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Das Problem scheint mir die Gleichsetzung von Kapitalismus und Korporatismus/Vetternwirtschaft zu sein und zu behaupten, dass Libertäre Anhänger dessen sind.
Ersteres ist das was man auch im gängigen Diskurs so wiederfindet und eigentlich schon eine irreführende Fehlinterpretation, da man anfängt über grundverschiedene Dinge zu sprechen...
Bspw. würde das Haftungsprinzip im Kapitalismus dafür sorgen, dass der Handlungsspielraum stärker eingeschränkt ist, da man für Fehler selbst die vollen Konsequenzen trägt und es keine Bailouts gibt – dafür darf man die Früchte ebenfalls selber ernten. Genau das Gegenteil ist im "Crony Capitalism" der Fall: man inzentiviert Übertretungen, da im Schadensfall die Haftung von der Gesellschaft getragen wird, weil diese Akteure "too big to fail" sind.
Lange Rede, kurzer Sinn: Privatisieren von Gewinnen und Sozialisieren der Kosten ist ein Prinzip, das weder dem Kapitalismus entspricht, noch von Libertären unterstützt wird.
Es lohnt sich näher hinzusehen, als Startpunkt empfehle ich Thorsten Polleits "Der Antikapitalist", da es sich genau diesen Kritikpunkten widmet, die sich oftmals als Fehlinterpretationen und Begriffsumdeutungen entpuppen.
Wie Bitcoin das fixt und warum es genau das Werkzeug seien kann, wieder zu mehr Ausgewogenheit und Gerechtigkeit zu kommen, das wäre ein ganz eigenes Thema ;)