Darin liegt wahrscheinlich der grundlegende Unterschied zwischen uns beiden: ich lehne das System (den demokratischen Rechtsstaat) nicht ab, ich befürworte ihn. Nicht in seiner gegenwärtigen Form und Fassung, aber prinzipiell halte ich die Bewahrung der Freiheit nur in einem zwangsbewehrten bürgerlichen Staat für überhaupt möglich.

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Discussion

Da könnte man jetzt ketzerisch die Frage stellen, wie es zu der gegenwärtigen Form kommen konnte, die du ja auch nicht beführwortest.

Ich weiß nicht genau, was du mit "zwangsbewehrten bürgerlichen Staat" meinst, würde das aber wie gesagt immer wieder auf diese Grundsatzfrage zurückführen, bei der es darum geht, ob der Mensch für sich selbst steht (und eigenverantwortlich und gut im Sinne der Gesellschaft handeln kann) oder ob man meint, dass es dafür eine höher gestellte Instanz erfordert, die das definiert und im Zweifelsfall mit Zwang und Gewalt durchsetzt.

Die Frage, wie es zum heutigen Zustand kommen konnte, treibt mich auch um. Und muss dir zugestehen, dass es evtl. eine systemimmanente Schwäche ist, die dazu führte. Ich weiß es aber nicht genau.

(Ich muss die interessante Diskussion leider an dieser Stelle abbrechen, würde sie aber gerne bei anderer Gelegenheit fortführen)

Vielleicht können wir es für heute auch damit beschließen, dass es mir auch nicht darum ging, da eine Grundsatzdiskussion von zu machen. Mir war es primär ein Anliegen, auf den Widerspruch Selbstbestimmtheit durch Wahl ausdrücken zu wollen hinzuweisen. 😉