Neutrality Studies
Trickle-Down Hegemony: How The US Controls The European Mind
Kajsa Ekis Ekman
Published on Jan 30, 2025
Washington has an unprecedented grip over Europe. When Washington says "jump" the European's will reply "how high?" But that was not always the case. There once was a Europe of independent states, not US satellites. There was the Europe of Olaf Palme, Willy Brandt, or Bruno Kreisky that had a decidedly different foreign policy from the USA. Where did that place go?
today I’m talking to Kajsa Ekis Ekman, a Swedish Journalist, Activist and the author of 4 books on human trafficking, prostitution and the economy. She is currently the editor in Chief of Parabol Press. Previously, Ms. Ekman worked for various Swedish outlets but was let go in 2022, after critically covering the unfolding Russo-Ukrainian War.
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Anti-Spiegel
Kampf um Bodenschätze
Warum Ostafrika ein ausgewachsener Krieg droht
Wie immer verschweigen deutsche Medien wie der Spiegel, worum es bei Konflikten in Afrika wirklich geht. Der Spiegel hat zwar viele Artikel über den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo veröffentlicht, aber wer erfahren will, was dort wirklich vor sich geht, muss auf nicht-deutsche Medien zurückgreifen.

von Anti-Spiegel
29. Januar 2025 10:00 Uhr
Im Spiegel sind in den letzten Tagen viele Artikel über die Kämpfe veröffentlicht worden, die mit offensichtlicher Unterstützung Ruandas in der Demokratischen Republik Kongo toben. Eine wichtige Stadt ist umkämpft, oder sogar schon eingenommen. Worum es bei dem Konflikt geht, kann man beim Spiegel hingegen bestenfalls zwischen den Zeilen erfahren, wenn man die Artikel sehr aufmerksam liest.
So hat der Spiegel am 27. Januar beispielsweise einen Artikel mit der Überschrift „Krieg in Kongo – Kampf um Macht und Einfluss – und die Rohstoffe für unsere Smartphones“ ( https://www.spiegel.de/ausland/kongo-proruandische-rebellen-haben-die-millionenstadt-goma-genommen-a-40cba61d-a19e-4378-9b82-b3b728e6bda3 ) veröffentlicht, der mit folgender Einleitung begann:
„Proruandische Rebellen sind in die Millionenstadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo einmarschiert. Hunderttausende sind auf der Flucht. Der Westen könnte den Vormarsch stoppen, warum tut er es nicht?“
Kritische Leser ahnen es schon, es geht tatsächlich um seltene und wichtige Bodenschätze, womit die Antwort auf die Frage, warum der Westen nicht eingreift, auf der Hand liegt: Er profitiert von den Bodenschätzen, die die Aggressoren erobern.
Die „Rohstoffpartnerschaft“
Der Spiegel hingegen beantwortet die Frage, warum der Westen nicht reagiert, wie folgt:
„Die USA, die EU, Frankreich und Großbritannien haben das Vorgehen Ruandas verurteilt. Aber ansonsten verhält sich die internationale Gemeinschaft bisher zurückhaltend, hat keine Sanktionen gegen die ruandische Regierung erlassen, trotz der Invasion im Nachbarland. In diplomatischen Kreisen zeigt man bis heute viel Verständnis für das Regime in Kigali. In den meisten Hauptstädten sei das Interesse an Zentralafrika ohnehin sehr gering, andere Regionen wie die Ukraine oder der Nahe Osten im Fokus, erzählen Diplomaten aus europäischen Ländern.“
Klar, aber dass das eher nicht die ganze Wahrheit ist, kann man in dem Artikel an anderer Stelle in einem eher nebenbei fallenden Satz erfahren:
„Doch anstatt Druck aufzubauen, arbeitet Europa bisher eng mit dem ruandischen Autokraten Paul Kagame zusammen, hat im vergangenen Jahr sogar eine sogenannte Rohstoffpartnerschaft geschlossen“
Der Zusammenhang liegt also auf der Hand: Ruanda will eine rohstoffreiche Region der Demokratischen Republik Kongo erobern und der Westen hat zufälligerweise eine „Rohstoffpartnerschaft“ mit Ruanda geschlossen. Warum also sollte der Westen Ruanda stoppen?
Pro-russische Proteste, aber kein Wort im Spiegel
Interessant, nicht wegen seines Inhaltes, sondern wegen dem, was weggelassen wurde, war auch ein anderer Spiegel-Artikel vom 28. Januar mit der Überschrift „Krieg in Ostkongo – Polizei setzt offenbar Tränengas gegen Demonstranten in Kinshasa ein“ ( https://www.spiegel.de/ausland/demokratische-republik-kongo-ruanda-stimmt-laut-suedafrika-friedensgespraechen-zu-a-234d1134-70cb-4c62-a688-ef039c0614e7 ). In dem Artikel hieß es:
„In der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo ist es zu Unruhen gekommen. Die Polizei setzte in Kinshasa offenbar Tränengas gegen Demonstranten ein, die aus Wut über den Konflikt im Osten des Landes diplomatische Gebäude der USA, Frankreichs, Ruandas, Ugandas und Kenias angriffen.“
In dem Artikel lässt der Spiegel wieder die wichtigen Informationen weg, denn die westlichen Botschaften wurden von der wütenden Bevölkerung angegriffen, weil sie dem Westen vorwirft, Ruanda beim Krieg gegen das eigene Land zu unterstützen. Das könnten auch Spiegel-Leser verstehen, wenn sie wüssten, dass die Demonstranten gleichzeitig Hilfe von Russland fordern, das sie als ihre große Hoffnung sehen.
Aber das berichtet der Spiegel natürlich nicht.
Hier zeige ich, wie die russische Nachrichtenagentur TASS über den Konflikt zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo berichtet und übersetze einen Artikel ( https://tass.ru/opinions/22994431 ) eines TASS-Experten.
Beginn der Übersetzung:
Höllische Mischung: Wie in Ostafrika ein ausgewachsener Krieg ausbricht
Oleg Osipov, Kolumnist des Analysezentrums der TASS, darüber, wie Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo die wichtigste Stadt besetzt haben und was Ruanda und die USA damit zu tun haben
Tausend smaragdfarbene Hügel und ein kristallklarer See; eineinhalb Grad südlicher Breite, das beste Klima der Welt, das ganze Jahr über 25 bis 30 Grad. Da wächst alles, was man will. So hat die Natur im ostafrikanischen Grabenbruch ein Land geschaffen, dem die Menschen den Namen Kivu gegeben haben. Doch trotz seiner paradiesischen Schönheit ist es einer der gefährlichsten Orte der Welt. Und das liegt nicht nur an den giftigen Gasen, die aus den Tiefen des Sees aufsteigen. Jetzt braut sich dort ein großer Krieg zusammen.
Was vor sich geht
Formal ist es eine Konfrontation zwischen zwei Staaten auf dem Kontinent: der Demokratischen Republik Kongo (DRK, früher Zaire) und Ruanda. Beide Länder waren einst in kolonialer Abhängigkeit von Belgien, aber wie alles in Afrika ist auch dieser Konflikt komplizierter und einfacher zugleich. Die Millionenstadt Goma im nördlichen Kivu-Gebiet gehört zur Demokratischen Republik Kongo. Das ruandische Kisenyi, dessen Bevölkerung allerdings nur ein Drittel ausmacht, ist direkt daneben entstanden, über einen Bach hinweg, der in denselben schönen See fließt.
Ende Januar nahm die kongolesische Rebellengruppe Bewegung des 23. März (M23), die von Ruanda unterstützt wird, Goma ein, wobei noch nicht klar ist, welchen Teil der Stadt die Angreifer kontrollieren. Augenzeugen berichten, dass Angreifer im Zentrum der Stadt zu sehen und Schüsse in der Nähe des Flughafens zu hören sind. Die Reaktion der Einwohner selbst auf die Invasion war unterschiedlich: Einige blieben zu Hause, andere kamen heraus, um die Männer mit Maschinengewehren zu empfangen.
Berichten zufolge ist der Gouverneur der Provinz Nord-Kivu getötet worden. Neun südafrikanische Friedenssoldaten wurden getötet. Die Gesamtzahl der Menschen, die ihr Leben verloren haben, ist immer noch schwer zu schätzen, die Angaben schwanken stark.
Was hat das mit dem Nachbarland zu tun?
Medienberichten zufolge haben die ruandischen Verteidigungskräfte die M23 in den letzten Tagen bei ihrem Vormarsch unterstützt. Es heißt, die meisten Generäle des ruandischen Kommandos befänden sich in Kisenyi, und die ruandische Armee sei bereit, jeden Moment die Grenze zu überschreiten.
Die östlichen Teile der Demokratischen Republik Kongo, die an Ruanda grenzen, waren in den letzten drei Jahrzehnten eine höllische Mischung aus ethnischen Konflikten, Streitigkeiten um Geld zwischen Einheimischen und Ausländern und „Duellen“ von Rebellengruppen, die nach dem berüchtigten ruandischen Völkermord von 1994 entstanden sind. Vor 30 Jahren töteten Extremisten der Hutus hier etwa eine Million Vertreter einer anderen Ethnie, Tutsi, und auch ihre eigenen, aber gemäßigten Hutus. Seitdem ist hat sich das beruhigt. Die M23 ist nur eine in einer langen Liste von Gruppen, die in den 1990er Jahren entstanden sind. Und sie wird von den Tutsi angeführt.
Vielleicht ist nicht Westafrika, sondern der Osten der Demokratischen Republik Kongo heute der konfliktträchtigste Teil des Kontinents.
Alles wegen dem, was unter der Erde liegt?
Offenbar stehen die jüngsten Ereignisse auch in direktem Zusammenhang mit der Ausfuhr eines sehr nützlichen Minerals aus der Demokratischen Republik Kongo: Coltan. Es ist ein wichtiges Material für die Herstellung von Elektrolytkondensatoren, die in allen elektronischen Geräten zu finden sind. 80 Prozent der nachgewiesenen Coltan-Reserven sind in Afrika, hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo. Jeden Monat werden im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als 150 Tonnen Coltan illegal abgebaut und nach Ruanda transportiert, wo es in betrügerischer Weise als Exportgut gekennzeichnet wird, so die Außenministerin der Demokratischen Republik Kongo Theresa Kayikwamba Wagner.
In den Minen im Osten der Demokratischen Republik Kongo werden auch Zinn, Tantal und Wolfram gefördert. Außerdem gibt es dort bedeutende Goldreserven. Wo immer die M23 Fuß fasst, setzen die Kämpfer ein für sie günstiges Steuersystem ein, das es der Gruppe ermöglicht, Einnahmen zur Aufrechterhaltung des Konflikts zu erzielen. Die M23 beeinflusst alle Aspekte der lokalen Regierungsführung im Osten der riesigen Demokratischen Republik Kongo, während die Hauptstadt Kinshasa rund 1.600 Kilometer Luftlinie entfernt ist. Die Bewegung hat Wege gefunden, die lokale Wirtschaft in Nord-Kivu zu kontrollieren und von ihr zu profitieren, einschließlich der Lieferketten für Mineralien.
Der Ausbruch der Gewalt in Ostafrika steht möglicherweise auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Präsidentenwechsel in den USA. Der Krieg, wie auch jede Instabilität in dieser Region oder anderswo in der Welt, spielt der Strategie der US-Republikaner zur Eindämmung Chinas in die Hände. China, das für seine langfristigen Strategien bekannt ist, finanziert und subventioniert nun nicht mehr nur lokale Projekte, sondern auch eigene Unternehmen, die direkt auf dem afrikanischen Markt tätig sind, bis hin zur Schaffung von Enklavenstädten. Die Chinesen lassen sich die Finanzen nicht aus der Hand nehmen.
Die Demokratischen Republik Kongo hat bereits die diplomatischen Beziehungen zu Ruanda abgebrochen. UN-Generalsekretär António Guterres hat die Offensive der M23 verurteilt. Russland hat eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und eine Lösung für den illegalen Ressourcenabbau gefordert.
In der Hauptstadt brennen Botschaften, Russland wird um Hilfe gebeten
Die Einwohner von Kinshasa haben inzwischen damit begonnen, Botschaften von Ländern zu verwüsten, die im Verdacht stehen, die Rebellen zu unterstützen. Nach Angaben des Radiosenders Voice of Congo wurde die ugandische diplomatische Vertretung geplündert und die französische Vertretung in Brand gesetzt. Barrikaden aus brennenden Reifen blockierten die Straße vor der US-Botschaft und sie forderten den Abzug der M23 und der ruandischen Truppen aus der Demokratischen Republik Kongo und ein Ende der Plünderung der Bodenschätze des Landes. Auch in anderen Städten finden Solidaritätskundgebungen mit der kongolesischen Armee statt.
In den sozialen Netzwerken der Demokratischen Republik Kongo häufen sich die Aufrufe, das Leben in Kinshasa aus Protest gegen die ruandische Aggression lahm zu legen.
Auf der anderen Seite wird Russland gebeten, bei der Lösung des bewaffneten Konflikts zu helfen. Die Teilnehmer an den Massendemonstrationen in der Hauptstadt sehen in Russlands Position in der Weltpolitik eine Alternative zur „Heuchelei des Westens“. Unterdessen fordern unsere Diplomaten die in der Provinz Nord-Kivu lebenden Russen auf, das Gebiet zu verlassen. Darüber hinaus hat die Botschaft russische Staatsbürger aufgefordert, bei Reisen in Kinshasa Vorsicht walten zu lassen, da lokale Jugendorganisationen Demonstrationen zur Unterstützung der nationalen Armee planen. Die Botschaft selbst arbeitet normal, sagte Presseattaché Alina Mirsachanowa.
Goma ist nicht nur eine Stadt am Ufer des malerischen Kivu-Sees, wofür vor kurzem noch Reisebüros für Hotels und Yachttouren warben. Sie könnte zum Epizentrum einer weiteren afrikanischen Tragödie mit zahllosen Opfern werden, in der sich – Gott bewahre – interethnischer Hass, Profitgier und Schadenfreude der ehemaligen Kolonialherren vermischen.
Russland unterhält sowohl mit der Demokratischen Republik Kongo als auch mit Ruanda freundschaftliche und partnerschaftliche Beziehungen. Am Rande des Russland-Afrika-Wirtschaftsforums und -Gipfels in Sotschi 2019 wurde ein Abkommen zwischen den Regierungen Russlands und Ruandas über die Zusammenarbeit beim Bau des Zentrums für Nuklearwissenschaft und -technologie in dem afrikanischen Land unterzeichnet. Die Russland und die Demokratischen Republik Kongo bereiten eine Reihe von Abkommen über wirtschaftliche und humanitäre Zusammenarbeit vor.
Ende der Übersetzung
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https://anti-spiegel.ru/2025/warum-ostafrika-ein-ausgewachsener-krieg-droht/
RT DE
EU-Außenbeauftragte will Zerschlagung Russlands
29 Jan. 2025 06:45 Uhr
Im Westen nichts Neues. Alle paar Jahrzehnte versuchen Länder Westeuropas, Russlands Souveränität zu brechen. Jetzt ist es wieder so weit. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will Russland zerschlagen. Ihre Naivität und ihr Größenwahn werden von ihrem mangelnden Sachverstand noch übertroffen.

Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Sommer
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will Russland als Staat zerschlagen.
Von Gert Ewen Ungar
Es sind gefährliche Worte, die von der EU-Außenbeauftragten ganz offen und gelassen ausgesprochen werden. Die EU strebe einen Sieg über Russland und die anschließende Zerschlagung Russlands an. Nichts weniger. Kallas sagte:
"Russlands Niederlage wäre nicht schlecht, denn dann könnte es echte Veränderungen in der Gesellschaft geben. Wissen Sie, es gibt in Russland viele unterschiedliche Nationen. Wenn Sie mehrere kleine Nationen haben, dann wäre das nicht schlecht. Es wäre nicht schlecht, wenn die Großmacht tatsächlich kleiner wäre."
EU Foreign Policy Chief, Kaja Kallas, on defeating Russia and breaking it up into smaller nations pic.twitter.com/Yvy78bd1Wl
— Glenn Diesen (@Glenn_Diesen) January 26, 2025
Damit bestätigt Kallas alle Befürchtungen Russlands. In Russland wird selbst von hohen politischen Repräsentanten die Auffassung geäußert, Russland kämpfe in der Ukraine um sein Überleben als Staat. Kallas bestätigt das mit ihrem Statement.
Kallas widerlegt damit auch die Behauptungen deutscher Politiker wie beispielsweise die von Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen). Baerbock führt regelmäßig an, Russland müsse sich nur aus der Ukraine zurückziehen, dann wäre Frieden. Frieden ist jedoch nicht das Ziel des Westens. Imperialistische Herrschaft, die Unterdrückung der Völker Russlands und der Zugang zu Russlands Ressourcen ist das Ziel.
Der Westen will die Aufspaltung Russlands auf eine Vielzahl kleiner Staaten, um sie zu kontrollieren. Er will damit auch die Destabilisierung von Regionen, will Konflikte schüren, um durch regionale Krisen und Kriege ein politisches Umfeld zu schaffen, das einen möglichst günstigen Zugang zu den riesigen Ressourcen Russlands ermöglicht. Es geht Westeuropa um die Schwächung Russlands, die Stärkung der eigenen Dominanz, um Macht. Um Frieden geht es Westeuropa ebenso wenig wie um das Wohl der Ukraine.
Die Position von Kallas ist naiv und in ihrer Naivität gefährlich. Im Falle eines Auseinanderbrechens der Russischen Föderation ist mit einer langen Zeit von Kriegen und Instabilität zu rechnen, was zwangsläufig auch Auswirkungen auf Westeuropa haben wird. Der jeder Russlandfreundlichkeit unverdächtige Henry Kissinger warnte bereits im Jahr 2022 davor, Russland eine strategische Niederlage beibringen zu wollen.
Die Auflösung Russlands oder die Zerstörung seiner Fähigkeit zur strategischen Politik könnte ein Territorium, das elf Zeitzonen umfasst, in ein umkämpftes Vakuum verwandeln",
schrieb er im britischen The Spectator. Regionale Warlords und ausländische Mächte werden sich auf dem Gebiet Russlands Schlachten um Macht und Zugang zu Ressourcen liefern.
"All diese Gefahren würden durch die Präsenz tausender Atomwaffen noch verstärkt."
Kallas gehört sofort aus ihrem Amt entfernt.
Kallas bestätigt mit ihren Ausführungen zudem, dass Russland ein Problem mit hochaggressiven Nachbarn im Westen hat, die im Abstand von einigen Jahrzehnten immer wieder versuchen, sich Russland untertan zu machen. Vor 80 Jahren versuchte Nazideutschland "Lebensraum im Osten" zu erschließen. Verbrechen wie die Blockade von Leningrad hatten zum Ziel, die Zahl der Einwohner der Stadt durch Seuchen und Hunger zu dezimieren. Die Überlebenden sollten sklavenartig gehalten werden.
Dass man in Westeuropa auch heute Russland jede Souveränität abspricht, seine Unterordnung unter die Interessen Westeuropas fordert, sich dabei im Recht sieht, über das politische Schicksal des Landes zu bestimmen und die russische Gesellschaft zu unterdrücken, machen Kallas Ausführungen ebenfalls deutlich. Russland kämpft seit Jahrhunderten an seiner Westflanke um seine Souveränität sowie sein Existenzrecht. Westeuropa spricht Russland regelmäßig das Recht auf Existenz ab. Jetzt wird es wieder akut. Im Westen nichts Neues.
Der gesamte Verlauf des Ukraine-Konflikts weist in diese Richtung. Durch das Überschreiten sämtlicher roter Linien Russlands und den Bruch völkerrechtlicher Verträge durch den Westen wurde Russland in diesen Krieg gedrängt. Unmittelbar im Anschluss sollte die russische Wirtschaft mit Sanktionen zerstört werden, war der Plan. Idealerweise hätte das einen Regime-Change zur Folge gehabt, der es ermöglicht hätte, dem Land den westlichen Willen aufzuzwingen. Russland tut gut daran, dem Westen und seinen politischen Vertretern tief zu misstrauen. Sie führen seit Jahrhunderten Böses im Schilde.
Russlands Nukleardoktrin sieht für den Fall, dass die Russische Föderation in ihrer Existenz bedroht wird, den Einsatz von Atomwaffen vor. Kallas scheint sich über die Tragweite des von ihr Geäußerten überhaupt nicht im Klaren zu sein. Sie ist mit ihrer plumpen Naivität und ihrer Unfähigkeit zur Diplomatie eine Gefahr für die EU und Europa als Ganzes. Nicht nur Russland, auch die EU-Bürger sollten genau hinhören, was sie sagt, denn sie bedroht mit ihren Aussagen nicht nur Russlands, sondern auch deren Existenz.
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Mehr zum Thema – Westliche Lügen in Trümmern: Russland und seine Armee sind unbesiegbar!
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RT DE
Nach Trumps Invasionsplänen für Grönland: Dänemark sucht Rückendeckung in Frankreich
29 Jan. 2025 10:17 Uhr
Frankreich will Truppen nach Grönland entsenden. Dänemark soll seine Partner in der EU und der NATO gebeten haben, sich nicht öffentlich auf Trumps Grönland-Drohungen einzulassen – um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Quelle: AP © Aurelien Morissard
Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt die dänische Premierministerin Mette Frederiksen vor ihren Gesprächen am Dienstag, 28. Januar 2025, im Élysée-Palast in Paris.
Frankreich hat mit Dänemark über die Entsendung von Truppen nach Grönland gesprochen, um auf die wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren, das dänische Territorium zu annektieren, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot.
Auf die Forderung, EU-Truppen nach Grönland zu entsenden, angesprochen, sagte Barrot in einem Interview mit dem französischen Radiosender Sud Radio, dass Frankreich "begonnen habe, mit Dänemark über die Entsendung von Truppen zu diskutieren".
Barrots Äußerungen fielen in eine Zeit, in der die dänische Premierministerin Mette Frederiksen gerade eine Blitzreise durch europäische Hauptstädte unternahm, um bei den Verbündeten für Unterstützung im Umgang mit Trumps Expansionspläne zu werben.
In Paris traf die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammen. Frankreichs Position ist, dass "die souveränen Grenzen Europas" nicht infrage gestellt werden dürfen. Macron bekräftigte dies in Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frederiksen. In Paris herrscht ein gewisser Unmut darüber, dass von der Leyen auf die Drohungen Trumps auf EU-Ebene nur verhalten reagiert habe.
Macrons frühere Europaministerin, die EU-Abgeordnete Nathalie Loiseau, regte bereits eine Entsendung von EU-Truppen nach Grönland an, um eine Drohkulisse gegenüber Trump aufzubauen. Regierungssprecherin Sophie Primas kritisierte Trumps Vorgehen als "eine Form des Imperialismus", gegen den sich die EU geschlossen in Stellung bringen müsse. Macron hat die eigenen Streitkräfte bereits darauf eingestimmt, dass "die Eisschmelze zu neuen geopolitischen Situationen" führen werde.
Dänemark wiederum soll seine Partner in der EU und der NATO gebeten haben, sich nicht öffentlich auf Trumps Grönland-Drohungen einzulassen – um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Derzeit zeigt sich Frederiksen, deren Politik oft durch eine EU-skeptische Haltung geprägt war, in der Krise nun als glühende Europäerin. "Ich kann mir keine Zeit vorstellen, in der die Einheit in Europa wichtiger war", sagte sie am Sonntag, nachdem Trump seinen Wunsch, Grönland besitzen zu wollen, wieder einmal bekräftigt hatte.
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Mehr zum Thema - "Donroe-Doktrin" – Trumps Pläne zur Neuaufteilung der Welt
https://freedert.online/international/234214-donroe-doktrin-trumps-plaene-zur/
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Apolut (Artikel)
Aktualisiert am Jan. 28, 2025
Lage vor dem Tor zur Hölle

Ein Meinungsbeitrag von Willy Wimmer.
Noch haben sich die Herren Putin und Trump nicht getroffen. Sie werden sich im Klaren darüber sein, was mit einem möglichst baldigen Treffen verbunden sein wird. Werden beide zu einem Besuch in Oslo und Verleihung eines angesehenen Preises eingeladen? Oder brennen sich ihre Namen in der kriegerischen Historie unseres Globus ein. Das ist vor ihrer Begegnung keine theoretische Frage. Schlimmer konnte es für den geschundenen Kontinent seit dem Dreißigjährigen Krieg kaum in den Jahrzehnten seit 1990 kommen. Wir sind allesamt gescheitert. Gescheitert deshalb, weil wir keine Antwort auf folgende Frage gefunden haben: Können wir die gleiche Sicherheit auf dem Kontinent gemeinsam garantieren oder kann diese Sicherheit gegeneinander organisiert werden?
Diese Frage kann schon deshalb verneint werden, weil wir nach dem Bekunden des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump vor dem Ausbruch des Dritten Weltkrieges stehen. Die Sicherheit haben wir auch nicht gemeinsam hergestellt, weil es dann nicht zu der heutigen Entwicklung gekommen wäre. Die zwangsläufige Frage, die Europa an die beiden Herren Präsidenten hat, drängt sich auf: Wo wollen sie ansetzen und mit welchem Ziel gehen sie in das von den Europäern ersehnte Gespräch?
Dabei liegen sogar für den aktuellen Krieg die Dinge auf dem Tisch. Das gilt sogar für den Ausgangspunkt. Victoria Nuland hat diesen bei ihrem Besuch in Moskau im Herbst 2021 auf den Tisch gelegt. Kann und soll Russland als selbstbestimmtes Land eine Zukunft haben. Dazu hat sich der russische Präsident Putin eingelassen und auch diese Frage im Kriegsgebiet beantwortet. Dieses Kriegsgebiet beantwortet faktisch die zentrale Frage. Entscheiden militärische Ergebnisse über die zentralen Fragen? Bis heute ist das nicht der Fall.
An die Adresse der USA stellen sich andere Fragen von gleicher Bedeutung. Können die USA nur überleben, wenn sie über die Atlantik-Charta des Jahres 1941 hinausgehen und sich die gesamte Welt „untertan" machen? Werden sie ihre Russland-Politik seit ihrer Russland-Invasion am Ende des Ersten Weltkrieges fortsetzen? Betrachten sie die auf die Sowjetunion zurückzuführende Wiedervereinigung Deutschlands als Gefährdung ihrer Interessen, wie es in den Äußerungen des Stratfor-Chefs oder der Sprengung von Pipeline-Systemen zum Ausdruck kommt?
Beide Präsidenten werden in diesem Zusammenhang bedenken müssen, ob die Strukturen der EU eine friedens- oder kriegstiftende Rolle in Europa zu übernehmen in der Lage sind, wie dies in Zusammenhang mit den Gebieten jenseits der Oder und Neiße möglich gewesen ist.
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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Apolut Artikel:
Bastian Barucker
modRNA-Injektion & Impfschäden nach Corona-„Impfung“
Published on Jan 30, 2025
Ein Abend mit dem Molekularbiologen Prof. Dr. Klaus Steger und dem ehemaligen Chefarzt und Kardiologen Dr. Jörg-Heiner Möller, moderiert von Bastian Barucker
Die vor der Zulassung wenig getesteten,von der Politik als nebenwirkungsfrei deklarierten und immens propagierten neuartigen mod-RNA-Präparate haben aufgrund der ausgerufenen gesundheitlichen Notlage durch das Corona-Virus ihre Zulassung erhalten können. Sie sollten Leben retten und die Pandemie beenden. Doch schnell wurde klar, dass die Injektionen ein stark erhöhtes Nebenwirkungsprofil aufweisen und die Auswirkungen auf den Körper viel tiefgreifender und langfristiger sind als von Medien und Politik beschrieben.
An diesem Abend nähern wir uns der sogenannten „Corona-Impfung“ aus zwei Perspektiven. Auf der einen Seite geht es um die Art und Weise der teilweise schweren und häufigen Nebenwirkungen, die nach der Impfung auftreten. Auf der anderen Seite geht es um die Mechanismen rund um die mRNA-Technologie und die möglichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.
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NachDenkSeiten
Diether Dehm: „Mehr Druck für Frieden mit Russland und für eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten.“
Published on Jan 30, 2025
+++ Wir bitten die technischen Probleme wie stockendes Bild- und Tonmaterial zu entschuldigen +++
Diether Dehm im Gespräch mit Albrecht Müller: „Mehr Druck für Frieden mit Russland und für eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten.“
Diether Dehm ist ein vielseitig begabter Zeitgenosse. Er hat gute Liedertexte geschrieben und auch sonst nützliche Ideen. Er war Mitglied des Deutschen Bundestags. Mit ihm sprach der Herausgeber der NachDenkSeiten. Schwerpunkt: Frieden mit Russland; woher kommt der Hass auf die Russen? Es ging aus aktuellem Anlass auch um Diether Dehms Verhältnis zum BSW. Und zu Sahra Wagenknecht. Beides durchaus positiv.
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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Artikel zum Nachlesen: https://nachdenkseiten.de
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Apolut (Audio, Video & Artikel)
Aktualisiert am Jan. 29, 2025
Viel Feind – viel Ehr
Von Peter Haisenko
Ein Standpunkt von Peter Haisenko.
Noch nie hat Deutschland so viele andere Staaten vor den Kopf gestoßen. Traditionelle Handelspartner werden sanktioniert und Präsidenten in übelster Weise verunglimpft. Das macht nicht einmal Halt vor unserem Hegemon. Mit ihrer geschickten Diplomatie hat es die beste Außenministerin geschafft, überall wie eine persona non-grata besonders würdevoll empfangen zu werden. Wo soll das hinführen?
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Wer dachte, diese Denkweise wäre vorbei, hat nicht mit den Grünen gerechnet. Die deutsche „Energiewende“ wird als vorbildlich beispielhaft bezeichnet und die Welt wird diesem erfolgreichen Modell folgen. Und wenn sie nicht wollen, dann schicken wir halt ein paar Milliarden hin. Wenn es um feministisch-grüne Außenpolitik geht, ist nichts zu teuer. Ein paar Radwege in Peru werden das Klima retten. Oder so. Bis dahin sind es nur Lachnummern, die uns aber verdammt viel Geld kosten. Unser Geld von unseren Steuern. Lachnummern, die die Industrie in der BRD kaputt machen, bis nicht einmal mehr Steuern eingenommen werden können. Mit dem brillant diplomatischen Auftreten der demokratischen Parteien und ihrer Führer wird größerer Schaden angerichtet.
Es war mal wieder Merkel, die mit ihrem unablässigen Eintreten für Sanktionen gegen Russland das dereinst gute Verhältnis zu Russland zerstört hat. Allerdings war es dann die grüne Meisterin der Diplomatie, die ganz nebenbei Russland den Krieg erklärt hat. So haben wir jetzt den ersten Feind, aber mit Ehre ist es da nicht weit her. So hat sie weiter gemacht und China ins Visier genommen. Ob die Menschenrechte innerhalb Chinas eingehalten werden, ist für Deutschland selbstverständlich enorm wichtig und das muss vor Ort klargestellt werden. Da freut sich doch Chinas Xi, dass ihn endlich jemand darauf hinweist. Weil ihn das aber so sehr interessiert, wie wenn ein Sack Kartoffeln in der Uckermark umfällt, muss der Präsident unseres wichtigsten Handelspartners Diktator genannt werden. Da kann man schon dankbar sein, dass sie überhaupt von irgendjemandem auf dem Flugplatz begrüßt wird. Da haben wir also Feind Nummer zwei, der zwar nicht unser Feind sein will, aber er wird sich in diese Rolle fügen müssen.
Der Hass auf Trump
Als Donald Trump das erste Mal zum Präsident gewählt worden ist, konnte die aktuelle Außenministerin noch nicht ihre Talente zeigen. Das hat die Kanzlerin selbst getan. Nachdem sie vorher Obama buchstäblich aus der Hand gefressen hatte, war ihr Hass auf Trump unübersehbar. Und auf Deutschland, als sie das Gesicht schmerzlich verzog, sobald Trump seinen Stolz auf seine deutsche Herkunft anführte. Natürlich musste auch Trump ermahnt werden, die Demokratie zu achten. Ja, das ist wohl angebracht, bei einem demokratisch gewählten Präsident. Ob es an ihrem Verhalten lag, dass Trump ihr den Handschlag verweigerte? Oder waren es ihre abgenagten Fingernägel, die auch ich nicht anfassen wollte? Zum Glück kam dann der Wahlfälscher Biden ins Amt und sie konnte sich wieder in gewohnter Unterwürfigkeit üben.
Nein, die BRD würde sich niemals in Wahlen anderer Länder einmischen! Nicht in Ungarn, der Slowakei oder gar Georgien. Und schon gar nicht in den USA. So etwas tut nur Russland. Tatsächlich hatte es keinen Einfluss auf das Wahlergebnis in den USA, als die gesamte Mischpoke der demokratischen Parteien Deutschlands Biden/Harris über den grünen Klee lobten und förderten und Donald Trump in übelster Weise verunglimpften. Donald Trump ist wieder Präsident und damit haben wir jetzt Feind Nummer drei. Und nein, Donald Trump ist nicht so dement wie sein Vorgänger und er hat nicht nur ein gutes Gedächtnis, man kann bei ihm auch Rachegelüste vermuten. Aber es war nicht Trump, der unsere Gasversorgung gesprengt hat. So war es der angehimmelte Biden, der Trump jetzt alle Karten zugespielt hat, mit denen Deutschland erpresst werden kann, wenn nicht sogar bestraft. Ja, da waren Meister einer vorausschauenden Diplomatie am Werk.
Hat Deutschland überhaupt noch Freunde?
China, Russland und die Trump-USA werden behandelt wie Feindstaaten. Ist das nun eine Retourkutsche, weil Deutschland bei der UN noch immer unter der Feindstaatenklausel geführt wird? Welche Freunde hat die BRD noch? Brüssel und die EU-Staaten? Auch das gilt nicht mehr durchgängig. Selbst das Verhältnis zu Frankreich ist kontaminiert. Österreich mit seiner Kickl-FPÖ-Regierung wird schon unfreundlich behandelt. England? Die Herren in London waren noch nie Freunde Deutschlands. Seit mindestens 130 Jahren will England Deutschland vernichten. Polen? Die waren schon lange Vasallen Englands und so gilt dasselbe wie für England selbst. Auch der Umgang mit der PIS-Regierung konnte da keine Besserung bringen. Der Zwist mit Polen um die Verteilung von Migranten ist keineswegs beendet, was auch für viele andere zutrifft. Griechenland? Die haben die Rollen von Merkel und Schäuble bei ihrer Finanzkrise nicht vergessen. Merkel und ihre überqualifizierten Nachfolger haben da ganze Arbeit geleistet.
Und der Rest der Welt? Als einfacher Deutscher ist man fast überall ein Gast, der freundlich angenommen wird. Allerdings sieht man sich heutzutage mitleidigem Spott ausgesetzt, wegen der irrsinnigen Energie- und Wirtschaftspolitik. Auch die Auftritte der Außenministerin sorgen nicht für Bewunderung unseres Landes. Wer sollte die auch ernst nehmen? Geht es um Fragen der Weltpolitik, macht sich niemand mehr die Mühe, überhaupt mit deutschen Politikern zu sprechen. Da richtet man lieber gleich seine Anliegen an die Herren in Washington. In Südamerika ist Venezuela auch schon zum Feind erklärt worden.
Wer sich Feinde macht, muss aufrüsten
Angesichts dieser mutwilligen Schaffung von Feinden darf sich niemand wundern, dass massive Aufrüstung bis zur „Kriegsfähigkeit“ vorangetrieben wird. Wer viele Feinde hat, braucht eine große Armee. Auch dann, wenn diese Feinde nicht die Absicht haben, anzugreifen. Man bedenke: Warum sollte jemand diesen Sauhaufen Namens BRD erobern wollen? Ein Land im Niedergang, das niemand mehr ernst nimmt? Mit einer Armee, die nur Munition für zwei Tage hat. Da müssen wir uns nicht einmal mehr vor dem Vernichtungswillen Londons fürchten, denn die haben ja schon erreicht, was ihr Ziel war. Na ja, noch nicht ganz. Die deutsche Sprache wird immer noch benutzt. Allerdings ist diese nach Jahrzehnten schon so verstümmelt, anglifiziert, vereinfacht, dass dieses Kulturgut nicht mehr als ernsthafte Bedrohung angesehen werden kann. Die Universitäten selbst haben ihren Beitrag dazu geleistet. Vorlesungen werden in englischer Sprache gehalten und es gibt zehnmal mehr Fakultäten für Genderstudien und anderen nutzlosen Unsinn als für Kernphysik und andere Naturwissenschaften. Ja, Deutschland hat sich abgeschafft, fast ohne die „Hilfe“ von England.
Kann ein Land ohne Anstand, Moral und Ehre existieren?
Viel Feind, viel Ehr mag den Großvätern mancher Spitzenpolitiker der Grünen noch als gerechtfertigt erschienen sein, als sie in der SS dienten. Die Enkel haben davon aber nur die Hälfte übernommen. Das mit den vielen Feinden klappt recht gut, nur der Teil mit der Ehre ist verloren gegangen. Der Zustand, in dem sich die BRD jetzt befindet, müsste unsere Politiker eigentlich zu tiefer Demut animieren. Würden sie auch nur ein wenig denken können, müssten sie darauf aus sein, niemanden zu verärgern oder auf die Füße zu treten in unbegründbarer Arroganz. Und wenn man schon Russland zum Feind erkoren hat, sollte man nicht auch noch den Präsident unseres „Beschützers“ Donald Trump verärgern und schon gar nicht unseren wichtigsten Handelspartner China, der Deutschland noch nie etwas angetan hat.
Was bilden sich diese Triebtäter ein, Russland, China und den USA vorschreiben zu wollen, wen sie zu wählen haben oder in welchem politischen System sie zu leben haben? Bis die Schäden, die durch Merkel und die Grünen angerichtet worden sind, behoben sind, also zwanzig Jahre später, sollte die BRD alles tun, niemanden zu verärgern. Die BRD wird auf Hilfe und Toleranz seiner Nachbarn angewiesen sein, nicht nur was Lieferungen von Strom aus Atomkraftwerken betrifft. Die Zeiten ewiger Außenhandelsüberschüsse sind vorbei und die akkumulierten der Vergangenheit existieren nicht. Die sind für immer verloren, verschenkt. Das mit den vielen Feinden haben sie gut hinbekommen. Der Teil mit der Ehre kann nicht funktionieren in einem Land, in dem Moral, Anstand und Ehre als rechtsextreme (Un-)Tugenden abgeschafft, ja geradezu verboten worden sind.
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Quellen & Links
Dieser Beitrag erschien zuerst am 28. Januar 2025 auf anderweltonline.com.
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20251/viel-feind-viel-ehr/?ref=apolut.net
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Apolut Artikel:
https://apolut.net/viel-feind-viel-ehr-von-peter-haisenko/
Apolut Peertube Link:
https://tube4.apolut.net/w/7F6EhewSfMte4x1y6Me9Xr
Apolut Audiocast (MP3):
https://apolut.net/content/media/2025/01/standpunkte-20250129-apolut.mp3
MP-Tube Peertube Link: https://mp-tube.de/videos/watch/47umBV61RRJZ9pau2irXYp
Netzpolitik
Vom Partner verwanzt
Mit der Spionage-App mSpy überwachen Menschen heimlich die Handys ihrer Partner:innen. Das ist illegal. Jetzt gibt ein Leak Einblick in die Kommunikation mit Kund:innen. Die zeigt, wie skrupellos die Täter:innen ihre engsten Bezugspersonen ins Visier nehmen – auch in Deutschland.
27.01.2025 um 05:00 Uhr
Chris Köver
Martin Schwarzbeck

Ich vertraue meiner Freundin nicht, ich muss unbedingt ihr snapchat sehen.
Wir möchten gerne Zugriff auf Whatsapp (unseres Sohnes) erhalten.
Gerne möchte ich das Telefon von meiner Freundin checken, Android. Sie wird davon gar nichts mitbekommen.
Diese Nachrichten sollten niemals öffentlich werden. Menschen aus Deutschland haben sie an mSpy geschrieben, ein Unternehmen, das Spionagesoftware an Privatpersonen verkauft. Sie wollen mit mSpy ihre Partner:innen oder Kinder überwachen.
Nicht nur Sicherheitsbehörden beäugen unseren Datenverkehr. Auch viele Privatpersonen nutzen digitale Spionage-Tools. Das belegen geleakte Nachrichten aus dem Kundensupport-System des Unternehmens, die netzpolitik.org gemeinsam mit dem SWR ausgewertet hat.
Anrufe, E-Mails, Chats, Kontakte, Kalender, Bilder, Videos, die Browser-Historie, der Standort, die Tastenanschläge: All das soll sich mit mSpy verfolgen lassen. Sogar das Mikrofon und die Kamera können aus der Ferne aktiviert werden, verspricht mSpy.
Die Überwachten sollen davon nichts mitbekommen. Die App läuft im Hintergrund und bleibt auf dem Handy für sie unsichtbar ( https://netzpolitik.org/2025/mspy-leak-so-stoppt-man-spionage-apps ), wirbt das Unternehmen. Das Telefon wird zur Wanze.
Tausende Anfragen aus Deutschland
Auf den ersten Blick ist mSpy eine App für Eltern, die das Handy ihres Kindes im Blick behalten wollen. Und solange erwachsene Zielpersonen der Überwachung zustimmten, sei mSpy auch „völlig legal“. So steht es zumindest auf der Website des Unternehmens.
Doch aus den Nachrichten wird schnell klar: Viele Nutzer:innen wollen mit der App Partner:innen unbemerkt überwachen. Das ist in Deutschland illegal.
3,6 Millionen Supportickets mit E-Mails und Chatnachrichten an den Kundenservice umfasst der Datensatz, den wir ausgewertet haben. Dazu zahlreiche angehängte Dateien. Die Schweizer Hackerin Maia Arson Crimew übergab das Paket der Organisation DDoSecrets, die es im Mai 2024 veröffentlichte. Sie sagt, die Daten wurden ihr zugespielt. Das Rechercheteam hat mit mehreren Personen Kontakt aufgenommen, deren Nachrichten sich darin fanden. Sie haben bestätigt, dass die Daten echt sind.
Die ältesten Nachrichten stammen aus dem Jahr 2014, die jüngsten von Mai 2024. Darunter sind mehr als 24.000 Mailwechsel mit Menschen mit einer .de-Mailadresse. Insgesamt mehr als 42.000 Nachrichten sind in deutscher Sprache verfasst.
Die Nutzer:innen bitten um Hilfe bei der Installation, erkundigen sich, wie man mit mSpy andere verdeckt ausspähen kann, beschweren sich, wenn mal die Verbindung zu einem überwachten Gerät ausfällt. Und der Kundendienst hilft engagiert ( https://netzpolitik.org/2025/mspy-leak-kundenservice-gibt-tipps-fuer-straftaten ).
Vom Taxifahrer bis zur Staatsanwältin
Die Menschen, die sich für Spionagesoftware interessieren, kommen aus der gesamten Gesellschaft. Anwält:innen für Strafrecht sind darunter ebenso wie Fitness-Trainer oder Taxifahrer. Ein Versicherungsmakler. Ein BMW-Händler. Ein Maurermeister. Ein Airbus-Ingenieur. Der Betreiber einer Reinigungsfirma. Ein Polizist. Eine Staatsanwältin.
In den Nachrichten stehen auch Kontaktdaten von Menschen, die glauben, mit mSpy überwacht zu werden, so wie Ulla*. Sie hatte Anzeige gegen ihren damaligen Mann erstattet, weil er sie ausgespäht haben soll. Ein Ermittler schrieb daraufhin an mSpy.
Ulla ist Mitte 50, trägt Designerbrille und einen eleganten Kurzhaarschnitt. Im Videotelefonat wirkt sie ruhig, wenn sie über die Ereignisse spricht. Vielleicht liegt es daran, dass ihre Geschichte schon Jahre zurückliegt, sagt sie. Sie lebt inzwischen getrennt von ihrem Ex-Mann, hat neu geheiratet.
Angefangen habe die Überwachung im Jahr 2014. Ihr Ex-Mann war schon immer kontrollierend, berichtet Ulla. Arbeiten durfte sie nicht, sie sollte zu Hause bleiben bei den Kindern. Sie hatte kein eigenes Konto. Zu Arztterminen durfte sie nur in seiner Begleitung. „Er hat mit Gewalt versucht, mich klein zu halten“, sagt sie.
Nachdem Ulla ausgesprochen hatte, sich trennen zu wollen, sei die Kontrollwut des Mannes eskaliert. „Er wusste von Arztterminen, von Verabredungen mit Freunden und von Telefonaten, die ich geführt hatte.“ Dabei sei er beruflich viel unterwegs gewesen. „Ich dachte: Der ist doch gerade gar nicht in der Stadt. Woher weiß der das?“
„Ich mache das für dich, kein Ding“
Ulla fragt ihren Bruder. Der warnt, dass ihr Mann eine Spionage-App auf ihrem Handy installiert haben könnte. Ulla fällt ein, dass ihr Mann stundenlang ihr neues Samsung-Handy eingerichtet hatte, nachdem sie daran gescheitert war. „Er hat gesagt: Komm, ich mach das für dich, kein Ding.“ Sie habe sich damals nichts dabei gedacht.
Später wird Ulla jedoch misstrauisch. Sie kauft sich ein zweites Gerät, „so ein Prepaid-Ding, ohne Schnickschnack“, und versteckt es. „Um mit meiner Mutter zu telefonieren oder mit dem Anwalt.“ In dieser Zeit schläft sie mit dem Handy unter dem Kopfkissen. Die Tür zum Zimmer schließt sie ab.
Als Ulla mit ihren Kindern in eine eigene Wohnung zieht, legt sie sich ein neues Telefon mit einer neuen Nummer zu. Sie fährt auf einen Autobahnrastplatz und wirft das alte Handy dort in den Müll.
Ulla weiß nicht, ob ihr Ex-Mann tatsächlich mSpy auf ihrem Handy installiert hat. Die Polizei, bei der sie damals Anzeige erstattete, fand auf ihrem Gerät keine Spuren der App. Ullas Vermutung basiert auf ihrer eigenen Netzrecherche zu Handyspionage. mSpy ist dabei stets der erste Treffer.
Der Mann verwaltet die Geräte
Dass der Mann die Geräte und Accounts verwaltet, sei typisch für eine heterosexuelle Beziehung, obwohl sich die Männer gar nicht zwangsläufig besser auskennen, sagt Leonie Tanczer. Sie ist Professorin am University College ( http://genderandtech.net/ ) in London und erforscht dort den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Technologie.
So wie auch Ulla denken sich die Betroffenen meist nichts dabei. Sie freuen sich über die Hilfestellung. „So können Täter, und manchmal Täterinnen, das ausnutzen“, sagt Tanczer.
Guten Tag, ich will meinen Mann überwachen.
Könnte er das herausfinden das ich ihn beobachte?
In den Daten finden sich auch Nachrichten von Männern, die befürchten, ausspioniert zu werden. Eine dieser Nachrichten schrieb Dieter. Er hatte 2016 in Unterhaltungen mit seiner damaligen Frau das Gefühl, dass sie mehr über ihn weiß, als sie sollte. Sie erwähnte Details aus Telefonaten, wusste, wann er wo war, kannte Inhalte seiner Mails, sagt der heute 67-Jährige.
Ein Bekannter mit technischem Sachverstand untersuchte daraufhin sein Telefon und fand ein Schadprogramm. „Das war schon ein Hammer. Und wir kriegten das Programm auch nicht von dem Handy runter, das ließ sich nicht deinstallieren.“ Ein großer Schreck für Dieter. „Aber dann auch erlösend, weil mir klar wurde, warum meine Frau so viele Dinge wusste“.
„Werde ich immer noch abgefiltert?“
Dieter hat nach der Entdeckung den Hersteller angeschrieben, dessen Spionagesoftware sein Bekannter auf seinem Telefon vermutete: mSpy. Mit einer neuen E-Mail-Adresse, damit seine Frau nichts davon mitbekommt. mSpy möge ihm bitte helfen, den Betrieb der App auf seinen Geräten zu unterbinden.
„Die Situation ist so verfahren, dass auch Deinstallationsversuche mich nicht weitergebracht haben, da meine Frau wiederholt in der Lage ist, sich meines Handys zu bemächtigen, um dann erneut Spyware zu installieren“, schreibt er. Mit dieser Nachricht haben wir ihn im Datenleak des mSpy-Kundenservices gefunden. mSpy hat, so Dieter, nicht darauf reagiert.
Dieter hat sich letztlich einen neuen Computer, ein neues Handy und eine neue SIM-Karte organisiert. Um zu vermeiden, dass er beim Umzug auf die neuen Geräte die Schadsoftware mitnimmt, hat er die Telefonnummern seiner Kontakte einzeln abgetippt, erzählt er.
Von der Frau ist er inzwischen geschieden. Aber selbst jetzt, acht Jahre später, hat Dieter immer noch ein ungutes Gefühl. „Ist mein Handy wirklich sauber oder werde ich immer noch abgefiltert?“, fragt er sich. Er sei durch den Vorfall „in einer Phobie gelandet“.
Der Spion im eigenen Haushalt
Fachleute bezeichnen die heimliche Überwachung, wie mSpy sie ermöglicht, als digitale Gewalt ( https://netzpolitik.org/2023/stand-der-dinge-ein-update-zu-digitaler-gewalt/ ). Programme wie mSpy nennen sie Spyware oder Stalkerware: Software für Stalking. mSpy ist nur eines von vielen Produkten auf diesem Markt. Sicherheitsforscher:innen sprechen von einer ganzen Industrie.
In den meisten Fällen werden solche Apps zur Überwachung in der Familie oder in der Beziehung eingesetzt. Gerade bei Paaren, die in einem Haushalt leben, sind die Voraussetzungen für den Zugriff ideal, sagt Forscherin Leonie Tanczer. Denn die App lässt sich nicht aus der Ferne installieren. Man muss das Handy in der Regel selbst in der Hand haben – zumindest für einige Minuten. „Wenn man zusammen wohnt, ist es viel einfacher, so ein Programm zu installieren, als wenn man nur datet“, sagt Tanczer.
Auch Passwörter würden in einer Beziehung viel eher miteinander geteilt. Aus praktischen Gründen, sagt Tanczer. Problematisch werde es, wenn das Vertrauensverhältnis missbraucht wird. Erst teilen sich die Partner:innen bestimmte Accounts, dann wird dieses Wissen eingesetzt, um den anderen heimlich zu überwachen.
Spionage als digitale Beziehungsgewalt
„Ich glaube, wir brauchen eine große Diskussion über Zustimmung“, sagt Tanczer und zieht eine Parallele zu den Debatten, die in vergangen Jahren um Einvernehmlichkeit beim Sex geführt wurden. Wie beim Sex jedes Mal neu die Zustimmung des anderen abgefragt werden müsse, bedeute auch ein weitergegebenes Passwort nicht, dass man es ein weiteres Mal verwenden dürfe.
In den Beziehungen, die sie untersucht hat, sei digitale Gewalt nie allein aufgetreten, sagt Tanczer. „Sie ist immer Teil eines größeren Gewaltzirkels“. In allen Fällen fand sie die technische Überwachung gemeinsam mit Faktoren wie physischer, sexueller oder psychischer Gewalt. „Wir reden von Tech Abuse oder digitaler Gewalt nicht als separates Phänomen. Es ist nur eine Ausweitung in eine andere Sphäre.“
„Wie eine Vergewaltigung“
Um Einvernehmlichkeit ging es auch Manuel*, der sich etwa ein Jahr lang mit mSpy ausspionieren ließ. Als submissiver Part einer BDSM-Beziehung hat er seiner Partnerin erlaubt, ihn zu überwachen. In den Fällen, die das Rechercheteam in den Nachrichten an den Kundenservice findet, ist diese offene und besprochene Überwachung ein Einzelfall.
„Es war ein Kick, solange ich das Gefühl hatte, die Person, die mich überwacht, geht gut mit mir um“, sagt Manuel, aber: „Hätte ich eine stinknormale Beziehung gehabt und hintenraus festgestellt, die hat mir so eine App draufgeladen, das wäre ein massiver Vertrauensbruch gewesen.“
Es sei vergleichbar mit Bondage und anderen BDSM-Spielen: „Im Fall von Einvernehmen kann sich das gut anfühlen. Aber wenn das Gegenüber nicht zustimmt, ist das wie eine Vergewaltigung.“
Anfragen von Ermittler:innen
Die Person installierte Ihr Produkt auf einem fremden Handy und kontrollierte den Handybesitzer und stalkte die Person.
Hier liegt eine Strafanzeige wegen des Ausspähens von Daten vor. Es wurde bekannt, dass der Mann eines Ehepaares seine Frau mithilfe Ihrer Software mSpy ausspionierte.
Wir möchten Sie daran erinnern, dass mSpy eine völlig legale Anwendung ist und dass alle unsere Kunden die Zustimmung der Zielpersonen haben müssen, um mSpy zu installieren. Sollten Sie den Verdacht haben, dass jemand Ihr Gerät illegal überwacht, empfehlen wir Ihnen dringend, sich direkt mit der Person in Verbindung zu setzen, die eine solche Anwendung gegen Sie verwenden könnte. Wir ermutigen unsere Kunden nicht, unsere Software illegal zu nutzen.
– Antwort des Kundensupports auf eine Ermittlungsanfrage wegen Betrug und Stalking
Dass mSpy regelmäßig zur nicht-einvernehmlichen Überwachung in Beziehungen eingesetzt wird, geht auch aus den Anfragen hervor, die deutsche Polizeibehörden an den Kundenservice schickten. In mindestens fünf Fällen ermittelten Behörden wegen Stalking und des Ausspähens von Daten. Immer ging es dabei um Beziehungsgewalt: Frauen, die angaben, von ihrem Partner oder Ex-Partner überwacht zu werden.
Die Ermittler:innen schildern die Fälle und bitten mSpy um Informationen zu den Beschuldigten. Unternehmen sind in solchen Fällen laut Strafprozessordnung dazu verpflichtet, Auskunft zu geben.
In einem Fall kann der Ermittler die Kundennummer angeben, mSpy nennt daraufhin Details zum Nutzerkonto der beschuldigten Personen und des Telefons, das überwacht wurde – etwa das Gerätemodell und die Seriennummer.
In der Regel folgt aber eine Standardabsage: Man möge bitte genauere Informationen schicken. mSpy schütze die Privatsphäre seiner Nutzer:innen. Ohne die Kundennummer, die Bestellnummer, das Bestelldatum und die Registrierungs-Email könne mSpy keine Information zu einzelnen Konten erteilen. Es ist allerdings möglich, dass mSpy den Behörden auf Wegen geantwortet hat, die sich im Datensatz nicht nachvollziehen lassen.
netzpolitik.org hat die Unternehmen ( https://netzpolitik.org/2025/mspy-leak-kundenservice-gibt-tipps-fuer-straftaten ) hinter mSpy um Stellungnahme gebeten – auch zur Frage, wie mSpy mit Anfragen von Ermittlungsbehörden umgeht. Eine Antwort haben wir nicht erhalten.
Überwachung verpackt als Fürsorge
Wir haben viele Personen angeschrieben, die sich in den Nachrichten als Kund:innen oder Interessenten für mSpy zu erkennen geben. Wir wollten wissen: Warum wollten sie andere heimlich überwachen? Ist ihnen klar, dass sie sich damit womöglich strafbar machen?
Geantwortet hat uns nur Dimitri*. Er wollte sicherstellen, dass sein Teenager auf dem Handy nicht nach Pornografie und Drogen sucht, sagt er. Er schloss ein Abo ab, habe die Spionage-App jedoch am Ende nicht einsetzen können. Das Android-Handy seines Kindes habe die Installation verhindert ( https://netzpolitik.org/2025/mspy-leak-wie-eine-spionage-app-kundinnen-abzockt ).
Leonie Tanczer spricht für ein aktuelles Forschungsprojekt ( https://www.ucl.ac.uk/computer-science/news/2024/jul/ucl-gender-and-tech-research-lab-partners-domestic-abuse-perpetrator-programmes ) auch mit Täter:innen, die in Großbritannien wegen Partnerschaftsgewalt an einem Rehabilitationsprogramm teilnehmen müssen. „Interessant fand ich die Ähnlichkeit in der Erklärungshaltung von Täter:innen und Eltern, warum sie überwachen“, sagt sie. „In beiden Kontexten wird die Sicherheit hervorgehoben.“
In ihrer Selbstwahrnehmung tun die Menschen, die Partner:innen überwachen, nichts Falsches, sagt Tanczer. „‚Ich will für dich da sein.‘ Oder: ‚Ich will nur sicher sein, dass du sicher bist.‘ So wird das häufig von den Tätern verpackt.“
Misstrauen und Eifersucht
In ihren Anfragen an den Kundenservice schildern die Nutzer:innen allerdings weniger das Bedürfnis nach Fürsorge. Stattdessen dominiert vor allem ein Motiv: Eifersucht. Viele fürchten, betrogen zu werden, wollen Partner:innen überführen, hoffen auf „Klarheit“ oder „Antworten“.
Ihre Nachrichten formulieren sie mit einer großen Dringlichkeit. Eine Frau schreibt zum Beispiel: „Ich will, dass bitte jetzt alles funktioniert, weil ich das unbedingt brauche.“ Wir haben einige derart getriebene Menschen im Datensatz gefunden.
Viele kommunizieren mit den Supportmitarbeiter:innen, als seien diese engste Vertraute: völlig distanzlos. Ein Mann schreibt, seine Frau habe wahrscheinlich ein Verhältnis mit ihrem Kollegen. „Ich habe keine Beweise, mein Gefühl sagt mir, dass sie mich betrügt.“
Ein Strauß an Straftaten
Egal wie Nutzer:innen selbst ihre Tat bewerten: Wer heimlich eine Spionage-App auf dem Gerät eines Partners installiert, macht sich in Deutschland in der Regel strafbar, erklärt Nico Kuhlmann, Rechtsanwalt bei der Hamburger Kanzlei Hogan Lovells International.
Gleich mehrere Staftaten könnten hier zusammenkommen. Zunächst einmal müsse man sich unbefugt Zugang zu einem in der Regel passwortgeschützten Gerät verschaffen – nach deutschem Recht gilt das als Ausspähen von Daten. Außerdem kann die heimliche Überwachung als Stalking strafbar sein ( https://netzpolitik.org/2021/strafrecht-weitere-taten-werden-als-stalking-strafbar/ ).
Werden dann aus der Ferne zusätzlich noch das Mikrofon oder die Kamera aktiviert, kommen laut Kuhlmann weitere Straftatbestände dazu wie die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes oder des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen ( https://netzpolitik.org/2023/juristinnen-fordern-reform-das-fehlt-im-kampf-gegen-ungewollte-nacktfotos/ ). Je nach Vorstrafen und Kontext drohen dann bis zu drei Jahre Haft.
Eine Ausnahme davon gäbe es nur, wenn die Zielperson der Überwachung zugestimmt hat. Allerdings sagt Kuhlmann: „Die erste Frage, die ich mir dann stellen würde: War die Zustimmung freiwillig oder wurde sie erzwungen?“ Eine Zustimmung, die aus einer Zwangslage erfolgt – etwa, weil jemand die Partnerin sonst nicht aus dem Haus lässt –, sei rechtlich wertlos.
Wer ein Handy überwacht, überwacht viele Personen
Kuhlmann gibt noch einen weiteren Punkt zu bedenken: Selbst wer ein Handy mit der Zustimmung der Zielperson ausspäht, wie im Fall von Manuel geschehen, bekommt stets auch die Nachrichten und Bilder von Dritten zu sehen. Diese hätten in der Regel nicht zugestimmt, sagt Kuhlmann. Womit deren Überwachung wiederum strafbar wird. Das heißt: Auch Manuels Partnerin hat sich strafbar gemacht, wenn sie seine Kommunikationspartner:innen ausspähte.
Die Anfragen von deutschen Ermittlungsbehörden zeigen, dass zumindest einige der Betroffenen Anzeige erstatten. Viele Betroffene tun dies aber nicht, weil sie es als belastend empfinden und eine Anzeige auch nicht immer erfolgreich ist, sagt Elizabeth Ávila González vom Bundesverband der Frauenberatungsstellen. Zudem würden Betroffene oft davor zurückscheuen, ihr Telefon bei der Polizei zur Analyse abzugeben, weil sie dann keinen Kontakt mehr zu ihrem Unterstützungsnetzwerk hätten.
Zum Tracking von Kindern ungeeignet
Und was ist mit der Überwachung eigener minderjähriger Kinder: dem legalen Anwendungsfall, den mSpy bewirbt? Im Datensatz finden sich viele Anfragen von Eltern, die mit mSpy die Geräte ihrer Kinder heimlich überwachen wollen oder das bereits tun.
Juristisch ist das ein Graubereich, denn auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre, betont Anwalt Nico Kuhlmann. Außerdem sei auch in so einem Fall immer die Kommunikation von Dritten als Beifang mit dabei.
Die Anwältin Olivia Alig weist in ihren Handreichungen für Eltern ( https://kinderrechte-digital-leben.de/darf-ich-mein-kind-tracken-eine-rechtliche-einordnung/ ) auf dieses Spannungsverhältnis hin: Im Zweifel müssten Eltern ihre rechtlich verankerte Aufsichtspflicht gegen die Rechte des Kindes abwiegen. Diese ergeben sich aus der UN-Kinderrechtskonvention, etwa das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Ein massiver Vertrauensbruch
Die Schweizer Hackerin Maia Arson Crimew beschäftigt sich seit Jahren mit Spionage-Apps und warnt: „Auch die Überwachung von eigenen Kindern mit Tools wie mSpy ist ein weitreichender Eingriff in die Privatsphäre und meist ein massiver Vertrauensbruch.“
Spionage-Apps seien zudem nicht gut gesichert, so dass die Daten regelmäßig nicht nur bei den Kund:innen landeten, sondern offen im Internet. Laut einer Recherche von TechCrunch ( https://techcrunch.com/2024/07/25/hacked-leaked-exposed-why-you-should-stop-using-stalkerware-apps/ ) wurden seit 2017 mehr als 20 solcher Anbieter gehackt oder sie haben aufgrund von Nachlässigkeit selbst die Daten ihrer Kund:innen öffentlich gemacht.
Allein mSpy wurde bereits dreimal gehackt. Das erste Mal ( https://krebsonsecurity.com/2015/05/mobile-spy-software-maker-mspy-hacked-customer-data-leaked/ ) landeten 2015 Daten von Nutzer:innen im Darknet. Die größte Panne ( https://krebsonsecurity.com/2018/09/for-2nd-time-in-3-years-mobile-spyware-maker-mspy-leaks-millions-of-sensitive-records/ ) wurde 2018 bekannt: Ein Sicherheitsforscher hatte damals Einsicht in Nachrichten und Standortdaten der Überwachten. Im Mai 2024 folgte der dritte Leak: der Datensatz, den netzpolitik.org gemeinsam mit dem SWR für diese Recherche untersucht hat.
Forscherin Leonie Tanczer ist noch aus einem weiteren Grund besorgt. „Ich verstehe natürlich, dass viele Eltern Unsicherheiten haben, was die Kinder online machen. Aber ich glaube, als Gesellschaft haben wir nicht wirklich eine Diskussion darüber geführt, wo die Grenzen für eine Überwachung liegen sollten.“
Eine technologische Lösung würde das Vertrauensproblem nicht beheben, sagt Tanczer. „Wenn man der Meinung ist, man muss das hinterrücks installieren, dann ist schon von vornherein irgendwas nicht richtig, oder?“
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Quellen & Links
Diese Recherche entstand in Kooperation mit dem SWR. Mitarbeit bei der Datenauswertung: Matthias Mehldau. Mit * markierte Namen haben wir geändert.
https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/spionage-apps-stalking-100.html
Für Spenden besuchen Sie bitte die Webseite
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https://netzpolitik.org/2025/mspy-leak-vom-partner-verwanzt/#netzpolitik-pw
South China Morning Post
Atomic ‘Doomsday Clock’ ticks closer to midnight
Published on Jan 29, 2025
The US-based NGO, Bulletin of the Atomic Scientists, advanced its “Doomsday Clock” closer than ever to midnight on January 28, 2025. The clock is a device meant to represent the time left before humanity reaches a theoretical point of annihilation. The countdown was advanced by one second from 2024, to 89 seconds to midnight. The group cited nuclear threats, climate change and unregulated technological advancements as factors moving the clock’s hand.
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Sources & Links
Read more about global conflicts: https://sc.mp/vxrj1
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Website:
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Augen Auf Medien Analyse
100 Jahre Verschwörung zur ZERSTÖRUNG DER FREIHEIT (The Reese Report 2021 - Deutsch)
Published on Jan 26, 2025
"Es gibt keinen Tyrannen, lebendig oder tot, der individuelle Rechte respektiert oder liebt!."
Geheime Netzwerke, Finanzmonopole und globale Kontrolle – eine jahrhundertealte Agenda! Von der Federal Reserve über Bilderberg bis zum Weltwirtschaftsforum: Die Fäden hinter den Kulissen werden gezogen. Die Mittel: Big Pharma, CIA und künstliche Krisen. Der „Great Reset“ ist keine Theorie – er geschieht jetzt.
Für Dich deutsch vertont, der Reese Report vom 22. Dezember 2021.
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Quellen & Links
Hier findest Du alle Videos, auch die hier zensierten.
TG-Kanal "Reese Report”
https://t.me/gregreesevideoreports/74
TG-Kanal "Augen Auf Medien Analyse", unzensiert
TG-Kanal "Video Translate Projects":
https://t.me/VideoTranslateProjects
Kanal auf Odyseee "Augen Auf Medien Analyse":
https://odysee.com/@AugenAufMedienAnalyse
Hier findest Du alle Videos, auch die hier zensierten.
Augen Auf Medien Analyse & Video Translate Projects
Sind rein privates Engagement, mit Beteiligung von Menschen, die sich für die Freiheit und die Demokratie Erhaltung einsetzen. In ihrer Freizeit.
Alle Initiativen & Projekte:
augenaufmedienanalyse.de/
Für Spenden besuchen Sie bitte die Webseite
https://augenaufmedienanalyse.de
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Privacy Link: https://youtu.be/aJ7qFp7kxEk
Invidious Link:
Dr. Eugen Drewermann
Published on Jan 28, 2025
Am Samstag, 1. Feb. 2025, 11.15 Uhr MEZ, hält Drewermann auf YouTube seine 13. Wintervorlesung zum Thema „Nietzsche: Religion – Krankheit oder Heilung?“ Vorlesungsreihe „Glauben und Wissen, Philosophie und Religion.“ Bitte teilen.
Video Link:
Drewermann zu Nietzsche: Religion–Krankheit oder Heilung? 13.Vorlesung 24/25 Philosophie u. Religion
YT-Kanal Dr. Drewermann: https://youtu.be/pibqgKh_8Ks
Webseite Dr. Drewermann:
Transition News

Die Schlacht am Río San Gabriel war eine entscheidende Schlacht im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848) im Rahmen der Eroberung Kaliforniens durch die USA; Bild: James Walker, Public domain, via Wikimedia Commons
Von den US-Gründervätern über Obama bis Trump: Die Blutlinie des «Manifest Destiny»
Donald Trumps als «rassisch» und suprematistisch bezeichnete Aussagen stellen laut dem Politikwissenschaftler Diego Angelo Bertozzi keine Wende dar, wie behauptet wird. Sie würden stattdessen mit einer Ideologie zusammenhängen, die ihre Wurzeln tief in der Gründerzeit der USA hat. Von «l’AntiDiplomatico»
Veröffentlicht am 29. Januar 2025
von KD.
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Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von l’AntiDiplomatico übernommen.
Die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump sorgte sowohl in der Presse als auch unter italienischen Meinungsbildnern für Aufsehen. Einige Passagen, so betonte man, markieren angeblich einen Wendepunkt in der Geschichte Washingtons. Ohne Zweifel zeugen manche präsidiale Durchführungsverordnungen – etwa die Aufhebung des Moratoriums für die Todesstrafe bei der Ermordung von Polizeibeamten durch illegale Einwanderer oder die zwangsweise Abschiebung irregulärer Migranten – von einer Wende, die man als «rassisch» und suprematistisch bezeichnen kann.
Doch betrachtet man die Aussagen in Trumps Rede genauer, wird deutlich, dass wir es, allen Skandalisierungen zum Trotz, mit einer Ideologie zu tun haben, die ihre Wurzeln tief in den Anfängen der Vereinigten Staaten hat.
Nehmen wir einige Passagen aus Trumps Rede/Manifest:
«Unsere Freiheiten und das glorreiche Schicksal unserer Nation werden uns nicht länger verwehrt bleiben»; «Wir werden unser manifestes Schicksal bis zu den Sternen verfolgen und Astronauten entsenden, um die Sterne und Streifen auf dem Mars zu pflanzen»; «Meine Botschaft an die Amerikaner ist, dass der Moment gekommen ist, wieder mit Mut, Energie und Vitalität zu handeln – wie die größte Zivilisation der Geschichte»; und schließlich: «Es gibt keine Nation wie die unsere. […] Der Pioniergeist ist in unsere Herzen gemeißelt. Der Ruf nach dem nächsten großen Abenteuer hallt in unseren Seelen wider.»
Offensichtlich sind die Themen – die wahren Topoi des US-amerikanischen Geistes – eines Schicksals, das es zu erfüllen gilt und das sich ständig weiterentwickelt, und der Nation, die in der Geschichte einzigartig ist, die gewählt wurde und die vor allen anderen in einer Position der ahistorischen Überlegenheit steht. Interessanterweise finden sich ähnliche Motive auch in der Antrittsrede im Jahre 2008 von Barack Obama, der oft als radikales Gegenstück zu Trump angesehen wird:
«Unsere Geschichten sind einzigartig, aber unser Schicksal ist ein gemeinsames, und ein neuer Morgen der amerikanischen Führungsrolle ist greifbar. […] An all jene, die sich fragten, ob das Licht Amerikas noch so hell leuchtet wie zuvor: Heute Abend haben wir bewiesen, dass die wahre Stärke unserer Nation […] aus der anhaltenden Kraft unserer Ideale erwächst.»
Während Trumps Aussagen in ein «Isolationismus»-Paradigma einzuordnen sind, wirken Obamas Worte universeller und inklusiver (wenn auch nie multipolar). Dennoch verankern beide Reden die Vereinigten Staaten untrennbar in einem Schicksal, das erfüllt werden muss. Dabei bleibt die Dimension des Religiösen und der Vorsehung – wenn auch unterschiedlich akzentuiert – stets präsent.
Bei Trump ist es ein Gott, der vor Anschlägen rettet; bei Obama und Biden ein Gott, der die USA führt und segnet. Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür ist Obamas Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Oktober 2013:
«Die Gefahr für die Welt besteht darin, dass die Vereinigten Staaten […] sich zurückziehen und ein Führungsvakuum schaffen, das keine andere Nation zu füllen vermag. […] Aber ich glaube, dass Amerika außergewöhnlich ist, weil wir durch Blut und wirtschaftliche Opfer bewiesen haben, dass wir nicht nur unser nationales Interesse verfolgen, sondern das Interesse aller.»
Vor ihm sprach ein weiterer hochgelobter demokratischer Präsident, Bill Clinton, im Januar 1993 von einer «heiligen Verantwortung» der USA gegenüber der gesamten Welt als Teil einer «zeitlosen Mission».
Manifest Destiny: Die göttliche Vorsehung und ihre Ursprünge
Die Begriffe «Manifest Destiny», Gott und Vorsehung führen zurück zu den Ursprüngen der Vereinigten Staaten. In seiner Rede zum Beginn der zweiten Amtszeit griff Präsident Jefferson das biblische Thema des auserwählten Volkes auf und projizierte es auf die US-Amerikaner, die in ein reiches, ihnen zugedachtes Land geführt wurden – eine Art neues Eden.
Der Neue Kontinent, so der Historiker Anders Stephanson, war «kein einfacher Außenposten der europäischen Zivilisation, sondern ein heiliger Prüfstein von weltweiter Bedeutung», bei dem jede Aktivität Teil eines «heiligen Kriegs gegen Satan und die Ungläubigen» wurde. Alles außerhalb dieser Gemeinschaft des Schicksals war profan und damit etwas, das überwunden, erobert und zerstört werden musste.
Jeffersons Demokratie lud das US-amerikanische Projekt mit universeller moralischer Bedeutung auf und machte die USA zur Verkörperung der Interessen der gesamten Menschheit. «Die Vereinigten Staaten sind wahrlich eine auserwählte Nation, und das Volk wurde speziell von der Vorsehung ausgewählt, eine historische Mission zu erfüllen», pflegte Jefferson zu sagen. Es ist der Nationalismus eines Imperiums der Freiheit, das mit einer Mission betraut ist, die in jedem Hindernis nur einen nicht reduzierbaren Feind sehen kann, dessen Unreinheit beseitigt werden muss.
Der Ausdruck «Manifest Destiny» – untrennbar mit dem Thema des Exzeptionalismus verbunden – wurde 1845 von dem Journalisten John O’Sullivan geprägt, um die Annexion von Texas (und die Aggression gegen Mexiko) als Fortsetzung der Amerikanischen Revolution und ihrer Ideale zu rechtfertigen, gerade als der neue Unionsstaat daran gehindert wurde, die Sklaverei einzuführen.
Niemandem könne das Recht zugestanden werden, sich dieser «offenkundigen Bestimmung zu widersetzen, die uns dazu führt, den Kontinent zu erweitern und zu bevölkern, den uns die Vorsehung für die freie Entwicklung von Millionen von Menschen zugewiesen hat, die sich dort jedes Jahr vermehren». Eine freie Entwicklung, die, wie wir wissen, weder die Ureinwohner – 1831 definiert der Oberste Gerichtshof die Cherokee als «interne, untergeordnete Nation», während der Schriftsteller Franz Baum die «amerikanischen Ureinwohner» als «Hunde, die kläffen und die Hände lecken, die sie schlagen», beschreibt – noch die Sklaven einschließt.
Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte der Pfarrer und Schriftsteller Josiah Strong ein erfolgreiches Buch mit dem Titel «Our Country», in dem die angelsächsische Ethnie bezeichnet wird als «in einer besonderen Beziehung zur Zukunft der Welt» stehend und «von Gott dazu bestimmt, [...] der Beschützer seiner Brüder zu sein». Nach dem Sieg über Spanien (1898) und der Eroberung der Philippinen drückte es Präsident McKinley so aus:
«Wir konnten sie nicht ihrem Schicksal überlassen (sie sind unfähig, sich selbst zu regieren): Es würde schnell Anarchie herrschen und die Situation wäre schlimmer als unter spanischer Herrschaft. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als sie zu nehmen und die Filipinos zu erziehen, sie zu erheben, zu zivilisieren und zu christianisieren. Kurzum, mit Gottes Hilfe das Beste für sie zu tun, die unsere Mitmenschen sind, für die Christus ebenfalls gestorben ist.»
Innenpolitische Auswirkungen
Doch was geschieht im Inneren, während «Manifest Destiny» und Exzeptionalismus eine explizit imperialistische Außenpolitik untermauern? Die Schwarzen waren zwar nicht Opfer einer geplanten Ausrottung, aber innerhalb weniger Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei wurden sie Opfer eines energischen Prozesses der De-Emanzipation.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der schwarzen Bevölkerung in mehreren Südstaaten durch die Einführung rigider Verfahren für die Ausübung des Wahlrechts (darunter eine Steuer und eine Prüfung über die allgemeine Kultur) de facto das Wahlrecht verweigert, während sich die Rassentrennungsgesetze wie ein Lauffeuer ausbreiteten (Florida, Texas, Mississippi, Alabama, Arkansas, Georgia, Louisiana...). Der Mythos der «weißen Vorherrschaft» nährte die ersten blutigen Überfälle auf schwarze Gemeinden und die abscheuliche Praxis der öffentlichen Lynchmorde. Der Historiker Maldwyn A. Jones kam zu dem Schluss:
«Ohne Wahlrecht, ohne rechtlichen Schutz, streng getrennt, ständig von individueller oder kollektiver Gewalt seitens der Weißen bedroht, nach einer Auffassung, die sich mit der Rassendiskriminierung im gesamten Süden verbreitete, als Bestien betrachtet, waren die Neger somit eine stark unterdrückte Minderheit.»
Diese kurze historische Reise zeigt, dass die Themen der offensichtlichen Bestimmung, des Exzeptionalismus und der von Gott geschützten Mission nicht getrennt werden können vom schwarzen Herzen der imperialen Gewalt und der Unterwerfung von Völkern, die sich dem göttlichen Plan widersetzen, sowie von einer Vorherrschaft, die sich sogar einen «rassischen» Diskurs auf die Fahnen geschrieben hat – ob sie nun von Trump unerschrocken dargelegt oder von Obama abgeschwächt und universalisiert werden.
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Quellen & Links
Diego Angelo Bertozzi hat an der Universität Mailand Politikwissenschaften und an der Universität Verona Philosophie und philosophische Wissenschaften studiert. Er beschäftigt sich seit langem mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und Chinas. Er hat für Diarkos die Publikation «Die neue Seidenstraße. Die Welt im Wandel und die Rolle Italiens in der Belt and Road Initiative» (2019) veröffentlicht.
l'AntiDiplomatico: Dai Padri fondatori a Trump, passando per Obama: la linea di sangue del "Destino Manifesto" - 28. Januar 2025
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https://transition-news.org/von-den-us-grundervatern-uber-obama-bis-trump-die-blutlinie-des-manifest
Report24
Dünger-Schock: Preise explodieren durch Russland-Sanktionen
28. Januar 2025

Hohe Energiekosten in Deutschland und zusätzliche Sanktionen gegen Russland belasten den deutschen Düngermarkt. Die Landwirte leiden massiv unter diesen Entwicklungen. Über kurz oder lang wird dies auch die landwirtschaftliche Produktion und die Versorgungssicherheit negativ beeinflussen.
In der ohnehin angespannten Situation auf dem europäischen Düngemittelmarkt zeichnet sich laut einem aktuellen Bericht ( https://www.agrarheute.com/markt/duengemittel/preisexplosion-duenger-geht-duengerindustrie-erhoeht-duengerpreise-631620 ) eine weitere dramatische Entwicklung ab. Ein führender europäischer Ammonitrathersteller läutete diese Woche mit einer Preiserhöhung von 30 Euro pro Tonne den nächsten Preissprung ein – ein Signal, das die gesamte Branche in Bewegung setzen dürfte.
Die Gemengelage ist komplex: Neben steigenden Produktionskosten wirft vor allem das neue Sanktionspaket gegen Russland seinen Schatten voraus. Die mögliche Beschränkung russischer Düngemittelimporte könnte den europäischen Markt empfindlich treffen. Ironischerweise waren es gerade diese Importe, die im vergangenen Jahr für eine gewisse Preisdämpfung sorgten – sehr zum Missfallen der europäischen Hersteller, die unter höheren Produktionskosten ächzen.
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bestätigt den Trend: “Im Stickstoffbereich legen die Düngemittelpreise derzeit kontinuierlich zu.” An den deutschen Importhäfen spiegelt sich diese Entwicklung in harten Zahlen wider: Harnstoff notiert bei 525 Euro je Tonne – ein Plus von 75 Euro gegenüber Ende Dezember. Kalkammonsalpeter (KAS) erreicht mit 370 Euro je Tonne den höchsten Stand seit einem Jahr.
Für deutsche Landwirte bedeutet dies eine weitere Verschärfung ihrer wirtschaftlichen Situation. Die Preisentwicklung bei Flüssigdünger AHL (311 Euro/Tonne), Kornkali (325 Euro/Tonne) und dem wichtigen Phosphordünger DAP (672 Euro/Tonne) zeigt durchweg nach oben. Ohne ausreichend Düngemittel werden sich auch die landwirtschaftlichen Erträge – sowie die Qualität der Nahrungsmittel – verschlechtern.
Die französischen Nachbarn erleben bereits, was deutschen Landwirten noch bevorsteht: An den dortigen Handelsplätzen ziehen die Preise für Stickstoffdünger merklich an. Deutsche Händler, bisher noch zurückhaltend, dürften dieser Entwicklung bald folgen. Die Zeichen stehen auf Sturm – und eine Entspannung ist nicht in Sicht.
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https://report24.news/duenger-schock-preise-explodieren-durch-russland-sanktionen/
RT DE
Russischer Hacker enthüllt geheime Waffenlieferungen an die Ukraine
28 Jan. 2025 21:23 Uhr
Norwegen stimmte im Geheimen zu, Kiew zusätzliche NASAMS-Luftabwehrsysteme zu liefern. Das sollen durchgestochene Dokumente zeigen. Die Vereinbarung über die Lieferung ist brandneu und war bisher nicht bekannt. Der Hacker erlangte aber noch weitere Informationen.

© Soldatnytt, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons
NASAMS in Norwegen, 2010
Ein russischer Hacker behauptet, nach dem Eindringen in die Server eines Rüstungsunternehmens in Kongsberg höchst kritische Dokumente erlangt zu haben, die geheime norwegische Waffenlieferungen an die Ukraine enthüllen. Diese Dokumente sollen nach Aussagen des Hackers nicht nur die betroffenen Waffentypen enthüllen, sondern auch ihren Standort und Pläne für ihre Bewegung.
Der Hacker, der unter dem Decknamen PalachPro bekannt ist, teilte russischen Medien am Dienstag mit, er habe die Dokumente in seinen Besitz gebracht, und führte genauer aus, wie er sich in die Rüstungsfirma hackte.
Den Dokumenten zufolge traf die Firma eine geheime Vereinbarung mit der ukrainischen Regierung und stimmte zu, zehn zusätzliche norwegische fortgeschrittene Boden-Luft-Raketensysteme (NASAMS) im Wert von je rund drei Milliarden US-Dollar zu liefern. Die Lieferung, die im Verlauf des Jahres erfolgen soll, wurde bisher von keiner der beteiligten Seiten öffentlich gemacht.
Die Vereinbarung wurde zu Jahresbeginn vom ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umerow erreicht, der derzeit in einen größeren Korruptionsskandal wegen Waffenbeschaffungen zu stark überhöhten Preisen verwickelt ist. Neben den NASAMS-Systemen stimmte Norwegen den geleakten Dokumenten zufolge außerdem zu, etwa 66 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Anti-Drohnen-Systemen zu investieren und die ukrainische Flotte zu modernisieren.
Der Hacker erklärte, es sei ihm dank von Social Engineering gelungen, an die sensiblen Daten zu gelangen, indem er mithilfe eines ihrer Angestellten in das Datenaustauschsystem der Firma einbrach. Neben den Dokumenten der Waffenverträge will PalachPro auch weitere hochgeheime Dateien bezüglich des Einsatzes von NASAMS-Systemen in der Ukraine erhalten haben.
"Die Information, die ich bekam, war tatsächlich geheim. Zusätzlich zu den Dokumenten, die ich gezeigt habe, war da noch etwas: Diese Dateien wurden bereits an unsere Nachrichtendienste geschickt. Die Wirkung wird umwerfend sein. Nicht nur die annähernde Position ihrer Systeme ist jetzt bekannt, auch ihre Pläne. Ich bin sicher, dass unser Staat alles unternehmen wird, um sicherzustellen, dass diese Pläne scheitern", sagte der Hacker zur Nachrichtenagentur NSN.
Die NASAMS, die in dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ausgiebig eingesetzt wurden, sind ein Luftabwehrsystem kurzer bis mittlerer Reichweite, das verschiedene Luftziele zerstören kann, darunter ballistische wie Lenkraketen. Derartige Systeme wurden Kiew wiederholt von seinen westlichen Unterstützern geliefert. Russland hat jedoch bereits viele Exemplare des Systems zerstört.
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Quellen & Links
Mehr zum Thema – Der neue Brennpunkt: Das Große Spiel in der Arktis
https://freedert.online/international/228525-neue-brennpunkt-grosse-spiel-in/
Weitere RT DE Links:
rtde.agency
de.rt.com
rtde.media
rtde.org
rtde.info
rtde.online
rtde.expert
freedert.online
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acTVism Munich
Trump's plan for Ukraine leaked & Israel's agenda behind ceasefire
Col. Wilkerson
Jan 29, 2025
In this episode of The Source, our senior editor Zain Raza interviews Lawrence Wilkerson, a retired Army colonel and former chief of staff to former Secretary of State Colin Powell, about an alleged peace plan by U.S. President Trump, reported by Newsweek, citing a Ukrainian media outlet called Strana, that lays out the details and parameters for ending the war between Russia and
Ukraine. In addition, we discuss the agenda of President Trump and Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu behind the recent ceasefire agreement in Gaza in light of Israel's “Iron Wall” military operation in the West Bank, the U.S. decision to lift sanctions on violent Israeli settlers in the West Bank, and the delivery of 2000-pound bombs to Israel.
Interview topics:
0:00 Introduction
1:03 Col. Wilkerson's career
9:14 Trump's executive orders
16:57 Trump's Ukraine peace plan
23:08 Israel-Palestine
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Sources & Links
ABOUT LAWRENCE WILKERSON: Lawrence Wilkerson is currently a Senior Fellow at the Quincy Institute for Responsible Statecraft and formerly a Distinguished Adjunct Professor of Government and Public Policy at the College of Williams and Mary. Lawrence Wilkerson’s last positions in government were as Secretary of State Colin Powell’s Chief of Staff (2002-05), Associate Director of the State Department’s Policy Planning staff under the directorship of Ambassador Richard N. Haass, and member of that staff responsible for East Asia and the Pacific, political-military and legislative affairs (2001-02). Before serving at the State Department, Wilkerson served 31 years in the U.S. Army. During that time, he was a member of the faculty of the U.S. Naval War College (1987 to 1989), Special Assistant to General Powell when he was Chairman of the Joint Chiefs of Staff (1989-93), and Director and Deputy Director of the U.S. Marine Corps War College at Quantico, Virginia (1993-97). Wilkerson retired from active service in 1997 as a colonel, and began work as an advisor to General Powell. He has also taught national security affairs in the Honors Program at the George Washington University. He is currently working on a book about the first George W. Bush administration.
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Apolut (Audio, Video & Artikel)
Aktualisiert am Jan. 28, 2025
Im Sumpf des Militärischen
Von Roland Rottenfußer
In seinem neuen Buch „Kriegstüchtig“ beleuchtet Marcus Klöckner das Grauen des Krieges und die Motive derer, die Menschen sehenden Auges in den Tod schicken.
Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.
„Zum Sterben langweilig“ ist eine bekannte Redewendung. Steckt dahinter eine psychologische Wahrheit, die die derzeitige Kriegsstimmung zu erklären hilft? Sehnen sich die Bundesbürger nach vielen satten, biedermeierlichen Friedensjahrzehnten wieder nach dem großen Knall — nach Abenteuer, Blut und Bewährung? Richtig ist, dass die Führungsriegen mehrerer Parteien den Tod auf dem Schlachtfeld wieder als Option zu etablieren versuchen. Allerdings nur für die anderen, für jenes „Menschenmaterial“, das sich 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg vielleicht wieder in den Kriegsdienst hineinlocken oder -zwingen lässt. Die Militarisierung des öffentlichen Lebens wie auch der veröffentlichten Meinung schreitet rapide voran, ein griffiges Feindbild wurde etabliert, Pazifisten konnten erfolgreich in die Defensive gedrängt werden. Überall ist jetzt Front. Was Krieg eigentlich bedeutet, bleibt ausgeblendet. Gemessen an der Gefahr, in der wir alle schweben — bis hin zu Atomexplosionen in deutschen Städten, die Millionen grausamer Tode nach sich ziehen könnten —, ist es verdächtig ruhig auf Deutschlands Straßen wie auch in „intellektuellen“ Debatten. Es ist, als ob die Wahrheit zu schrecklich wäre, um sich ihr zu stellen. In der Folge verrichten die Kriegstreiber ihr furchtbares Geschäft weitgehend ungestört. Im Grunde müsste der Buchmarkt von Antikriegstiteln überflutet sein. Ist er aber nicht. Umso wichtiger, dass wenigstens Marcus Klöckner nun ein wortmächtiges, emotional aufwühlendes Plädoyer für den Frieden verfasst hat. Es ist eine Mahnung zur rechten Zeit. Denn selbst wenn die Präsidentschaft Donald Trumps eine direkte Kriegsbeteiligung Deutschlands bis auf Weiteres unwahrscheinlicher machen sollte — der „Geist“ und die Logik des Krieges werden weiter bestehen, bis sich ihnen eine entschlossene Mehrheit der Menschen entgegenstellt.
„Die deutsche Gesellschaft muss sich zügig die Frage stellen: Will sie ihre Söhne und Töchter in den Kriegstod schicken? Wenn sie das nicht will, dann wird es Zeit, dass sie ihre Stimme erhebt.“
Vielleicht kann man die Deutschen, die im Schlafwagen in Richtung Krieg zu fahren scheinen, so aufrütteln, wie es Marcus Klöckner hier tut — indem man ihnen vor Augen führt, dass ihre geliebten Kinder unmittelbar bedroht sind, dass sie schon bald wie Heizbriketts in das Feuer einer erbarmungslosen Gewaltexplosion geworfen werden könnten. Reinhard Mey ( https://youtu.be/pz_ZSsrk2-g ) -
+++ (by IC):
Sternenwoelfin
Reinhard Mey - Nein, meine Söhne geb' ich nicht
Published on Mar 3, 2022
Invidious Link:
https://i.iii.st/watch?v=pz_ZSsrk2-g
Krieg war, ist und wird niemals eine Lösung sein. An keinem Ort, zu keiner Zeit! Gott sei mit denen, die leiden ... möge sich die Welt vereinen und sich gegen den stellen, der versucht, sie zu brechen! Möge Frieden auf Erden herrschen für alle Menschen auf dieser Welt
War was, is and will never be a solution. In no place, at no time! God be with the ones suffering ...may the world unite and stands against who tries to break it!
May there be peace on earth for all people in this world
Musik: Reinhard Mey – Nein, meine Söhne geb’ ich nicht ♡
Album: Alleingang
Songtext: Reinhard Mey - No, I will not give my sons
+++ (by IC End)
- hat in den 1980er-Jahren inbewegenden Worten
an die Gefühle von Eltern appelliert. Die Geschichte der Kriege erscheint so auch als die Geschichte des Versagens der älteren Generationen.
„Sie werden nicht in Reih’ und Glied marschieren, nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt. Auf einem gottverlass’nen Feld erfrieren, während ihr euch in weiche Kissen setzt. Die Kinder schützen vor allen Gefahren, ist doch meine verdammte Vaterpflicht. Und das heißt auch, sie vor euch zu bewahren. Nein, meine Söhne geb’ ich nicht.“
Auf der Schwelle zum Krieg
Wie werden heutige Eltern dieser Pflicht gerecht? Haben sie es nicht durch Wahlentscheidungen, durch Stammtisch-Gepolter, durch Wegschauen oder schlicht durch Nichtstun mitverschuldet, dass mittlerweile wieder Offiziere die Klassenzimmer ihrer Kinder entern, um diesen den Krieg schmackhaft zu machen?
Nach der Lektüre von Marcus Klöckners Buch sollten Mütter und Väter jedenfalls — um nochmals eine Formulierung von Reinhard Mey zu zitieren — „keine ruhige Minute“ mehr haben.
Es braucht endlich eine machtvolle Friedensbewegung, die in ihren Forderungen völlig eindeutig ist und sich niemals auf eine Kriegslogik einlässt, welche es für wichtiger hält, „Putin zu ärgern“ als das Überleben und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung zu sichern.
„Kriegstüchtig. Mobilmachung an der Heimatfront“ — das Buch, das seinen Titel einer Formulierung des Beinahe-Kanzlerkandidaten und angeblichen Publikumslieblings Boris Pistorius verdankt — erscheint interessanter Weise in einer Schwellensituation. Donald Trump wurde zwei Wochen nach der Erstveröffentlichung des Werkes, am 20. Januar 2025, vereidigt, und viele Hoffnungen richteten sich auf dessen Ankündigung, den Ukraine-Krieg binnen 24 Stunden zu beenden.
Gleichzeitig ist in Deutschland mit Friedrich Merz einer der schlimmsten Kriegstreiber „ante portas“.
„Frieden gibt es auf jedem Friedhof“,
sagte der offenbar unvermeidliche künftige Kanzler hämisch. Und die Friedhöfe, speziell Soldatenfriedhöfe, könnten sich in seiner Amtszeit tatsächlich füllen, wenn es so weitergeht.
Der passionierte Taurus-Lieferant könnte wieder zerstören, was sich vielleicht bis zum Beginn seiner Kanzlerschaft an Friedenshoffnungen eröffnet haben wird.
Und die zweitstärkste Partei des Landes, die AfD, würde die stärkste, die Union, in dieser Hinsicht kaum „kontrollieren“. Beide bilden vielmehr einen militaristisch-aufrüstungsfreudigen Block und blasen ins „gleiche Horn“ — also eher in eine Kriegstrompete. Wer Marcus Klöckners Buch in den nächsten Wochen und Monaten lesen wird — und möglichst viele sollten es lesen — wird also stets die neuesten politischen Entwicklungen im Hinterkopf haben, die im Detail heute noch gar nicht absehbar sind.
Die falsche „Tüchtigkeit“
Das Buch beginnt mit einer schonungslosen Analyse des Ist-Zustands, der speziell auch mit Blick darauf traurig stimmt, dass Deutschland schon einmal so viel weiter gewesen war.
„Die deutsche Demuts- und Friedenspolitik, für die der Kniefall Willy Brandts in Warschau sinnbildlich steht, wurde zerschlagen, als ginge es um den Abriss einer Bretterbude. Deutsche Panzer gegen russische Soldaten? Längst Realität. (…) Die eingeschlagene Politik gegenüber Russland ist an historischer Asozialität nur schwer zu überbieten. Weite Teile der Politik haben ihren Sinn und Verstand einer eiskalten transatlantischen Tiefen- und Geopolitik untergeordnet. Zum schweren Nachteil Deutschlands und seiner Bürger.“
Schon der Begriff „kriegstüchtig“ ist, wie Klöckner schlüssig begründet, ein perfides manipulatives Manöver.
„Dynamik, Energie, Können — das sind Ausdrücke, die mit der Tüchtigkeit verbunden sind. Auf einer weiteren gedanklichen Ebene tauchen Bilder von ‚tüchtigen‘, das heißt: trainierten, schlanken, energiegeladenen Körpern auf, die an- und zupacken können. Deutlich wird, wie perfide es ist, das Wort ‚Tüchtigkeit‘ mit dem Begriff ‚Krieg‘ zu verbinden. Hochgradig manipulativ, verdreht es gerade jenen den Kopf, die aufgrund mangelnder Lebenserfahrung vielleicht noch nicht erfasst haben, wie brutal und zerstörerisch ein Krieg ist. Mit der ‚Tüchtigkeit‘ eines Menschen, der voller Tatendrang im Leben steht und durch seine Energie etwas erreicht — Bildung, Familie, beruflichen Erfolg et cetera —, hat Kriegstüchtigkeit nichts zu tun. Der Blick ins vergangene Jahrhundert zeigt schonungslos, wie jener ‚Ruhm‘ und ‚Glanz‘ für den Einzelnen und für ein Land aussehen, nachdem ein ganzes Volk auf Kriegstüchtigkeit getrimmt worden war.“
Geht doch selber an die Front!
Nicht nur um den Missbrauch eines Begriffs gehe es aber — die Gefahr ist real.
„Auf Kriegstüchtigkeit kann, schneller als uns lieb ist, der Krieg folgen. Und das heißt: Gräben gefüllt mit Blut und Tränen, die Kriegsländer in allen Himmelsrichtungen durchziehen. Zehntausende, hunderttausende und vielleicht Millionen Kriegstote gehen irgendwann auf das Konto einer Politik, die zuvor ‚Kriegstüchtigkeit‘ als Notwendigkeit gegenüber dem Volk verkauft hat. Nur: Wenn der Boden, den es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, angeblich so wertvoll ist: Warum stehen die Politiker mit ihren Söhnen und Töchtern nicht selbst in der ersten Reihe und verteidigen ihn?“
Dieses Argument hat schon Boris Vian in seinem berühmtem Anti-Kriegs-Chanson „Le deserteur“ angeführt, das es auch in deutscher Version ( https://www.youtube.com/watch?v=pMN41E6AsVk ) gibt. Darin heißt es:
„Ihr sogenannten Herren, müsst ihr denn Blut vergießen, so lasst das eure fließen, ihr predigt das so gern!“
Es ist eigentlich ein ebenso einfaches wie einleuchtendes Argument. Daher:
„Wenn es ein ‚G’bot der Stunde‘ gibt, dann lautet es: Friedenstüchtigkeit! Aber mit dem Begriff ‚Frieden‘ haben seit längerem Politiker quer durch die Parteien gewisse Probleme.“
So schrieb Marcus Klöckner in einem Artikel für die Nachdenkseiten.
Dazu gehört natürlich auch der Abbau von Feindbildern, gehört auch die Relativierung unnötiger Ängste. Denn:
„Wäre Russland der große, böse Feind: Warum sollte Putin mit einem Angriff warten, bis Deutschland ‚kriegstüchtig‘ ist?“
Jeder soll ein bisschen Soldat sein
Logik und Vernunft reichen jedoch meist nicht, um im öffentlichen Raum eine Friedensstimmung zu erzeugen.
„Die Politik ist bereits in Richtung Militarismus gekippt. Die Logik des Militärischen fließt bereits mit hohem Druck in die Zellorganellen staatlich-gesellschaftlicher Multiplikatoren. Die Bundeswehr zu Besuch an Schulen? Kein Tabu. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht? Der Widerstand hält sich in Grenzen. Deutsche Panzer auf russischem Boden? Längst Realität geworden.“
Marcus Klöckner wird hier auch konkret. Er ist ein Meister der aussagekräftigen Beispiele. Die entnimmt er oft den friedensmüden Medien. So berichtete etwa die Hessenschau unter der Überschrift „Hessen macht sich Stück für Stück kriegstüchtig“ über eine angeblich zunehmend kriegsbereite Heimatfront.
„In dem Beitrag wird über eine ‚Schulsekretärin‘ berichtet, die ‚im Staub auf dem Boden eines Waldstücks‘ auf einem Bundeswehr-Übungsplatz liegt und ‚mit ihrem G36-Gewehr auf eine Sperrholzplatte, die etwa 100 Meter entfernt ist‘, ziele. ‚Die Schulsekretärin ist eine von den etwa 120 sogenannten Ungedienten, die das Landeskommando Hessen hier zu Reservisten ausbildet‘, heißt es weiter. ‚Die Rekruten haben bisher keinerlei Wehrdienst geleistet und ‚sollen im Fall eines Kriegs in der Heimat Gebäude und Infrastruktur bewachen. Dazu werden sie auch an der Waffe ausgebildet.‘“
Man sieht an dem Beispiel, dass sich friedliebende Menschen keineswegs damit beruhigen können, dass sie ja keine Soldaten seien und deshalb auch nicht in den Krieg ziehen müssten. Der Krieg wird zu ihnen kommen — und zwar ganz unabhängig davon, ob „die Russen“ jemals selbst einmarschieren.
Möglichst jeder Bürger soll, wenn es nach den Herrschenden geht, ein bisschen auch die Mentalität eines Soldaten annehmen. Die Grenzen zwischen Profis des Tötens sowie Laien und Auszubildenden verschwimmen.
Die Fleischwölfe des Krieges
Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrat weiß auch, wozu das alles nötig ist:
„Wir sind gut beraten, unsere Vorbereitung zu beschleunigen und kriegsnah auszubilden. Sollte es soweit (sic!) kommen, werden wir russischen Veteranen gegenüberstehen.“
Gemeint ist damit wohl: Die Russen haben in der Ukraine schon reichlich Kriegserfahrungen gesammelt, was sie deutschen Softies gegenüber überlegen machen könnte. Aus eben diesem Grund müssen wir noch nicht Gelerntes hurtig nachholen. Das Töten vor allem.
Marcus Klöckner bedient sich bei der Darstellung des Krieges einer Sprache, die zum Glück nicht so weichgezeichnet ist wie die mancher Kriegsbefürworter. Über diese heißt es im Buch:
„‚Mehr Waffen!‘ ist ihre Forderung. ‚Weiter kämpfen!‘ ihr Credo. Noch mehr Tote, noch mehr Verstümmelte, noch mehr Traumatisierte? Darüber gehen sie hinweg wie über tote Fliegen auf der Straße. Ihre Gewissenlosigkeit macht fassungslos. Die ukrainischen Kriegsopfer taugen für sie als Speerspitze im Kampf um die Definitionshoheit.“
Dabei sollten sie eher als Warnung davor dienen, was Krieg konkret bedeuten kann.
„Jede Seite wirft ihre Truppen da an die Front, drückt sie nach vorne an jene Stellen, wo die Fleischwölfe des Krieges bereitstehen zu ‚drehen‘. Dort werden sie dann aufgerieben, die Kompanien. Da ist das Leben des einzelnen Soldaten, auch wenn es ohnehin im Krieg entwertet ist, noch einmal mehr ohne Wert. Ein perverser Wert existiert nur in der strategischen, militärischen Betrachtung der Masse aller Soldaten, die einem leblosen Stück Material gleich reingeworfen werden in den Fleischwolf und denen es vielleicht in der Masse gelingt, das Vorrücken des Feindes zu verlangsamen oder gar zu stoppen.“
Remarques eindringliche Warnung
Dies ist natürlich nur das Schicksal derer, die in den Krieg geschickt werden. Jene, die schuld daran sind, dass er überhaupt ausbrach, machen sich indes einen schlanken Fuß.
„Je weiter es nach oben in der Hierarchie geht, desto ruhiger wird es in aller Regel. Der Dreck, der Schuss, der Knall, der Gestank, die aufgeplatzten Köpfe, die raushängenden Gedärme, das Geschrei, das Wimmern, die Gewalt des Todes und des Krieges: Auf den teuren Schreibtischen und in den klimatisierten Büros der Planer, der Strategen, der Verantwortlichen, der intellektuellen Kollaborateure und Zuarbeiter des Kriegsteufels ist von alledem in der Regel nichts zu sehen, zu hören, zu riechen.“
Um die Gräuel des Krieges anschaulich zu machen, bedient sich Marcus Klöckner auch bei einem Klassiker der Anti-Kriegs-Literatur: Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“, welches auch Thema in Eugen Drewermanns Buch „Nur durch den Frieden bewahren wir uns selbst“ war. Remarque schrieb unvergessliche Szenen, die Lesern die Gräuel des Ersten Weltkriegs drastisch vor Augen führten.
„Wir schneiden vorsichtig die Hose auf. Er stöhnt. ‚Ruhig, ruhig, es wird ja besser.‘ Wenn er einen Bauchschuss hat, darf er nichts trinken. Er hat nichts erbrochen, das ist günstig. Wir legen die Hüfte bloß. Sie ist ein einziger Fleischbrei mit Knochensplittern. Das Gelenk ist getroffen. Dieser Junge wird nie mehr gehen können.“
Die Komplizenschaft des Journalismus
Je genauer man hinschaut, desto weniger erträgt man die Verharmlosungen der Kriegsbefürworter, die ihre Meinung — unabhängig davon, dass sie von der Realität meist keine Ahnung haben — recht aggressiv vertreten.
„Lumpenpazifisten“, wie die Frisuren-Ikone Sascha Lobo Friedensfreunde nannte, müssen sich mittlerweile warm anziehen und auf unduldsam vorgebrachte Pro-Krieg-Argumente vorbereitet sein. Einige davon erwähnt und widerlegt auch Marcus Klöckner in seinem Buch.
„Da ist zum einen die Szene eines Bürgers, der mit seiner Familie in einem Haus lebt und überfallen wird. ‚Würden Sie etwa nicht das Leben Ihrer Familie und Ihr Haus verteidigen‘, fragen die Kriegstreiber die Kritiker ihrer Politik auf eine Weise, die die Antwort im Grunde genommen schon vorwegnimmt. Und richtig, wer würde hier schon sagen, dass jemand seine Familie, sein Hab und Gut nicht verteidigen würde?! Ergo, so die Schlussfolgerung der Kriegstreiber, sei es doch nun klar, dass auch die Ukraine ein Recht auf Verteidigung habe. Welch eine — im besten Falle — dumme und im schlimmsten Falle abgrundtief böse Argumentation.“
Klar, wer nicht zulassen würde, dass seiner Frau im eigenen Wohnzimmer Gewalt angetan wird, der muss auch jederzeit bereit sein, — motiviert von den Anfeuerungsrufen Anton Hofreiters oder Marie-Agnes Strack-Zimmermanns — am Dnjepr oder am Asowschen Meer auf Russen zu schießen. Mit solchen Logik-Attacken müssen wir wohl alle, müssen vor allem die demnächst unter Kanzler Friedrich Merz wieder Rekrutierten rechnen.
Marcus Klöckner, Autor unter anderem des Buchs „Umstritten. Ein journalistisches Gütesiegel“, nimmt speziell auch das Versagen der Medien in Fragen von Krieg und Frieden auf Korn. Er geht dabei auch von einem idealistischen und heute wohl „altmodischen“ Journalismus-Begriff aus.
„Ein großer Teil der Medien hat schwere Schuld auf sich geladen. Und er lädt auch weiterhin schwere Schuld auf sich. Zu beobachten ist der Verrat an journalistischen Idealen, am journalistischen Ethos und in der Konsequenz auch ein Verrat an der Demokratie. Journalismus im Sinne der Demokratie heißt: Tiefenpolitik und geostrategische Interessen auf allen Seiten zu dekonstruieren. Es heißt vor allem auch die ‚Wahrheiten‘ der Politik im eigenen Land fundamentalkritisch zu hinterfragen.“
Cartoons sollen Kinder in den Tod locken
Besonders abstoßend findet Marcus Klöckner, wie heute bereits Kinderseelen durch militärisches Denken vergiftet werden. So sollen mittlerweile schon Cartoons junge Menschen auf eine künftige Karriere in den Schützengräben vorbereiten.
„Ben dient Deutschland — so lautet ein Comic, der auf dem Portal der Bundesregierung angeboten wird. Herausgeber ist das Bundesverteidigungsministerium.“
Der Comic wird so eingeleitet:
„‚Der junge Ben ist ein durchschnittlicher Teenager und entschließt sich, Freiwilligen Wehrdienst in der Bundeswehr zu leisten. In seiner Grundausbildung wird er immer wieder auf die Probe gestellt. Ben reift schließlich zu einem einsatzbereiten Soldaten, der Jahre später in Litauen die NATO-Ostflanke verteidigt.‘“
Man darf von Marcus Klöckners „Kriegstüchtig“ keineswegs eine neutrale Haltung zum anvisierten Thema erwarten. Er zielt stets auf die Emotionen seiner Leser und will damit etwas erreichen, weil es buchstäblich um Leben und Tod geht. Er scheut auch nicht den vermeintlich utopistischen „Imagine“-Tonfall, wenn es darum geht, zu zeigen, dass es immer Alternativen zum direkten Weg in den Abgrund gibt — ja geben muss.
„Was wäre passiert, wenn Selenskyj beim Einmarsch der russischen Soldaten im Bewusstsein des schier unendlichen Leids, das über die Soldaten, ihre Familien, Freunde, aber auch über das Land kommen würde, angeordnet hätte: ‚Von uns fällt kein Schuss! Wir werden nicht kämpfen!‘ Vermutlich hätten sich weite Teile der Welt — die Kriegstreiber natürlich ausgenommen — vor den weisen Ukrainern verneigt.“
Freunde, von denen wir nichts wussten
Die Kunst ist immer schon weiter gewesen als die politische Analyse, weil sie den menschlich-emotionalen Kern eines Problems anschaulich zu machen versteht.
Stellen wir uns vor, wir würden abseits des medialen Wortgeklingels und der Feindbildfantasien einen Russen treffen — persönlich. Und der wäre gar nicht so dämonisch, wollte uns gar nichts antun, uns nicht ausspionieren, nicht desinformieren, nicht in unseren Vorgarten einmarschieren. Im Gegenteil: Wir würden merken, dass wir Freunde werden können.
Dem Sänger Billy Joel ging es so, als er 1987 auf einer Tour durch die Sowjetunion den russischen Clown Victor Razinov traf. „Zwischen Joel und Viktor entstand eine Freundschaft“, erzählt Markus Klöckner.
„In einem Interview 2016 sprach Joel über die Geschichte und er sagte: ‚Der Kalte Krieg endete für mich, als ich diesen Typen traf. Das war’s. Ich ging, um meinen Feind zu treffen, und traf tatsächlich meinen Freund.‘“
Es gibt auch ein Lied über diese Begegnung, es heißt „Leningrad“. Darin heißt es:
Und so kamen mein Kind und ich an diesen Ort.
Um ihm Auge in Auge und von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
Er brachte meine Tochter zum Lachen, dann umarmten wir uns.
Wir wussten nie, welche Freunde wir hatten.
Bis wir nach Leningrad kamen.
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Quellen und Anmerkungen
Roland Rottenfußer, Jahrgang 1963, war nach dem Germanistikstudium als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage tätig. Von 2001 bis 2005 war er Redakteur beim spirituellen Magazin connection, später für den Zeitpunkt. Er arbeitete als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag. Seit 2006 ist er Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen ( https://hinter-den-schlagzeilen.de/ ). Von 2020 bis 2023 war er Chefredakteur vom Rubikon, seit April 2022 ist er Mitherausgeber und Chefredakteur von Manova.
Hier können Sie das Buch bestellen: Buchkomplizen
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
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Dieser Beitrag erschien zuerst am 25. Januar 2025 bei manova.news
https://www.manova.news/artikel/im-sumpf-des-militarischen
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Bildquelle: Pixel-Shot / shutterstock
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Apolut Artikel:
https://apolut.net/im-sumpf-des-militarischen-von-roland-rottenfusser/
Apolut Peertube Link:
https://tube4.apolut.net/w/w2LPNRYcbBrewS5kU1fua3
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https://apolut.net/content/media/2025/01/apolut_20250128_standpunkte.mp3
Alternativer Apolut Peertube Link: https://tube.public.apolut.net/videos/watch/10a53b94-0e99-4229-835d-a935fc4662ae
Finian Cunningham
Al Qaeda rules Syria… US and NATO whitewash their terrorist proxies as the new government
Published on Jan 29, 2025
NOTE: Please bear with the interview's intermittent poor signal. It contains important reporting from Syria by Dan Kovalik...
The new rulers of Syria are presented by Western governments and media as “rebels” and “reformed militants” who are trying to bring law and order to the Arab country.
Author and human rights lawyer Dan Kovalik says the Western powers are whitewashing a terrorist regime that is imposing a reign of terror on the Syrian population.
Kovalik has just visited the country on a fact-finding mission.
He toured the capital, Damascus, as well as the outlying countryside. He witnessed firsthand minority groups living in fear of violent retribution from the now-dominant militant factions who profess an extremist version of Sharia Law.
Kovalik corroborates disturbing alternative reports filtering out of Syria of executions, lynchings and other atrocities meted out by the terrorist militia whom the West complacently calls “rebels”.
Christians, Alawites and Shia Muslims are in grave danger from the new rulers of Syria headed up by de facto leader Ahmed Hussein al-Sharaa (also known as Mohammed al-Julani). He is head of the Hayat Tahrir al-Sham (HTS) faction.
HTS evolved out of Al Qaeda, Islamic State and Al Nusra Front. All these groups are officially on the US and West’s designated terrorist list. But that designation is part of the charade whereby the Western governments have covertly sponsored these groups as proxies for geopolitical interests.
Syria’s de facto ruler al-Sharaa (al-Jolani) was up to recently on the US wanted terrorist list with a $10 million reward for his capture. Since taking over Syria in December, the US has de-listed him after Washington delegates met in Damascus in recent weeks to discuss restoring diplomatic relations and carving up the resources of the war-torn Levantine territory. The US military already illegally occupies oil and agriculturally rich land in Syria.
Germany’s Foreign Minister Annalena Baerbock was also quick to travel to Damascus to greet the new regime and talk up business opportunities.
There should be no surprise in all of this. For years the Al Qaeda-affiliated terrorist groups in Syria were the proxies for the United States and its NATO allies deployed to overthrow the government of President Bashar al-Assad in a dirty covert war for regime change.
Western media are depicting the downfall of Assad as a liberation from dictatorship. That’s a tall order given that the “liberators” are terror groups that inflicted unspeakable violence on the Syrian population during the Western-backed proxy war.
Dan Kovalik attests that Al Qaeda (and its variants) is now in government in Syria – the very organization that the US and its Western allies supposedly fought against in a global “war on terror”.
He warns that Syria is facing dark and dangerous times ahead as minority communities fear for their lives. But the Western governments and media are whitewashing the terrorist regime with blood on their hands. The cover-up is made all the more urgent because the West is fully complicit in the destruction of Syria.
Kovalik is the author of several books published by Skyhorse Publishing. His titles include The Plot to Scapegoat Russia, The Case for Palestine, The Plot to Overthrow Venezuela, and No More War… How the West Violates International Law by Using ‘Humanitarian’ Intervention to Advance Economic and Strategic Interests.
He will be publishing a full report on Syria for Covert Action Magazine.
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YT-Kanal Finian Cunningham: https://www.youtube.com/channel/UC5RCpvpT0Mp5VPoZ8f2uwfg
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Kritischer Journalismus, Irland, Geopolitik & Frieden
Dieter Reinisch (216)
Streamed on Jan 21, 2025
Mag. Dr. Dieter Reinisch MRes FRHistS FHEA ist im Vorstand des Österreichischen Journalisten Club (ÖJC), ist der leitende Redakteur der Zeitschrift International und promovierter Historiker, Autor sowie Journalist. https://oejc.at/oejc/vorstand/mag-dr-dieter-reinisch-mres-frhists-fhea
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NeutralityStudies
US Military Power ROTTEN From Within. Collapse Immanent
Lt. Col. Karin Kwiatkowski
Jan 28, 2025
Originally published on Nov 23, 2024.
[Part 1 of 2] The US has lost the ability to produce the implements of war to win in Ukraine, and it is running low on what it needs to defend the homeland. At the same time, it's military is running out of recruits and the grift inside the MIC is so large that even with the biggest military budget in history, the country can hardly maintain its global footprint. What happened? Well, decades and decades of mismanagement and overreach are finally taking a toll that even a superpower can't ignore.
Today I‘m talking to Dr. Karen Katauski, a fierce US critic of her countries military overreach. Her strong opposition to foreign wars is particularly stinging to the Military Industrial Complex as she was for 20 years a member of the US armed forces. She became a popular figure when she first spoke out on the lies the Pentagon told regarding the second invasion of Iraq.
Dr. Katauski is a retired Lt Col with a PhD in World Politics from the Catholic University of America and a masters degree in Government from Harvard.
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Sources & Links
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