nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Allein das: »Privatunternehmen haben keinen Staat den sie nutzen. Es können also keine Etatistischen Eingriffe sein.«
Wie würdest Du dann z.B. sowas wie Klein-Venedig 1528-1546 beschreiben. Genau diese Art inniger Geschwisterlichkeit zwischen Staatsfinanzen und Privatkapital prägt bis heute das wirtschatliche Gesellschaftsgefüge.
Deine scharfe Trennung diesbezüglich ist m.E. ein Phantasma.
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Moderner Staat und ›Kapitalismus‹ sind gemeinsam aufgewachsen. Siehe Gründung der Bank of England 1694.
›Kommunistisch‹ wäre sowas wie Regional-Währungen für nachhaltige Kreislaufwirtschaft, statt eben Wachstums- und Anhäufungswirtschaft, um sich gegenüber Konkurrenz großmachen zu können, Stärke in die Ferne zu projezieren. Kapitalismus ist Bellezismus light. Man nennt es Zivilisationsfortschritt.
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Willst Du damit andeuten, dass die Privatwirtschaft im Gegensatz zu öffentlichen Einrichtungen keinen Etatismus betreibt und auch keinerlei interventionistische Maßnahmen zur Sicherung ihrer Claims und Pfründe nutzt?
Wir würdest Du dann Sonderwirtschaftszonen, Sondergerichtsbarkeiten und Co einordnen?
Alles Praktiken, sich gegen Ansprüche des Allgemeinwohls abzugrenzen und zu immunisieren.
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx {Sorry, ich verbessere oft meine Tröts wegen Hudelei.}
Bei Wirtschafts/Gesellschaftsformen geht es um die Organistion des Stoffwechsels mit der Natur: was ist wertvoll, was nicht, wie die erwirtschafteten Überschüsse verteilen usw.
Kapitalismus als Ideal setzt auf Konkurrenz aller gegen alle und Anhäufen von Ressourcen, eben das Kapital. Krieg ist der Vater aller Dinge, zur Not tut’s auch der ›freie Markt‹.
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Man muss ja leider immer unterscheiden zwischen dem Ideal und der Praxis. Adam Smith postulierte, z.B. Zugang zu allen relevanten Informationen des Marktgeschehens und Grundbedingung, hatte aber sowas wie Infowar und Ungleichheit der Interpretationsarbeit nicht im Blick.
Selbst Hayek hat in seinem Spätwerk den real existierenden Kapitalismus mit seinen Oligarchien gewettert.
Unsere Arbeitswelt ist bis heute oftmals wesentlich von den Praktiken und ›Tugenden‹ geprägt, wie sie einst auf Sklaven-Plantagen und Zwangsarbeitsstätten (Armenhäusern) in der ›heroischen Phase‹ des jungen Kapitalismus/Merkantilismus blich waren.
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Jupp. Photosynthese der Pflanzen bindet Sonnenergie z.B. als Traubenzucker. Wenn Pflanzen unter hohem Druck lange vergammeln, wird Erdöl aus ihnen.
Nuancen wirken gern mal kryptisch, wenn man es eigentlich gern einfacher hätte ;-)
nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Alle Energie-Kreisläufe der Erde beruhen letztlich auf Sonnenenergie. Pflanzen speichern Sonnenergie, Tiere ernähren sich von Pflanzen, andere Tiere ernähren sich von Tieren, die sich von Pflanzen ernähren.
Die in fossilen Brennstoffen vorhandene Energie die wir bei Verbrennung freisetzen, kommt ursprünglich von der Sonne.

nostr:nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnddaehgu3wwp6kyqpq5ww3nmpr3tcmzjuv7dsct2fnk9qln98zlaapxgayewm970vg7c0qd03wlx Das erste, was bei Komplexitätsreduktion über Bord geht, sind die Nuancen.
Viele missachtete Nuancen (Fünfe grad sein, die Katze laufen lassen) können sich im Lauf der Zeit zu Katastrophen anhäufen. Wir erleben das grad im großen Maßstab bzgl. solcher Sachen wie nach Millionen von Jahren in kurzer Zeit wieder freigesetzter Sonnenenergie aus fossilen Brennstoffen.
Die Zugticket-Aktion erinnert mich an die Gewalt-Unterteilung in Reemtsmas »Vertrauen und Gewalt« (2009); BTW: ein dieser Tage extrem lesenswertes Buch.
Lozierende Gewalt, die räumlich über Körper verfügt ist die mildeste. Gibts in den Geschmacksrichtungen militärisch, kriminell, strafend und politisch.
Dann kommt raptive Gewalt, die eben verwunden und zerstören soll, damit ein Ziel durchgesetzt oder verindert wird.
Und schließlich autotelische Gewalt, die Serienmörder/Sadisten-Variante.
Pragmatisch ist #Gendern eigentlich nur ein vergleichsweise oberflächliches Angebot auf sichtbare Art und Weise wenigstens vorzugeben einer ganzen Reihe Menschen Respekt zu zollen, denen gegenüber bis vor gar nicht so langer Zeit es völlig normal war sie an den Rand und besser gleich unter den Teppich oder in die Klapse zu bugsieren, zu diskriminieren, auszunutzen (verteufelte nicht-binäre Lust lässt ist ja sooo doll erpressbar … wie nützlich!), oder als Sündenbock fürs Opfer herzurichten.