RT DE
UN billigt Russlands Resolution gegen Verherrlichung des Nationalsozialismus
Dec 20, 2024
Die UNO-Generalversammlung nimmt die russische Resolution zur Bekämpfung der Verherrlichung des Nationalsozialismus an. 119 Länder stimmten für das Dokument. 53 stimmten dagegen, darunter die Ukraine, Deutschland, die USA, Kanada, Frankreich und Japan. 10 Staaten enthielten sich. Die Verfasser des Dokuments verurteilen nachdrücklich Versuche, bei denen der Nationalsozialismus verherrlicht und propagiert wird.
Die stellvertretende russische UN-Botschafterin Maria Sabolotskaja kritsierte die "westlichen Länder, die einen weiteren Versuch unternommen haben, die Reihen der Vereinten Nationen zu spalten und die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Neonazismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu erschweren".
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Quellen & Links
Artikel: https://rtde.online/international/229916-un-billigt-russische-resolution-gegen-nazi-heroisierung/
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AUF1
„Jagt sie fort!“: Eine eindringliche Botschaft von Sucharit Bhakdi zum Jahresende
19.12.2024 • 18:41 Minuten
„Die Zeit ist gekommen, dass die Jäger zu Gejagten werden“ – mit klaren und mutigen Worten richtet sich der Widerstandskämpfer Prof. Sucharit Bhakdi in einer eindringlichen Botschaft an die Bevölkerung. Er spricht von den zwei stärksten Waffen der Globalisten und ruft dazu auf, die Menschen-Feinde fortzujagen. „Deutschland ist ein tolles Land gewesen. Deutschland könnte wieder ein tolles Land werden“, macht Prof. Bhakdi Hoffnung.
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Quellen & Links
Die von Prof. Sucharit Bhakdi erwähnten Bücher sind erhältlich im AUF1-Shop:
„Die Impf-Illusion – Infektionskrankheiten, Impfungen und die unterdrückten Fakten“ von Dr. Suzanne Humphries und Roman Bystrianyk:
https://www.auf1.shop/products/die-impf-illusion
„Rechtsextrem? Oder: Unkorrekt, aber richtig! Eine Abrechnung mit 8x8 Tabus“ von Elsa Mittmannsgruber:
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Apolut (Audio, Video & Artikel)
Aktualisiert am Dez. 19, 2024
Rutte fordert ein Ende der Diskussionen über Friedenslösungen für die Ukraine
Von Thomas Röper
NATO-Generalsekretär Rutte hat erklärt, die öffentlichen Diskussionen über eine mögliche Friedenslösung müssten "unter Kontrolle" gebracht werden und man müsse sich stattdessen darauf konzentrieren, wie man der Ukraine mehr Waffen liefert, um "den Sieg der Ukraine zu sichern".
Ein Kommentar von Thomas Röper.
In Europa läuft hinter den Kulissen ein Streit, über den ich in den nächsten Tagen detaillierter berichten will. Es ist ein Streit zwischen den europäischen Regierungen, die den Krieg gegen Russland in der Ukraine um jeden Preis fortsetzen wollen, auch wenn die USA unter Präsident Trump die Unterstützung der Ukraine einstellen, und den europäischen Regierungen, die sich mehr oder weniger offen über die Aussicht freuen, dank Trump eine Ausrede zu haben, um die ruinöse Unterstützung der Ukraine zu beenden.
Um die Unterstützung der Ukraine auch unter Trump fortsetzen zu können, haben die Staaten des Westens das Ramstein-Format, das unter Leitung der USA die Waffenlieferungen an die Ukraine koordiniert hat, beendet und die NATO zur für die Waffenlieferungen an Kiew verantwortlichen Stelle gemacht. Entsprechend ist die NATO eine der treibenden Kräfte, die eine weitere Verlängerung des für die Ukraine längst verlorenen Krieges fordern.
Der neue NATO-Generalsekretär Rutte ist dafür eine perfekte Besetzung, wie er erst vor wenigen Tagen bewiesen hat, als er offen sagte, dass er nicht wisse, ob es in der Ukraine noch genug Menschen gibt, die man an die Front schicken kann, aber hinzufügte, die NATO brauche „mehr Menschen, die an die Frontlinie geschickt werden“, um den sinnlosen und schon verlorenen Krieg zu verlängern.
Letzteres sagte er natürlich nicht, stattdessen erklärte er, das diene dazu, die Ukraine für künftige Verhandlungen mit Russland in eine „Position der Stärke“ zu versetzen.
Nun hat Rutte aus Anlass der Eröffnung des neuen NATO-Kommandos für die Ukraine in Wiesbaden eine Pressekonferenz abgehalten und nachgelegt. Er fabulierte wieder davon, die Ukraine müsse in eine Position der Stärke versetzt werden, dazu habe er gerade einen Minigipfel mit einigen EU-Staats- und Regierungschefs zur Ukraine abgehalten. Auf der Pressekonferenz sagte Rutte:
„Zu Ihrer anderen Frage zu all diesen Gerüchten, wie ein Friedensabkommen aussehen könnte, zu Sicherheitsgarantien und all dem – Sie kennen meine Position. Ich glaube, wir sollten uns jetzt darauf konzentrieren, dafür zu sorgen, dass die Ukraine diese Position der Stärke erreicht. Und dass die Diskussion über all das, die nach dem Moment kommt, in dem Selensky, Putin und andere an einem Tisch sitzen, deren Sache ist. Und wenn wir jetzt untereinander darüber diskutieren, wie ein Friedensabkommen aussehen könnte, machen wir es den Russen so einfach. Denn sie sitzen da in ihren Liegestühlen und hören unseren Diskussionen zu, rauchen eine schöne Zigarre und schauen sich all diese Fernsehaufnahmen an, und ich glaube nicht, dass das hilfreich ist. Und natürlich ist es in Demokratien unvermeidlich, dass wir all diese Dinge offen diskutieren, aber ich denke, wir wären sehr klug, dies etwas unter Kontrolle zu bringen und uns auf die anstehende Aufgabe zu fokussieren. Und die anstehende Aufgabe ist, sicherzustellen, dass die Ukraine alles hat, was sie braucht, um Putins Sieg zu verhindern und den Sieg der Ukraine zu sichern. Das ist unser Ehrgeiz. Das ist es, was erreicht werden muss, denn unsere Werte stehen auf dem Spiel, aber es steht auch in direktem Zusammenhang mit unserer eigenen Sicherheit und der Sicherheit in der Zukunft.“
Wir fassen zusammen
Erstens: Die NATO behauptet, sie wäre in der Ukraine keine Kriegspartei im Krieg gegen Russland, sie sieht ihre Aufgabe aber darin, „sicherzustellen, dass die Ukraine alles hat, was sie braucht, um Putins Sieg zu verhindern und den Sieg der Ukraine zu sichern“. Wie kann man nach so einer Aussage noch behaupten, die NATO sei keine Kriegspartei?
Zweitens: Rutte will die öffentlichen Diskussionen über eine Friedenslösung für die Ukraine „unter Kontrolle bringen“. Aber wie soll ein Frieden erreicht werden, wenn man nicht darüber reden darf, wie er aussehen und dauerhaft gesichert werden soll? Rutte stellt sich mit dieser Aussage explizit gegen Friedensverhandlungen und für eine Verlängerung des Krieges und des sinnlosen Sterbens, was ein weiteres Mal bestätigt, dass die NATO eben kein Verteidigungsbündnis ist, dessen Aufgabe es ist, seine Mitglieder zu schützen, sondern ein aggressives Bündnis, das sein Ziel darin sieht, die geopolitischen Gegner der USA, in diesem Falle Russland, zu bekämpfen.
Drittens: Rutte begründet seinen Kriegskurs, indem er behauptet, „unsere Werte stehen auf dem Spiel“, wobei mich interessieren würde, welche „Werte“ er denn genau meint. Demokratie kann es nicht sein, denn in der Ukraine wurden die 2024 anstehenden Präsidentschaftswahlen abgesagt. Meinungs- und Pressefreiheit kann es auch nicht sein, denn in der Ukraine begann die Gleichschaltung der Presse schon im Februar 2021, also ein Jahr vor der Eskalation. Auch LGBT und Gender können es nicht sein, denn die UNHCR hat beispielsweise noch 2021 eine Vielzahl von Angriffen gegen LGBT-Anhänger in vielen Städten der Kiewer Ukraine gemeldet. Demnach drohte Beamten oder Universitätsprofessoren in der Ukraine der Jobverlust, wenn sie sich für LGBT-Rechte einsetzen.
„Westliche Werte“
Von welchen „Werten“ könnte Rutte also reden? Könnte es dabei um die ukrainischen Schwarzerdeböden gehen, auf die die westlichen Lebensmittelkonzerne so scharf sind? Oder um die reichen Bodenschätze im Donbass, wo es neben Kohle auch sehr viel Lithium gibt, auf das der Westen ein Auge geworfen hat?
Oder geht es ganz banal um Geopolitik und den Wunsch der USA, ihre Weltmachtstellung zu behalten, weshalb die Konkurrenten Russland und China um jeden Preis bekämpft, geschwächt und besiegt werden müssen? Wenn dazu die Ukraine zerstört und geopfert wird, ist das für die US-geführte NATO kein Problem, wie Ruttes Aussage, man brauche „mehr Menschen, die an die Frontlinie geschickt werden“, ein weiteres Mal bestätigt hat. Und dass die EU-Staaten dabei wirtschaftlich unter die Räder kommen, kann den USA nur recht sein, schließlich schwächt das einen wirtschaftlichen Konkurrenten.
Wenn man auf all das schaut, ist es wirklich beeindruckend, was die westlichen Medien leisten, denn eigentlich müssten die Menschen in Europa und vor allem der Ukraine längst aufstehen und gegen diese für sie vernichtende Politik ankämpfen. Dass das nicht passiert, zeigt, wie mächtig der westliche Propaganda-Apparat ist.
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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
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Dieser Beitrag erschien am 19. Dezember 2024 auf dem Blog anti-spiegel.
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Bildquelle: Alexandros Michailidis / shutterstock
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Apolut Artikel:
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Apolut Peertube:
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Apolut Audiocast (MP3):
https://apolut.net/content/media/2024/12/Tagesdosis-19.12.2024.mp3
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Telepolis
Drei Prozent fürs Militär: Der (unverhältnismäßig) teure Kampf der Nato
18. Dezember 2024
Ian Proud
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Nato-Generalsekretär Mark Rutte
(Bild: Gints Ivuskans/Shutterstock.com)
Die Nato plant, ihre Militärausgaben auf 3 Prozent des BIP zu erhöhen. Doch sind diese Ausgaben wirklich gerechtfertigt? Ein Gastbeitrag.
Der neue Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat gefordert, dass die Allianz bis 2030 ein Verteidigungsbudget auf dem Niveau des Kalten Krieges anstreben soll.
Kurs auf drei Prozent
Damit vermittelt er den Nato-Bürgern den Eindruck, das moderne Russland stelle die gleiche Bedrohung dar wie die Sowjetunion. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch, dass dieser Vergleich falsch und bewusst irreführend ist.
Ruttes Äußerung spiegelt die Forderung Donald Trumps wider, die Nato-Ausgaben auf drei Prozent zu erhöhen, auf die der britische Außenminister prompt aufsprang.
Immerhin geben die USA 3,38 Prozent ihres BIP für Verteidigung aus, das sind zwei Drittel der gesamten Nato-Ausgaben. Nur drei weitere Mitglieder – Polen, Estland und Griechenland – geben mehr als drei Prozent aus, während acht das bestehende Zwei-Prozent-Ziel verfehlen.
"Während des Kalten Krieges haben die Europäer weit mehr als drei Prozent ihres BIP für Verteidigung ausgegeben", sagte Rutte.
Der Vergleich mit dem Kalten Krieg ist jedoch sehr irreführend. Die Sowjetunion war ein direkter Konkurrent der Vereinigten Staaten mit Panzern und Truppen an der Schwelle Westeuropas.
Obwohl die sowjetische Wirtschaft nie mit der amerikanischen vergleichbar war, erreichte sie 1984 etwas mehr als die Hälfte des amerikanischen Bruttosozialprodukts. Allerdings gaben die Sowjets wesentlich mehr für die Verteidigung aus, und ein CIA-Bericht von 1982 schätzte, dass die sowjetischen Militärausgaben bis 1980 die der USA knapp überstiegen hatten.
In den 1980er Jahren hatte die Sowjetunion ein stehendes Heer von 4,3 Millionen Soldaten – mehr als doppelt so viel wie die USA. Die sowjetische Bevölkerung betrug 1990 288 Millionen gegenüber 250 Millionen in den USA. Die Sowjetunion war also in wichtigen Bereichen ein vergleichbarer, wenn nicht sogar größerer Gegner.
Russland ist nicht die Sowjetunion
Heute stimmt dieser Vergleich einfach nicht mehr. Russland ist weder wirtschaftlich noch demographisch noch militärisch ein gleichwertiger Gegner für die USA oder die Nato insgesamt. Die einzige Ausnahme ist das russische Nukleararsenal, das in erschreckender Weise vergleichbar ist.
Das russische BIP ist 24,5-mal kleiner als das kombinierte BIP der Nato-Mitglieder und 11,5-mal kleiner als das der USA. Seine Bevölkerung ist siebenmal kleiner als die der Nato und fast zweieinhalbmal kleiner als die der USA.
Seine stark vergrößerten Streitkräfte entsprechen nur 45 Prozent der Nato-Streitkräfte. In einem Zermürbungskrieg mit der Nato, den Russland stets zu vermeiden suchte, hätte es weder die demographischen noch die wirtschaftlichen Reserven, um zu gewinnen.
Der Vergleich mit dem Kalten Krieg als Referenzrahmen ist daher wenig hilfreich und irrelevant. Wichtiger ist die Tatsache, dass die Nato selbst bei den derzeitigen Verteidigungsausgaben das größte Militärimperium ist, das die Welt je gesehen hat. Laut SIPRI-Datenbank entfielen im Jahr 2023 57 Prozent der weltweiten Verteidigungsausgaben auf die Nato.
Verhältnisse
Um dies ins rechte Licht zu rücken: Mit den derzeitigen Ausgaben gibt die Nato fünfmal mehr für Verteidigung aus als China und zehnmal mehr als Russland. Siebenmal mehr als ganz Asien ohne China und Indien, zehnmal mehr als der Nahe Osten, zwanzigmal mehr als Lateinamerika und einunddreißigmal mehr als Afrika.
Wenn die Nato ihre Verteidigungsausgaben auf 3 Prozent anheben würde, wären das zu heutigen Preisen etwa 260 Milliarden Dollar pro Jahr. Das ist 1,8-mal mehr als Russland bis 2025 für Verteidigung ausgeben will (ca. 145 Milliarden Dollar).
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Flavio von Witzleben
Dec 19, 2024
Warum die Weltkriegspläne nicht erfolgreich sein werden
Andreas Popp
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Quellen & Links
Als aktive Informationsquelle für interessierte Menschen recherchiert die Wissensmanufaktur permanent den Status der globalen Wirtschafts-, Währungs- und Gesellschaftssysteme und erarbeitet entsprechende Prognosen und Lösungen.
Als Ziel des Instituts könnte man eine „ganzheitliche sozialökonomische Ordnung“ nennen. Seit vielen Jahren arbeiten wir mit hoher Leidenschaft für Universalwissenschaft an dieser Aufgabe, die letztlich die bestehenden Paradigmen aufweicht. In unseren Publikationen und Vorträgen vermitteln wir möglichst allgemeinverständlich unsere (Zwischen-)Ergebnisse und versuchen, die Wege aus der globalisierten Wachstumssackgasse zu erklären.
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Telepolis
Interview mit russischem Botschafter: Mein Fazit aus fast 500 Kommentaren
18. Dezember 2024
Dietmar Ringel
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Russische Botschaft in Berlin: Wer darf mit wem reden? Bild ( https://www.shutterstock.com/de/image-photo/berlin-mitte-2022-main-building-russian-2119100063 ): Mo Photography Berlin/Shutterstock.com
Hunderte Kommentare zu Interview mit Netschajew. Reaktionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Was die Diskussion über Meinungskorridore und journalistische Haltung zeigt.
So ist das im Telepolis-Forum: Was die eine großartig findet, passt dem anderen überhaupt nicht. Deshalb will ich mich über die Kontroverse nach meinem Interview mit dem russischen Botschafter Sergej Netschajew ( https://www.telepolis.de/features/Russlands-Vertreter-in-Deutschland-nennt-deutsche-Panzer-in-Kursk-tragisch-10197486.html ) auch nicht beklagen. Vielleicht aber doch den einen oder anderen Gedanken nachschieben, der mir beim Lesen der fast 500 Kommentare gekommen ist.
Los geht es mit der Frage, ob man den russischen Botschafter überhaupt "unzensiert" zu Wort kommen lassen darf. "Höchste Zeit, dass das passiert" und "Danke an den Interviewer und Telepolis für den Mut" ist im Forum ebenso zu lesen wie "Hofberichterstattung" und "Es lohnt nicht, mit Lügnern zu sprechen".
Ich finde: Es lohnt sich nicht nur, alle Seiten zu hören, sondern man muss es sogar. Nicht nur mit Blick auf Russland und die Ukraine, aber hier ganz besonders.
Mich hat der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen kürzlich nach einem Interview gefragt, ob ich ihm den extrem verengten Meinungskorridor bei diesem Thema erklären könne. Er habe so etwas in seiner langen politischen Laufbahn noch nie erlebt. Konnte ich nicht, finde aber, dass er recht hat. Meine Antwort darauf ist, den Meinungskorridor zu erweitern.
Warum dem Botschafter zuhören?
Was bringt es aber, einem Botschafter zuzuhören, der doch nur die Meinung der Regierung äußert, in deren Diensten er steht? Auch da gehen die Ansichten im Forum weit auseinander. Manche nehmen in seinen Aussagen eine "faktenbasierte Argumentation" wahr, an anderer Stelle heißt es, der Botschafter habe sich "mit seinen Lügen und Krokodilstränen bloßgestellt". Zeigt das nicht schon den Mehrwert des Interviews: Man hört zu und zieht daraus seine eigenen Schlüsse?
Reaktionen im Forum
Oder sollte der Interviewer doch härter nachfragen, dem Befragten nichts "durchgehen" lassen? Auch dazu gibt es im Forum pro & contra. Einer bedankt sich für "lösungsorientierten Journalismus", der versuche, "Brücken zu bauen". Ein anderer nennt das Interview "unterwürfig" und empfindet "fast physische Schmerzen" beim Lesen, vermisst kritische Nachfragen und "Haltung" beim Interviewer.
Welche Debatten hätten geführt werden können
Ja, ich hätte ein anderes Interview führen können, hätte bei den Stichworten Maidan und Butscha einhaken (in einem Forum-Beitrag wird auf den ukrainisch-kanadischen Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski verwiesen, der dazu geforscht und viel Erhellendes geschrieben hat) oder mit dem Botschafter eine Völkerrechtsdebatte führen können.
Ob das an dieser Stelle neue Erkenntnisse gebracht hätte? Keine Ahnung. "Fehlende Haltung" nehme ich dagegen eher als Lob denn als Kritik zur Kenntnis. Haltung soll der Befragte zeigen, deshalb spreche ich ja mit ihm. Journalisten steht dafür die Rubrik "Kommentar" zur Verfügung. Leider kommt da gerade einiges durcheinander
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Uncut News
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„Das Geschäftsmodell von Pharmaunternehmen ist organisiertes Verbrechen“
Amèle Debey via L'Impertinent
Dezember 18, 2024
Von Amèle Debey
Dr. Peter Gøtzsche ist einer der weltweit meistzitierten dänischen Ärzte und Forscher, dessen Publikationen in den renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften erschienen sind. Lange bevor er das renommierte Cochrane-Institut mitbegründete und dessen nordische Abteilung leitete, arbeitete dieser führende Experte für klinische Studien und regulatorische Angelegenheiten in der Pharmaindustrie für eine Reihe von Laboren. Auf der Grundlage dieser Erfahrung und seiner renommierten wissenschaftlichen Arbeit ist Peter Gøtzsche Autor eines Buches über die Methoden der Pharmaindustrie zur Korrumpierung des Gesundheitssystems.
Wann wurde Ihnen klar, dass etwas an der Art und Weise, wie wir mit der Covid-Krise umgingen, falsch war?
Ich würde sagen, sofort. Ich habe einen Hintergrund in Infektionskrankheiten. Mir wurde also sehr schnell klar, dass dies der falsche Weg war, mit einem Atemwegsvirus umzugehen.
Man kann die Ausbreitung nicht verhindern. Das wussten wir bereits aufgrund unseres Wissens über andere Atemwegsviren wie Influenza und andere Coronaviren, die Erkältungen verbreiten. Die gesamte Einstellung, Grenzen sehr schnell zu schließen, alle möglichen Quarantänemaßnahmen zu ergreifen und nur wenigen Menschen den gemeinsamen Aufenthalt zu erlauben, ergab vielleicht für einige Menschen Sinn, aber es war der falsche Ansatz. In Schweden blieb die Gesellschaft im Gegensatz zum Rest der Welt offen, und Schweden hat eine der niedrigsten Übersterblichkeitsraten der Welt.
Es war töricht zu glauben, dass wir das Virus eindämmen könnten, indem wir unsere Gesellschaften schließen, und mir war auch früh klar, dass dies enorme Kollateralschäden verursachen würde. Natürlich war mir das bewusst, daher stand ich dem, was die Regierungen auf der ganzen Welt taten, sehr kritisch gegenüber.
Bereits im März 2020, als die Pandemie erst ein paar Monate alt war, veröffentlichte ich im British Medical Journal einen Brief mit dem Titel „Covid-19: Sind wir Opfer einer Massenpanik?“
Welche Beweise gibt es dafür, dass das Covid aus einem Labor in Wuhan entkommen ist?
In der Wissenschaft arbeiten wir mit Wahrscheinlichkeiten. Wir haben selten absolute Gewissheit über irgendetwas. Und wenn man sich alle Beweise ansieht, die wir haben, dann ist es äußerst wahrscheinlich, dass das Virus aus einem Labor entkommen ist. Und nicht nur entkommen ist, sondern dass es im Labor hergestellt wurde, denn es handelte sich um die Art von gefährlichen Viren, die sie bereits in diesem Labor herstellten. Sie hatten das schon seit mehreren Jahren getan. Wie konnte es also möglich sein, die ganze Welt zu täuschen und Menschen wie mir zu sagen, wir seien Verschwörungstheoretiker?
Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern damit, ein ehrlicher Wissenschaftler zu sein. Natürlich haben sie das Virus hergestellt und es ist entwichen.
Dieses Interview wurde vor der Veröffentlichung des Berichts des US-Kongresses geführt, der zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangt.
Aber das Virus war hauptsächlich für alte Menschen und Menschen mit Begleiterkrankungen gefährlich, oder? Für junge Menschen war es nicht so gefährlich?
Für Kinder war es nicht gefährlich. Und die Idee, Kinder zu impfen, ist eine sehr schlechte Idee. Ich glaube, das richtet mehr Schaden als Nutzen an, denn bei diesen Menschen ist es ein mildes Virus, und man tötet tatsächlich einige von ihnen, zum Beispiel wegen einer Myokarditis. Das ist nicht vernünftig.
Welche Rolle spielt die WHO in dieser Angelegenheit? Welche Verantwortung trägt sie für diese Panik?
Ich kann mich nicht an alle offiziellen Ratschläge der WHO erinnern, aber ich erinnere mich sehr deutlich an den Generaldirektor, der sagte: „Test, Test, Test“. Und dieser Testwahn war offensichtlich falsch. Selbst der PCR-Test, der eigentlich sehr genau sein soll, wird problematisch, wenn man ihn an einer Stichprobe von Menschen durchführt, von denen die meisten nicht infiziert sind.
Es gab eine Forscherin, mit der ich zusammengearbeitet habe und die in einem Artikel argumentierte, dass das Virus vielleicht aus den Vereinigten Staaten und nicht aus China stammt. Sie hatte in einem US-Bundesstaat viele Blutproben analysiert und ein bestimmtes Vorkommen des Virus vor dem Ausbruch in Wuhan gefunden. Ich zeigte ihr, dass dieses kleine Vorkommen in den Vereinigten Staaten genau das war, was man in Bezug auf falsch positive Ergebnisse in einer Bevölkerung erwarten würde, die überhaupt nicht infiziert war, weil der Test nicht perfekt ist. Dann habe ich den Kontakt zu ihr verloren!
Diese Testmanie, zum Beispiel in Dänemark, wo ich lebe, mit langen Schlangen vor Schulen und an anderen Orten, an denen sich Menschen testen lassen konnten, hat viel Geld gekostet und nichts gebracht.
Wer finanziert die Cochrane Collaboration, die Sie mitbegründet haben? Und was ist mit ihren Bewertungen zu den Maskenmandaten passiert, die unwirksam waren?
Aufgrund meiner Arbeit war und ist Dänemark nach wie vor der größte internationale Beitragszahler für Cochrane, nachdem das britische National Institute of Health Research die Finanzierung der britischen Cochrane-Gruppen Ende März 2023 eingestellt hat, weil Cochrane höchst ineffektiv geworden war. Auf der Cochrane-Website über Geldgeber wird jedoch immer noch behauptet, Dänemark sei der zweitgrößte Geldgeber, was nicht stimmt.
„Der Kampf gegen wissenschaftliche Fehlinformationen ist eine der dümmsten Initiativen, die ich je in meinem Leben gesehen habe.“
Mein Kollege Tom Jefferson, der eine Zeit lang in Teilzeit für mich gearbeitet hat, ist der Hauptautor des Cochrane-Reviews über die Wirkung physischer Maßnahmen zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen. Er hat den Review viele Male aktualisiert, aber als er Anfang 2020, mitten in der Covid-Pandemie, mit zusätzlichen Daten zeigte, dass Gesichtsmasken nicht funktionieren, hielt Cochrane ihn sieben Monate lang zurück, bevor er ihn veröffentlichte. Und als die Überprüfung von einem unbekannten Social Influencer in der New York Times kritisiert wurde, entschuldigte sich die Chefredakteurin von Cochrane, Karla Soares-Weiser, für die Überprüfung und ließ Tom fallen. Es gab nichts, wofür man sich entschuldigen musste, und es war ein riesiger Skandal, dass sie ihre eigenen Leute, deren Forschung von höchster Qualität war, nicht unterstützte. Ich habe über diese Affäre geschrieben: Falsche Propaganda über Gesichtsmasken und redaktionelles Fehlverhalten von Cochrane.
Medien und Behörden befinden sich nun im Krieg gegen Desinformation. In Ihrem letzten Buch sagten Sie: „Wenn wir zensieren, verlieren wir Vertrauen.“ Wie stehen Sie also zu diesem Krieg gegen Desinformation?
Es ist eine der dümmsten Initiativen, die ich in meinem ganzen Leben erlebt habe, und ich bin jetzt gerade 75 geworden. Zu glauben, dass man Zensur einführen kann, ist eine sehr schlechte Idee, denn die Wissenschaft verändert sich ständig, und die Menschen sind anderer Meinung. Wer sind diejenigen, die darüber urteilen sollten, ob etwas eine Falschinformation ist oder nicht?
Joe Biden und viele andere Regierungschefs haben gesagt, dass die Covid-Impfstoffe zu 100 % wirksam seien. Das ist eine schreckliche Fehlinformation. Aber all diese Faktenprüfer haben überhaupt nicht reagiert.
Nur um Ihnen ein Beispiel zu nennen, das ich in meinem Buch über das chinesische Virus erwähne: Als Paul Thacker im British Medical Journal einen Artikel über schwerwiegende Probleme mit der Datenintegrität in der entscheidenden COVID-19-Impfstoffstudie von Pfizer veröffentlichte, sagte ein dummer Faktenprüfer, der leitende Redakteur von Lead Stories, Dean Miller, dass das, was im British Medical Journal geschrieben stand, falsch sei, und veröffentlichte eine „Hoax-Warnung“.
Die Herausgeber des British Medical Journal kontaktierten Lead Stories, die sich weigerten, irgendetwas an ihrem Artikel oder den Maßnahmen, die dazu führten, dass Facebook Thackers Artikel markierte, zu ändern. Sie kontaktierten auch Facebook und forderten die sofortige Entfernung des „Faktenprüfungs“-Labels und aller Links zum Lead Stories-Artikel, damit die Leser den Artikel auf der Plattform frei teilen können. Es ist nichts passiert. Das BMJ beschwerte sich auch in einem offenen Brief beim Mitbegründer und Vorstandsvorsitzenden von Facebook, Mark Zuckerberg, aber er antwortete nicht und unternahm nichts.
Die Vorstellung, dass wir Zensur haben könnten, ist also eine sehr, sehr schlechte. Wir würden alle verlieren. Wir müssen akzeptieren, dass es Idioten gibt, die ihre falschen Ideen in den sozialen Medien verbreiten, aber Zensur ist weitaus schlimmer.
Es scheint in der Tat so, dass wir unterschiedliche Ansichten nicht mehr akzeptieren. Es besteht das Bedürfnis, zu kontrollieren, was jeder denkt.
Ich habe einen Vortrag auf YouTube veröffentlicht, der von YouTube entfernt wurde. Obwohl der Vortrag sachlich korrekt war und von einem der besten Impfstoffforscher der Welt, Professor Peter Aaby, gehalten wurde. Wir haben protestiert, aber es hat nichts gebracht. Er ist zum Beispiel anderer Meinung als die WHO, was den DPT-Impfstoff betrifft, aber ich habe mich eingehend mit diesem Thema befasst, und seine Forschung ist weitaus zuverlässiger als die Quellen, die die WHO verwendet. Ich glaube also, dass er Recht hat. Aber er durfte auf YouTube nicht sagen, was seine Forschung gezeigt hat. Das ist verrückt!
„Die meisten dieser Faktenprüfer haben keine Ausbildung, die ihre Rolle rechtfertigt.“
Es sind junge Leute hinter einem Bildschirm, die entscheiden, was wahr ist und was nicht. Sie haben keine medizinische Ausbildung und sind keine Wissenschaftler. Die meisten dieser Faktenprüfer haben nicht viel Bildung, die ihre Rolle rechtfertigt. Sie sind für den Job, den sie angeblich meistern sollen, nicht qualifiziert. Zu spekulieren, dass jemand die Wahrheit in wissenschaftlichen Angelegenheiten kennt, ist wie das Wahrheitsministerium in Orwells „1984“.
Was die Covid-Impfstoffe betrifft, haben Sie Beweise für schwerwiegende neurologische Schäden gefunden, darunter Bellsche Lähmung, Guillain-Barré-Syndrom, myasthenische Störung und Schlaganfall, die wahrscheinlich auf eine Autoimmunreaktion zurückzuführen sind. Warum empfehlen wir diese Impfung immer noch? Warum sprechen nicht mehr Wissenschaftler und Ärzte darüber?
Leider ist es mittlerweile ein Tabu, Fragen zu Impfstoffen zu stellen. Man wird sehr schnell als Impfgegner abgestempelt, selbst wenn man nur Fragen stellt. Selbst wenn man nur wissen möchte, was die Wahrheit ist. Was meine Arbeit mit Maryanne Demasi angeht, so war es ein riesiges Unterfangen, diese systematische Überprüfung durchzuführen, und wir haben es bei mehreren medizinischen Fachzeitschriften versucht, aber unser Artikel wurde jedes Mal abgelehnt, deshalb habe ich ihn auf meine Website gestellt.
„Es ist zum Tabu geworden, Fragen zu Impfstoffen zu stellen“
Die Menschen mögen keine Papiere, die sie darauf hinweisen, dass Impfstoffe auch schädlich sein können und dass sie, wenn sie bei den falschen Personen angewendet werden, der Bevölkerung mehr schaden als nützen könnten, was wir auch in unserem Artikel festgestellt haben. Es ist sehr traurig, dass es so schwierig ist, über Impfstoffe auf die gleiche Weise zu diskutieren wie beispielsweise über Medikamente.
Die schlimmsten Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe scheinen Myokarditis und Thrombose zu sein. Und schwere Nebenwirkungen, d. h. solche, die die Ausübung alltäglicher Tätigkeiten verhindern, wurden in den randomisierten Studien nicht ausreichend gemeldet.
In einem Ihrer Bücher sagen Sie auch, dass Peer-Reviews voreingenommen sind. Aber wie sollen wir es ohne sie machen?
Peer-Reviews werden sehr oft missbraucht. Und es ist definitiv unfair, dass die Peer-Reviewer wissen, wer Sie sind, aber Sie nicht wissen, wer sie sind. Sie sind anonym. Das ist ein sehr unfaires System.
Gibt es nicht ein System des doppelblinden Peer-Reviewings?
Das ist sehr, sehr selten. Das Standardmodell sieht vor, dass sie wissen, wer Sie sind, aber Sie wissen nicht, wer Ihre Arbeit liest. Dies bietet eine enorme Möglichkeit für Missbrauch. Natürlich senden viele Zeitschriftenredakteure ein Manuskript an Personen, die sich auf dem Gebiet auskennen, und wenn es um Medikamente und Impfstoffe geht, sind viele Ärzte durch Gelder der Industrie korrumpiert worden, sodass sie den Impfstoff oder das Medikament schützen wollen, das Sie in Ihrem Artikel möglicherweise in Frage stellen.
Redakteure sind beschäftigt und lesen oft nicht einmal das Manuskript, sondern nur die Peer-Reviews, und lehnen den Artikel dann aufgrund von Personen ab, die in einem Interessenkonflikt stehen. Das ist kein gutes System.
Okay, was wäre dann ein gutes System?
Zunächst einmal sollten Peer-Reviewer keine anonymen Henker sein. Einige gute Zeitschriften veröffentlichen die Peer-Reviews und geben auch an, wer diese Personen sind. Die Versuchung, Ihren Status als Peer-Reviewer zu missbrauchen, ist geringer, wenn Sie wissen, dass Ihre Peer-Reviews öffentlich geprüft werden und die Leute sehen können, ob Sie in einem Interessenkonflikt stehen. Es gibt viele Möglichkeiten, das System zu verbessern. Es sollte ausgewogen sein.
„Medizinische Fachzeitschriften sind der Pharmaindustrie so sehr verpflichtet, dass es immer schwieriger wird, kritische Artikel zu veröffentlichen.“
Ich habe in einem meiner Artikel darüber diskutiert und argumentiert, dass es manchmal möglich sein sollte, dass Sie als Whistleblower ein Papier veröffentlichen, bei dem Ihre Identität unbekannt ist, um ernsthafte Belästigungen zu vermeiden. Es gibt also verschiedene andere Möglichkeiten, die Dinge viel besser zu machen als heute. Aber die medizinischen Fachzeitschriften sind der Pharmaindustrie so verpflichtet, dass es immer schwieriger wird, kritische Artikel über Medikamente oder Impfstoffe zu veröffentlichen.
Ich habe mehr als hundert Artikel im British Medical Journal, in The Lancet und den drei anderen „großen Fünf“ veröffentlicht. Ich bin der einzige Däne, dem das je gelungen ist, daher weiß ich, wie es ist, ein Spitzenforscher zu sein. Und doch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich die Nase voll habe von medizinischen Fachzeitschriften. Ich ziehe es vor, Bücher zu schreiben und Artikel auf meiner eigenen Website oder auf Websites zu veröffentlichen, wo es keine Zensur gibt, sondern vernünftige Redakteure, die für das Gemeinwohl arbeiten.
Ist es nicht gefährlich, wenn es in der Wissenschaft keine Widersprüche gibt?
Ich würde es vorziehen, gute Möglichkeiten für wissenschaftliche Debatten zu haben. Das ist besser als alles andere. Wenn wir in einer Zeitschrift veröffentlichen dürften, was wir sagen wollen, und diese Zeitschrift Leute, die anderer Meinung sind, bitten würde, etwas anderes zu veröffentlichen, dann könnten wir eine Debatte über die Dinge führen. Das wäre die beste Lösung. Aber da das System, das wir haben, so korrupt ist – viele Zeitschriften sind auf Arzneimittelwerbung und den Verkauf von Sonderdrucken an die Industrie angewiesen – ziehe ich es vor, auf Websites zu veröffentlichen. Auf einigen von ihnen gibt es ziemlich viele Kommentare. Mad in America zum Beispiel ist eine fantastische Website für Fragen der psychischen Gesundheit.
Was die Covid-Impfstoffe betrifft, so haben Sie kürzlich getwittert: „Plasmid-DNA aus mRNA-Impfstoffen, z. B. COVID-19-mRNA-Impfstoffen, kann sich in das Genom normaler menschlicher Zellen integrieren. Dies birgt ein potenzielles Krebsrisiko, das nicht länger von bezahlten Trollen der Industrie ignoriert und lächerlich gemacht werden kann, sondern weiter untersucht werden muss.“ Können Sie uns mehr darüber erzählen?
Das ist nicht mein Forschungsgebiet, und meine stellvertretende Direktorin, Maryanne Demasi, hat mehrere Artikel darüber verfasst. Das ist definitiv besorgniserregend und sollte viel genauer untersucht werden. Wir wissen jetzt, dass sich DNA-Fragmente in das menschliche Genom integrieren können, und wir wissen auch, dass dies zu einem erhöhten Krebsrisiko führen kann. Daher muss dies untersucht werden. Bei Impfstoffen, bei denen viele Menschen geimpft werden, die nie von dem Impfstoff profitieren werden, müssen wir sehr gute Sicherheitsstudien durchführen, damit wir den Menschen nicht mehr schaden als nutzen.
Und das war bei den Covid-Impfstoffen nicht der Fall?
Sie führten eine neue Technologie ein, und die Menschen waren sich nicht bewusst, dass dies gefährlich sein könnte.
Es war das erste Mal, dass ein Impfstoff so vielen Menschen verabreicht wurde. Wenn er so gefährlich wäre, würden wir dann nicht weitreichende Folgen sehen? Zumindest mehr als jetzt?
Nein. Wenn die mRNA-Impfstoffe das Krebsrisiko erhöhen, könnte es viele Jahre dauern, bis wir das in der Bevölkerung sehen können, denn es dauert seine Zeit, bis sich Krebs entwickelt, manchmal Jahrzehnte. Brustkrebs ist im Durchschnitt etwa 20 Jahre im Körper, bevor er bei einer Brustuntersuchung erkannt werden kann. Und wenn das Krebsrisiko nicht so stark erhöht ist, werden wir vielleicht nie herausfinden, ob der Impfstoff Krebs verursacht, weil die Menschen ohnehin an Krebs erkranken. Es ist also nicht so einfach.
Selbst in zehn Jahren werden wir also nicht verstehen können, ob es am Impfstoff lag oder nicht?
Es ist viel zu früh, um dies zu untersuchen. Wir müssen noch einige Jahre warten, bevor wir epidemiologische Studien durchführen können, um zu sehen, ob es Anzeichen dafür gibt, dass Krebserkrankungen zunehmen könnten. Aber es ist auch deshalb sehr schwierig, weil wir einen so großen Teil der Weltbevölkerung geimpft haben. Was wäre also Ihre Kontrollgruppe? Wenn die Prävalenz einer bestimmten Krebsart zunimmt, müsste man über viele, viele Jahre hinweg beobachten, wie sich dieser bestimmte Krebs entwickelt.
In Ihrem Buch „The Chinese virus“ schreiben Sie, dass der Impfstoff schwere Fälle verringert und dass diejenigen, die auf der Intensivstation starben, meist nicht geimpft waren. John Ioannidis veröffentlichte eine Studie, die belegt, dass Millionen von Menschenleben gerettet wurden. Ist dieser Impfstoff also wirksam und sollten sich die Menschen weiterhin impfen lassen?
Wir wissen mit Sicherheit, dass der Impfstoff ziemlich unwirksam ist, weil das Virus ständig mutiert, und einige Studien zeigen, dass der Impfstoff nur zu 50 % wirksam ist. Das ist weit entfernt von den 100 %, von denen Joe Biden sprach. Der Impfstoff ist also nicht besonders wirksam, und viele von uns, darunter auch meine Frau und ich, haben das zum ersten Mal wieder erlebt, als wir im Juni 2022 auf einer Hochzeit in Schweden waren und wie gewohnt wieder Menschen sahen und umarmten. Wir waren beide zweimal geimpft worden, und was ist passiert? Wir haben uns mit Covid angesteckt, um Himmels willen! Und viele derjenigen, die auf der Party waren und ebenfalls geimpft waren, haben sich ebenfalls mit Covid angesteckt.
„Das Geschäftsmodell von Pharmaunternehmen ist organisiertes Verbrechen“
„Wirksam“ ist also nicht wirklich das Wort, das ich verwenden würde, um diesen Impfstoff zu beschreiben.
Wie viele Leben wurden durch diesen Impfstoff gerettet? Es ist sehr schwierig, dazu etwas Qualifiziertes zu sagen.
Zu Ihrem Buch mit dem Titel Tödliche Medikamente und organisiertes Verbrechen. Mit welchen Techniken werden Ärzte dazu gebracht, Medikamente zu kaufen, und wurden diese Techniken bei Covid-Impfstoffen eingesetzt, um Regierungen zu manipulieren?
Ich sage normalerweise, dass es zwei kleine Wörter mit fünf Buchstaben gibt, die erklären, was im Gesundheitswesen vor sich geht: Geld und Macht. Wer das Geld hat, hat auch die Macht, also ist es im Grunde dasselbe.
Wie funktioniert eine Regulierungsbehörde? Führen sie ihre eigenen Tests durch oder stützen sie ihre Entscheidungen ausschließlich auf die Studien der Pharmaunternehmen?
Natürlich können die Arzneimittelbehörden nicht alle Tests an Patienten selbst durchführen, aber wir könnten verlangen, dass die Prüfung von Arzneimitteln und Impfstoffen zu einem öffentlichen Unternehmen wird. Die Pharmaindustrie sollte damit absolut nichts zu tun haben, denn wir wissen bereits, dass das Geschäftsmodell von Pharmaunternehmen organisiertes Verbrechen ist. Sie begehen routinemäßig Betrug in ihren klinischen Studien und in dem, was sie veröffentlichen. Sogar Todesfälle fehlen in dem, was sie veröffentlichen. Wir wissen also nicht, wie gefährlich Medikamente und Impfstoffe sind, weil die Pharmaindustrie, die einen enormen Interessenkonflikt hat, die Studien durchführt. Das ist einfach sehr, sehr falsch.
„Amerika war schon immer dysfunktional“
Ich habe ein Gleichnis: Stellen Sie sich vor, ich würde den Kfz-Prüfern sagen, dass sie sich mein Auto nicht ansehen müssen, wenn es das nächste Mal zur Hauptuntersuchung muss. Ich habe es sehr sorgfältig getestet und bringe einen Stapel von fünf Metern Papier mit meinen Ergebnissen mit. Sie müssen nur meine fünf Meter Papier lesen und werden überzeugt sein, dass dies ein sicheres Auto ist. Genau das macht die Pharmaindustrie.
Wie können wir es also versäumen, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen für unsere Gesundheit zu ergreifen, die wir bei unseren Autos, unseren Häusern oder sogar unseren Haustieren als selbstverständlich erachten?
Darüber habe ich in einem meiner Bücher geschrieben. Wenn ich mit allen Papieren zur Hauptuntersuchung ginge und betrügen würde, weil meine Bremsen nicht wirklich funktionieren, dann könnte ich vielleicht mich selbst und ein oder zwei andere töten. Aber wenn Pharmaunternehmen mit ihren Medikamenten betrügen, können sie mehr als hunderttausend Menschen töten, wie es Merck mit seinem Arthritis-Medikament Vioxx getan hat.
Wenn eine Aufsichtsbehörde ein Medikament zulässt, das schließlich vom Markt genommen wird, hat das dann keine Konsequenzen für die Aufsichtsbehörden?
Oh nein! Nur positive. Sie könnten danach einen hoch bezahlten Job in einem Pharmaunternehmen bekommen.
In gewisser Weise hat die Covid-Krise all das deutlich gemacht, was in der Medizinbranche seit Jahren nicht funktioniert?
Ja, und die Covid-Pandemie hat uns besonders gezeigt, was in den Vereinigten Staaten falsch läuft. Dort war es eine totale Katastrophe. Sie hatten bereits ein schlecht funktionierendes Gesundheitssystem, aber dann kam die Pandemie und so viele Menschen starben dort im Vergleich zu anderen Ländern, was uns einmal mehr zeigte, wie schlecht die Gesundheitsversorgung in den Vereinigten Staaten ist.
Es sollte nicht allzu schwer sein, Amerika wieder gesund zu machen, oder? Was auch immer sie tun, es kann nicht schlimmer werden.
(Peter lacht). Gesund war es nie! Dasselbe gilt für die Wiederherstellung der Größe Amerikas … War es jemals groß? Soweit ich das beurteilen kann, war Amerika schon immer dysfunktional.
Es gibt Fälle, in denen Aufsichtsbehörden für die Unternehmen arbeiten, deren Produkte sie gerade erst zugelassen haben. Kommt das oft vor?
Das nennt man das „Drehtür-Phänomen“. Sie wechseln zwischen der Pharmaindustrie und den Arzneimittelbehörden hin und her, und es gibt kein Gesetz dagegen. Es gibt einige Gesetze, zum Beispiel in Europa, die besagen, dass man nach dem Ausscheiden aus der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) eine Zeit lang, ich glaube für ein paar Jahre, nicht für die Pharmaindustrie arbeiten darf. Aber Sie haben gesehen, dass Chefs, die die FDA oder die EMA verlassen, manchmal schon für die Pharmaindustrie gearbeitet haben, bevor sie die Arzneimittelbehörde verlassen haben, obwohl das illegal ist.
Warum werden sie nicht verklagt?
So ist die Welt nun mal.
Kann man also sagen, dass die FDA die korrupteste Organisation der Welt ist? Und dass das Gleiche für die EMA und andere Behörden wie Swissmedic in der Schweiz gilt?
Wir sollten keine Superlative verwenden, denn es gibt immer eine Organisation, die noch schlimmer ist. Es reicht zu sagen, dass Korruption Teil des Problems in Arzneimittelbehörden ist. Und es ist ein Problem auf der ganzen Welt. Korruption kann auf vielen Ebenen auftreten, aber am besten dokumentiert ist sie bei der FDA.
Sie haben geschrieben, dass der Missbrauch von Medikamenten, illegalen und verschriebenen Medikamenten, die Haupttodesursache in Amerika ist. Sogar mehr als Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Hier geht es nicht um illegale Drogen oder Missbrauch. So verwenden wir Medikamente in der täglichen Praxis. Medikamente sind die häufigste Todesursache. Ich habe Anfang des Jahres einen Artikel darüber veröffentlicht. In der westlichen Welt ist es überall ziemlich gleich. Ich habe mich hauptsächlich auf Medikamentengruppen konzentriert, mit denen ich sehr vertraut bin: Medikamente gegen Arthritis und Psychopharmaka, und dann habe ich auch Opioide hinzugefügt.
„Die Arzneimittelregulierung funktioniert nicht“
Nichts beweist besser, dass die Arzneimittelregulierung nicht funktioniert. Sie schützt die Öffentlichkeit nicht vor schädlichen Medikamenten, wenn unsere verschreibungspflichtigen Medikamente die Haupttodesursache sind.
Hatten Sie jemals Angst um Ihr Leben? Haben Sie Morddrohungen erhalten oder wurden Sie von Pharmaunternehmen unter Druck gesetzt?
Ich wurde schon oft unter Druck gesetzt, aber ich habe keine Morddrohungen erhalten.
Werden alle Medikamente so hergestellt, dass sie Reaktionen hervorrufen, die zur Stabilisierung weitere Medikamente erfordern?
In der Psychiatrie passiert das oft. Man beginnt mit einem Medikament und geht dann schnell zu zwei, drei oder vier Medikamenten über. Das liegt auch daran, dass die Medikamente schlecht sind und nur eine sehr geringe Wirkung haben. Und dann verschreibt der Psychiater einem in seiner Verzweiflung einfach ein Medikament nach dem anderen.
Aber manchmal ist es richtig, dass sie ein anderes Medikament gegen die Nebenwirkungen einsetzen, zum Beispiel kann man durch Antipsychotika Parkinson entwickeln und dann braucht man ein Anti-Parkinson-Medikament.
Sie haben auch geschrieben, dass Pharmaunternehmen keinen Unterschied zwischen Marketing und Forschung machen und dass das schlimmste Unternehmen Pfizer ist, dessen Marketing „aggressiv“ und „rücksichtslos“ ist.
Als ich jung war, galt Pfizer als das schlimmste Pharmaunternehmen. Aber jetzt gibt es viele Konkurrenten. Es gibt viele andere Pharmaunternehmen, die sich sehr, sehr schlecht verhalten. Ich kann zum Beispiel Merck und Eli Lilly nennen, zwei sehr große US-Unternehmen, Janssen und Janssen, Roche, Lundbeck und Novo Nordisk aus meinem eigenen Land. Sie alle wissen, dass sich organisiertes Verbrechen auszahlt.
Wird in diesen Unternehmen noch Wissenschaft betrieben oder geht es nur um Marketing und Verkauf?
Sie manipulieren die Wissenschaft. Sie sind nicht an der Wahrheit über Medikamente interessiert, sondern daran, sie zu verkaufen.
Aber letztendlich brauchen wir Pharmaunternehmen, oder nicht?
Nein. Absolut nicht. Ich habe in einem Artikel argumentiert, dass es bekannt ist, dass die meisten Durchbrüche in der Arzneimittelbehandlung nicht von der Pharmaindustrie kommen. Sie kommen aus der öffentlich finanzierten Forschung. Was also wirklich für unsere Gesundheit wichtig ist, kommt nicht von Pharmaunternehmen. Sie kommen von öffentlich finanzierten Forschern.
Wir könnten genauso gut den nächsten Schritt gehen und sagen: Lasst uns die Entwicklung, Erprobung und Vermarktung von Medikamenten zu einem Unternehmen von öffentlichem Interesse machen. Lasst uns die kapitalistischen Pharmaunternehmen loswerden, weil sie so unglaublich schädlich für unsere Gesundheit sind, also sollte es ein öffentliches Unternehmen sein, das Medikamente entwickelt und testet. Wenn das der Fall wäre, könnten wir als Bürger auch verlangen, dass Medikamente nicht zu so hohen Preisen verkauft werden dürfen, dass wir sie uns nicht leisten können.
„Viele Mainstream-Medien wurden auch von Big Pharma korrumpiert“
So wie es jetzt ist, werden wir erpresst, weil die Pharmaindustrie Zehntausende von Dollar für die Behandlung eines einzigen Patienten für ein Jahr verlangt. Nehmen wir zum Beispiel diese Medikamente zur Gewichtsabnahme: Ozempic kostet etwa 12.000 Dollar pro Jahr. Die FDA hat nutzlose, schädliche und sündhaft teure Medikamente gegen Demenz zugelassen, die beispielsweise 32.000 Dollar pro Jahr kosten und auf unzureichender Forschung und Experten mit finanziellen Interessen basieren. Das ist doch lächerlich. Die gesamte Pharmaindustrie sollte verschwinden. Sie sollte kein kapitalistisches Unternehmen sein.
Aber brauchen wir nicht das Geld, um Forschung zu betreiben? Brauchen wir die Pharmaunternehmen nicht, um Forschung zu betreiben, weil sie so viel Geld haben?
Nein. Es gibt viele Wissenschaftler, die wissen, wie man Forschung und klinische Studien durchführt. Wenn es ein öffentliches Unternehmen wäre, würden viele Menschen, die heute in der Pharmaindustrie arbeiten und die Nase voll haben von all diesen Verbrechen, lieber in einem öffentlichen System arbeiten. Es wäre also tatsächlich eine schöne neue Welt.
Wir Steuerzahler geben den Pharmaunternehmen Unmengen an Geld. Wenn wir das nicht täten, hätten wir mehr als genug Geld, um unsere eigenen Medikamente zu entwickeln und zu vermarkten.
Als ich letzten Monat die ehemalige Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten des Schweizer Gesundheitswesens interviewte, sagte sie: „Unternehmen hätten keinerlei Interesse daran, Studien zu fälschen oder Impfstoffe auf den Markt zu bringen, die weder wirksam noch sicher sind. Sie würden ihren Ruf und viel Geld verlieren.“ Was halten Sie von dieser Aussage?
(Peter lacht laut). Das ist ein Märchen! Es kann nicht falscher sein! Es ist völlig falsch. Sie betrügen die ganze Zeit und es zahlt sich aus. Einmal wurde ich von einem Journalisten gefragt, was ich von der Ethik in der Pharmaindustrie halte, und ich habe nichts gesagt! Denn ich kann nicht erkennen, dass sie irgendeine Ethik haben.
In der Schweiz hatten wir während der Covid-Pandemie den Vorstandsvorsitzenden eines Pharmakonzerns, der gleichzeitig Vorsitzender des größten Medienkonzerns des Landes war. Was halten Sie davon und was wissen Sie über den Einfluss der Pharmakonzerne auf die Medien?
Das ist ein weiteres schmutziges Geschäft von ihnen. Viele große Medienunternehmen wurden auch von Big Pharma korrumpiert. Sie versuchen, jeden zu kaufen, der ihrem Geschäft schaden könnte. Deshalb ist es eine gute Idee, die Medien, das Fernsehen, Zeitungen, medizinische Fachzeitschriften, einfach jeden zu korrumpieren. Wenn Menschen korrumpiert wurden, wissen sie sehr gut, dass sie kein Geld mehr bekommen, wenn sie nicht das tun, was die Pharmaunternehmen wollen.
Wie machen sie das? Durch Geldtransaktionen?
Es gibt viele, viele Möglichkeiten, wie man Geld an Menschen senden kann. Zum Beispiel durch Werbung. Renommierte medizinische Fachzeitschriften wurden von Pharmaunternehmen bedroht, dass sie keine Werbung mehr für ihre Medikamente in der medizinischen Fachzeitschrift schalten würden, wenn sie nicht das tun, was sie wollen. Da diese Einnahmen recht hoch sein können, können sie für eine Zeitschrift wichtig sein.
In meinem Buch über Kriminalität habe ich einige Beispiele für diese Drohungen angeführt. Die Annals of Internal Medicine verloren Werbeeinnahmen in Höhe von über 1 Million Dollar, nachdem sie einen Artikel veröffentlicht hatten, der sich kritisch mit Arzneimittelwerbung auseinandersetzte.
Wie kann eine medizinische Fachzeitschrift eine Arzneimittelwerbung veröffentlichen? Ist das nicht problematisch?
Ja, das ist völlig falsch. Mein Stellvertreter am Nordic Cochrane Centre und ich haben daran gearbeitet, Arzneimittelwerbung aus der dänischen medizinischen Fachzeitschrift zu verbannen. Wir haben sogar eine Berechnung angestellt, die zeigte, dass es die Abonnenten nicht viel kosten würde, wenn sie auf die Werbung verzichten würden. Wir schlugen auch vor, dass die Zeitschrift nicht auf Papier erscheinen müsse, sondern im Internet veröffentlicht werden könne, und dann wäre sie auch ohne Werbung billiger zu veröffentlichen.
Wir haben auch eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt, in der wir dokumentierten, dass diese Arzneimittelwerbung der Bevölkerung direkt schadet. Und dennoch war die dänische medizinische Fachzeitschrift dagegen. Aber ein paar Jahre später haben sie die Arzneimittelwerbung eingestellt. Wir glauben, dass es wegen uns war, aber natürlich wollten sie uns nicht dafür loben.
Sind Sie hoffnungsvoll, was die Nominierung von Jay Bhattacharya und Marty Makary in den US-Institutionen angeht? Oder glauben Sie, dass Korruption mit dem Job einhergeht?
Es ist sehr schwierig, nicht korrupt zu werden, wenn man einen Spitzenjob wie den des Kommissars bei der FDA hat. Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen zu korrumpieren, und man kann es tun, ohne Spuren zu hinterlassen. Es ist schwer zu vermeiden, aber ich bin sehr froh, dass Donald Trump Bhattacharya von der Stanford University und Makary von der Johns Hopkins University ausgewählt hat. Ich hoffe sehr, dass es ihnen gelingen wird, Amerika ein wenig zum Besseren zu verändern.
Gibt es Hoffnung, die Korruption im Gesundheitswesen zu unterdrücken?
Man kann es mit der Mafia in Italien vergleichen: Werden wir sie jemals loswerden? Das ist sehr, sehr schwierig. Daran müssen wir jahrzehntelang arbeiten.
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Quellen & Links
Quelle: “Pharmaceutical companies' business model is organized crime”
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https://uncutnews.ch/das-geschaeftsmodell-von-pharmaunternehmen-ist-organisiertes-verbrechen/
Neutrality Studies Deutsch
Neues Buch enthüllt NATO-Verbrechen zur Provokation des Ukraine-Kriegs
Dec 19, 2024
Scott Horton
Harry Berger interviewt Scott Horton über sein neues Buch "Provoked, How Washington Started the New Cold War with Russia and the Catastrophe in Ukraine".
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Neutrality Studies
Harry Berger interviews Scott Horton about his new book "Provoked, How Washington Started the New Cold War with Russia and the Catastrophe in Ukraine".
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Neutrality Studies
Originally Published on: 2024-12-18
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RT DE
Generalstabschef Gerassimow: Russische Streitkräfte rücken an gesamter Front vor
Dec 19, 2024
Die russischen Streitkräfte rücken trotz der westlichen Unterstützung für die Ukraine an der gesamten Front vor. Das betonte der russische Generalstabschef Walerij Gerassimow heute bei einem Briefing mit ausländischen Militärattachés. Dem General zufolge ist der Grund für die Verschärfung der weltpolitischen Lage der Wunsch des Kollektiven Westens, seine globale Dominanz aufrechtzuerhalten.
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Quellen & Links
Artikel dazu: https://rtde.online/russland/229989-generalstabschef-gerassimow-russlands-streitkraefte-erfuellten/
Weitere RT DE Links:
rtde.agency
de.rt.com
rtde.media
rtde.org
rtde.info
rtde.online
rtde.expert
freedert.online
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tkp
?w=1024&ssl=1
Prof. Jeffrey Sachs über die Zerstörung von Syrien durch die USA und Israel
17. Dezember 2024
von Dr. Peter F. Mayer
Die Kritik an der Kriegspolitik und dem Völkermord in Palästina und Westasien durch die USA und Israel wird auch in den USA lauter und schärfer. Einer der vehementesten Kritiker ist der Professor und Autor Jeffrey Sachs.
Sachs ist regelmäßig bei Tucker Carlson zu Gast, wie auch hier unterhalb. Seine Artikel und diese Interviews werden auch regelmäßig von Elon Musk auf X verbreitet. Carlson und Musk haben erhebliche Nähe zum nächsten US-Präsidenten Donald Trump und spiegeln wohl auch dessen Ansichten wider. Hier zunächst das Tucker Carlson Interview, darunter ein Artikel zum gleichen Thema, der zuerst hier erschien ( https://www.commondreams.org/opinion/us-israel-syria ).
Das Interview von Prof. Jeffrey Sachs mit Tucker Carlson:
Jeffrey Sachs on how Joe Biden has been the most destructive president in American history, and how Donald Trump can repair the damage.
(0:00) The Regime Change in Syria
(8:48) What Is Greater Israel?
(21:45) Were Americans Involved in the Overthrowing of Assad?
(34:26) War With… pic.twitter.com/STxrm5haXD
https://twitter.com/TuckerCarlson/status/1868789953443832205?ref_src=twsrc%5Etfw
— Tucker Carlson (@TuckerCarlson) December 16, 2024
Der Artikel von Prof. Jeffrey Sachs zu Syrien:
Wie die USA und Israel Syrien zerstörten und es Frieden nannten
In den berühmten Zeilen des römischen Historikers Tacitus heißt es: „Sie nennen es Imperium, zu verwüsten, zu schlachten, unter falschen Titeln zu usurpieren; und wo sie eine Wüste schaffen, nennen sie es Frieden.“
In unserer Zeit sind es Israel und die USA, die eine Wüste schaffen und es Frieden nennen.
Die Geschichte ist einfach ( https://www.icj-cij.org/node/204176 ). Unter eklatanter Verletzung des Völkerrechts beanspruchen der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Minister das Recht, über sieben Millionen palästinensische Araber zu herrschen. Wenn die Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel zu militanten Widerstand führt, bezeichnet Israel den Widerstand als „Terrorismus“ und fordert die USA auf, die Regierungen des Nahen Ostens zu stürzen, die die „Terroristen“ unterstützen. Die USA ziehen unter dem Einfluss der Israel-Lobby im Namen Israels in den Krieg.
Der Sturz Syriens in dieser Woche ist der Höhepunkt der israelisch-amerikanischen Kampagne gegen Syrien, die bis 1996 zurückreicht, als Netanjahu sein Amt als Premierminister antrat. Der israelisch-amerikanische Krieg gegen Syrien eskalierte 2011 und 2012, als Barack Obama die CIA heimlich mit dem Sturz der syrischen Regierung im Rahmen der Operation „Timber Sycamore“ ( https://www.nytimes.com/2017/08/02/world/middleeast/cia-syria-rebel-arm-train-trump.html ) beauftragte. Diese Bemühungen trugen diese Woche endlich „Früchte“, nachdem der Syrienkrieg seit 2011 mehr als 300.000 ( https://www.ohchr.org/en/stories/2023/05/behind-data-recording-civilian-casualties-syria ) Menschenleben gefordert hatte.
Der Sturz Syriens kam schnell, aufgrund der mehr als zehn Jahre andauernden erdrückenden Wirtschaftssanktionen, der Kriegslasten, der Beschlagnahmung des syrischen Öls durch die USA, der Prioritäten Russlands in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine und vor allem der Angriffe Israels auf die Hisbollah, die die wichtigste militärische Rückversicherung der syrischen Regierung war. Zweifellos hat Assad oft seine eigene Hand falsch ausgespielt und war mit schwerer interner Unzufriedenheit konfrontiert, aber sein Regime war jahrzehntelang von den USA und Israel zum Zusammenbruch bestimmt.
Bevor die US-israelische Kampagne zum Sturz Assads 2011 ernsthaft begann, war Syrien ein funktionierendes, wachsendes Land mit mittlerem Einkommen. Im Januar 2009 äußerte sich der IWF-Exekutivrat wie folgt ( https://www.imf.org/-/media/Websites/IMF/imported-full-text-pdf/external/pubs/ft/scr/2009/_cr0955.ashx ):
Die Exekutivdirektoren begrüßten die starke makroökonomische Leistung Syriens in den letzten Jahren, die sich in einem raschen BIP-Wachstum ohne Öl, einem komfortablen Niveau an Devisenreserven und einer niedrigen und rückläufigen Staatsverschuldung manifestierte. Diese Leistung spiegelte sowohl die robuste regionale Nachfrage als auch die Reformbemühungen der Behörden zur Verlagerung hin zu einer stärker marktorientierten Wirtschaft wider.
Seit 2011 hat der andauernde Krieg zwischen Israel und den USA gegen Syrien, der Bombenangriffe, Dschihadisten, Wirtschaftssanktionen, die Beschlagnahmung der syrischen Ölfelder durch die USA und vieles mehr umfasst, das syrische Volk ins Elend gestürzt.
In den ersten beiden Tagen nach dem Zusammenbruch der Regierung führte Israel etwa 480 Angriffe ( https://edition.cnn.com/2024/12/10/middleeast/israel-syria-assad-strikes-intl/index.html ) in ganz Syrien durch und zerstörte die syrische Flotte ( https://www.navalnews.com/naval-news/2024/12/israeli-navy-destroys-syrian-fleet-in-latakia/ ) in Latakia vollständig. Im Rahmen seiner Expansionspolitik beanspruchte Premierminister Netanjahu illegal die Kontrolle über die entmilitarisierte Pufferzone in den Golanhöhen und erklärte, dass die Golanhöhen „für alle Ewigkeit“ ( https://www.theguardian.com/world/2024/dec/09/israel-seizes-syrian-buffer-zone-amid-airstrikes-on-regime-weapons-depots ) Teil des Staates Israel sein werden.
Netanyahus seit fast drei Jahrzehnten andauernder Ehrgeiz, die Region durch Krieg zu verändern, spielt sich vor unseren Augen ab. In einer Pressekonferenz ( https://www.gov.il/en/pages/spoke-press091224 ) am 9. Dezember brüstete sich der israelische Premierminister mit einem „absoluten Sieg“ und rechtfertigte damit den anhaltenden Völkermord in Gaza und die eskalierende Gewalt in der gesamten Region:
Ich frage Sie, stellen Sie sich vor, wir hätten auf diejenigen gehört, die uns immer wieder sagten: „Der Krieg muss gestoppt werden“ – wir wären nicht in Rafah einmarschiert, wir hätten den Philadelphia-Korridor nicht eingenommen, wir hätten Sinwar nicht eliminiert, wir hätten unsere Feinde im Libanon und die ganze Welt nicht mit einer gewagten Operation-Strategie überrascht, wir hätten Nasrallah nicht ausgeschaltet, wir hätten das unterirdische Netzwerk der Hisbollah nicht zerstört und wir hätten die Schwäche des Iran nicht aufgedeckt. Die Operationen, die wir seit Beginn des Krieges durchgeführt haben, bauen die Achse Stein für Stein ab.
Die lange Geschichte der israelischen Kampagne zum Sturz der syrischen Regierung ist nicht allgemein bekannt, doch die dokumentarischen Aufzeichnungen sind eindeutig. Israels Krieg gegen Syrien begann 1996 mit US-amerikanischen und israelischen Neokonservativen, die für Netanjahu bei seinem Amtsantritt eine „Clean Break“-Strategie für den Nahen Osten entwickelten. Der Kern der „Clean-Break“-Strategie ( https://www.dougfeith.com/docs/Clean_Break.pdf ) bestand darin, dass Israel (und die USA) „Land für Frieden“ ablehnen sollten, die Idee, dass Israel sich aus den besetzten palästinensischen Gebieten zurückziehen würde, um Frieden zu erlangen. Stattdessen sollte Israel die besetzten palästinensischen Gebiete behalten, über das palästinensische Volk in einem Apartheidstaat herrschen, den Staat schrittweise ethnisch säubern und den sogenannten „Frieden für Frieden“ durchsetzen, indem es die Regierungen der Nachbarländer stürzt, die sich den Landansprüchen Israels widersetzen.
In der „Clean-Break-Strategie“ ( https://www.dougfeith.com/docs/Clean_Break.pdf ) heißt es: „Unser Anspruch auf das Land, an dem wir seit 2000 Jahren festhalten, ist legitim und ehrenwert“, und weiter: „Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus. Ein wirksamer Ansatz, mit dem die Amerikaner sympathisieren können, wäre, wenn Israel die strategische Initiative entlang seiner nördlichen Grenzen ergreifen würde, indem es die Hisbollah, Syrien und den Iran als Hauptaggressoren im Libanon bekämpft …“
In seinem 1996 erschienenen Buch ( https://books.google.fr/books?id=G9xhPwAACAAJ&source=gbs_book_other_versions ) Fighting Terrorism legte Netanyahu die neue Strategie dar. Israel würde nicht die Terroristen bekämpfen, sondern die Staaten, die die Terroristen unterstützen. Genauer gesagt würde es die USA dazu bringen, die Kämpfe Israels für das Land zu führen. 2001 führte er dies weiter aus:
Das Erste und Wichtigste, was man verstehen muss, ist Folgendes: Es gibt keinen internationalen Terrorismus ohne die Unterstützung souveräner Staaten. Nimmt man all diese staatliche Unterstützung weg, zerfällt das gesamte Gerüst des internationalen Terrorismus zu Staub.
Netanyahus Strategie wurde in die US-Außenpolitik integriert. Syrien auszuschalten war immer ein wichtiger Teil des Plans. Dies wurde General Wesley Clark ( https://www.youtube.com/watch?v=fAnNJW9_KYA ) nach dem 11. September bestätigt. Bei einem Besuch im Pentagon wurde ihm mitgeteilt, dass „wir in fünf Jahren die Regierungen in sieben Ländern angreifen und zerstören werden – wir werden mit dem Irak beginnen und dann nach Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und Iran weiterziehen.“ Der Irak würde an erster Stelle stehen, dann Syrien und der Rest. (Netanyahus Kampagne für den Irakkrieg wird in Dennis Fritz‘ neuem Buch Deadly Betrayal ( https://www.amazon.com/Deadly-Betrayal-United-States-Invaded/dp/168219437X?ref_=ast_author_mpb ) ausführlich dargelegt. Die Rolle der Israel-Lobby wird in Ilan Pappés neuem Buch Lobbying for Zionism on Both Sides of the Atlantic dargelegt)( https://www.amazon.com/Lobbying-Zionism-Both-Sides-Atlantic-ebook/dp/B0CBKWVX79 ). Der Aufstand, der die US-Truppen im Irak traf, warf den Fünfjahresplan zwar zurück, änderte aber nichts an der grundlegenden Strategie.
Die USA haben inzwischen Kriege gegen den Irak (Invasion 2003), den Libanon (US-Finanzierung und Bewaffnung Israels), Libyen (NATO-Bombardierung 2011), Syrien (CIA-Operation in den 2010er Jahren), den Sudan (Unterstützung von Rebellen, um den Sudan 2011 zu spalten) und Somalia (Unterstützung der Invasion Äthiopiens 2006) angeführt oder gefördert. Ein von Israel sehnlichst erwünschter Krieg der USA mit dem Iran steht noch aus.
So seltsam es auch erscheinen mag, die CIA hat wiederholt islamistische Dschihadisten unterstützt, um diese Kriege zu führen, und Dschihadisten haben gerade das syrische Regime gestürzt. Schließlich hat die CIA durch die Ausbildung, Bewaffnung und Finanzierung der Mudschaheddin in Afghanistan ab Ende der 1970er Jahre dazu beigetragen, Al-Qaida überhaupt erst zu schaffen. Ja, Osama bin Laden wandte sich später gegen die USA, aber seine Bewegung war dennoch eine Schöpfung der USA. Ironischerweise war es Assads Geheimdienst, wie Seymour Hersh ( https://seymourhersh.substack.com/p/the-fall-of-bashar-assad?utm_source=post-email-title&publication_id=1377040&post_id=152938214&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1eogb&triedRedirect=true&utm_medium=email )bestätigt, der „die USA vor einem bevorstehenden Bombenanschlag von Al-Qaida auf das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine warnte“.
Operation Timber Sycamore war ein milliardenschweres verdecktes CIA-Programm, das von Obama ins Leben gerufen wurde, um Baschar al-Assad zu stürzen. Die CIA finanzierte, bildete aus und versorgte radikale und extremistische islamistische Gruppen mit Informationen. Die Bemühungen der CIA umfassten auch eine „Rattenlinie“, um Waffen von Libyen (das 2011 von der NATO angegriffen wurde) zu den Dschihadisten in Syrien zu transportieren. 2014 beschrieb Seymour Hersh die Operation in seinem Artikel „The Red Line and the Rat Line“ ( https://www.lrb.co.uk/the-paper/v36/n08/seymour-m.-hersh/the-red-line-and-the-rat-line ):
„In einem streng geheimen Anhang zum Bericht, der nicht veröffentlicht wurde, wurde eine geheime Vereinbarung beschrieben, die Anfang 2012 zwischen den Regierungen Obama und Erdoğan getroffen wurde. Sie betraf die Rattenlinie. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung kam die Finanzierung aus der Türkei sowie aus Saudi-Arabien und Katar; die CIA war mit Unterstützung des MI6 dafür verantwortlich, Waffen aus Gaddafis Arsenalen nach Syrien zu bringen.“
Kurz nach dem Start von Timber Sycamore, im März 2013, sagte Obama auf einer gemeinsamen Konferenz ( https://obamawhitehouse.archives.gov/the-press-office/2013/03/20/remarks-president-obama-and-prime-minister-netanyahu-israel-joint-press- )von Präsident Obama und Premierminister Netanjahu im Weißen Haus: „Was Syrien betrifft, so arbeiten die Vereinigten Staaten weiterhin mit Verbündeten und Freunden sowie der syrischen Opposition zusammen, um das Ende der Herrschaft von Assad zu beschleunigen.“
Für die US-amerikanisch-israelisch-zionistische Mentalität ist ein Verhandlungsangebot eines Gegners ein Zeichen von Schwäche. Diejenigen, die auf der anderen Seite Verhandlungen fordern, enden in der Regel tot – ermordet von Israel oder US-amerikanischen Agenten. Wir haben dies kürzlich im Libanon erlebt. Der libanesische Außenminister bestätigte, dass Hassan Nasrallah, ehemaliger Generalsekretär der Hisbollah, Tage vor seiner Ermordung einem Waffenstillstand ( https://www.democracynow.org/2024/10/3/headlines/lebanese_fm_claims_israel_killed_nasrallah_shortly_after_he_agreed_to_ceasefire ) mit Israel zugestimmt hatte. Die Bereitschaft der Hisbollah, ein Friedensabkommen ( https://seymourhersh.substack.com/p/the-fall-of-bashar-assad?utm_source=post-email-title&publication_id=1377040&post_id=152938214&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1eogb&triedRedirect=true&utm_medium=email ) gemäß den Wünschen der arabisch-islamischen Welt nach einer Zweistaatenlösung zu akzeptieren, besteht seit langem. Ebenso hat Israel, anstatt über ein Ende des Krieges im Gazastreifen zu verhandeln, den politischen Chef der Hamas ( https://www.aljazeera.com/news/2024/7/31/hamass-political-chief-ismail-haniyeh-assassinated-in-iran-state-media ), Ismail Haniyeh, in Teheran ermordet.
Auch in Syrien haben sich die USA mehrfach gegen den Friedensprozess ausgesprochen, anstatt eine politische Lösung zuzulassen. Im Jahr 2012 hatten die Vereinten Nationen ein Friedensabkommen ( https://dppa.un.org/en/mission/special-envoy-syria ) in Syrien ausgehandelt, das von den Amerikanern blockiert wurde, die forderten, dass Assad am ersten Tag des Friedensabkommens gehen müsse. Die USA wollten einen Regimewechsel, keinen Frieden. Im September 2024 sprach Netanjahu vor der Generalversammlung ( https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/netanyahu-holds-up-maps-illustrating-the-blessing-and-curse-facing-mideast/ ) mit einer Karte des Nahen Ostens, die in „Segen“ und „Fluch“ unterteilt war, wobei der Libanon, Syrien, der Irak und der Iran Teil von Netanjahus Fluch waren. Der wahre Fluch ist Israels Weg des Chaos und des Krieges, der nun auch den Libanon und Syrien erfasst hat, mit Netanjahus glühender Hoffnung, die USA auch in einen Krieg mit dem Iran zu verwickeln.
Die USA und Israel klatschen sich ab, dass sie einen weiteren Gegner Israels und Verteidiger der palästinensischen Sache erfolgreich zerstört haben, wobei Netanjahu behauptet, „den Verdienst für den Beginn des historischen Prozesses zu haben“ ( https://www.timesofisrael.com/netanyahu-claims-credit-for-starting-historic-process-that-led-to-syrian-regimes-fall/ ). Höchstwahrscheinlich wird Syrien nun einem anhaltenden Krieg zwischen den vielen bewaffneten Protagonisten erliegen, wie es bei den früheren US-israelischen Regimewechsel-Operationen der Fall war.
Kurz gesagt hat die amerikanische Einmischung auf Geheiß von Netanyahus Israel den Nahen Osten in Trümmern hinterlassen, mit über einer Million Toten und offenen Kriegen in Libyen, Sudan, Somalia, Libanon, Syrien und Palästina ( https://www.commondreams.org/tag/palestine ), und mit dem Iran, der kurz davor steht, sich ein Atomwaffenarsenal zuzulegen, und der gegen seine eigenen Neigungen zu dieser Eventualität gedrängt wird.
All dies geschieht im Dienste einer zutiefst ungerechten Sache: den Palästinensern ihre politischen Rechte zu verweigern, im Dienste des zionistischen Extremismus, der auf dem Buch Josua aus dem 7. Jahrhundert BCE basiert. Bemerkenswerterweise waren die Israeliten laut diesem Text – auf den sich Israels eigene religiöse Eiferer berufen – nicht einmal die ursprünglichen Bewohner des Landes. Vielmehr weist Gott Josua und seine Krieger laut diesem Text an, mehrere Völkermorde zu begehen, um das Land zu erobern.
Vor diesem Hintergrund haben sich die arabisch-islamischen Nationen und in der Tat fast die ganze Welt wiederholt in der Forderung nach einer Zweistaatenlösung ( https://www.commondreams.org/opinion/israel-two-state-solution ) und Frieden zwischen Israel und Palästina vereint.
Statt der Zweistaatenlösung haben Israel und die USA eine Wüste geschaffen und sie Frieden genannt.
Alisdare Hickson from Woolwich, United Kingdom, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
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Quellen & Links
Jeffrey D. Sachs ist Universitätsprofessor und Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University, wo er von 2002 bis 2016 The Earth Institute leitete. Er ist außerdem Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network und Mitglied der UN Broadband Commission for Development. Er war Berater von drei Generalsekretären der Vereinten Nationen und ist derzeit als SDG-Fürsprecher unter Generalsekretär Antonio Guterres tätig.
https://www.commondreams.org/author/jeffrey-d-sachs
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Norbert Häring
Der Gerichtsbeschluss, der freie Medien vor finanzieller Austrocknung schützt, exklusiv analysiert
16. 12. 2024
Das Oberlandesgericht Sachsen-Anhalt hat entschieden, dass Sparkassen dem Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet sind und Konten nicht willkürlich kündigen oder verweigern können. Wenn diese Rechtsprechung sich durchsetzt, bietet ein Sparkassenkonto kritischen Medien und Publizisten Schutz vor Bankenwillkür. Hakon von Holst hat das Urteil gelesen und analysiert.
Hakon von Holst.* Ein Bankkonto ist wirtschaftliche Arbeitsgrundlage für kritische Publizisten. Viele konzernunabhängige Medien und freie Journalisten arbeiten auf Spendenbasis. Doch immer öfter kündigen Banken die Geschäftsbeziehung ohne Angabe von Gründen. Mit dem Umzug zu einer neuen Bank gehen Überweisungs-Daueraufträge von finanziellen Unterstützern verloren. Gut vierzig Fälle hatte ich für das Magazin Multipolar recherchiert. Der Artikel erreichte dort 85.000 Aufrufe und wurde von der Neuen Osnabrücker Zeitung übernommen.
Die Kündigungswelle rollt aber weiter. Ob es sich bei den Betroffenen um Medien aus dem patriotischen AfD- oder FPÖ-Umfeld handelt (Heimatkurier, Auf1) oder um regierungskritische Publikationen mit liberalen und egalitären Positionen (Manova-Magazin, Apolut, Die Krähe), spielt praktisch keine Rolle. Die fünf genannten Medien haben alle im Jahr 2024 ihre Girokonten verloren. Neu ist, dass auch Kunden deutscher Sparkassen mit einer Kündigung rechnen müssen. Diese öffentlich-rechtlich organisierten Banken besitzen eigentlich einen staatlichen Versorgungsauftrag und müssen der Bevölkerung Konten bereitstellen.
Auch Sparkassen kündigen Regierungskritikern
Im April 2024 berichtete ( https://stichpunkt-magazin.com/kontosperrung-des-vereins-juedische-stimme-iris-hefets-am-telefon/ ) Iris Hefets, dass die Sparkasse Berlin ihrem Verein Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost gekündigt habe. Zunächst sei das Konto lediglich gesperrt worden. Die Organisation sammelte in dieser Zeit Spenden für den Palästina-Kongress in Berlin. Am 12. April beendete die Polizei die Veranstaltung kurz nach Beginn. Auf der Rednerliste stand unter anderem der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Die Behörden verweigerten ( https://www.fr.de/politik/yanis-varoufakis-news-krieg-in-israel-hamas-palaestina-kongress-berlin-einreiseverbot-fuer-93017945.html ) ihm die Einreise.
Einen Monat zuvor war bekannt geworden, dass sich die Mittelbrandenburgische Sparkasse vom Compact-Magazin trennt. Hintergrund nach Darstellung ( https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_100358668/sparkasse-potsdam-kuendigt-konten-von-compact-juergen-elsaesser-unzumutbar-.html ) von T-Online: Compact warb um Spenden zur Unterstützung der AfD vor den Wahlen in Ostdeutschland. Während der Palästina-Kongress von der Jüdischen Stimme selbst ( https://archive.ph/ugjA1 ) organisiert wurde und sicherlich mit dem Vereinszweck zusammenpasst, dürfte das im Fall von Compact anders ausgesehen haben: Die Herausgabe einer Zeitschrift als Unternehmenszweck hat mit Wahlkampf nicht direkt zu tun. Inwieweit das eine Kündigung rechtfertigt, kann ich nicht beurteilen.
Ende August bekam ( https://fassadenkratzer.de/2024/10/01/die-mysteriose-konto-kundigung-der-sparkasse/ ) der Betreiber des politischen Blogs Fassadenkratzer, Herbert Ludwig, Post von der Sparkasse Pforzheim-Calw. Die Kündigung ( https://multipolar-magazin.de/meldungen/0118 ) seines Spendenkontos wurde nicht begründet, Ludwig schaltete einen Anwalt ein. Am 12. Dezember teilte das österreichische Freilich–Magazin mit, ein Konto bei der Steiermärkischen Sparkasse zu verlieren. Vier Wochen zuvor machte das Medium von sich reden, als es aus einer internen Videokonferenz deutscher Grünen-Politiker berichtete ( https://www.freilich-magazin.com/politik/undercover-unter-gruenen-wie-die-gruenen-tatsaechlich-ueber-ein-afd-verbotsverfahren-denken ), in der ein AfD-Verbot erörtert wurde. Sparkassen in Österreich sind rechtlich anders organisiert als in Deutschland. Zur Rechtmäßigkeit der Kündigung in diesem Fall kann ich daher wenig sagen. In Deutschland gibt es jetzt aber Klarheit.
Gericht gebietet Sparkassen Einhalt
https://www.otto-schmidt.de/news/wirtschaftsrecht/anspruch-auf-eroffnung-eines-girokontos-fur-die-partei-die-basis-2022-11-02.html ) Bislang konnten (
sich nur Vereinigungen mit Parteienstatus eines Girokontos bei Sparkassen sicher sein. Parteien sind gezwungen, Spenden ab einer bestimmten Höhe ausschließlich unbar entgegenzunehmen. Außerdem können sie sich auf das Parteienprivileg (Art. 21 Grundgesetz) und den Gleichbehandlungsgrundsatz (Paragraf 5 Parteiengesetz) berufen. Wenn also eine Sparkasse der einen Partei ein Konto gewährt, muss sie auch einer anderen die Gnade erweisen.
Das kurzzeitig ( https://taz.de/Aufhebung-des-Compact-Verbots/!6026955/ ) verbotene Compact–Magazin hat nun ein Firmenkonto am neuen Geschäftssitz im Burgenlandkreis erstritten. Die örtliche Sparkasse muss der GmbH ein Girokonto einrichten. In dem bemerkenswerten Beschluss, der mir vorliegt, argumentieren die Richter am Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, dass jegliche Personenvereinigungen (e.V., GmbH usw.) ebenso wie Parteien ein Recht auf Gleichbehandlung besitzen. Die neue Rechtsprechung kommt allen kritischen Medien in Deutschland zugute.
Der Beschluss vom 21. November stützt sich auf Artikel 3 Grundgesetz – »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich« – in Verbindung mit Artikel 19 Absatz 3, wonach die Grundrechte auch auf juristische Personen anwendbar sind. Hinzu tritt Artikel 2 Landessparkassengesetz. Dort steht, dass Sparkassen den Auftrag haben, die Versorgung mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen in ihrem Geschäftsgebiet sicherzustellen. Dieser Versorgungsauftrag findet sich genauso in den Sparkassengesetzen anderer Bundesländer. Die Richter befanden:
»Auch wenn die Antragstellerin [also die COMPACT-Magazin GmbH] vom Verfassungsschutz des Bundes beobachtet wird, versperrt ihr dies nicht die Möglichkeit, sich auf ihre Rechte aus Art. 3 Abs. 1 GG zu berufen. Denn damit hat die Antragstellerin dieses Grundrecht nicht verwirkt. Unabhängig davon, dass Art. 3 GG nicht zu den in Art. 18 Satz 1 GG benannten Grundrechten gehört, die einer Verwirkung unterliegen können, fehlt es im Fall der Antragstellerin bereits an dem nach Art. 18 Satz 2 GG erforderlichen Ausspruch des Bundesverfassungsgerichts über die Verwirkung und ihr Ausmaß.«
Die Sparkasse ist nach Ansicht der Richter an das Grundgesetz gebunden:
»Gemäß § 2 Abs. 3 SpkG-LSA führt sie [die Sparkasse] ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen unter Wahrung ihres öffentlichen Auftrags. Mit der Bereitstellung von Girokonten gewährt sie daher öffentliche Leistungen, ist im Bereich der staatlichen Daseinsvorsorge als Teil der vollziehenden Gewalt i.S.d. Art. 1 Abs. 3 GG tätig und insoweit unmittelbar an die Grundrechte gebunden. Dem steht eine privatrechtliche Natur der Vertragsverhältnisse zu den Kunden, insbesondere der Girokontoverträge, nicht entgegen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 21. Februar 2019 – 2 BvR 2456/18, juris Rn. 8; BGH, Urteil vom 11. März 2003 – XI ZR 403/01, juris; OVG Sachsen, Urteil vom 19. August 2014 – 4 A 810/13 –, juris Rn. 28; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 15. Juni 2010 – 10 ME 77/10 –, juris).«
Der Anspruch auf Gleichbehandlung besteht grundsätzlich dann, wenn die Sparkasse Geschäftsbeziehungen zu vergleichbaren Organisationen unterhält. Dabei kommt es aber nicht auf die politischen Ansichten an, sondern auf die Rechtsform. Wenn die Sparkasse wirtschaftlich aktiven Vereinigungen (etwa GmbHs) ein Konto gewährt, muss sie auch anderen wirtschaftlich tätigen Vereinigungen ein Konto einrichten:
»Gemessen daran [an den Bestimmungen des Grundgesetzes] setzt ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Hinblick auf die Eröffnung und Führung eines Girokontos bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts voraus, dass die begehrte Leistung einem Anderen bereits tatsächlich erbracht wird, welcher – wie die sich auf eine Gleichbehandlung berufende Antragstellerin [Compact] – derselben Vergleichsgruppe angehört (vgl. OVG Sachsen, Urteil vom 19. August 2014 – 4 A 810/13 –, juris Rn. 29; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 15. Juni 2010 – 10 ME 77/10 –, juris Rn. 26). Das ist hier der Fall. Die Antragstellerin ist hier nicht – sowie die Antragsgegnerin [die Sparkasse] meint – mit Organisationen und Bestrebungen vergleichbar, die von den Verfassungsschutzämtern als erwiesen rechtsextrem beobachtet werden. Gemeinsamer Bezugspunkt der Vergleichsgruppen ist hier die Eigenschaft der Antragstellerin als Verein, der sich wirtschaftlich betätigt. Denn ob das hier in Rede stehende Differenzierungskriterium, nämlich die Beobachtung der Antragstellerin durch den Verfassungsschutz, tragfähig ist oder nicht, ist demgegenüber auf der Ebene der Rechtfertigung der Ungleichbehandlung zu klären. Es ist methodisch unzulässig, dieses Kriterium auf die Ebene der Vergleichsgruppenbildung vorzuverlagern und damit eine Prüfung des Art. 3 Abs. 1 GG zu umgehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2023 – 5 C 6.22 –, juris Rn. 26; Beschluss vom 31. März 2021 – 5 C 2.20 –, juris Rn. 101). Es sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Antragsgegnerin in ihrem Geschäftsbereich keine Girokonten für sich wirtschaftlich betätigende Vereine führt.«
Sodann beschäftigt sich das Gericht mit der Frage, ob ein sachgerechter Grund vorliegt, der eine Ungleichbehandlung von Compact gegenüber anderen Unternehmen dennoch rechtfertigen würde. Die Richter zitieren aus dem Verfassungsschutzbericht 2023, laut dem Compact regelmäßig antisemitische, minderheitenfeindliche, geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Inhalte verbreite, und gehen auf das durch das Innenministerium im Sommer verfügte Verbot der Gesellschaft ein. Den Richtern zufolge dürfe ein Verein im Lichte des Artikels 9 Absatz 2 Grundgesetz »nur unter engen Voraussetzungen verboten werden« und genieße »insoweit eine verfassungsrechtlich privilegierte Stellung hinsichtlich seiner Fortexistenz und deren Voraussetzungen«. Da Compact derzeit nicht verboten ist, muss eine Ungleichbehandlung unterbleiben und das Girokonto als Voraussetzung der Fortexistenz des Vereins gewährt werden. Die Sparkasse sei nicht dazu berufen, die Voraussetzungen für ein Vereinsverbot festzustellen.
»Allein die Beobachtung und Berichterstattung des Verfassungsschutzes kann die Vorgehensweise der Antragsgegnerin, d.h. die gleichheitswidrige Vorenthaltung eines Girokontos, nicht stützen, selbst wenn die Aufgabenwahrnehmung des Verfassungsschutzes wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen der Antragstellerin der Sache nach nicht zu beanstanden sein mag. Die Antragsgegnerin ist als Teil der vollziehenden Gewalt i.S.d. Art. 1 Abs. 3 GG unmittelbar an die Grundrechte und nach Art. 20 Abs. 3 GG an Recht und Gesetz gebunden. Damit steht fest, dass sie sich verfassungstreu in dem Sinne zu verhalten hat, dass sie keine verfassungsfeindlichen Handlungen ihrer Kunden unterstützt. Anderseits hat sie aber auch die in Art. 9 Abs. 1 GG besonders geschützte Vereinigungsfreiheit, die in Art. 9 Abs. 2 GG hierfür gesetzten Grenzen und das in §§ 3 ff. VereinsG geregelte Verbotsverfahren zu beachten.«
Bis zum Beschluss des Gerichts besaß das Compact–Magazin kein eigenes Bankkonto mehr. Doch die Richter zweifeln sogar daran, dass ein bestehendes Girokonto bei einer Drittbank den Anspruch auf ein Konto bei der örtlichen Sparkasse hätte verwirken können. Besondere Bedeutung für freie Medien (und praktisch alle Unternehmen) hat die Feststellung des Gerichts, dass die Ein- und Auszahlung von Bargeld ein wichtiges Vergleichskriterium ist, um herauszufinden, ob ein gegebenenfalls bestehendes Girokonto mit dem Angebot der örtlichen Sparkasse »gleichwertig« ist. Denn Medien wie zum Beispiel Apolut, denen dutzendfach die Kontoeröffnung verweigert wurde, haben sich zu ausländischen Onlinebanken gerettet. Das macht das Einzahlen allfälliger Bargeldspenden äußerst schwierig.
Geldwäschebekämpfung ist keine Rechtfertigung
Brisant ist ebenso die letzte erörterte Frage: Kann die Sparkasse die Ungleichbehandlung mit dem Geldwäschegesetz (GwG) rechtfertigen? Bei Spendeneingängen ist meistens unbekannt, wer der Unterstützer ist. Doch das Argument, die Bank könne Schwierigkeiten haben, ihre Sorgfaltspflichten zu erfüllen, wenn Compact »Zahlungen unbekannter oder nicht verbundener Dritter« annehme, wies das Gericht zurück. Die Sparkasse habe nicht darlegen können, warum sie den Sorgfaltspflichten nicht nachkommen könne:
»§ 10 Abs. 9 Satz 1 GwG und § 15 Abs. 9 GwG statuieren die Nichtaufnahme neuer Geschäftsbeziehungen bei Nichterfüllung der Kernsorgfaltspflichten im Sinne von § 10 Abs. 1 Nr. 1 – 4 GwG und § 15 GwG. Die Rechtsfolge des § 10 Abs. 9 Satz 1 GwG, auf den § 15 Abs. 9 GwG verweist, greift allerdings erst, wenn ein Verpflichteter [die Sparkasse] die ihm obliegenden Sorgfaltspflichten in dem nach risikoorientierter Betrachtungsweise erforderlichen Umfang nicht erfüllen kann. Gemäß §§ 11 Abs. 6, 15 GwG besteht die Verpflichtung des Vertragspartners [Compact], die erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen und Änderungen anzuzeigen (vgl. Figura, in: Herzog, GwG, 5. Auflage 2023, § 10 Rn. 143). Zum einen vermochte die Antragsgegnerin als Verpflichtete im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 GwG mit ihrem Beschwerdevorbringen bereits nicht darzulegen, dass sie nicht in der Lage sein wird, den allgemeinen und besonderen Sorgfaltspflichten im Fall der Kontoeröffnung und Kontoführung für die Antragstellerin nachkommen zu können. Zum anderen sind derzeit keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, die Antragstellerin würde ihren vertraglichen Mitwirkungspflichten nicht nachkommen.«
Fazit
Von Kontokündigungen sind Medien aus einem weiten politischen Spektrum betroffen. Der Beschluss der Oberverwaltungsgerichts stärkt die Menschenrechte und den kritischen Journalismus und erschwert es Sparkassen in ganz Deutschland, Beziehungen zu Kunden aus dem eigenen Geschäftsgebiet zu beenden.
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Quellen & Links
*Hakon von Holst ist freier Journalist. Auf seiner Netzseite ( https://hakonvonholst.de/unterstuetzen/ )finden Sie Informationen von ihm und über ihn und erfahren, wie Sie sich für seine Arbeit erkenntlich zeigen können.
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https://norberthaering.de/news/von-holst-sparkassenbeschluss/
Uncut News
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Der Fall Syrien: Was Sie wissen müssen
James Corbett via The Corbett Report
Dezember 17, 2024
Von James Corbett
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Falls Sie es noch nicht gehört haben: Die Welt hat sich gerade unwiderruflich verändert.
Nach 13 Jahren des Kampfes hat die Buchstabensuppe aus im Ausland finanzierten, im Ausland bewaffneten und im Ausland ausgebildeten terroristischen Aufständischen in Syrien endlich ihr Ziel erreicht: den Sturz von Assad.
Hier stellen sich viele Fragen. Was ist passiert? Wie konnte eine jahrelange militärische Pattsituation scheinbar über Nacht in ein Schachmatt der Regierung umschlagen? Und was bedeutet dies für die Zukunft Syriens? Für die Zukunft des Nahen Ostens? Für die Zukunft der Welt?
Finden wir es heraus.
Die bisherige Geschichte …
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Wenn Sie erst vor Kurzem damit begonnen haben, die Abendnachrichten auszuschalten und sich stattdessen der Realität zuzuwenden, ist es gut möglich, dass Sie nie wirklich wussten, worum es bei diesem ganzen Syrien-Wirbel eigentlich geht oder warum er wichtig ist. Und wenn das der Fall ist, haben Sie einiges aufzuholen.
Glücklicherweise habe ich über das syrische Debakel seit seinem Beginn im Jahr 2011 berichtet und habe buchstäblich Dutzende Stunden an Medienmaterial zu diesem Thema in meinen Archiven. Wenn Sie jedoch eine einstündige Zusammenfassung wünschen, lade ich Sie ein, sich meinen aktuellen Podcast zu diesem Thema, „A Brief History of the War on Syria“, anzuhören.
Es genügt zu sagen, dass der Krieg gegen Syrien nicht als „Bürgerkrieg“ oder „spontane Volksprotestbewegung“ angesehen werden sollte, obwohl er sowohl von den Lügnern im US-Außenministerium als auch von ihren kriecherischen Medienhündchen als beides beschrieben wurde. Vielmehr war der Krieg gegen Syrien von Anfang an eine Operation zum Regimewechsel, die von einem von den USA/der NATO/Israel/der Türkei/Saudi-Arabien/Katar unterstützten terroristischen Aufstand durchgeführt wurde.
Wenn Sie durch die verwirrende Vielzahl von Terrorgruppen, die an dieser Operation beteiligt sind (HTS, SDF, ISIS, ACS, HUR, TIP usw. usw. usw.), verwirrt sind, machen Sie sich keine Sorgen. Der erfahrene Kriegsberichterstatter Eric Margolis hat eine bewundernswerte Zusammenfassung der Kräfte, die in den Syrienkonflikt verwickelt sind und die im Verlauf des Krieges abwechselnd (oder manchmal auch gleichzeitig) gegeneinander gekämpft, sich gegenseitig unterstützt, hintergangen, mit ihnen zusammengearbeitet und sie schlechtgemacht haben, in zwei Absätzen zusammengefasst.
Die USA und Israel versuchen seit 2011, das Assad-Regime zu stürzen. Israel wollte seine Kontrolle über die strategischen Golanhöhen festigen, die es von Syrien erobert hatte. Die USA, die jetzt den ölproduzierenden Nordosten Syriens besetzt halten, haben dort mindestens 9.000 Soldaten stationiert und unterstützen gemeinsam mit Israel die Dschihadisten, obwohl sie diese öffentlich verurteilen.
Die Türkei, deren Staatschef Assad hasst, ist ebenfalls sehr aktiv in Syrien und leistet HTS und anderen dschihadistischen Gruppen höchstwahrscheinlich logistische Unterstützung, während sie gleichzeitig gegen linksgerichtete kurdische Gruppen kämpft. Hinzu kommen russische Luftwaffeneinheiten in der Nähe von Latakia, gelegentliche Hilfe von Hisbollah-Gruppen und kleinere Operationen kleiner iranischer Streitkräfte. Kurz gesagt, der sich entwickelnde Krieg in Syrien ähnelt immer mehr dem schrecklichen, wahnsinnigen Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert.
Mit anderen Worten: Der Kampf um Syrien ist ein langwieriges, multinationales Chaos. Dieses Chaos verlief nicht nach den Plänen der Globalisten, und Assad – im krassen Gegensatz zu Gaddafi – gelang es, seine Machtposition in Damaskus (mit ein wenig Hilfe von seinen Freunden der „Achse des Widerstands“) 13 Jahre lang zu halten. Es waren sicherlich wilde 13 Jahre. Zu den Tiefpunkten gehörten:
die offene Allianz des westlichen Establishments mit (und sogar die Feier) den Al-Qaida-Buhmännern;
die Schaffung von ISIS, einem neueren, furchteinflößenderen islamischen Terror-Buhmann, der (wie Al CIA-da) von den Vereinigten Staaten, Israel, der Türkei, Katar und Saudi-Arabien finanziert, bewaffnet, ausgerüstet, ausgebildet und befähigt wurde;
die Streiche der vom US-Außenministerium unterstützten Terroristen, die gegen die von der CIA unterstützten Terroristen kämpfen;
der (wieder einmal) Verrat der USA an den Kurden;
ein gefährliches Spiel mit dem Feuer zwischen den USA und Russland (und dem NATO-Mitglied Türkei), das die Welt mehr als einmal an den Rand eines umfassenden globalen Konflikts brachte;
die Verkündung einer entlarvten Chemiewaffen-Falschmeldung nach einer entlarvten Chemiewaffen-Falschmeldung nach einer entlarvten Chemiewaffen-Falschmeldung;
und natürlich eine scheinbar endlose Flut von Medienlügen, Propaganda, Desinformation und psychologischen Operationen im Namen des Schutzes der von den USA unterstützten Kinder enthauptenden Terroristen vor Tadel und Sanktionen.
So sehr es auch diejenigen Menschen im Westen überraschen mag, für die das massenhafte Abschlachten von Unschuldigen und der Zerfall fremder Nationen nicht mehr als ein Randthema in den Abendnachrichten ist, der Krieg gegen Syrien ist nie wirklich zu Ende gegangen. Nach Jahren hitziger Kämpfe begann die syrische Regierung (mit Hilfe Russlands und des Iran) das Blatt gegen den terroristischen Aufstand zu wenden, sodass sich das Sprachrohr des Establishments, Sky News, 2018 ermutigt fühlte, einen Artikel zu schreiben, in dem es erklärte, „Wie Assad den syrischen Bürgerkrieg gewann“.
Doch die Nachricht von Assads Sieg war verfrüht. Trotz der leeren Versprechungen des Präsidentschaftskandidaten Trump im Jahr 2015, die USA aus ihren verschwenderischen und blutigen militärischen Verstrickungen im Nahen Osten herauszuholen, entsandte Trump stattdessen 2018 Tausende von US-Soldaten, um die ölreiche Region im Nordosten Syriens zu sichern. In der Zwischenzeit sorgte ein türkisch-russischer Waffenstillstand im Jahr 2020 in Idlib – einer nordwestlichen Region des Landes, die als „letzte große Rebellenhochburg“ in Syrien bezeichnet wird – für ein schwaches Gefühl des Friedens in einem Land, das einen Großteil der 2010er Jahre in Kriege verwickelt war.
Dann, vor gerade einmal drei Wochen, zerbrach dieser prekäre Status quo über Nacht.
Die letzten drei Wochen
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Es gibt so viele unbeantwortete Fragen zu den Ereignissen in Syrien, dass wir uns wahrscheinlich noch jahrelang mit den Geschehnissen der letzten drei Wochen befassen werden.
Folgendes wissen wir:
Am 27. November startete eine Koalition syrischer „Rebellen“ (sprich: Terroristen) – darunter die bisher als Terrorgruppe bezeichnete Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) – von ihrem Heimatstützpunkt in Idlib aus eine Offensive, die die syrische arabische Armee schnell überwältigte. Von dort aus rückte die Koalition auf Aleppo vor, die zweitgrößte Stadt Syriens, die am 29. November in die Hände der Terroristen fiel, und dann auf Hama, die zentral gelegene syrische Stadt, die nur 200 Kilometer von Damaskus entfernt liegt.
Unterdessen begannen die Syrian Democratic Forces (SDF) – die von Kurden angeführten und von den USA unterstützten Terroristen, die bisher für die Sicherung des von den USA kontrollierten ölreichen Nordostens Syriens zuständig waren – eine Offensive im Osten Syriens und eroberten mehrere Dörfer in der Provinz Deir ez-Zor (natürlich mit ein wenig Hilfe ihrer amerikanischen Freunde). Und im Südosten des Landes rückte die von den USA unterstützte Syrische Freie Armee von ihrer Basis in Palmyra aus vor, während eine mysteriöse Koalition von Terroristen, die sich selbst „Southern Operations Room“ nannte, den Grenzübergang zwischen Syrien und Jordanien sowie Daraa, die Stadt, in der der Terroraufstand 2011 begann, übernahm.
Innerhalb weniger Tage war alles vorbei. Über 13 Jahre Terroranschläge im Land gipfelten in der Eroberung von Damaskus am 8. Dezember 2024.
Assad floh nach Moskau.
Die USA, Israel und die Türkei begannen jeweils eine massive Bombenkampagne, um ihre Flagge in dem zerbombten Krater, der Syrien ist, zu hissen.
Und Millionen von Syrern, die bereits durch jahrelange Kämpfe traumatisiert waren, hielten den Atem an, unsicher, wer das Sagen hat oder was als Nächstes passieren wird.
Was wir nicht wissen:
Wie konnten die verstreuten terroristischen Aufständischen nach 13 Jahren des Hin und Her und nach mehreren Jahren der fast vollständigen Eindämmung eine so groß angelegte Offensive durchführen?
Warum hat sich der Widerstand der syrischen arabischen Armee so plötzlich verflüchtigt und den Terroristen einen direkten Weg von ihren Enklaven bis nach Damaskus geebnet?
Und warum hat sich die russische und iranische „Widerstandsachse“, die Assads Herrschaft über das Land während eines Großteils des letzten Jahrzehnts gesichert hatte, ebenfalls verflüchtigt?
Kurz gesagt: Wie konnte das alles passieren, noch dazu innerhalb weniger Wochen?
Es wurde mit ziemlicher Sicherheit ein Abkommen zwischen den großen ausländischen Mächten geschlossen, um diese Ereignisse entweder zu planen oder zumindest zuzulassen. In den sozialen Medien sind nicht verifizierte Videos aufgetaucht, die angeblich syrische Soldaten zeigen, denen Schaum vor dem Mund steht, weil sie von Assad (ganz zu schweigen von Russland und dem Iran) im Stich gelassen wurden. Und wir wissen, dass Russland, der Iran und die Türkei – die Hauptakteure des sogenannten „Astana-Friedensprozesses“, der den Syrienkrieg zu einem einvernehmlichen Ende bringen sollte – am Samstag, dem 7. Dezember, kurz vor dem Fall von Damaskus, einen dringenden Aufruf an Assad richteten, mit den Terroristen zu verhandeln, die sie (aus irgendeinem seltsamen Grund) als „legitime Oppositionsgruppen“ bezeichneten.
Ansonsten haben wir nur die angeblichen undichten Stellen namenloser „katarischer“ Diplomaten, die verschiedenen „Vertrau mir, Bruder“-Reportern zuflüsterten, dass Assad kurz vor dem Fall von Aleppo versucht habe, mit den Terroristen über eine Machtübergabe zu verhandeln, jedoch gescheitert sei. Nun, das haben wir, und wir haben die eiskalte Realität, dass die syrische Armee wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen ist. Sie wurden entweder zum Rückzug aufgefordert oder von den russischen, iranischen und Hisbollah-Truppen, die sie jahrelang unterstützt hatten, völlig im Stich gelassen.
Es versteht sich von selbst, dass keine der Parteien, die in der Lage wären, die Antwort auf die Frage nach dem genauen Inhalt des Deals zu geben, diese preisgegeben hat.
Assad sagt von seinem Rückzugsort in Russland aus sicherlich nichts und wird wahrscheinlich auch in nächster Zeit nicht in der Öffentlichkeit gesehen werden.
Russland verhandelt nun aktiv mit der neuen, provisorischen, von Terroristen geführten Regierung in Damaskus über den Verbleib ihrer Militärstützpunkte im Land.
Von allen ausländischen Mächten hat der Iran aufgrund seiner sehr öffentlichen Unterstützung der syrischen Regierung möglicherweise am meisten durch den Sturz von Assad zu verlieren. Die Iraner scheinen eine besonders zweideutige Haltung gegenüber den Terroristen einzunehmen, die ihren Verbündeten gestürzt haben. Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat gerade eine Rede gehalten, in der er die Terrorgruppen als „Kämpfer“ bezeichnete und sich weigerte, eine Meinung zur neuen Regierung zu äußern – was viele Iraner dazu veranlasste, sich zu fragen, ob sich die jahrelangen Kämpfe und die umfangreichen Hilfsleistungen für die gestürzte Assad-Regierung gelohnt haben.
Wie dem auch sei, all diese Mächte – ganz zu schweigen von den USA, Israel, der Türkei, Katar und den Saudis – scheinen dem neuen Gesicht der syrischen Regierung, Abu Mohamed al-Jolani, und der von ihm an die Macht in Damaskus geführten Terrorgruppe Hay’at Tahrir al-Sham, ziemlich wohlgesonnen zu sein.
Natürlich ist die unangenehme kleine Tatsache, die derzeit jeder zu vermeiden versucht, dass die neue syrische „Regierung“ einfach nur …
Al-Qaida in Anzügen
Angeblich war die Terrorbrigade, die Syrien „befreite“ (sprich: auslöschte), nicht Hay’at Tahrir al-Sham (HTS), sondern die „Southern Operation Group“, eine zwielichtige und geheimnisvolle Terrorvereinigung, die sich am 6. Dezember 2024 erstmals der Welt präsentierte, nur zwei Tage bevor sie Damaskus stürmte und einem brutalen 13-jährigen Krieg ein schockierend schnelles Ende bereitete. Das erfährt man jedoch nicht aus der Berichterstattung der etablierten Presse über die Ereignisse, in der fast ausschließlich HTS und seine zentrale Rolle bei den dramatischen Ereignissen angepriesen werden.
Sie würden auch nicht erfahren, dass der Interims-Premierminister, der die provisorische Regierung über Syrien anführt, Mohammed al-Bashir ist, der weitgehend unbekannte, bescheidene, glatzköpfige Ingenieur, der bisher als Premierminister der sogenannten „syrischen Rettungsregierung“ diente, die sich anmaßte, über das von Terroristen besetzte Idlib zu herrschen.
Das wissen Sie nicht, weil das öffentliche Gesicht der Übernahme Syriens weder al-Bashir noch jemand war, der mit der „Southern Operations Group“ in Verbindung steht, sondern Abu Mohamed al-Jolani, der Anführer von HTS.
Und wenn Sie zu den leichtgläubigen Tölpeln gehören, die alles schlucken, was ihnen die etablierten Medien vor die Nase setzen, dann halten Sie al-Jolani wahrscheinlich für einen „diversity-friendly“ Woke-Rebellenhelden. Oder für einen vernünftigen Politiker, den man auf der internationalen Bühne ernst nehmen sollte. Oder dass er ein ehemaliger Dschihadist ist, der sich als „Rebellenpolitiker“ „neu erfunden“ hat. Oder dass er ein „pragmatischer“ Anführer ist, der bei Bedarf offen für Reformen und Kompromisse ist.
Es versteht sich von selbst, dass dies alles Lügen sind.
Was ist dann die Wahrheit? Hier ist ein Crashkurs über die Person „al-Jolani“:
Zunächst einmal heißt er nicht Abu Mohamed al-Jolani. Wie bei so vielen der Figuren, die den Krieg gegen den Terror bevölkern, handelt es sich um einen Kriegsnamen, den er erfunden hat, um seine Verbindung zu Syrien zu betonen. Man sagt uns, dass sein Großvater 1967 von Israel aus den Golanhöhen vertrieben wurde, was den HTS-Führer dazu veranlasste, den Beinamen „al-Jolani“ anzunehmen, was „der Golanit“ bedeutet. Sein richtiger Name ist Ahmed al-Sharaa. Und obwohl es noch keine Beweise für seinen tatsächlichen CIA- oder Mossad-Status gibt, können wir mit Sicherheit sagen, dass seine Karriere durch die Hilfe und Zusammenarbeit der USA und Israels auf jedem Schritt seines Weges ermöglicht wurde.
Angeblich durch die zweite palästinensische Intifada radikalisiert, zog er in den Irak, um dort für Al-Qaida im Irak (AQI) zu kämpfen. AQI war der lokale irakische Al CIA-da-Ableger, der laut den üblichen Quellen selbst für Al Qaida zu brutal war. AQI wurde von Abu Musab al-Zarqawi angeführt, der selbst eine weitgehend fiktive Figur war, die in einem US-Psyop-Programm geschaffen wurde, das der führende Sprecher des US-Militärs als Amerikas „bisher erfolgreichste Informationskampagne“ bezeichnete. Aber das ist eine andere Geschichte.
Al-Jolani wurde 2005 von US-Truppen gefangen genommen und in Camp Bucca inhaftiert. Ja, das ist dasselbe Lager, in dem auch der mythische ISIS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi inhaftiert war. Baghdadi wurde zusammen mit 5.700 anderen angehenden Dschihadisten im Rahmen der großen Gefangenenfreilassung von 2009 freigelassen – ein Ereignis, das sogar der Professor des Naval War College, Craig Whiteside, zugeben musste, dass es zur Entstehung und Wiederbelebung des IS führte – aber Jolani wurde in ein anderes Gefängnis verlegt.
Es heißt, dass Baghdadi den inzwischen freigelassenen Jolani nach Ausbruch des terroristischen Aufstands in Syrien im Jahr 2011 mit einem monatlichen Stipendium von 50.000 US-Dollar in den Kampf schickte. Jolani nutzte das Geld, um in dem Land, das er angeblich befreien sollte, Selbstmordanschläge, Hinrichtungen, Folter und allgemeines Chaos zu verüben. Bis 2012 hatte er „Jabhat al-Nusra“ gegründet, eine Organisation, die vom US-Außenministerium schnell als Terrorgruppe eingestuft wurde, wodurch Jolani 2013 auf der Liste der besonders bezeichneten globalen Terroristen landete.
Seltsamerweise (für diejenigen, die immer noch an das Märchen vom „Krieg gegen den Terror“ glauben) hinderte diese Zensur Jolani oder seine Verbündeten nicht daran, von Onkel Sams Großzügigkeit in Syrien zu profitieren, einschließlich der milliardenschweren Operation „Timber Sycamore“ zur Bewaffnung der „gemäßigten Rebellen“ (sprich: kinderenthauptender Abschaum) im Land. Im Jahr 2015 halfen von den USA gelieferte Panzerabwehr-TOW-Raketen der Jabhat al-Nusra (und ihren Verbündeten der „Freien Syrischen Armee“), Idlib zu sichern, wodurch, wie der US-Beamte Brett McGurk zugab, „der größte Al-Qaida-Zufluchtsort seit dem 11. September“ entstand.
Die USA verschärften ihre Haltung 2017 noch weiter und setzten ein Kopfgeld von 10 Millionen US-Dollar auf al-Jolanis Kopf aus. Aber irgendwie gelang es nicht, den heimtückischen Terroristen davon abzuhalten, ungestraft in der von den USA geschaffenen Terrorhochburg Idlib zu agieren. Es hielt ihn auch nicht davon ab, Jabhat al-Nusra mehrmals umzubenennen und 2021 eine PR-Offensive zu starten, mit der er versuchte, sein Image von dem eines brutalen Dschihad-Terroristen in das eines „gemäßigten Rebellenführers“ zu verwandeln, der „eine neue Beziehung zum Westen“ anstrebt.
Diese PR-Offensive zahlt sich nun aus, da al-Jolani von den etablierten Medien als ernstzunehmender und respektabler Politiker behandelt wird. Sowohl die USA als auch Großbritannien befinden sich derzeit in einem performativen „Sollen wir oder sollen wir nicht?“-Tanz, der unweigerlich dazu führen wird, dass HTS von der Liste der Terrorgruppen gestrichen wird und das Kopfgeld auf al-Jolani aufgehoben wird.
Natürlich gibt es keine handfesten Beweise dafür, dass al-Jolani ein echter CIA-Agent oder Mossad-Mitarbeiter ist. Aber wie der anonyme Autor von „Abu Mohammad al-Julani: Putting lipstick on a pig“ – ein Artikel auf TheCradle.co, der einem „A Cradle Correspondent“ zugeschrieben wird – zu Recht bemerkt:
Die Frage, wer Abu Mohammad al-Julani ist – seine Beweggründe, Ideologien und Wandlungen – ist letztlich weniger wichtig als das, wofür er steht. In den letzten zwei Jahrzehnten ist eine Tatsache immer gleich geblieben: Julani ist ein Werkzeug der US-amerikanischen und israelischen Strategie.
Wird al-Jolani (oder Julani oder Jawlani oder Joulani oder wie auch immer sie es diese Woche buchstabieren wollen) also weiterhin eine nützliche Marionette der USA und Israels sein, ausgehend von seiner Rolle als Strippenzieher hinter den Kulissen in Damaskus?
Mal sehen, was die Magic 8 Ball dazu sagt:
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Allein auf der Ebene der geostrategischen Analyse ist Israel gerne bereit, mit HTS, der FSA, den SDF und jeder anderen Terrorgruppe zusammenzuarbeiten, die die sogenannte „Schiitische-Sichel“-Landverbindung zwischen dem Iran und den Hisbollah-Streitkräften im Libanon über Damaskus unterbricht.
Aber vielleicht noch wichtiger ist, dass al-Jolani und seine „radikalen Dschihadisten“-Kollegen von HTS bereits ihre Karten in Bezug auf ihre Zustimmung zum zionistischen Plan für ein Groß-Israel aufdecken. Bisher haben sie sich bemerkenswert bedeckt gehalten, was die israelischen Luftangriffe betrifft, die in den letzten Wochen die militärischen Anlagen und die Infrastruktur Syriens zerstört haben, wobei ein HTS-Sprecher es bewusst vermied, die Frage eines Reporters zu diesem Thema zu beantworten. Und al-Jolani selbst hat Israel unumwunden versichert, dass er nicht gegen das israelische Militär um die Golanhöhen – die eigentliche Grundlage seiner falschen Identität – oder um irgendein anderes Stück syrischen Territoriums kämpfen werde, das sie für notwendig erachten, um ihr Ziel der Bildung eines Groß-Israels zu erreichen. „Wir sind nicht im Begriff, uns auf einen Konflikt mit Israel einzulassen“, erklärte er am 14. Dezember in einem Interview im syrischen Fernsehen.
Und jetzt – wer hätte das gedacht – befiehlt HTS den palästinensischen Widerstandsgruppen, ihre Operationen in Syrien einzustellen. Das ist mir ein Rätsel, Batman: Warum sollten ein engagierter antiisraelischer Dschihadist wie al-Jolani und seine radikalen Mitstreiter so etwas tun?
Es versteht sich von selbst, dass al-Jolani, wenn er wirklich eine Marionette des tiefen Staates ist, genauso entbehrlich ist wie Osama bin Laden oder Ayman al-Zarqawi oder Abu Musab al-Zarqawi oder Abu Omar al-Baghdadi oder Abu Bakr al-Baghdadi oder eine der anderen Marionetten, Spielzeuge, Dummköpfe, Sündenböcke oder fiktiven Figuren, die vor ihm die Bühne des Schattentheaters des Krieges gegen den Terror geteilt haben. Es ist sehr gut möglich, dass die Einrichtung von al-Jolani nur ein Vorwand ist, um den Krieg des Terrors 3.0 zu starten – mit dem neueren, furchteinflößenderen ISIS in der Hauptrolle! Damit hätten die USA und Israel eine noch bessere Rechtfertigung für eine noch stärkere Einmischung in der Region.
. . . Und wie aufs Stichwort kommen hier die Artikel, die uns darüber informieren, dass die US-Stellvertreter in Syrien zahlreiche ISIS-Gefangene freilassen, und hier kommen die Videos, die zeigen, wie ISIS-Kämpfer Pro-Assad-Soldaten und Zivilisten hinrichten.
Im Moment könnte es in beide Richtungen gehen. Das Establishment der USA, Israels und der NATO könnte – mit Hilfe ihrer nachplappernden Medien – eine umfassende Pressekampagne starten, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass al-Jolani ein geläuterter, aufgeklärter Anführer ist . . . oder sie könnten ihn fallen lassen und die verjüngten syrischen Terrortruppen als Vorwand für eine neue Invasion nutzen. Wir werden sehen, in welche Richtung der Wind weht, indem wir beobachten, wie Israel auf die Hilferufe der Kurden an die HTS-Truppen reagiert.
Aber all dies führt zu der größten Frage von allen: Wie geht es weiter?
Das nächste Kapitel
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Jeder, der aufmerksam ist, wird erkennen, dass sich gerade etwas von welthistorischer Bedeutung in Syrien ereignet hat.
Aber es bleiben einige Fragen offen: Was genau ist passiert und was bedeutet es für die Region und für die Welt?
Gute Fragen. Wie Sie sich vorstellen können, gibt es eine Vielzahl von Experten, die bereit sind, ihre Meinung zur Lage in Syrien in den Ring zu werfen. Zum Beispiel gibt es:
Mike Whitney äußert sich dazu, wie „Für Bibi führt der Weg nach Teheran über Damaskus“;
Robert Inlakesh diskutiert über Israels dreiste Landnahme in Syrien und erinnert uns daran, wie „die USA und Israel stillschweigend die Al-Qaida-Verbündeten bei der Offensive in der syrischen Provinz Idlib wiederbelebten“;
Vanessa Beeley spekuliert über die Deals, die die Großmächte möglicherweise abgeschlossen haben, um den plötzlichen Sturz der syrischen Regierung herbeizuführen;
Kevork Almassian, Moderator von „Syriana Analysis“, erklärt die neue Realität in Syrien, nachdem „die Achse des Widerstands vorbei ist“;
Pepe Escobar gibt seine übliche „Putin ist ein geheimer 5D-Schachgroßmeister“-Cheerleader-Einlage zum Besten;
Rurik Skywalker kommt zu der plausibleren Einschätzung, dass Putin Assad zur Flucht überredet hat, weil die syrische Drogenpipeline ihrem schnellen Ende entgegen ging;
Ruel Pepa, der unter dem Einfluss von Hopium argumentiert, dass der Sturz von Assad in Wirklichkeit keine Niederlage, sondern „ein strategischer Rückzug“ sei;
Peter Koenig, der beklagt, dass Syrien „von einer Welt im Stich gelassen“ wurde, während Groß-Israel voranschreitet;
und Ali Bilgic, der feststellt, dass „China als unerwarteter Nutznießer aus Assads Sturz hervorgehen könnte“.
Ich bin mir sicher, dass es noch andere wichtige Quellen für heiße Meinungen zu diesem Thema gibt, und ich bin mir sicher, dass meine lieben Leser in den Kommentaren zu diesem Beitrag auf corbettreport.com Links zu diesen Quellen bereitstellen werden.
Hier ist meine eigene Meinung zu diesem Thema: Was in Syrien passiert ist, ist kein Regimewechsel (obwohl es diesen sicherlich gab). Und es ist keine ausländische Landnahme oder Ressourcengewinnung (obwohl auch diese Dinge passiert sind). Und es ist nicht einmal ein „regionaler Krieg“.
Nein, dies ist mehr als ein regionaler Krieg.
Schließlich sind an der Syrien-Geschichte nicht nur regionale Mächte wie die Türkei, Israel und der Iran beteiligt. Auch die einzige Weltmacht, die USA, ist involviert. Und auch die Supermacht Russland, die seit 1946 ein treuer Verbündeter Syriens ist, mischt mit.
Aufgrund dieser russisch-syrischen Beziehung haben wir eine unglaubliche Geschichte miterlebt, in der Russlands eigener regionaler Feind eine Rolle spielt: die Ukraine. Inmitten des Tumults der Geschichten geht die Tatsache verloren, dass Russland die Ukraine beschuldigt hat, HTS Drohnen und Drohnenpiloten zur Verfügung gestellt zu haben, bevor sie ihre Regierungssturzoffensive starteten. Diese hetzerische Behauptung wurde kürzlich von den Dinosauriern der westlichen Medien bestätigt.
Nur um das klarzustellen: Die Ukraine hat die Gelegenheit genutzt, um eine Militäroperation in Syrien zu unterstützen, von der sie sich erhoffte, dass sie die Aufmerksamkeit des russischen Militärs von der ukrainischen Front ablenken würde.
Dann gibt es auch noch die jüngsten Versuche Chinas, eine diplomatische Präsenz in der Region aufzubauen (wie die Gründung des Golf-Kooperationsrats), was das Gespenst einer weiteren Weltmacht heraufbeschwört, die ein Interesse an den Ereignissen in Syrien hat.
Nein, dies ist kein „Bürgerkrieg“. Es ist keine Operation zum Regimewechsel. Es ist nicht einmal ein regionaler Krieg. Es ist ein Fenster in den Weltkrieg, der bereits jetzt stattfindet.
Das ist jedenfalls meine Meinung.
Wenn meine Einschätzung richtig ist und diese jüngsten Ereignisse wirklich ein Vorbote des Weltkriegs sind, wäre es nicht das erste Mal, dass in Syrien Ereignisse von welthistorischer Bedeutung stattfinden.
Wie sich Bibelkenner erinnern werden, war Saulus von Tarsus auf dem Weg nach Damaskus, als er von einem blendenden Licht getroffen wurde. Dort hatte er eine Vision des auferstandenen Jesus, die den zum Apostel umgetauften Paulus dazu veranlasste, die christliche Botschaft weit und breit zu verbreiten, indem er Briefe verfasste, deren Auswirkungen bis heute in der Welt nachhallen.
Es bleibt abzuwarten, ob ein blendendes Licht auf die Truppen fällt, die sich derzeit auf dem Weg nach Damaskus befinden, aber ich fürchte, dass die Vision, die sie haben werden, kein Vorbote des Friedens sein wird.
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Quellen & Links
Quelle: The Fall of Syria: What You Need to Know
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Für Spenden besuchen Sie bitte die Webseite
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https://uncutnews.ch/der-fall-syrien-was-sie-wissen-muessen/
kordoroc
17. Dezember 2024 von aa
Perpetuum vaccinabile

deutsche-apotheker-zeitung.de (16.12.24)
»… Das Besondere an Zapomeran: Der Impfstoff enthält eine mRNA, die sowohl für das Spike-Protein von SARS-CoV‑2 kodiert als auch für das Enzym Replikase. Dieses Enzym erstellt nach Impfung weitere Kopien der verimpften mRNA, die die Zelle zur Herstellung von noch mehr Spike-Protein verwenden kann. Auf das exprimierte Spike-Protein reagiert das Immunsystem des Geimpften mit der Produktion von neutralisierenden Antikörpern und einer zellulären Immunantwort, was zum Schutz vor COVID-19 beiträgt…«
Der Hersteller berichtet über seine Erfolge so:
».. Die randomisierte, doppelblinde, aktiv kontrollierte Phase-3-Studie wurde an 11 klinischen Standorten in Japan durchgeführt. An der Studie nahmen 828 Erwachsene teil, die zuvor vollständig mit drei Dosen mRNA-Impfstoff(en) immunisiert worden waren…«
ir.arcturusrx.com (30.9.24)
Die Teilnehmenden waren hinterher noch geschützter als je zuvor.
»Arcturus Therapeutics ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Boten-RNA-Medikamente und ‑Impfstoffe, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika für seltene Krankheiten und Impfstoffe konzentriert. Wir verfügen über firmeneigene Technologien, validierende Partnerschaften und ein erfahrenes Team mit fundiertem Fachwissen im Bereich der Verabreichung und RNA-basierter Therapeutika.«
arcturusrx.com
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RT DE
Kein Verhandlungsbedarf mit Trump mehr: Putins Ukraine-Plan schlägt ein
17 Dez. 2024 14:32 Uhr
Während man sich im US-dominierten Europa noch Illusionen darüber macht, den Krieg in der Ukraine nach Trumps Amtsantritt auch ohne die USA weiterführen zu können, finden in Washington schon Debatten statt, zu welchen Bedingungen man sich mit Moskau einigen könnte. Nur sind dies immer noch Rechnungen ohne den Wirt.
Von Kirill Strelnikow
Je näher das Datum von Donald Trumps Amtsantritt als "neuer-alter" US-Präsident rückt, desto mehr geraten die Pawlowschen Hunde durch multidirektionale Impulse in Erregung: Die einen sabbern über schöne Pläne für einen endgültigen Frieden in der Ukraine, die anderen winseln vor Kummer und Verzweiflung.
Eines ist allen klar: Die Ukraine ist verloren, und damit weicht dieser Papp-Karneval mit dem Motto "Wir werden die Ukraine unterstützen, solange es nötig ist" unter dem Schneematsch im Donbass auf. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer den ermüdeten Kellner ruft, um die Rechnung zu bezahlen.
Gestern trat die New York Times in die Rolle des Oberkellners und wies erstmals so konkret wie unmissverständlich darauf hin, dass der Klient keine Lebenszeichen von sich gibt und bereits Leichengeruch verströmt, was bedeutet, dass "es an der Zeit ist, einen Plan für die Nachkriegsphase zu entwerfen".
Nach Ansicht der Experten dieser Zeitung gibt es nur vier Szenarien für die Endvereinbarungen, die eine Art Sicherheitsgarantie für die Ukraine beinhalten sollten (mit anderen Worten, dass das blutrünstige Russland keine friedlichen ukrainischen Welpen und Kätzchen mehr angreifen wird).
Das erste Szenario sieht vor, dass Russland die befreiten Gebiete behält und der verbleibende Teil der Ukraine in die NATO aufgenommen wird. Doch diesbezüglich gibt es eine scharfe und unumkehrbare Spaltung im NATO-Lager, und außerdem haben sich Trump und sein Team dagegen ausgesprochen (ganz zu schweigen von der klaren Position Russlands zu dieser Streitfrage). Selenskijs Wünsche und Hysterie sind für niemanden von Interesse. Dieses Szenario scheidet also aus.
Das zweite Szenario: Die befreiten Gebiete verbleiben bei Russland, aber anstelle der USA wird die Sicherheit der Ukraine nach dem Kriegsende von einer "Garantenkoalition" gewährleistet, womit offenbar eine Gruppe von einigen europäischen NATO-Ländern gemeint ist. In Anbetracht der von Trump angestrebten Reduzierung des Engagements der USA in Europa und im Ukraine-Konflikt auf ein Mindestmaß wird ohne die USA keine solche Drei-Finger-Kombination stillschweigend funktionieren. Auch dieses Szenario hat daher keine Aussicht auf Erfolg.
Das dritte Szenario: Dasselbe, aber es werden nun "Friedenstruppen", d. h. NATO-Soldaten, in den Überbleibseln der Ukraine stationiert. Auch wenn Europa sich aufbläht, werden diese pläsierlichen europäischen Regimenter definitiv keine Rolle spielen können, zumal Russland keine NATO-Truppen auf ukrainischem Territorium zulassen wird. Daher entfällt auch dieses Szenario.
Das vierte Szenario sieht eine "bewaffnete Neutralität" vor. Russland behält seine "Beute", während die Ukraine ihre militärische Stärke – "ohne Beschränkung der Größe ihrer Armee und der konventionellen Waffen, die das Land herstellen oder erwerben kann" – ausbaut. Nach Ansicht der Autoren dieses Artikels handelt es sich dabei um die am ehesten realisierbare Option, auch wenn sie "für die Ukraine am ungünstigsten ist".
Fazit: Trump hat sich bereits innerlich von der Ukraine verabschiedet und will den Krieg mit Minimalaufwand beenden, ohne irgendeine Verantwortung zu übernehmen. Unabhängig vom Szenario wird er Kiew niemals amerikanische Sicherheitsgarantien geben. Im Gegenzug muss jetzt nur noch etwas mit Russland ausgehandelt werden, um das Gesicht zu wahren. In Anbetracht der gestrigen Äußerungen von Trumps künftigem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz, dass es "keine unbegrenzten Schecks zugunsten der Ukraine mehr geben wird", sowie der Ausführungen des künftigen Ukraine-Sonderbeauftragten Keith Kellogg über Trumps Wunsch, diesen Konflikt "innerhalb weniger Monate" zu beenden, scheint dieses Fazit das Wahrscheinlichste zu sein.
Das dritte Szenario: Dasselbe, aber es werden nun "Friedenstruppen", d. h. NATO-Soldaten, in den Überbleibseln der Ukraine stationiert. Auch wenn Europa sich aufbläht, werden diese pläsierlichen europäischen Regimenter definitiv keine Rolle spielen können, zumal Russland keine NATO-Truppen auf ukrainischem Territorium zulassen wird. Daher entfällt auch dieses Szenario.
Das vierte Szenario sieht eine "bewaffnete Neutralität" vor. Russland behält seine "Beute", während die Ukraine ihre militärische Stärke – "ohne Beschränkung der Größe ihrer Armee und der konventionellen Waffen, die das Land herstellen oder erwerben kann" – ausbaut. Nach Ansicht der Autoren dieses Artikels handelt es sich dabei um die am ehesten realisierbare Option, auch wenn sie "für die Ukraine am ungünstigsten ist".
Fazit: Trump hat sich bereits innerlich von der Ukraine verabschiedet und will den Krieg mit Minimalaufwand beenden, ohne irgendeine Verantwortung zu übernehmen. Unabhängig vom Szenario wird er Kiew niemals amerikanische Sicherheitsgarantien geben. Im Gegenzug muss jetzt nur noch etwas mit Russland ausgehandelt werden, um das Gesicht zu wahren. In Anbetracht der gestrigen Äußerungen von Trumps künftigem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz, dass es "keine unbegrenzten Schecks zugunsten der Ukraine mehr geben wird", sowie der Ausführungen des künftigen Ukraine-Sonderbeauftragten Keith Kellogg über Trumps Wunsch, diesen Konflikt "innerhalb weniger Monate" zu beenden, scheint dieses Fazit das Wahrscheinlichste zu sein.
Was die hysterischen Drohungen des Westens in Bezug auf eine Nukleareskalation, das Gerede von einem direkten NATO-Konflikt und andere Mantras im Stil von "bis zum letzten Europäer" betrifft, so wurden sie auf der gestrigen Arbeitstagung des russischen Verteidigungsministeriums unter Beteiligung von Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Andrei Beloussow abschließend geklärt.
Die wichtigsten Punkte dieses an Brüssel und Washington übermittelten "Telegramms auf Abruf" lauten wie folgt:
Das Jahr 2024 wurde zum Wendepunkt der Sonderoperation, und die russischen Streitkräfte beherrschen die strategische Initiative entlang der gesamten Kontaktlinie (mit anderen Worten: Alle von euch gelieferten Waffen wurden vernichtet, und wenn ihr weitere liefert, werden wir sie noch schneller verschrotten).
Die Vollzeitstärke der russischen Streitkräfte wurde auf 1,5 Millionen Mann aufgestockt. Russland wird sein nukleares Potenzial auch weiterhin aufrechterhalten und seine Nuklearstreitkräfte in ausgewogener Weise weiterentwickeln, wobei das gegenwärtig noch nicht nukleare "Oreschnik"-Raketensystem bald serienmäßig produziert werden soll;
Russland berücksichtigt und bereitet sich auf jede mögliche Lageentwicklung vor, einschließlich eines potenziellen Militärkonflikts mit der NATO in Europa im nächsten Jahrzehnt (mit anderen Worten: Ihr werdet uns nicht überrumpeln können, denn wir sehen alles und treffen Maßnahmen, macht euch keine Illusionen).
Es scheint, als ob dieses "Telegramm" zugestellt wurde. So sagte der Co-Vorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Tino Chrupalla, erkennbar aufgeregt: "Die deutsche Regierung sollte den Fakt des Sieges Russlands im Ukraine-Konflikt anerkennen und zu seiner Beilegung beitragen", während der niederländische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans eine dringende Einigung mit Russland forderte, "bevor Trump es tut".
Traurig ist dabei nur eines: Um letztendlich zu dem zu gelangen, was von Putin ursprünglich gesagt wurde, opferte der Westen eine Million Ukrainer und zerstörte unser brüderliches Land. Und das werden wir nie vergessen.
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Quellen & Links
Übersetzt aus dem Russischen
( https://ria.ru/20241217/tramp-1989530861.html ). Der Artikel ist am 17. Dezember 2024 zuerst auf RIA Nowosti erschienen.
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Mehr zum Thema - Das Problem der Ukraine könnte durch einen Vertrag zwischen Russland und Deutschland gelöst werden
https://dert.site/meinung/229690-problem-ukraine-koennte-durch-vertrag/
Weitere RT DE Links:
rtde.agency
de.rt.com
rtde.media
rtde.org
rtde.info
rtde.online
rtde.expert
freedert.online
+++
https://de.rt.com/meinung/229835-kein-verhandlungsbedarf-mit-trump-mehr/
Apolut (Audio & Video)
Aktualisiert am Dez. 18, 2024
Im Gespräch: Wolfgang Bittner ("Niemand soll hungern, ohne zu frieren")
Wolfgang Bittner ist Schriftsteller, promovierter Jurist, bildender Künstler und hat neben Jura auch Philosophie und Soziologie studiert. Er hat die Welt bereist und etwa 80 Bücher verfasst. Bittner war Rundfunkrat des WDR und Professor in Deutschland und Polen. Er ist ein Mann der klaren Gedanken, seine Bücher sind in einer Sprache verfasst, die mit einfachen Worten auf den komplexen Kern der Dinge zielt. Sie sind frei von selbstverliebter Eitelkeit und rhetorischen Girlanden.
Seine Romane wie seine Sachbücher wurden dementsprechend Jahrzehnte lang positiv rezensiert, z.b. von Martin Walser. Wolfgang Bittner hat zahlreiche Literaturpreise erhalten.
Er ist ein erfahrener, unabhängiger Denker, der seinem eigenen moralischen und politischen Kompass folgt. Als Flüchtlingskind hat er den 2. Weltkrieg miterlebt, wie viele anderen seiner Generation graust es ihm vor der Art, wie die deutsche Politik meint, mit Russland und den Russen umgehen zu können. Er plädiert für einen deutschen Unabhängigkeitswillen und einen Austritt aus der NATO.
Das hat ihn bei weiten Teilen der Mainstreammedien in Ungnade fallen lassen. Und gerade deswegen lohnt es sich, diesem sachlich argumentierenden, unbeugsamen Ausnahmeintellektuellen im Gespräch mit Dirk Pohlmann zuzuhören.
Hier der Link zum aktuellen Buch von Dr. Wolfgang Bittner "Niemand soll hungern, ohne zu frieren – So wie es ist, kann und wird es nicht bleiben": https://zeitgeist-online.de/2013-11-30-00-57-32/1122-wolfgang-bittner-niemand-soll-hungern.html
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Apolut Artikel:
https://apolut.net/im-gespraech-wolfgang-bittner/
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Apolut Peertube:
https://tube4.apolut.net/w/8Khk8xe6MJqNLrL6FYsEU4
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Apolut Audiocast (MP3):
https://apolut.net/content/media/2024/12/im-gespraech-wolfgang-bittner-apolut.mp3
Report24
Pekings stille Eskalation: Taiwan steht vor seiner größten Bewährungsprobe
17. Dezember 2024

Symbolbild chinesische Marine. (C) R24/KI
Ohne viel Tamtam hat Peking ein gewaltiges Militärmanöver in der Nähe von Taiwan durchgeführt. Ganz anders als zuvor. Washington zeigt sich allerdings ungewohnt unbesorgt. Offensichtlich geht man nicht von einer imminenten Bedrohung für die selbstverwaltete Insel aus.
Die Volksrepublik China hat in der vergangenen Woche das größte Militärmanöver seit drei Jahrzehnten ( https://x.com/redstreamnet/status/1866070515859018025 ) gestartet – und das mit einer Subtilität, die mehr beunruhigt als jede martialische Ankündigung. Auslöser dieser massiven Machtdemonstration war die Amerika-Reise des taiwanesischen Präsidenten Lai Ching-te. Seine kurzen Zwischenstopps in Hawaii und Guam während einer Südpazifik-Tour reichten aus, um Peking zu “Strafmaßnahmen” zu bewegen. Doch statt der erwarteten üblichen Muskelspiele folgte etwas völlig Unerwartetes.
“Was wir hier beobachten, sprengt alle bisherigen Dimensionen”, warnt Generalleutnant Hsieh Jih-Sheng von Taiwans Verteidigungsministerium. Die chinesische Volksbefreiungsarmee hat eine beispiellose Armada mobilisiert – Kriegsschiffe, Kampfjets und Raketenstreitkräfte in einer Konzentration, die selbst erfahrene Militärbeobachter überrascht.
Besonders bemerkenswert ist die neue Taktik Pekings: keine großspurigen Propagandakampagnen, keine öffentlichen Drohgebärden. Stattdessen lediglich eine nüchterne Ankündigung von Luftraumeinschränkungen in sieben Zonen entlang der chinesischen Küste zwischen Shanghai und Hongkong. Die Volksbefreiungsarmee selbst hüllt sich in bedeutungsschweres Schweigen – ein drastischer Unterschied zu früheren Übungen.
Die Reaktion aus Washington wirkt dabei erstaunlich gedämpft. Während taiwanesische Offizielle von einer “schwerwiegenden Bedrohung” sprechen, stuft das US-Außenministerium die Aktivitäten lediglich als “erhöht, aber im Rahmen des Üblichen” ein. Eine bemerkenswerte Zurückhaltung, die Fragen aufwirft.
Pekings Verteidigungsministerium hatte seit langem gewarnt, dass militärische Aktionen mit jeder “Provokation der taiwanesischen Unabhängigkeitskräfte” intensiviert würden, “bis die Angelegenheit vollständig gelöst ist”. Eine unmissverständliche Drohung, die jetzt eine neue Qualität erreicht.
Der Festlandrat Taiwans verurteilt diese “eklatanten Provokationen” als Gefährdung des regionalen Friedens. Doch Peking kontert und verweist auf die “separatistischen Aktivitäten” Taipehs und Washingtons als eigentliche Provokateure. Die Financial Times ( https://www.ft.com/content/025a81f1-2cb2-459d-8427-46fd44b1b2c3 ) beobachtet zutreffend, dass taiwanesische Offizielle mit der Situation regelrecht ringen. Was als vermeintlich routinemäßige “Bestrafungsaktion” begann, hat sich zu einer strategischen Herausforderung entwickelt, die neue Maßstäbe setzt.
Die wahre Gefahr liegt möglicherweise nicht in der schieren Größe der Übungen, sondern in ihrer stillen Professionalität. Keine theatralischen Gesten, keine markigen Sprüche – nur die methodische Demonstration militärischer Fähigkeiten. Eine Strategie, die mehr einschüchtert als jedes Säbelrasseln. Die Region steht vor ihrer bisher größten sicherheitspolitischen Bewährungsprobe – und das in einer Zeit, in der die USA augenscheinlich andere Prioritäten setzen.
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RTV Privatfernsehen
Gläserner Mensch rückt näher
- Wir sprechen Klartext -
Dec 18, 2024
Australien verbietet Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu Tiktok, Instagram und Co. Damit herrscht in Australien künftig die höchste Altersgrenze, die jemals in einem Land für die Nutzung sozialer Medien festgelegt wurde. Was steckt dahinter und wie sehen die Australier dieses Verbot?
Darüber sprechen wir heute Klartext mit Bernie aus Australien.
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AUF1
Ökonom Thomas Bachheimer: BRICS-Zahlungsmittel ist Antisanktionswährung
Dec 18, 2024
Mit den BRICS-Staaten ist eine neue gemeinsame Währung auf dem Weg. Diese könnte dem Euro empfindlichen Schaden zufügen. Wie er aussehen wird, erklärt der BRICS-Kenner und Ökonom Thomas Bachheimer ausführlich im Interview mit AUF1.
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The Peoples Voice
Telegram Launches World’s First ‘Mass Surveillance’ Program Using AI
December 16, 2024
Sean Adl-Tabatabai

Telegram has launched the world’s first ‘mass surveillance’ program using AI to spy on its users and report ‘harmful’ content to government authorities.
Following Telegram founder Pavel Durov’s arrest in France earlier this year, the messaging platform has taken a sudden U-turn from ‘protecting privacy’ to ‘censoring users’.
Techcrunch.com ( https://techcrunch.com/2024/12/13/ai-helps-telegram-remove-15-million-suspect-groups-and-channels-in-2024/ ) reports: After announcing a crackdown ( https://www.theguardian.com/technology/2024/sep/23/telegram-illegal-content-pavel-durov-arrest ) in September, Telegram now says it has removed 15.4 million groups and channels related to harmful content like fraud and terrorism in 2024, noting this effort was “enhanced with cutting-edge AI moderation tools.”
The announcement is part of a newly launched moderation page ( https://telegram.org/moderation ) Telegram has created to better communicate its moderation efforts to the public, according to a post from Durov’s Telegram channel. According to Telegram’s moderation page, there’s a noticeable increase in enforcement after Durov’s arrest in August:

Durov’s French case is still pending, but he is currently out on €5 million bail ( https://www.france24.com/en/europe/20240829-telegram-chief-durov-freed-on-bail-after-being-formally-charged-over-crime-on-messaging-app ).
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The Peoples Voice
UN Vows To Imprison X Users Who Share ‘Misinformation’ Online
December 16, 2024
Sean Adl-Tab

The United Nations has ordered world leaders to begin arresting citizens who share content on social media sites that challenges the official narrative.
World leaders all signed a new UN ‘Cascais Declaration’ which makes it a criminal offence to spread non-mainstream content online.
Naturalnews.com ( https://www.naturalnews.com/2024-12-15-global-leaders-clamp-down-misinfo-cascais-declaration.html ) reports: Guterres accused “unchecked digital platforms and AI” of allowing “hate speech to proliferate like never before.” He also denounced “misinformation and deepfakes” in the same context.
The secretary-general expressed his desire for Big Tech, advertisers and the mainstream media – alongside some governments and organizations like the UN itself – to double down on online censorship. Incidentally, the latter are among the most serious offenders when it comes to this.
Guterres also pushed a UN-backed censorship initiative during the three-day forum in his home country of Portugal. According to critics, this initiative introduces algorithmic censorship and demonetization under the scope of “anti-misinformation and hate speech” as per the UN’s Global Principles for Information Integrity. He argued that these recommendations allow for “a more humane information ecosystem.”
Cascais Declaration opens the door to more CENSORSHIP
Government leaders unanimously adopted the Cascais Declaration ( https://reclaimthenet.org/un-cascais-declaration-censorship-global-forum ), with many of them being “alarmed” at the global spread of “disinformation, misinformation and hate speech” both online and offline. The document binds them to combating these while strengthening “information integrity.” However, the declaration does not define any of these terms and does not lay out any methods to fight them.
“We must [rein] in hate speech and misinformation spreading online. Hate-filled frenzies are perpetuating stereotypes and misconceptions,” Guterres told attendees of the UNAOC forum. He continued that misinformation and “outright lies” are “fueling repulsive antisemitism, anti-Muslim bigotry and attacks on minority Christian communities.”
“Unchecked digital platforms and artificial intelligence (AI) have endowed hate speech with a speed and reach unseen before, [and] many times they lead to violence. With the proliferation of deepfakes, the impossible and the unverified become credible in an instant.”
The calls for censorship are lumped in with recognition of “sports diplomacy as a tool for promoting dialogue,” support for women as “negotiators, mediators and peacemakers” and protection for religious sites, as well as “the potential use of artificial intelligence as a tool to advance intercultural and inter-religious dialogue.”
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