"Sehr geehrter Bürger,

vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis auf die von der EU-Kommission geplante Kontrolle privater Nachrichten.

Aus Sicht der AfD geht der von der EU-Kommission eingebrachte Gesetzesentwurf zur sogenannten Chatkontrolle weit über den propagierten Schutz von Kindern hinaus. Er sieht im Kern eine anlasslose und flächendeckende Überwachung privater digitaler Kommunikation vor, verbunden mit einer faktischen Abschaffung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Damit würden Millionen unbescholtener Bürger unter Generalverdacht gestellt. Dies wäre ein massiver Eingriff in das Grundrecht des Brief- und Fernmeldegeheimnisses sowie in die digitale Privatsphäre.

Zahlreiche unabhängige Datenschützer, der Juristische Dienst des EU-Rats sowie der Innenausschuss des Europäischen Parlaments sehen eine solche anlasslose Überwachung als unverhältnismäßig. Die EU-Kommission verstößt damit gegen grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien. Die AfD setzt sich seit ihrer Gründung für freie Meinungsäußerung und gegen die Massenüberwachung der Bürger ein.

Unsere Politik orientiert sich an folgendem Leitsatz aus dem AfD Wahlprogramm zur Bundestagswahl:

„Wir sehen die zunehmende Einschränkung von Grundrechten im Namen der Sicherheit kritisch. Vielfach werden Bürgerrechte eingeschränkt, obwohl mit einer effektiven Umsetzung bestehender Gesetze und einem angemessenen Personaleinsatz das vorgebliche Ziel erreicht werden kann. Die AfD lehnt die Tendenz zum Überwachungsstaat entschieden ab.“

Unsere Fraktion, Europa der Souveränen Nationen wird im Europäischen Parlament gegen diesen Gesetzesvorschlag stimmen. Unsere Position ist klar:

Kinderschutz ja, Massenüberwachung nein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Alexander Sell

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