Tucker Carlson: USA is going to war with Russia in 2024 - Donald Trump will probably be assassinanted !
Crystal clear rational by Tucker Carlson!
It will happen if common sense does not hit the streets on both side of the Atlantic and the low IQ wing of western politiciens prevails!
https://english.pravda.ru/news/world/157556-tucker_carlson_usa_russia_war/
Heute entsteht ein Bankenkoloss der selbst unseren Deutschen Nachbarn Sorgen bereitet!
Die Bilanzsumme von 1'104 Milliarden CHF ist doppelt so hoch wie die Schweizer Wirtschaftsleistung. Keine andere Schweizer Bank wird diese Machwerk retten. Welche Absichten stehen hinter dieser "2023-Bank-Rettung"?
> Ist die neue UBS die "Ultimate Bomb in Switzerland"?
> Welche "Lösungen" werden unausweichlich, wenn die Monster-UBS eine Gefahr für die Finanzindustrie wird?
> Kommt der Bundesrat mit seinem Ansinnen, das Notrecht für Bankenrettungen in reguläres Recht umzuwandeln, durch?(Vernehmlassung)
> Soll die Schweiz über den Finanzplatz in die EU/NATO geführt werden?
Gibt es unter den Zeitgenossen noch Eidgenossen?
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Which progress in unifying Europe, Madame?
From 1945 - 1991 Europe faught the cold war, then european troops faught
1991 - 2001 The Yugoslav wars
1998 - 1999 The Kosovo war
2011 intervention in Libya
2001 - 2021 Afghansitan war
The progress Mme Lagarde refers to is obviously the turnover the arms industries has made under all these wars. Trillions of Euros have been spent by the european states!
After 1998 under the Euro-System all the money came from the European Central bank. From a bankers perspective that is a unification, but not the one the citizens have counted on!
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that now it is upon us to care.
Since WW II the USA seek to impose their will to people around the world.
These days european countries are at war with russia. The german defence minister recently said, that fights on Russian motherland were reasonable from NATO perspective.
How can european countries want to fight a war with Russia, after the Soviet Union has pulled back his armies from eastern Europe.
Pierre de Gaulle, grand son of General de Gaulle, explains the situation of Europe were nobody wants a war with Russia execpt for the few who take advantage of it.
In this inerview the grandson of General De Gaulle gives GREAT INSIGHTS into the:
- attitude of american leaders towards Europe,
- the reason why General De Gaulle pulled France out of NATO in the 60-ies,
- the real motovation of President Macron to enforce his pension reform by circumvating the french parliment,
- France’s real debt figures,
- the real perpetrators of the war in Ukraine and the loosing party
- a striking assessment of the Russian Forces
- a description of the russian attitude
- a rational why Russia is not the agressor
DIE WELTWOCHE - APRIL 23, 2023
ALEKSEY BABUSHKIN / KEYSTONE
«Putin verteidigt sein Land und sein Volk»: Geopolitik-Experte Pierre de Gaulle, der Enkel von General Charles de Gaulle, klagt an: Die USA und Europa hätten Russland in einen Krieg gezwungen, den sie nicht gewinnen könnten. Die Zeit spiele für Wladimir Putin. Dessen Armee habe
einen technologischen Vorsprung von mehreren Jahren
Jürg Altwegg
Paris
W eltwoche: Monsieur de Gaulle, Sie pendeln zwischen Barcelona, wo Sie mit Ihrer Familie wohnen, und Genf, wo Sie
als geopolitischer Berater für Unternehmen tätig sind. Wir sitzen hier in Paris zusammen, in einem Hotel ganz in der Nähe der Place Charles-de-Gaulle, die nach Ihrem Grossvater, dem General und Präsidenten, benannt ist. Was machen Sie in Paris?
Pierre de Gaulle: Mein Vater, Admiral Philippe de Gaulle, lebt hier. Er ist über hundert Jahre alt. Ich besuche ihn so oft wie möglich.
Weltwoche: Wie geht es ihm? Ende 2022 gab er dem Journal du Dimanche ein Interview und sprach vom Krieg gegen die Ukraine.
De Gaulle: Es geht ihm so gut, wie es einem Mann in seinem Alter gehen kann. Er sagte, dass man den Kontakt zu den Russen nicht abbrechen solle, denn Russland gehöre zu Europa. Er kritisierte die Politik von Emmanuel Macron, dem es an Perspektiven fehle und der kein grosses Projekt für Frankreich habe. Macron ist jetzt mit Ursula von der Leyen nach China gereist. Können Sie sich vorstellen, dass mein Grossvater einen europäischen Kommissar zum Besuch bei Mao Zedong mitgenommen hätte?
Weltwoche: Sie reisen regelmässig nach Russland. Das ist kompliziert geworden.
De Gaulle: Man kann über Dubai fliegen oder über Istanbul. Auch aus Serbien gibt es Flüge nach Moskau. Aus Helsinki ist es ein bisschen komplizierter. Aber problematischer ist sowieso die Tatsache, dass westliche Kreditkarten in Russland nicht mehr funktionieren.
Weltwoche: Sie waren bei der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad. Es gab keine westlichen Vertreter.
De Gaulle: Wir waren drei Franzosen. Der Organisator, meine Frau und ich. In der Krypta der Gedenkstätte zu Ehren aller Gefallenen auf dem Mamajew-Hügel habe ich mich bekreuzigt. Es war sehr bewegend. Ich bin Offizier, Sohn eines Admirals, Enkel eines Generals – Stalingrad war und ist für mich die Schlacht schlechthin. Die fürchterlichste des Zweiten Weltkriegs, zwei Millionen Tote. Der Patriotismus der Russen, die Inbrunst ihres Gedenkens haben mich aufgewühlt. In Wolgograd, dem früheren Stalingrad, befindet man sich im wahren Russland, das nicht mit Moskau vergleichbar ist. Die Frauen sind Töchter oder Enkel der Soldaten. Die weinen, wenn sie von der Schlacht reden. Ich habe die Russen als aufrechte, wahrhaftige, warmherzige Menschen kennengelernt. Auf den ersten Blick wirken sie etwas distanziert. Aber sie sind authentisch und ehrlich. Die Scheinheiligkeit des Westens ist ihnen fremd und verstört sie zutiefst.
«Die Scheinheiligkeit des Westens ist den Russen fremd und verstört sie zutiefst.»
Weltwoche: Warum reisten Sie nach Wolgograd?
De Gaulle: Um den Russen und ihrer Bevölkerung die Ehre für das im Kampf gegen den Nationalsozialismus vergossene Blut zu erweisen. Um der in der Schlacht gefallenen Soldaten zu gedenken. Um für den Frieden zu wirken. Ich bin dabei, eine Stiftung zu
gründen. Ich führte Gespräche. Im diplomatischen Gespräch mit Russen wird man nicht unterbrochen. Man spricht zehn Minuten. Dann spricht der andere. So geht man das Problem an.
Weltwoche: Charles de Gaulle war zweimal in Stalingrad.
De Gaulle: 1944 und 1966. Für meinen Grossvater waren diese Besuche äusserst wichtig. Er verband die Schlacht mit der Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit der russischen Armee. Sie kompensierte die Ungleichheit der Mittel. Das hat ihn am meisten beeindruckt. Die Deutschen waren besser ausgerüstet und vorbereitet als die Russen, die gewaltige Verluste hinnehmen mussten. Aber in Stalingrad brachen sie der Wehrmacht das Rückgrat.
Weltwoche: Was haben Sie gesehen?
De Gaulle: Wir besuchten das frühere Generalquartier des Generalfeldmarschalls von Paulus. Hier befanden sich die vom Staat betriebenen Geschäfte. Die Mauern sind noch einigermassen intakt. Die Emotionen, die von diesem Schauplatz ausgehen, überwältigen einen. Vor allem die Art und Weise, wie die Russen davon erzählen. Der Gouverneur von Wolgograd, der mich empfing, sagte mir, dass er alle westlichen Regierungen einlade: Sie sollten sich ein Bild davon machen, was damals geschah. Das würde ihnen erlauben, sich eine Vorstellung von der russischen Seele und der aufopfernden Widerstandsbereitschaft des russischen Volkes zu machen. Die russische Seele ist romantisch und melancholisch, in Wolgograd kann man sie begreifen. Auf dem Hügel Mamajew gibt es einen Charles-de-Gaulle-Weg. Mein Grossvater wird wegen seines Widerstands gegen Hitler-Deutschland verehrt. Aber auch, weil er zeit seines Lebens um gute Beziehungen zu Russland bemüht war. Ich wurde vom französischen Fernsehen über die Zeremonien befragt, das Interview wurde aber nicht ausgestrahlt.
Weltwoche: Gibt es in Kiew eine Avenue Charles-de-Gaulle?
De Gaulle: Ich weiss es nicht. Aber es gibt nach Stepan Bandera benannte Strassen. Der Freiheitsheld des ukrainischen Nationalismus hat in einer Uniform der Wehrmacht auf Seite der Deutschen gekämpft.
Weltwoche: Wie machen sich die Sanktionen im Alltag der Russen bemerkbar?
De Gaulle: Auch dafür interessierte ich mich. Ich konnte keinen negativen Einfluss feststellen. Es gibt keinen Mangel. Die Russen sind an ein Leben in Autarkie gewöhnt. Meine Frau musste in Wolgograd in eine Apotheke. Es gab Schmerzmittel, Tropfen, Antibiotika – alles Medikamente, an denen es in Frankreich mangelt. Wer hat ein Problem – sie oder wir? In Moskau und in den anderen grossen Städten sind die Geschäfte bis um 22 Uhr oder gar Mitternacht geöffnet. In den Restaurants kann man zu jeder Tageszeit essen. Das ist die russische Normalität. Man sagt, ich sei ein Putin-Versteher und deswegen blind. Aber hier handelt es sich um Tatsachen, die man zur Kenntnis nehmen muss. Für 2022 bescheinigte der Internationale Währungsfonds (IWF) Russland eine Rezession von 2,2 Prozent – man war von einem Zusammenbruch seiner Wirtschaft und infolgedessen des Regimes ausgegangen. Für das laufende Jahr geht man von einem Wirtschaftswachstum aus. 2024 soll es nach den Prognosen des IWF höher als das europäische ausfallen.
Weltwoche: Was wird am Fernsehen gezeigt und gesagt? Wie steht es um die Propaganda, die Sender wie Rossija 1 verbreiten?
De Gaulle: Sie verteidigen ihr Land, sie verteidigen ihren Führer. Natürlich ist die Information gelenkt. Aber sie ist gleichwohl einigermassen objektiv. Wir haben es mit einer Nation zu tun, deren
Volk und Kultur verleumdet und angegriffen werden. Sie verteidigt sich.
Weltwoche: Die russischen Auslandssender wie RT und Sputnik haben sich in die französischen Wahlen eingemischt. Zum Beispiel mit den Gerüchten, Macron sei homosexuell. Sie feuerten die Revolte der Gelbwesten an.
De Gaulle: Die sozialen Netzwerke? Man hat nachgewiesen, dass das nicht stimmt.
Weltwoche: Nicht nur – auch RT, Sputnik.
De Gaulle: Wenn Sie das Niveau der Propaganda in den westlichen Medien als Massstab nehmen, die Desinformation, das Fehlen von Pluralismus – Pardon: Wer manipuliert hier wen? Im russischen Fernsehen kann man sagen, was man will. Die Journalisten unterbrechen Sie nicht.
Weltwoche: Sie können sagen, was Sie wollen. Und was Sie sagen, hören die Russen gerne.
De Gaulle: Das stimmt, ich habe wie mein Grossvater stets die Notwendigkeit einer Partnerschaft mit Russland verteidigt.
Weltwoche: Nicht nur deswegen.
De Gaulle: Russische Journalisten fallen einem nicht ins Wort wie die französischen, die einen ständig unterbrechen, wenn man nicht sagt, was sie hören wollen. Es gibt in Russland eine ganze Serie von alternativen Programmen, die freier sind als die staatlichen. Aber je mehr das russische Volk verleumdet wird, umso entschlossener schart es sich hinter dem Chef zusammen. Die Russen sind Patrioten. Von der Macht unabhängige Institute haben mit ihren Meinungsumfragen Putins Popularität ermittelt. Die Zustimmung sank nie unter 60 Prozent. Im Moment beträgt seine Popularität mindestens 70 Prozent.
«Pardon: Wer manipuliert hier wen? Im russischen Fernsehen kann man sagen, was man will.»
Weltwoche: Vielleicht hat das ja doch auch ein bisschen mit der Propaganda und Einschüchterung zu tun. Macron jedenfalls kann von solchen Quoten nur noch träumen. Die monarchistische Verfassung der Fünften Republik, die auf Ihren Grossvater zugeschnitten wurde, erlaubt es Macron, dennoch zu regieren. Er konnte die Rentenreform ohne Mehrheit im Parlament durchsetzen.
De Gaulle: Die Rentenreform wurde überstürzt durchgezogen. Ich habe den Eindruck, dass Macron eine Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit durch die amerikanischen Rating- Agenturen wegen der hohen Staatsverschuldung befürchtete. Diese hat 3000 Milliarden Euro erreicht. Die Reform ist auf die Beamten zugeschnitten. In der Privatwirtschaft werden die 25 Jahre vor dem Erreichen des Rentenalters für die Berechnung der Rente berücksichtigt. Bei den Beamten sind es die letzten sechs Monate – und sie werden dann meist noch schnell befördert. Die Reform privilegiert den Beamtenstaat, auf Kosten der Demokratie und des französischen Volks.
Weltwoche: Welches sind die Auswirkungen der Sanktionen für die französische Bevölkerung? Die Gaspreise hat Macron gedeckelt.
De Gaulle: Die Haushalte, die Handwerker, die kleinen Unternehmen unterliegen einer generellen Teuerung. Das betrifft besonders die Rohstoffe und die Zinsen. Die Versorgungsketten sind gestört. Frankreich und Europa sind die grossen Verlierer des Kriegs in der Ukraine. Die Amerikaner haben die Sanktionen gegen Russland von langer Hand geplant.
Weltwoche: Woher wollen Sie das wissen?
De Gaulle: Gesunder Menschenverstand. 12.000 Sanktionen wurden ausgesprochen, das kann man nicht über Nacht improvisieren. Aber zurück zur französischen Staatsverschuldung: Nimmt man zu den 3000 Milliarden Euro die nicht budgetierten anstehenden Kosten hinzu, zum Beispiel jene für den Abbau der Atomkraftwerke und die Rentenreform für die Beamten, kommt man auf 8000 Milliarden. Als die Zinsen niedrig waren, musste Frankreich 1,3 Prozent bezahlen – sie verschlangen gleichwohl zwei Drittel seines Bruttosozialprodukts. Verweigert es den Amerikanern die Gefolgschaft, wird es auf den Finanzmärkten angegriffen. Und muss dann für zehnjährige Anleihen nicht wie jetzt 3, sondern 4,5 oder 5 Prozent bezahlen.
Weltwoche: Frankreich ist von den USA abhängig, die Sie für den Krieg verantwortlich machen?
De Gaulle: Der sogenannte Euromaidan von 2014 war ein Putsch, den Victoria Nuland und Antony Blinken als hochrangige Mitglieder der Obama-Administration inszenierten. Heute, unter Präsident Biden, besetzen sie wieder Schlüsselpositionen. Blinken ist zum Aussenminister aufgestiegen. Die Vorfahren beider stammen aus der Ukraine. Es ging 2014 darum, eine proamerikanische und proeuropäische Regierung an die Macht zu bringen. In einem abgehörten Gespräch sagte Nuland damals: «Fuck the EU.» Diese Entwicklung ging mit Wolodymyr Selenskyj weiter, er ist eine Marionette der Amerikaner. Selenskyj hat einen tausendseitigen Katalog publiziert, in dem er Waffen zum Kauf anbietet. Diese Waffen werden bei Revolutionen, Kriegen, Konflikten zum Einsatz kommen. Von hundert Milliarden Dollar, die man der Ukraine zur Verfügung stellte, wurde kaum mehr als ein Drittel für die Hilfe an der Bevölkerung aufgewendet. Der Rest ist Korruption. Selenskyj hat zu ihrer Bekämpfung viele hohe Beamte entlassen.
«Russland ist ein Land, das auch unsere traditionellen Werte – Familie, Arbeit, Religion – verteidigt.»
Weltwoche: Ist die Behauptung, die Ukraine sei ein riesiger Umschlagplatz für den Waffenhandel, belegt?
De Gaulle: Das steht in der Presse. Weltwoche: In der westlichen Presse?
De Gaulle: Ja. Wobei man anmerken muss, dass die angelsächsischen Zeitungen sehr viel kritischer, objektiver berichten als die europäischen. Selenskyj hat sein Land verkauft. Ein Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche gehört angelsächsischen Fonds. Am vergangenen 28. Dezember hat er mit Blackrock einen Exklusivvertrag für den Wiederaufbau der zerstörten Ukraine unterzeichnet. Die Ukraine ist ein Werkzeug der Amerikaner, mit dem sie einen Krieg mit Russland anzetteln wollen.
Weltwoche: Der zu Zeiten des Kalten Kriegs nicht stattfand?
De Gaulle: Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es den Antagonismus zwischen den Systemen und Blöcken. Nach dem Zerfall der Sowjetunion haben die Amerikaner nach Mitteln und Wegen zur Bekämpfung des russischen Einflusses gesucht. Sie haben nie akzeptiert, dass sich Russland nach einem anderen Modell als dem amerikanischen weiterentwickelt hat. Für die deutsche Wiedervereinigung war die Zustimmung der Russen notwendig. Im Gegenzug hat man das Versprechen abgegeben, dass es im Osten keine Nato-Erweiterung geben werde.
Weltwoche: Die französische Russland-Historikerin und Académie- française-Chefin Hélène Carrère d’Encausse sagt, dass ihr dieses Versprechen von Michail Gorbatschow persönlich bestätigt worden sei.
De Gaulle: Viele Versprechungen wurden gemacht und nicht gehalten. Henry Kissinger hat dieses Verhalten kritisiert und für gute Beziehungen zu Russland plädiert. Was Kissinger sagt, entspricht der Politik meines Grossvaters. Das Gleichgewicht, der Frieden und der Wohlstand in Europa sind auf gute Beziehungen zu Europa angewiesen. Charles de Gaulle kannte Russland und seine Herrscher. Als Staatschef hatte er es von Josef Stalin bis Leonid Breschnew mit ihnen zu tun. Es gab viele Konflikte, die Kubakrise, den Algerienkrieg, den Einmarsch der Roten Armee in der Tschechoslowakei 1968. Mein Grossvater aber hielt stets am Gespräch mit Moskau fest. Er plädierte für eine Allianz zwischen einem Europa der Vaterländer – nicht der Brüsseler Technokratie – und Russland. Er vertrat die Vorstellung eines gemeinsamen Blocks, den er als stabile Einheit sah und der eine diplomatische Macht ersten Ranges dargestellt hätte. In geostrategischer Hinsicht und bezüglich der Versorgung mit Rohstoffen unabhängig. Er hatte mit dem Aufbau dieser Allianz begonnen. Nicht alle Regierungen nach ihm führten diese Politik weiter. François Mitterrand zumindest war die Notwendigkeit guter Beziehungen zu Russland bewusst. Einen Monat nach dem Fall der Berliner Mauer reiste er nach Moskau – Helmut Kohl reagierte ziemlich verstimmt auf diesen Besuch.
Weltwoche: Mitterrand wollte die deutsche Wiedervereinigung verhindern.
De Gaulle: Ihm war die enorme Gefahr bewusst, die vom Zerfall der Sowjetunion ausgehen würde.
Weltwoche: Sein Minister Jean-Pierre Chevènement hat im Gespräch mit der Weltwoche erklärt, dass jetzt «in der Ukraine das Blut von 1989 fliesst». Handelt es sich um einen Krieg der Systeme und ihrer Ideologien?
De Gaulle: Russland ist ein Land, das auch unsere traditionellen Werte – Familie, Arbeit, Religion – verteidigt. Im Westen befinden sie sich im Niedergang, im Osten werden sie verteidigt. Auch in den arabischen Ländern, in Asien. Die Amerikaner führen Kriege, um ihre verlorene Hegemonie wiederherzustellen. Und um die Stellung des Dollars als dominierender Währung zu erhalten. Mit dem Krieg in der Ukraine werden sie das Gegenteil davon bewirken. Sie glaubten an den schnellen Sieg und den Sturz Putins. Aber Russland ist geeinter denn je. Die Sanktionen begannen 2014 wegen der Krim. Doch deren Bewohner hatten sich mehrmals für die Zugehörigkeit zu Russland ausgesprochen.
Weltwoche: Das waren keine gefälschten Abstimmungen?
De Gaulle: Keineswegs. Schon 1991 hatte sich die Krim für Russland ausgesprochen: mit 94 Prozent der Stimmen. 1992 bekam sie den Status einer selbstverwalteten Republik. 1995 erklärte die ukrainische Regierung die Verfassung der Krim für nichtig, der Präsident wurde abgesetzt, die Krim von der Ukraine annektiert. Die russische Sprache und Kultur wurden unterdrückt, die Rentenzahlungen ausgesetzt. 1998 votierten sowohl das Parlament der Krim wie jenes der Ukraine für die Wiederherstellung der selbstverwalteten Republik, 2014 die Bevölkerung ein zweites Mal für die Zugehörigkeit zu Russland. Putin aber hatte keine Lust, sie wieder zu übernehmen, er kam nur dem Wunsch der Bevölkerung entgegen. Dass die Krim für Russland von strategischem Interesse ist, will ich nicht unterschlagen.
Weltwoche: Die Antwort waren die ersten Sanktionen.
De Gaulle: Sie haben sich von allem Anfang an als kontraproduktiv erwiesen. 2014 hat Russland damit begonnen, seine Ökonomie neu zu organisieren. Das Land wurde modernisiert mit dem Ziel, eine möglichst hohe Autonomie zu erreichen. Man muss auch die Verlogenheit der Sanktionen erwähnen: Nie wurde so viel
Dieseltreibstoff aus Russland importiert wie jetzt. Gas und Uran werden weiter gekauft, und sei es auf Umwegen. In Antwerpen floriert der Handel mit russischen Diamanten.
Weltwoche: Russland leidet nicht, Putin ist populär ...
De Gaulle: Genau das haben die Amerikaner in keiner Weise
vorausgesehen.
Weltwoche: Die Sanktionen werden Russland retten?
De Gaulle: Es wendet sich von Europa ab und China zu. Eurasien ist im Aufbau begriffen. Russland und China verbindet eine tiefe Freundschaft. Neue Strassen werden gebaut. China investiert enorme Mittel – bis nach Afrika. Es hat Häfen gekauft und baut Eisenbahnlinien. Innerhalb der russisch-chinesischen Partnerschaft wird der Handel in Yuan abgewickelt. An den russischen Börsen ist er zur meistgehandelten Devise geworden. China und Russland bauen in Sibirien eine Pipeline, die so viel Gas transportieren kann wie Nord Stream. Die Russen sind kein unterentwickeltes Volk. Sie sind sehr intelligent und im Begriff, die Ökonomie neu zu gestalten. Russland entwickelt ein Blockchain-System, das ans Gold gebunden ist. Für jede Stadt, Provinz, Region gibt es Vorgaben und Ziele, die Putin jüngst in einer Rede vorgestellt hat.
«Ich bin überzeugt, dass jetzt die Phase der Friedensverhandlungen beginnen kann.»
Weltwoche: Wird der Zusammenschluss Eurasiens, wie ihn der Ideologe Alexander Dugin propagiert, die wichtigste Folge des Kriegs sein?
De Gaulle: Davos – c’est fini. Die Welt stellt sich im Osten neu auf. Eurasien wird für alle Brics-Staaten zunehmend attraktiv: Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika. Vierzig weitere Länder wollen sich den Brics anschliessen: Saudi-Arabien, Algerien, Indonesien,
afrikanische und südamerikanische Staaten. Ihnen geht es um eine Alternative zum Dollar. Sie lehnen den amerikanischen Neoliberalismus ab und weigern sich, die amerikanischen Schulden zu finanzieren. In Afrika ist die Empörung über die westliche Arroganz besonders stark verbreitet.
Weltwoche: Wer hat die Nord-Stream-Pipelines sabotiert?
De Gaulle: Das ist die entscheidende Frage. Man hat tatsächlich die Russen für den Anschlag verantwortlich gemacht: Sie sollen ihre eigenen Installationen sabotiert haben, so wie sie das Atomkraftwerk von Saporischschja, das sie besetzt hatten, mit Raketen beschossen haben sollen. Wer soll das glauben? Inzwischen gibt es aus Amerika die von der Washington Post verbreitete Version eines ukrainischen Anschlags, die von den deutschen Geheimdiensten umgehend aufgenommen und mit Details angereichert wurde. Man lokalisierte ein Boot, sprach von sechs Männern. Für mich sind das Indizien dafür, dass die Amerikaner eine neue Etappe einleiten: Sie brauchen Selenskyj nicht mehr, er wird lästig. Der Wiederaufbau des Landes hat begonnen.
Weltwoche: Bevor der Krieg zu Ende ist?
De Gaulle: Und wenn er vorbei ist, wird man an den Sanktionen festhalten. Ich bin überzeugt, dass jetzt die Phase der Verhandlungen beginnt. Gleich nach dem Angriff am 24. Februar 2022 war Selenskyj bereit, den russischen Friedensplan zu akzeptieren. Putin wollte den Verzicht auf den Nato-Beitritt und die Anerkennung der russischen Bevölkerung im Donbass, die seit 2014 bombardiert wurde.
Weltwoche: Welche Rolle haben die Russen im Donbass gespielt? Haben Sie die Bevölkerung aufgewiegelt, den Separatismus angeheizt?
De Gaulle: Sie haben die Bevölkerung geschützt. Natürlich befinden sich im Donbass immense Bodenschätze. Aber es ging Russland im Wesentlichen um den Schutz seiner Bevölkerung. Und natürlich wollte es auch zeigen, dass es die Osterweiterung der Nato nicht einfach so hinnimmt. Seit Jahren wurden die Russen für dumm verkauft. Nach seiner Machtübernahme hatte Putin seine Bereitschaft zum Dialog mit dem Westen bekundet. Diese Bereitschaft wurde von beiden Seiten in vielen Erklärungen beschworen. Bis sich Putin 2007 bewusst wurde, dass es sich um eine Strategie des Westens handelt. Das erklärte er in seiner Rede in München. Putin wollte die Krim als Brücke zu Europa, die Nato und die EU sehen sie als Grenze.
Weltwoche: Das ist das russische Narrativ. Es schliesst einen Kompromiss aus. Glauben Sie trotzdem an den Beginn von Verhandlungen?
De Gaulle: Ja. Ich bin überzeugt, dass jetzt die Phase der Friedensverhandlungen beginnen kann. Schon vor einem Jahr – im März 2022 – waren die vom damaligen israelischen Premierminister Naftali Bennett initiierten Gespräche für einen Waffenstillstand weit fortgeschritten. Es gab sieben oder acht Etappen. Der Waffenstillstand scheiterte am Widerstand Amerikas und Grossbritanniens, Bennett hat das erst kürzlich wieder bestätigt. Nicht Russland – der Westen bewegt sich. Im westlichen Europa wendet sich ein wachsender Teil der Bevölkerung von der Unterstützung dieses Kriegs ab. Der Stimmungswechsel ist nicht zu übersehen. Im Handel- und Wirtschaftskrieg, den die USA gegen China und Russland führen, wird sich Europa zwischen Hammer und Amboss wiederfinden.
Weltwoche: Wie sehen Sie die Rolle von Europa in der Welt?
De Gaulle: Ich bin für den Frieden zwischen den Völkern. Ich kämpfe dafür, dass Frankreich und Europa ....
Weltwoche: ... in dieser Reihenfolge?
De Gaulle: ... dass Frankreich auf der internationalen Bühne seine Stimme wiederfindet. Dass es seine Rolle in Eurasien spielt. Eine Rolle, die der Bedeutung unserer Kultur, unserer Industrie, unserer Geschichte, unseres Denkens entspricht. Dem, was mein Grossvater immer verteidigt hat. Und dass Frankreich bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzt. Dass es sich als Grossmacht äussern kann und sich nicht mehr länger einer europäischen Technokratie unterwirft. Oder einer amerikanischen Verwaltung, die nur ihre eigenen Anliegen vertritt. Die Amerikaner haben keine Freunde, nur Interessen. Wissen Sie, was mein Grossvater über sie gesagt hat? Ich zitiere ihn: «Die Wahrheit ist, am Schluss werden die Amerikaner von allen gehasst. Auch von ihren treusten Alliierten. Alle Fälschungen der Amerikaner werden von den Fakten dementiert.» Wussten Sie, dass Daniel Cohn-Bendit, der des Landes verwiesen worden war, dem mein Grossvater die Staatsbürgerschaft aberkannt hatte, aus Deutschland nach Paris zurückkehrte, um die Demonstrationen der Studenten im Mai 68 anzuheizen? Das Auto, in dem er in Deutschland abgeholt wurde, gehörte dem Chefredaktor von Paris Match, der ein antigaullistischer Atlantiker war. Es gibt Hinweise, dass die CIA den Aufstand finanzierte, um meinen Grossvater zu stürzen.
«Putin hat versucht, die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu verschonen.»
Weltwoche: Meines Wissens war Daniel Cohn-Bendit, als er ausgewiesen wurde, staatenlos. Aus Deutschland wurde er von der Schauspielerin Marie-France Pisier nach Paris zurückgefahren.
De Gaulle: Er bekam die französische Staatsbürgerschaft später, in der Tat. Aber es stimmt, dass er im Wagen des Chefredaktors von Paris Match nach Frankreich infiltriert wurde. Wissen Sie, was mein
Grossvater über den EU-Gründungsvater Jean Monnet sagte? Er nannte ihn «Geometer» und später «Verräter». Monnet war Berater von Franklin Roosevelt, er arbeitete für die Warburg-Bank und J. P. Morgan. Er war ein Händler.
Weltwoche: Der während der Prohibition Cognac schmuggelte.
De Gaulle: Voilà. Monnet war der Gestalter dieses Europas, das unglücklicherweise kein Europa der Vaterländer, der Nationen ist. Monnet wollte alle wichtigen europäischen Entscheidungen von der Zustimmung der Nato abhängig machen. Europa als solider, politisch und ökonomisch stabiler Block hätte sich mit Russland verbünden können, das ihm die Unabhängigkeit im Bereich der Rohstoffe garantiert hätte. Auch strategisch mit der Kooperation in militärischer Hinsicht war ihre Allianz sinnvoll. Aber die Amerikaner konnten sie nicht akzeptieren, sie empfanden sie als grosse Bedrohung. Ein Europa vom Atlantik bis zum Ural.
Weltwoche: Die schlechten Beziehungen zu Charles de Gaulle gingen auf den Zweiten Weltkrieg zurück.
De Gaulle: Vichy war eine Katastrophe. Aber die Amerikaner haben nichts unterlassen, um uns nach der libération zu schaden. Roosevelt hatte sich nie für Frankreich und Europa interessiert. Er machte im Debakel Frankreichs von 1940 eine Möglichkeit aus, unser Kolonialreich zu erben – es war das zweitgrösste nach jenem der Briten. Darum geht es heute noch immer. Nach den im Seevölkerrecht definierten ausschliesslichen Wirtschaftszonen bleibt Frankreich das weltweit grösste Meeresimperium. Deshalb halten wir an Saint-Pierre-et-Miquelon und den Kerguelen-Inseln fest. Es geht um immense Rohstoffvorkommen und Handelszonen. Sie sind den Amerikanern ein Dorn im Auge.
Weltwoche: De Gaulle wollte den dritten Weg zwischen den Blöcken. Hat der französische Antiamerikanismus nicht auch damit zu tun, dass man den Amerikanern im Gegensatz zu den Russen den Beitrag am Sieg über die Nazis nie wirklich verziehen hat? Sie befreiten Paris ...
De Gaulle: Über die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 hatten sie meinen Grossvater nicht informiert. Winston Churchill unterrichtete ihn am Vorabend von den Plänen. Die Bedeutung des französischen Widerstands wurde verniedlicht. Auch die französischen Versuche der Rückeroberung in Nordafrika. Bir Hakeim und al-Alamein waren im Grunde französische Siege gegen Erwin Rommel. In Frankreich wollten die Amerikaner den Dollar einführen. Das hat mein Grossvater verhindert. Das ging bis zum Algerienkrieg. Die algerische Befreiungsfront FLN wurde von den USA finanziell unterstützt. Sie versuchten, unsere Atomforschung zu sabotieren.
Weltwoche: 1966 erklärte Charles de Gaulle Frankreichs Rückzug aus der Nato.
De Gaulle: Er entzog Frankreich ihrem operativen Kommando. Als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats blieb es Mitglied des Atlantikpakts. Mein Grossvater hielt an der strategischen und politischen Unabhängigkeit fest. Er wollte die Entscheidung über den Einsatz unserer Armee im Ausland nicht an andere delegieren. Das zu akzeptieren, bedeutete für ihn das Ende von Frankreich. Und leider ist es genau das, was wir heute erleben.
Weltwoche: Noch einmal: Welche Rolle können Frankreich und Europa in der Welt spielen?
De Gaulle: Europa ist zerstritten, jedes Land verfolgt seine eigenen Interessen. Deutschland hat die französische Automobilindustrie unterminiert und beim Abbau unserer Atomwirtschaft eine
ausschlaggebende Rolle gespielt. Es bewilligt hundert Milliarden für den Kauf von Waffen und kauft keine französischen, sondern amerikanische Flugzeuge. Europa muss sich völlig neu organisieren.
Weltwoche: Sein Zentrum verlagert sich nach Osten, Frankreich wird an seinen Rand gedrängt. Es verfügt als einziges Mitglied der EU über die Atombombe. Gleichwohl hat der Schriftsteller Jonathan Littell erklärt, die Ukraine werde die stärkste Armee Europas haben.
De Gaulle: Das müsste man dann wohl als amerikanische Besatzungsarmee bezeichnen. Solche Vorstellungen sind für die militärische Eskalation verantwortlich und äusserst gefährlich. Es droht ein dritter Weltkrieg. Ich denke nicht, dass die Nato und Amerika so verrückt sind, dass sie das wirklich wollen. Aber sie tun alles, um die Russen zu provozieren. Um Putin dahin zu bringen, den entscheidenden Fehler zu begehen. Die Russen haben keine Angst. Wir befinden uns in einem Krieg, in dem Putin versucht hat, die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu verschonen. Man kann sein Vorgehen nicht mit Dünkirchen und Dresden vergleichen, wo die Alliierten die Zivilbevölkerung massiv bombardierten.
Weltwoche: Sie sprechen von der Provokation, einen entscheidenden Fehler zu begehen. Sie sehen, worauf ich hinauswill: War nicht schon der Krieg gegen die Ukraine ein solcher?
De Gaulle: Aber sicher, er ist ein gewaltiger Fehler. Weltwoche: Von Putin.
De Gaulle: Nein. Des Westens. Man muss sich in Putins Lage versetzen. Russland wollte sich Europa annähern, seit 1996, 1997. Es wurden Abkommen unterzeichnet. Es gab Bemühungen für einen Dialog. Für eine Partnerschaft. Sie wurden sabotiert. Natürlich hat Putin die Ukraine angegriffen. Weil die Gefahr der Umzingelung zu gross geworden war. Wenn man den Gegner zu sehr herankommen lässt, gibt es den Moment, in dem man sich nicht mehr weiter
zurückziehen kann. Der Ausbruch des Kriegs war unvermeidlich. Im März 2021 hat Joe Biden Selenskyj dazu aufgefordert: Selenskyj erliess ein Dekret, in dem er die Rückeroberung der Ostukraine proklamierte. Er verstärkte die Bombardierungen. Biden war überzeugt, dass die Russen angreifen würden – es war das, was er wollte.
«Selenskyj ist ein Schauspieler. Er tut, was man ihm sagt. Ein Schauspieler – aber nicht Ronald Reagan.»
Weltwoche: Selenskyj war ein eher gemässigter Präsident, der gewählt wurde, um die Situation zu besänftigen.
De Gaulle: Selenskyj ist ein Schauspieler. Er tut, was man ihm sagt. Ein Schauspieler – aber nicht Ronald Reagan. Sie werden sehen, man wird ihn fallen lassen, sobald man ihn nicht mehr braucht. Man kann jetzt schon absehen, wie sich das Narrativ verändert.
Weltwoche: Sie kritisierten Eric Zemmour heftig, als er im Wahlkampf erklärte, Philippe Pétain habe die französischen Juden gerettet.
De Gaulle: Achtung! Zemmour war für Macron sehr nützlich. Er half ihm, die Rechte zu zerstören. Seine Aussage über Pétain war völlig falsch: Pétain ging bei der Verfolgung der Juden weiter, als Hitler es von ihm verlangt hatte.
Weltwoche: Was ich sagen wollte: Putin betreibt die gleiche Geschichtsfälschung wie Zemmour.
De Gaulle: Putin verteidigt sein Land und sein Volk.
Weltwoche: Er instrumentalisiert und manipuliert die Geschichte. Musste die Ukraine wirklich «entnazifiziert» werden?
De Gaulle: Das im Westen hochgelobte Asow-Bataillon schmückt sich mit den Emblemen der SS-Division «Das Reich». Es gab neonazistische Gruppen, man sah sie beim Maidan. Auch der Westen betreibt Propaganda und instrumentalisiert die Geschichte. Ich wünschte mir, dass Macron, Scholz, Meloni und Sunak ihre Länder so engagiert verteidigen würden, wie es Putin mit Russland tut.
Weltwoche: Kommen wir zurück auf den Maidan. Es bleibt für Sie ein Putsch – wenn auch nicht unbedingt der Neonazis?
De Gaulle: Ohne jeden Zweifel. Die Ukraine wurde und wird als Werkzeug und Schauplatz missbraucht. Russland kämpft in diesem Krieg gegen eine Koalition von mehr als zehn Ländern. Putin führt einen Abnützungskrieg, von dem er sehr genau weiss, dass ihn der Westen nicht ewig führen kann. Mein Grossvater hat den Algerienkrieg beendet, weil er sich bewusst war, dass er die Möglichkeiten Frankreichs überforderte. Er hätte seine grossen Projekte unmöglich gemacht. Für Amerika war der Vietnamkrieg eine wirtschaftliche Katastrophe. Putin verfügt über ein Reservoir an Mitteln, Männern und Munition, das es ihm erlaubt, diesen Krieg zu führen. Der technologische Vorsprung der Russen beträgt mehrere Jahre.
Weltwoche: Wie bitte?
De Gaulle: Nehmen Sie die Kinschal-Raketen. Sie haben ein streng geheimes Nato-Quartier in der Ukraine zerstört. Wie ein Blitz schlugen sie ein, es gab Hunderte von Toten, unter ihnen befanden sich hochrangige amerikanische Militärs. Die Raketenabwehr sah sie nicht kommen. Man kann die Kinschal-Raketen nicht abfangen. Rheinmetall will eine Panzerfabrik in der Ukraine bauen. Sie wird zerstört werden. Was ich in diesem Zusammenhang auch noch anfügen möchte: Man schickt der Ukraine obsoletes Kriegsmaterial. Israel schickt keine Waffen – weil es befürchtet, sie könnten
weiterverkauft werden und gegen das eigene Land eingesetzt werden. Aber auch, weil in Israel viele Juden sowohl russischer wie ukrainischer Herkunft leben.
Weltwoche: Das westliche Narrativ erzählt die Geschichte einer Machtübernahme durch den KGB mit Putin als Marionette und den Methoden der Mafia. Deren Ziel sei es, den Zusammenbruch der Sowjetunion zu kompensieren. Russland habe sich nie mit der Aufarbeitung der kommunistischen Verbrechen befasst, für die jetzt ein Tribunal wie nach dem Zweiten Weltkrieg in Nürnberg gefordert wird. Kurz vor dem Angriff hat Putin die Historikervereinigung Memorial verboten.
De Gaulle: Doch, die Selbstkritik hat stattgefunden. Putins Russland ist keineswegs eine Auferstehung der Sowjetunion. Die UdSSR hat nicht funktioniert, das ist den Russen durchaus bewusst. Der bürokratische Sozialismus hat sich selbst aufgelöst. Die Russen wollen eine moderne Wirtschaft. Kapitalistisch, effizient, international.
Weltwoche: Putin ist seit kurzem der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
De Gaulle: Die USA hatten das Protokoll zur Schaffung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag unterzeichnet und sich dann zurückgezogen. Ich habe nichts gegen ein solches Gericht. Aber es müsste unparteiisch sein. Die USA haben zahlreiche Verbrechen begangen, die der Internationale Strafgerichtshof untersuchen und bestrafen müsste: die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki, die Napalmbomben in Vietnam, die widerrechtlichen Kriege in ehemaligen Jugoslawien, den Angriff auf den Irak, der mit einer Lüge – es gab keine Massenvernichtungswaffen – begründet wurde und 1,4 Millionen Tote forderte, Syrien, Afghanistan, Libyen. Für mich ist der Internationale Gerichtshof eine Lobby.
Weltwoche: Putin wird die Deportation ukrainischer Kinder vorgeworfen.
De Gaulle: Gab es solche Gräuel nicht auch auf der anderen Seite?
Weltwoche: Er auch, ich nicht. Zweifellos sind die Ukrainer keine Unschuldsengel. Sie sagen «auch». Das heisst, die Vorwürfe könnten stimmen?
De Gaulle: Krieg ist immer schrecklich. Er führt zu Tragödien, Exzessen, Verbrechen, Katastrophen. Auf beiden Seiten. Das alles hätte vermieden werden können: durch die Abkommen Minsk I und II. Deutschland und Frankreich waren seine Garanten.
Weltwoche: Woran scheiterte die Umsetzung?
De Gaulle: Am Widerstand der Amerikaner. Angela Merkel hat am 7. Dezember 2022 in ihrem Interview in der Zeit erklärt, dass Russland die Ukraine 2015 ohne grossen Widerstand hätte einnehmen können. Dass die Ukraine die Zeit seither für ihre Aufrüstung gut genutzt habe. Die Russen haben diese Erklärung als weitere Demütigung empfunden: Die Minsker Abkommen waren eine Täuschung, der Westen spielte auf Zeit. Das machte Putin mit seiner Rede in Stalingrad deutlich. Zum zweiten Mal in der Geschichte, sagte er, hätten deutsche Panzer Russland angegriffen.
Weltwoche: Aber jetzt kommen Verhandlungen – nun unter chinesischer Führung?
De Gaulle: China hat bereits einen Friedensplan vorgelegt, dem sich die Russen anschlossen. Er wurde reflexartig abgelehnt. Bei den Verhandlungen werden die Europäer keine Rolle spielen. Verhandeln werden Putin, Xi Jinping und Biden.
Weltwoche: Die Ukraine wird nichts zu sagen haben.
De Gaulle: Ihr droht das gleiche Schicksal wie früheren Verbündeten Amerikas, die skrupellos fallen gelassen wurden, als sie nicht mehr gebraucht wurden. Und Selenskyj wird man zum Schuldigen für diesen Krieg machen – nicht ganz zu Unrecht.
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8 Kommentare zu “«Putin verteidigt sein Land und sein Volk»: Geopolitik-Experte Pierre de Gaulle, der Enkel von General Charles de Gaulle, klagt an: Die USA und Europa hätten Russland in einen Krieg
gezwungen, den sie nicht gewinnen könnten. Die Zeit spiele für Wladimir Putin. Dessen Armee habe einen technologischen Vorsprung von mehreren Jahren”
tim_heart777
23. April 2023 um 9:52 Uhr
Leider ist deGaulle ist einsamer Rufer in der Wüste, der einen erstaunlichen Weitblick beweist. Hätten wir mehr solche klar denkenden Entscheidungsträger, wäre der Konflikt bald beigelegt.
Liszt
23. April 2023 um 9:27 Uhr
28 2
Der Krieg ist von den USA erzwungen. "Wenn ihr nicht kriegt, dann bauen wir Stützpunkte in der Ukraine und nehmen Euch in den Schwitzkasten. Dieser Bruderkrieg ist mehr als tragisch und erfordert eine unglaubliche Geschicklichkeit der Kriegsführung. Wie retten wir den Donbass, ohne dass sich der Krieg verselbstständigt und aus dem Ruder läuft. Der Westen braucht diesen Krieg, um ihre Agenda durchzusetzen. Das macht die Sache fast unlösbar. Untergehen oder verhandeln.
ulswiss
23. April 2023 um 9:07 Uhr
28 2
Ich bin als Leser der Weltwoche an Informationen und Fakten interessiert, nicht am lesen von Meinungen. Die Meinung bilde ich mir dann selbst mit meinem grossen Wissen an Fakten aus der Weltwoche und anderen Medien.
Dieser Artikel ist sehr lang. Er liefert mir aber eine Vielzahl von Informationen welche ich bis jetzt nicht wusste, im besten Fall vermutete. Vielen Dank dafür. Pierre de Gaulle wäre jedenfalls der bedeuten bessere für Friedensverhandlungen als dieser berühmte Franzose Badinter.
Sabine Schönfelder
23. April 2023 um 8:55 Uhr
25 2
Danke für dieses aufschlußreiche, historisch gut belegte Interview eines politischen INSIDERS. Die Lüge erzählt die Wahrheit, indem sie sie BEWUßT umgeht. De Gaulle setzt alle Ereignisse in zeitgeschichtliche Zusammenhänge, belegt so alle Fakten, die westliche Propaganda unterschlagen will, oder genauer amerikanische.. ? Macron, , möchte zwar Frankreich stärken, aber nur im Rahmen einer EU, die eine GLEICHSCHALTUNG unter Frankreichs Führung betreiben wird. Ein Gespräch, das MUT MACHT. ✌
freelancer
23. April 2023 um 8:07 Uhr
29 1
Herzlichen Dank WW für dieses für die elenden "Wertewesten"-Kriegshetzer entlarvende und den Sachverhalt richtigstellende Interview! Es zeigt exemplarisch, die dumm umd dämlich die Europäer von den Transatlantikern an der Nase durch die Manege gezogen werden. Europa soll endlich unmissverständlich für seine eigenen Interessen einstehen!! Und das kann nur sofortige Friedenverhandlungen ohne Angelsachsen heissen! Ab in Reduit in den europäischen Kriegstreibern, Claqueuren und Lügenmedien.
27 2
29 1 Etwas starker Tobak, aber doch einigermassen interessant. Vor allem, weil der
Interviewte einen grossen Namen und sehr berühmten Grossvater hat.
d.nikles
23. April 2023 um 7:57 Uhr
Guter Beitrag, danke!
mosert
23. April 2023 um 7:55 Uhr
5 20 Sein Grossvater würde das anders sehen. Dass nun selbsts ein Enkel zum Anbeter
miggeli1
23. April 2023 um 7:53 Uhr
Putins wird, ist ja schon ein bisschen pervers. Franzose halt.,
Die Weltwoche - das ist die andere Sicht!
3 41
Since winning WW II, elites in the USA believe that they have the right to play the world police. But they havn’t. There are rules set in the United Nations, but US politicians just ignore them.
It’s easy to find a rational why the USA is challenging China: China hast beaten the USA at their own game - economy!
In it’s arsenal of mass destruction weapons, the USA still has the US$ as global currency. With the high interests the US market offers, the US$ remains safe in its role: Even if China pays for their energy in YUAN or in RUBLE, these currencies will eventually be converted into USD and invested in the USA, because the financial market in the USA is very functional and the interest rate is higher.
The world will take all the dollars the USA is printing and the US government has unlimited funding, which in some way they have to allocate. Two years ago it was the Pharma industry, now the turn is to the defence industry. The US government has no real democratic mandate for a war agains anybody, but that’s how the FIAT money system works - a system where an elite can create money out of nothing.
We have to get over the FIAT-money-system. Bitcoin is a candidate for succession. Use it!
Naht das Ende des US$ als Weltwährung?
Prof. Dr. Schnabl beschreibt in seinem Artikel mit eindrücklicher Leichtigkeit wie es zur US$-Dominanz gekommen ist, warum Frankreich den Untergang der Hartwährung D-Mark mit besiegelt hat, warum weder EURO noch YUAN ernst zu nehmende Alternativen zum US$ sind, wie die Rolle des US$ als Weltwährung noch für einige Zeit gesichert werden könnte, was das für uns und unseren Wohlstand bedeuten würde und welche Rolle dem B I T C O I N zuteil werden könnte, wenn der US$ fällt!
**********************
BEWARE OF THE US DEPARTMENT OF JUSTICE (DOJ) - careers are more inportant than justice!
**********************
Bitcoin Association Switzerland has invited the lawyers of a Swedish/Russian citizen to Europe for a lecture series https://www.meetup.com/bitcoin-meetup-switzerland/events/292105095/.
Their client, Roman Sterlingov, was charged with “money laundering” and “conspiracy against the US” in 2021 and arrested during a trip to the US that same year. Since May 2021, Roman has been imprisoned indefinitely!
See story in WIRED: https://www.wired.com/story/bitcoin-fog-roman-sterlingov-blockchain-analysis/. DOJ: https://www.justice.gov/opa/pr/individual-arrested-and-charged-operating-notorious-darknet-cryptocurrency-mixer
The lawyers are convinced of the innocence of their client, the evidence is a disgrace and the motives for this "judicial scandal" are also a danger for citizens outside the USA!
Why this case is being pursued by the DOJ:
1. US Department of Justice DOJ staff seek high-profile cases that will serve to advance their careers. Money laundering, Bitcoin, Darknet are popular labels under which judicial authorities also push cases where the evidence is objectively non-existent instead of dropping them!
In such a situation, common sense pleads for "dismissal and release". The opposite behavior of the DOJ is best described by the Economic Theory of Bureaucracy - see https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomische_Theorie_der_B%C3%BCrokratie.
The conviction of the suspect, or a "guilty plea against reduced sentence", would be a career success for those involved and would legitimize further "battles against Darknet, money laundering, Bitcoin & Co.".
2. The second beneficiary is called Chainalysis - https://www.chainalysis.com/
The DOJ is using the company's analysis tools to indict Roman. The lawyers refer to these tools as “blockchain analysis tools that is junk science and does not withstand scrutiny”. Bitcoin experts confirm their assessment!
However, the orders from the DOJ increase the company value of Chainalyis: While $13m in capital was raised in the Series B round in July 2020, it was already $100m in November. In April 2021, Chainalysis Head Strategy Jonathan Levin said that Roman's arrest is proof that "Chainalyis's type of blockchain forensics works.
According to Bloomberg, the company is already valued at $8.6 billion (The $8.6 Billion Startup that helps Governments Trace Crypto) - https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-09-21/crypto-tracer-chainalysis-busts-bitcoin-btc-anonymity#xj4y7vzkg?leadSource=uverify%20wall
Once again, justice is sacrificed on the altar of profit!
Conclusion
Some may remember the Raoul Weil case, the UBS banker who was charged in the US with “conspiring against the US”, arrested in Italy and then imprisoned in the US. The DOJ's behavior was identical to the present case. Weil finally won the case. It paid its attorneys $3m. In a book he describes how "his life became a nightmare in the clutches of the US judiciary".
Roman Sterlingov still has his life ahead of him, but he doesn't have the resources of Raoul Weil. His case is hopeless at the moment. He needs help. That is why the Bitcoin Association Switzerland has invited his lawyers to Europe.
Roman needs help! He needs a public opinion that stands by his side and against the public prosecutor's office, which is financed with taxpayers' money.
No indefite imprisonment for people and unlimited taxpayser money for prosecutors.
www.torekeland.com
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