in Argentinien nur belasten würde.

Wir werden uns nicht einigen.

Ja. Du vertrittst den Kommunismus und ich den Libertarismus. Ganz einfach. 😊